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838-Meter-Fertighaus: Rekord-Wolkenkratzer soll in 90 Tagen stehen

Wofür andere Jahre brauchen, will ein chinesisches Unternehmen in drei Monaten schaffen: das höchste Gebäude der Welt zu errichten. 838 Meter hoch soll der Wolkenkratzer werden, erdbebenfest sein und Energie sparen. Schon einmal hat die Firma in Rekordzeit einen Wohnturm errichtet.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...839339,00.html
  1. #60

    stromlos ist extrem unwahrscheinlich

    Zitat von Altesocke Beitrag anzeigen
    Ich bin nicht kleinlich, ich bin sehr interessiert. Zu erfahren, wie so etwas funktioniert, was es kosten wuerde, und wie aufwaendig dies nachtreaglich in ein Haus einzubauen waere.

    Weil alternativ koennte ich derzeit nur eine elektrisch betriebene waemetauschende Klimaanlage verwenden. auch schon klasse, zumal wenn der Dachstuhl immer ueber 30 Grad aufweist, am Tag. Aber ohne Elektrizitaet, da frage ich mich, ob es 'ohne Steckdose' bedeutet, also evtl. Photovoltaik 'anstatt' gemeint ist.
    Klimaanlagen ohne elektrische Luftumwälzung gibt es zumindest hierzulande nicht. Man kann allerdings ohne Wärmetauscher (die Kompressoren arbeiten auch mit Gas) auskommen, wenn man sich sommers kühle Luft aus dem Boden holt. Dazu braucht man aber eine Menge Rohre in etwa zwei Metern Tiefe. Bei dem Gebäudevolumen eines Hochhauses schier unvorstellbar.

    Da steht aber „stromlos arbeitende Klimaanlage mit Wärmerückgewinnung“, und das könnte nur bedeuten, daß die Luftströme mit Gastrubinen erzeugt werden, eine recht ungebräuchliche Lösung, die sich bei dieser Gebäudegröße möglicherweise rentieren könnte. Davon gehört habe ich noch nie. Die sogenannten Passivhäuser haben im Übrigen einen Strombedarf, dessen Kosten bei 30 - 50% für fossile Brennstoffe liegen, just für Wärmetauscher und Klimaanlage.

    Bei ausgebauten Dächern, insbesondere die der Bauordnung geschuldeten unter 30°, gibt es nur eine Lösung. Eine wenigstens 20 cm starke Wärmedämmung und vor allem einen ausreichenden Lüftungsquerschnitt darüber, der unten einen gleichgroßen Zuluftquerschnitt benötigt und oben die gleiche Abluftfläche, um die sagenhaften Wärmemengen im Sommer abzuführen.

    Bodenaushub mit modernen Maschinen ist keine große zeitliche Verzögerung, auch zwanzig Meter starke Fundamente nicht. Und planerisch ist ein Hochhaus nicht soviel komplizierter als kleines, weil sich alles wiederholt.
  2. #61

    Diese Story kommt mir chinesisch vor

    Wo sollen denn in diesem schmalen Gebäude mit nur 6 Fenstern pro Etage 104 Fahrstühle Platz haben?
  3. #62

    Schönheit und Funktion versus Bauzeit

    Wer in einem Schuhkarton leben will, dem wird so ein "Haus" reichen. Andere legen Wert auf andere Qualitäten. Aber so ganz ist der Mao-Anzug noch nicht aus dem chinesischem Geist verschwunden.

    Einen schönen Handwerker-Overall bekommt man auch in wenigen Minuten für kleines Geld gefertigt. Warum kaufen Menschen trotzdem teure Kleider und Maßanzüge?
  4. #63

    optional

    Wenn man den Dokumenten der Firma selbst glauben darf, wird das Gebäude eine eigene kleine Stadt werden.
    Angaben sind:
    Nutzer: Residential 83% area of ​​17400,
    Hotel 5% area of ​​1000
    School 3% area of ​​4,600
    Hospital 3% area of ​​1400
    Office 3 percent area of ​​2000
    Shops, restaurants and other 3% area of ​​5,000
    Gebaut werden soll das Ganze Teil von Nov 2012 bis Jan 2013. Ich vermute mal, die produzieren schon längst die Elemente und wenn diese Stadt es nicht erlaubt, macht es eine andere.

