Klimaanlagen ohne elektrische Luftumwälzung gibt es zumindest hierzulande nicht. Man kann allerdings ohne Wärmetauscher (die Kompressoren arbeiten auch mit Gas) auskommen, wenn man sich sommers kühle Luft aus dem Boden holt. Dazu braucht man aber eine Menge Rohre in etwa zwei Metern Tiefe. Bei dem Gebäudevolumen eines Hochhauses schier unvorstellbar.
Da steht aber „stromlos arbeitende Klimaanlage mit Wärmerückgewinnung“, und das könnte nur bedeuten, daß die Luftströme mit Gastrubinen erzeugt werden, eine recht ungebräuchliche Lösung, die sich bei dieser Gebäudegröße möglicherweise rentieren könnte. Davon gehört habe ich noch nie. Die sogenannten Passivhäuser haben im Übrigen einen Strombedarf, dessen Kosten bei 30 - 50% für fossile Brennstoffe liegen, just für Wärmetauscher und Klimaanlage.
Bei ausgebauten Dächern, insbesondere die der Bauordnung geschuldeten unter 30°, gibt es nur eine Lösung. Eine wenigstens 20 cm starke Wärmedämmung und vor allem einen ausreichenden Lüftungsquerschnitt darüber, der unten einen gleichgroßen Zuluftquerschnitt benötigt und oben die gleiche Abluftfläche, um die sagenhaften Wärmemengen im Sommer abzuführen.
Bodenaushub mit modernen Maschinen ist keine große zeitliche Verzögerung, auch zwanzig Meter starke Fundamente nicht. Und planerisch ist ein Hochhaus nicht soviel komplizierter als kleines, weil sich alles wiederholt.

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