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69.000 Geschädigte: Angeklagter versäumt Prozess um Internet-Abzocke

Der Prozess war mit Spannung erwartet worden: In Hamburg sollte sich die mutmaßlichen Täter für Internet-Abzocke in Millionenhöhe vor Gericht verantworten. Doch die Verhandlung musste gleich zu Beginn vertagt werden.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...795029,00.html
  1. #1

    Dauerproblem?

    Im Bericht war von einem "Dauerproblem" die Rede. Wenn es auch nicht immer leicht ist, die Hintermänner zu erwischen, liegen die Adressen der Inkasssobetreiber und Rechtsanwälte doch vor. Sie sind mit Teil dieser kriminellen Banden, und wenn sie zur Rechenschaft gezogen werden, wird sich bald niemand mehr finden, der unberechtigte Mahnschreiben verfaßt.
  2. #2

    ...

    Zitat von wasistdalos Beitrag anzeigen
    Im Bericht war von einem "Dauerproblem" die Rede. Wenn es auch nicht immer leicht ist, die Hintermänner zu erwischen, liegen die Adressen der Inkasssobetreiber und Rechtsanwälte doch vor. Sie sind mit Teil dieser kriminellen Banden, und wenn sie zur Rechenschaft gezogen werden, wird sich bald niemand mehr finden, der unberechtigte Mahnschreiben verfaßt.
    Auch ein Internetaffiner Freund von mir ist in den Abmahnwahn reingeraten. Das ist das allerletzte und typisch für Deutschland und die Unfähige Internetpolitik der Politiker.
    Es kann nicht sein, das man einen falschen Klick macht und danach erst einmal Rechtsanwälte beauftragen muss um da irgendwie wieder rauszukommen, während die Mahner nur einen Serienbrief raushauen.

    Das ist seit Jahren ein leidiges Problem, das Betrüger und Anwaltskanzleien damit Geld machen und es tut sich rein garnichts!
  3. #3

    Das Problem

    Das Problem ist, dass die Politik zunächst unausgegorene Gesetze schafft (Einfach mal nach 'Fernabsatzvertrag' googlen) und dann einfach mal abwartet was passiert. das gibt natürlich Schlamassel. An dem ganzen Schlamassel verdienen dann wieder die Geschäftemacher und Betrüger, die die unklare Rechtslage ausnutzen, und die Anwälte die dann fürs Aufräumen bezahlt werden.

    Vielleicht sollten die Herren Politiker einfach mal nachdenken, bevor Sie Gesetze machen, statt das Internet permanent als rechtsfreien Raum zu verunglimpfen. Das Internet ist nur insofern rechtsfrei, als das es keine vernünftigen Gesetze gibt, die es regeln.
  4. #4

    Virtuelle Wegelagerei

    Das Bürgerliche Gesetzbuch kennt den Begriff der Sittenwidrigkeit. Ein Geschäft, das gegen die guten Sitten verstößt, ist von Anfang an nichtig. Wohl jeder vernünftig denkende Mensch erkennt im Geschäftsgebaren dieser Banausen, dass es ihnen einzig und allein darum geht, arglose Menschen hinters Licht zu führen und auszunehmen. Dass der Gesetzgeber dermaßen träge reagiert, diesen Machenschaften ein Ende zu bereiten, ist vollkommen unverständlich. Diese Betrüger betreiben virtuelle Wegelagerei. Und diesem Spuk sollte zügig und mit aller Härte ein Ende bereitet werden.
  5. #5

    ...mit aller Härte ein Ende bereiten.

    Zitat von hhismanic Beitrag anzeigen
    Das Bürgerliche Gesetzbuch kennt den Begriff der Sittenwidrigkeit. Ein Geschäft, das gegen die guten Sitten verstößt, ist von Anfang an nichtig. ...Und diesem Spuk sollte zügig und mit aller Härte ein Ende bereitet werden.
    Ja, wäre leicht. Hat aber niemand ein ernsthaftes Interesse daran. Wir haben ein ganzes Heer an arbeitslosen Rechtsverdrehern, die sich ihre Beschäftigung selbst suchen. Entweder beim (Weiter-)Betrieb von Abofallen oder dem unsäglichen Abmahnwahn. Und die Kollegen auf den Richterstühlen und im Parlament helfen ihnen dabei.
  6. #6

    jaja

    Zitat von jp' Beitrag anzeigen
    Auch ein Internetaffiner Freund von mir ist in den Abmahnwahn reingeraten. Das ist das allerletzte und typisch für Deutschland und die Unfähige Internetpolitik der Politiker.
    Es kann nicht sein, das man einen falschen Klick macht und danach erst einmal Rechtsanwälte beauftragen muss um da irgendwie wieder rauszukommen, während die Mahner nur einen Serienbrief raushauen.

    Das ist seit Jahren ein leidiges Problem, das Betrüger und Anwaltskanzleien damit Geld machen und es tut sich rein garnichts!
    Ist unser ganzes Wettbewerbsrecht schon veraltet und absonderlich, so eskaliert dies im INett. Was sich da an Abzockern, Betrügern und Lügnern herumtreibt, ist unerträglich. Noch unerträglicher ist, wie gleichmütig dem zugeschaut wird.
    Es wird Zeit, einen INett-Führerschein einzuführen, damit diese ganze Mafia ml wirklich und nachhaltig zur Verantwortung gezogen werden kann.
    rabenkrähe
    Geändert von ( um Uhr)
    Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Prozess war mit Spannung erwartet worden: In Hamburg sollte sich die mutmaßlichen Täter für Internet-Abzocke in Millionenhöhe vor Gericht verantworten. Doch die Verhandlung musste gleich zu Beginn vertagt werden.

    69.000 Geschädigte: Angeklagter versäumt Prozess um Internet-Abzocke - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt
    Danke sehr, hätten aber alle in den Knast gehen sollen.

    Ich bekam auch E-Mails mit Zahlungsaufforderung, habe aber einfach nicht bezahlt.
    Ich kann nur raten sich auf solchen "freeware-Seiten" nie mit echter Adresse anzumelden.

    Olaf Tank (Rechtsanwalt LOL) ist auch so ein Gauner. Und da gibt es Unmengen.

    Bei solchen Menschen hat man Sehnsucht nach Selbstjustiz.


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