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9/11-Prozess in Guantanamo: US-Regierung droht jahrelanges Zitter-Verfahren

APDie US-Regierung will die Drahtzieher des 11. Septembers vor einem reformierten Militärgericht so zügig wie möglich verurteilen. Doch der erste Prozesstag in Guantanamo Bay war chaotisch - bis zu einem Urteil könnten noch Jahre vergehen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...831583,00.html
  1. #10

    Zitat von Forums-Geschwurbel Beitrag anzeigen
    KSM und Ramzi Binalshibh haben schon lange VOR ihrer Verhaftung in einem Interview mit AlJazeera detailliert und stolz geschildert, wie der 9/11 geplant, vorbereitet und durchgeführt wurde. Binalshibh präsentierte dabei auch einen Koffer voll 'Hamburg-Souvenirs' (Flugkarten der US-Ostküste, Piloten-Lehrematerial etc). Dieses Interview war weltweit in allen Medien zu lesen, auch im SPIEGEL.

    Aber hier wird ja der Massenmord an 3000 Menschen zur Bagatell-Nebensache verklärt, um sich nochmals ausgiebig an Missetaten der Bush-Regierung zu laben....wenn Bush hat foltern lassen, wen interessiert da noch ein tausendfacher Massenmord und Täter, die widerlich damit prahlen, nicht wahr ? Und hier rede ich auch von den SPON-Artikeln...
    Dann wissen Sie sicher auch, was der SPIEGEL von diesem angeblichen Interview hält:

    "Bis zu diesem Zeitpunkt blieb der Bin-Laden-Mann ein Phantom. Reporter Foda sagt, er habe Binalshibh und Scheich Mohammed im Juni in einer Wohnung in Karatschi getroffen. Echte Beweise für die Identität der beiden liefert er nicht. "Sie waren es. Ich habe sie hundertprozentig erkannt", sagt er nur."
    DER SPIEGEL*38/2002 - Operation Heiliger Dienstag

    Ihr Interview, auf das Ihre Verschwörungstheorie baut, wäre also vor einem rechtsstaatlichen Gericht auch nicht viel mehr wert als die unter Folter erpressten Geständnisse...
  2. #11

    Zitat von CobCom Beitrag anzeigen
    ...es geht um die Art der Show, die ist peinlich.
    Mit adhoc-Hinrichtungen haben die Amis doch sonst auch keine Probleme.
    Also nochmal:
    Was soll das Kaperletheater in Guantanamo? Entweder man macht ein Gerichtsverfahren (dann aber richtig, so mit Beweisen, ohne Folter usw.) oder man pfeift drauf... diese Inszenierung erinnert aber eher an Schauprozesse a la DDR, China oder tausendjähriges Reich.
    Glauben Sie mir, den Burschen selbst würde ich auch keine Träne nachweinen. Man macht sich aber angreifbar ohne Ende.
    Ok.
    Was würden Sie persönlich imn der jetztigen Situation tun?

    Rechtstaatlich einwandfreier Prozess mit Freispruch wegen Formfehlern und erpressten Geständnissen?
    Oder Guantanamo auf ewig weiterführen?

    Nur kritisieren gilt nicht.
  3. #12

    Zitat von CobCom Beitrag anzeigen
    ... erinnert aber eher an Schauprozesse a la DDR, China oder tausendjähriges Reich.
    Wäre mir neu, dass dort Angeklagte die Verhandlung durch Geschrei und Gebetseinlagen behindern konnten. Auch gab's da wohl auch nie stundenlanges Befragen der Richter durch die Anwälte, um den Richtern Befangenheit nachzuweisen.
  4. #13

    Zitat von Netcube Beitrag anzeigen
    ...die versprochenen Videoaufzeichnungen blieb er bis heute schuldig.
    Nö, die wurden von AQ einkassiert...


    Zitat von Netcube Beitrag anzeigen
    ...waren den meisten Beobachtern von Anfang an suspekt, Experten bezweifelten die Echtheit der Bänder...
    Quark. Das galt wohl nur für die 'Experten' aus der VT-Schmuddel-Ecke.KSM war Fouda vorher schon wohlbekannt. Und der ist kein Aushilfs-Journalist gewesen, sondern der Chef von AlJazeera in London...
  5. #14

    Tja!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die US-Regierung will die Drahtzieher des 11. Septembers vor einem reformierten Militärgericht so zügig wie möglich verurteilen. Doch der erste Prozesstag in Guantanamo Bay war chaotisch - bis zu einem Urteil könnten noch Jahre vergehen.

    11. September: Guantanamo-Prozess gegen Chalid Scheich Mohammed - SPIEGEL ONLINE
    Auch Terroristen haben heutzutage ihre (Medien-) Berater.
  6. #15

    ..

    Zitat von bayrischcreme Beitrag anzeigen
    Sie haben ja recht.

    Die 1 Million Euro Frage aber lautet:
    Was tun, wenn man den Problemen mit Terrorismus nicht mit rechtstaatlichen Mitteln beikommen kann?

    Was hätten Sie nach dem 11. September als US-Präsident getan?
    Ein Rechtshilfeersuchen an die Taliban-Regierung in Kabul gefaxt mit der Bitte OBL und Gefolgsläute zwecks Vernehmung in die USA auszuliefern?
    Und was hätten Sie rechtstaatlich getan nachdem die Taliban Sie herzhaft ausgelacht hätten?
    Was tun, wenn Terroristen aus Failed-States operieren?