    Übrigens lustig von einigen zu hören, dass es in der Pampa liegt. Die Stadt hat doppelt so viel Einwohner wie Berlin.
    Manche sollten sich echt von den überholten Vorstellungen von China verabschieden.
  5. #64

    .

    Zitat von madmatl Beitrag anzeigen
    sollte diese Firma diese Leistung tatsächlich schaffen, sei ihnen der Ruhm gegönnt. Sowas scheint nur in China möglich zu sein.
    Nein sowas ist weltweit möglich, nur nicht im alten verbeamteten Westen. Die Chinesischen Baufirmen sind heute schon weltweit tätig. In 20 Jahren, wenn China einigermassen voll bebaut ist, dann bauen die Chinesen den Rest der Welt zu.

    Zitat von madmatl Beitrag anzeigen
    Aber ich bitte innständig darum solche Hochgeschwindigkeitszweckbauten nicht auch hier zu bauen. Der Fehler wurde in den siebzigern leider zu hauf gemacht und hat deutsche Innenstädte alles andere als verschönert...
    Gerade mit so einer Leistung wäre es möglich diese alten Bausünden schnell zu beseitigen, wenn da nicht die Beamten in ihren Stuben sässen und auf den Strassen demonstieren würden.
  6. #65

    Wenn's denn auch 90 Tage stehen bleibt...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wofür andere Jahre brauchen, will ein chinesisches Unternehmen in drei Monaten schaffen: das höchste Gebäude der Welt zu errichten. 838 Meter hoch soll der Wolkenkratzer werden, erdbebenfest sein und Energie sparen. Schon einmal hat die Firma in Rekordzeit einen Wohnturm errichtet.

    Höchstes Gebäude der Welt soll binnen 90 Tagen in China entstehen - SPIEGEL ONLINE
    Es geht ja nicht nur ums aufbauen, es sollte auch nicht wie ein Kartenhaus zusammenfallen, wenn jemand die Tür schlägt.
    Oder vielleicht besser doch, denn wie oft enden solche Gebäude als Fehlplanung, die anschliessend aufwändig abgerissen werden muss.
    Die Chinesen haben schon mehrfach bewiesen, dass sie nicht wirklich verstanden haben, was Nachhaltigkeit bedeutet.
  7. #66

    Entschuldigung für meine Frechheit,...

    ... aber hier schreiben mal wieder zu viele deutsche Kleindenker. Und darum sieht es hier in der Baubranche so aus, wie es aussieht.
    Ich wäre schon froh mal zu sehen,wenn man, ohne Genehmigungsverfahren und anderen Produktionsbremsen, eine Straße, Landstraße oder Autobahnstrecke von 838 m in so kurzer Zeit fertig bekommen würde.

    Das einzig besondere an dem Bau ist seine Höhe und dem Optimismus, dass es nicht gleich beim ersten Sturm umfällt oder bei Erdbeben Stärke 5,5 stehen beleibt.

    In China gelten andere Dimensionen.

    Die Kosten für das Genehmigungsverfahren liegen schon in der Preiskalkulation. Es wird nur geklärt, wie viel davon der Chef der Provinz, der Stadt und der Baubehörde bekommen.
    Achitekenbüros haben keine Sorgen um qualifiziertes Personal zu bekommen. Und wie viele von denen braucht man, wenn die Etagen standardisiert sind? 50, 100 oder 300? Da brauch der Bauherr nicht zum Job-Center rennen oder wochenlang inserieren um Arbeitskräfte zu bekommen. Die rücken aus Peking, Shanghai oder einer anderen Großstadt im Bus-Konvoi an - arbeiten und wohnen in der Zeit im Büro- und Wohncontainer.
    Und wie groß ist der Planungsaufwand, bei standardisierten Etagen?
    Das Fundament? Wie in andere hohen Häusern, je nach Untergrund - Tiefe bis zum Fels.
    Burj Khalifa (Wikipedia)
    "Rund 200 große und 650 kleine Betonpfähle wurden für den Bau des Burj Khalifa in den Boden getrieben, die bis in eine Tiefe von etwa 70 Metern unter dem Meeresspiegel reichen."

