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86 Millionen Jahre alt: Forscher staunen über Uralt-Leben am Ozeangrund

Leben in slow motion: Tief unter dem Meeresboden des Nordpazifik haben dänische Forscher Bakterien mit einem unvorstellbar langsamen Stoffwechsel entdeckt. Ihre letzte Mahlzeit verzehrten die Zellen, als noch die Saurier auf Erden lebten.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...833865,00.html
  1. #1

    Bitte lesen!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ihre letzte Mahlzeit verzehrten die Zellen, als noch die Saurier auf Erden lebten.
    Sorry, das ist Quatsch, wie auch jeder erkennan kann, der den Artikel liest. Ihre "letzte Mahlzeit", wenn man bei Bakterien überhaupt von Mahlzeit sprechen mag, verzehren diese Bakterien gerade jetzt, in diesem Moment. Die Speisekammervorräte, von denen sie zehren, die stammen aus der Zeit der Dinosaurier.
  2. #2

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    Zitat von blaubärt Beitrag anzeigen
    Sorry, das ist Quatsch, wie auch jeder erkennan kann, der den Artikel liest. Ihre "letzte Mahlzeit", wenn man bei Bakterien überhaupt von Mahlzeit sprechen mag, verzehren diese Bakterien gerade jetzt, in diesem Moment. Die Speisekammervorräte, von denen sie zehren, die stammen aus der Zeit der Dinosaurier.
    An einem Saurier kaut man eben eine Weile.

    Der Artikel erleuchtet mich nicht wirklich, wieso die Position 30 Meter unter dem Meeresboden dazu fuehrt, dass man 86 Mio Jahre von Nahrung abgeschnitten war und vermutlich weiter ist. Das ist kein Leben, das ist langsames Sterben.
  3. #3

    Na ja, ein Schnellschuß

    Vermutungen werden zu Tatsachen gepimpt, ist heute schick
    in der Spaßgesellschaft und vor allen Dingen braucht es große Zahlen, sind auch nicht mehr ungewöhnlich,
    beschäftigen uns im Zusammenhang mit der Finanzwelt.
  4. #4

    Zitat von exminer Beitrag anzeigen
    Vermutungen werden zu Tatsachen gepimpt, ist heute schick
    in der Spaßgesellschaft und vor allen Dingen braucht es große Zahlen, sind auch nicht mehr ungewöhnlich,
    beschäftigen uns im Zusammenhang mit der Finanzwelt.
    Naja, was in dem Artikel steht, ist ist natürlich äusserst vage. Das wäre ein sehr interessantes Thema, wenn man Genaueres wüsste.
    Vielleicht findet sich ein Forist, der dazu was sagen kann?
  5. #5

    Wo/was haben die studiert?

    Ich habe aus zuverlässigen Quellen erfahren, dass der legendäre Nordpazifikwirbel schon seit MINDESTENS 90mio. Jahren EXAKT so existiert, wie wir ihn heute kennen...
    Ist ja allgemein bekannt, dass die Meeresströmungen feste Größen sind! Also absolut zuverlässige Angabe, das Sediment würde schon immer um etwa 1mm/1000Jahre (=1m/1mio.Jahre) wachsen... Dann käme ich aber leider nur auf 30mio Jahre um 30 m tiefe zu erreichen... Bin aber nur Laie (Dipl.-Ing.). Und Mikrobiologie ist halt nicht Mathe...
    btw: Seinen Doc hat er in Bremen gemacht. Lassen sich die PISA- Ergebnisse etwa bis in akademische Sphären hinein interpolieren? Hans Roy würde sicher zustimmen... :)
  6. #6

    Langsame Wissenschaftler muß es AUCH geben!

    "Wissenschaftler haben uraltes Leben in extremer Zeitlupe tief unter dem Meeresboden nachgewiesen."

    Na, und? Ich meine, auch Wissenschaftlern sollte es mal gestattet sein, etwas langsamer zu arbeiten. Es geht halt nicht alles immer hoppla-hopp. Manches braucht eben seine Zeit, dementsprechend eben auch so mancher Wissenschaftler mit einem Nachweis. #-)
  7. #7

    Wenn man keine Ahnung hat...

    Erst einmal bin ich schickiert, was sich mancher Forist erdreistet, hier zu schreiben. Also, wenn man einfach gar keine Ahnung hat, wie kommt man dann auf die Idee, in irgendeiner Weise sich hier zu äußern?

    Zur Sache: Worum es in dem relativ kurzen Artikel geht, ist nicht dass man 86-Millionen alte Bakterien entdeckt hat, sondern es geht vielmehr um die Art der Messung und um die Richtigstellung anderer Thesen bzw Ergebnisse anderer Gruppen.
    Es wurden Sedimentproben in bis zu 30 m Tiefen entnommen. Diese Proben, die man sich als Stangen vorstellen kann, wurden dann mit einer speziellen Sonde auf den Sauerstoffgehalt und auf die Änderung des Sauerstoffgehalts untersucht. Zudem wurde die Zelldichte bestimmt. Theoretisch würde man erwarten, dass mit abnehmendem Sauerstoffgehalt auch die Zelldichte abnimmt. Es hat sich aber gezeigt, dass die Zelldichte wesentlich geringer abnimmt als der Sauerstoffgehalt. Vielmehr drosseln die Zellen ihren Sauerstoffgehalt auf ein Minimum auf 0.001 Femtomol pro Zelle pro Tag. Daraus wird geschlussfolgert, dass das Leben in den unteren Sedimentschichten nicht dem einer wachsenden Bakterienkolonie entspricht, sondern einer in einem stationärem Zustand.
    Außerdem konnten durch die Messmethode genauere Sauerstoffprofile des Sedimentbodens erstellt werden. Vorherige Untersuchungen haben nämlich den Gehalt "gemittelt", also Probe entnommen, kleingemacht, Sauerstoffgehalt der Gesamtprobe bestimmt. Durch den relativ hohen Gehalt an der Kontaktfläche zum Wasser waren diese Werte viel zu hoch.
    Von Dinofutter o.Ä. ist in dem Artikel (natürlich) keine Rede. Hier noch der Link zum Abstract, Zugang zu dem gesamtem Material ist leider beschränkt. Aerobic Microbial Respiration in 86-Million-Year-Old Deep-Sea Red Clay

    Beste Grüße
  8. #8

    aha

    Zitat von exminer Beitrag anzeigen
    Vermutungen werden zu Tatsachen gepimpt, ist heute schick
    in der Spaßgesellschaft und vor allen Dingen braucht es große Zahlen, sind auch nicht mehr ungewöhnlich,
    beschäftigen uns im Zusammenhang mit der Finanzwelt.
    anhand der güte ihres kommentares, ohne ihnen zu nahe treten zu wollen, denke ich nicht, dass tatsächliche zahlen ihrem verständnis dieser wissenschaftlichen ergebnisse beitragen würden.
  9. #9

    etwas ausführlicher

    Hier eine ausführlichere Version:
    http://www.newscientist.com/article/dn21823-buried-microbes-exist-at-limit-between-life-and-death.html


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