    Abstrakter formuliert: Was tun Sie, wenn Ihre Pflicht die eigene Bevölkerung vor massiver Gewalt zu schützen scheinbar nur erreicht werden kann, wenn Sie es mit dem Rechtstaat nicht ganz so genau nehmen?

    Ich will sicher nicht alles verteidigen was die USA getan haben, aber die einzige rechtstaatlich einwandfreie Alternative wäre schlicht NICHTSTUN.
    Ist doch gar nicht wahr. Natürlich kann Druck ausgeübt werden, das sieht man doch jetzt mit dem Iran. Wenn Sanktionen gegen die Taliban nicht geholfen hätten, Terroristen aus versteckten Camps in Drittländern operieren, und wahrlich niemand zur Zusammenarbeit bereit ist, dann bleibt noch eins - was nämlich ebenfalls getan wurde - und zwar sich nicht auf die Offensive, sondern auf die Defensive zu konzentrieren. Nachrichtendienstliche und zivile Präventivmaßnahmen, militärische Abwehrmaßnahmen.
    Einfach nur irgendwo Bomben werfen oder einmarschieren hätte 9/11 ja eben nicht verhindert. Die Terroristen bereiteten sich u.a. in Hamburg vor, und Deutschland als einen "failed state" zu bezeichnen ... naja, vielleicht haben Sie ja recht.
    Man hätte diese Nachricht, dieses "Abnicken" OBLs abfangen müssen und wäre informiert gewesen. Man hätte dieses Szenario (das ja sogar schon viele Jahre vorher in Büchern und Filmen durchgespielt wurde, z.B. Executive Decision) als Grundlage für Planspiele im Falle einer Flugzeugentführung nutzen können etc.
    Aber den Rechtsstaat einfach abschaffen, Unrecht und Tod in alle Welt zu exportieren und damit zu eben dem Teufel zu werden, den die Terroristen an die Wand malen - das kann nicht die Lösung sein.
  7. #16

    Zitat von atzlan Beitrag anzeigen
    Bis zu diesem Zeitpunkt blieb der Bin-Laden-Mann ein Phantom.
    Und ? 'Danach' war er aber kein 'Phantom' mehr...da wurde er nämlich verhaftet. Und stellen Sie sich vor: Es war wirklich KSM !


    Zitat von atzlan Beitrag anzeigen
    Reporter Foda sagt, er habe Binalshibh und Scheich Mohammed im Juni in einer Wohnung in Karatschi getroffen. Echte Beweise für die Identität der beiden liefert er nicht.
    Braucht er ja auch nicht mehr. Beide wurden danach festgenommen. Und es waren tatasächlich KSM und Binalshibh...sowas !

    Zudem war KSM dem Herren Fouda (Chef von AlJazeera London) lange vorher wohlbekannt...und blind oder taub ist Fouda auch nie gewesen.
  8. #17

    Zitat von bayrischcreme Beitrag anzeigen
    Sie haben ja recht.

    Die 1 Million Euro Frage aber lautet:
    Was tun, wenn man den Problemen mit Terrorismus nicht mit rechtstaatlichen Mitteln beikommen kann?

    Was hätten Sie nach dem 11. September als US-Präsident getan?
    Ein Rechtshilfeersuchen an die Taliban-Regierung in Kabul gefaxt mit der Bitte OBL und Gefolgsläute zwecks Vernehmung in die USA auszuliefern?
    Und was hätten Sie rechtstaatlich getan nachdem die Taliban Sie herzhaft ausgelacht hätten?
    Was tun, wenn Terroristen aus Failed-States operieren?

    Abstrakter formuliert: Was tun Sie, wenn Ihre Pflicht die eigene Bevölkerung vor massiver Gewalt zu schützen scheinbar nur erreicht werden kann, wenn Sie es mit dem Rechtstaat nicht ganz so genau nehmen?

    Ich will sicher nicht alles verteidigen was die USA getan haben, aber die einzige rechtstaatlich einwandfreie Alternative wäre schlicht NICHTSTUN.
    und sie meinen terroristen entstehen einfach so?
    waren da nicht noch andere fälle vor 11.sep.?
  9. #18

    Zitat von Forums-Geschwurbel Beitrag anzeigen
    Braucht er ja auch nicht mehr. Beide wurden danach festgenommen. Und es waren tatasächlich KSM und Binalshibh...sowas !
    Die festgenommen wurden, ja, aber deswegen gibt es trotzdem noch keine Beweise, dass die beiden dem Reporter ihre Täterschaft gestanden haben.
    Zitat von Forums-Geschwurbel Beitrag anzeigen
    Zudem war KSM dem Herren Fouda (Chef von AlJazeera London) lange vorher wohlbekannt...und blind oder taub ist Fouda auch nie gewesen.
    Aber vielleicht bestechlich, erpressbar oder einfach auf der Suche nach einer tollen Story, die er präsentieren kann. Das ist alles möglich, solange es keine Beweise für dieses Interview gibt.
  10. #19

    Deshalb "erinnert"...

    Zitat von Forums-Geschwurbel Beitrag anzeigen
    Wäre mir neu, dass dort Angeklagte die Verhandlung durch Geschrei und Gebetseinlagen behindern konnten. Auch gab's da wohl auch nie stundenlanges Befragen der Richter durch die Anwälte, um den Richtern Befangenheit nachzuweisen.
    ... und nicht "genauso".

    In der äußeren Form sind wir heute weiter...
    Was halten Sie denn von nichtöffentlicher Verhandlung, Behinderung der Verteidigung und Verwertung u.U. erfolterter Beweise vor einem Militärtribunal?
    Alles sauber?








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