    Qualifiziertes Personal? Zehntausende von Hundertausenden Wanderarbeitern aus dem Hochbaugewerbe, die in Peking, Shanghai und anderen Millionenstädten ganze Stadtviertel, in wenigen Monaten hochgezogen haben sind kein Problem. Die Olympiaanlagen wurden meines Wissens auch in Rekordzeit fertigegestellt - ohne Fließbandtechnologie. Und unter welchen Arbeits- und Wohnbedingungen diese Arbeitskräfte arbeiten dürfte allgemein bekannt sein.
    Warum denkt man hier, es würde riesige Kapazitäten benötigen, um die Fertigelemente zu produzieren? Ein Vorlauf in der Produktion von 2 Etagen würde vollkommen ausreichen und Anlieferung "Just in time".
    Die Fertigelemente beinhalten Kabel, Rohre, Fließen und Trennwände werden mit Gipskarton verkleidet. Ich erinnere mich an die Plattenbauproduktion im Osten. Schon in den 70ern wurde nach dem Fertigteilesystem gearbeitet. Betonplatten mit Fenstern und Türrahmen. Komplette Badzellen und Küchen mit allen Anschlüssen wurden im Energieschacht angeschlossen. Lampenkabel war in den Deckenplatten vergossen und Kabel für E-Leitungen in den Wandplatten. Und wenn der Nachschub aus dem Plattenwerk nicht ausblieb, wurden die Standardhäuser extrem schnell gebaut. Hier sind es eben "nur" Standardetagen.

    Einen Schönheitspreis haben sich die Chinesen bestimmt nicht in Aussicht gestellt. Und ich kann mich nicht erinnern, dass eines der Hochhäuser eingestürzt ist, die man in den letzten Jahren gebaut hat. Vielleicht nur dort, wo nach einem Erdbeben eine ganze Region zusammen gekracht ist und Tausende Menschen ums leben kamen.

    Ach ja, und wer sich hier über eventuelle Qualitätsmängel aufregt, sollte mal in D so einige kleine, große und sehr große Bauwerke ansehen und so manches Abnahme- u. Nacharbeitsprotokoll durchlesen.
  8. #67

    ...

    Zitat von stardiver Beitrag anzeigen
    Bei uns in Deutschland wäre das nicht möglich. Deutsche Unternehmen haben keine Power und werden nicht vom Staat unterstützt. Einzig unsere Autoindustrie (und die allmählich in die Pleite gehende Solarindustrie) kann noch etwas mithalten, aber sonstige Super High technik sucht man vergebens.
    Deutschland ist durch seine industriefeindliche Politik (Bündnis 90/die Grünen) von Weltinnovationen abgehaengt.
    Im Weltmarkt von Smartphones gibt es schon lange keine deutschen Produkte mehr(verursacht u.a. von der WiFi Rechtssprechung), Notebooks und Computerindustrie in Deutschland, gibt es nicht mehr, Supercomputer Fehlanzeige, Magnetschwebebahn wird nur in China gebaut. Wo bleiben deutsche Innovationen???
    Gratuliere den Chinesen, Wahnsinn was dort vor sich geht. Hut ab!!!! Allerdings geht das natürlich nur in einem totalitären Staat, und nicht in einer Demokratie wo viele mitreden und es zu keinem Ergebnis kommt, wo viele drum rum reden und Kompromisse auf kleinster Basis übrig bleiben.

    bei uns bauen sie einen ort weiter einen tunnel.... seit 3 jahren... in der regel sieht man dort 6 bis ca. 10 männer bei der arbeit. ja. in ca. 4 jahren soll die zweite röhre fertig sein. die planfestschreibung hat sicher 15 jahre gedauert. deutsche mühle mahlen, wenn auch langsam.

    aber qualtität würde ich wirklich nicht in einem satz mit china erwähnen.
  9. #68

    ...

    Zitat von eichenbohle Beitrag anzeigen
    ... aber hier schreiben mal wieder zu viele deutsche Kleindenker. Und darum sieht es hier in der Baubranche so aus, wie es aussieht.
    Ich wäre schon froh mal zu sehen,wenn man, ohne Genehmigungsverfahren und anderen Produktionsbremsen, eine Straße, Landstraße oder Autobahnstrecke von 838 m in so kurzer Zeit fertig bekommen würde.

    .


    was haben jetzt die deutschen kleingeister mit der bürokratie zu tun????








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