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60-jähriger Albatros: Uralt-Mama freut sich über Nachwuchs
Sie ist der älteste Wildvogel, den US-Biologen je beobachtet haben -*aber das Albatros-Weibchen Wisdom ist erstaunlich rüstig: Die 60-Jährige zieht gerade wieder ein Junges auf. Das Leben der Vogeldame*ist eine Aneinanderreihung von Rekorden.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...749849,00.html
- #1 09.03.2011 13:03 von
...
Dazu habe ich ein paar Fragen,
die mir hoffentlich irgend ein gescheiter Vogelexperte beantworten kann:
Im Artikel steht:
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Fünf Ringe hat sie seit ihrer ersten Markierung jedenfalls verschlissen.
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Wie genau geht man da vor?
Es handelt sich doch nur um eine Markierung mit einer Nummer - ohne Funkchip oder? (Zumal ich "glaube" das es 1956 noch keine Funkchips gab) ...
Da stellt sich mir zwangsläufig die Frage,
wie man da einen Vogel zuverlässig tracken will?
Nur mit einer Nummer am Fuß?
Wie wechselt man nun regelmäßig die Nummer am Fuß aus?
Muss man den Vogel regelmäßig "durch Zufall" am Brutplatz zwischen 10.000 anderen wiederfinden?
Also jeden Vogel fangen, Fuß beglotzen, neue Plakette drauf, wieder freilassen?
(Was nach meiner Vorstellung aber nicht besonders "Vogelschonend" ist? Ist doch ein super Stress fürs Tier - gerade am Brutplatz...)
Hatten die Vogel-Forscher die letzten 60 Jahre einfach nur "Glück" das Sie den gleichen Vogel immer rechtzeitig wiedergefunden haben und neu markieren konnten?
Und wie definiert sich hier eigentlich "verschlissen"??
wenn die Markierung "verschlissen" ist,
wie kann man sich dann noch sicher sein,
das es sich um den selben Vogel handelt?
Und woher weiß man, wann so ein Ring verschleißt und ausgewechselt werden muss? (wenn man nicht jedes Jahr, jeden Vogel kontrollieren will)
Fragen über Fragen. :)
Nichts desto trotz, niedlicher Artikel. - #2 09.03.2011 13:39 von
Antwort
Da ich selbst Biologe bin und Vögel beringe, fühle ich mich angesprochen.
Albatrosse sind extrem brutortstreu, d.h. sie bauen ihre Nester am Boden regelmäßig fast auf dem gleichen Quadratmeter. Den Vogel auch in einer großen Brutkolonie wiederzufinden, ist also kein Problem.
Vogelringe verscleißen mit den Jahren durch Korrosion und mechanischen Abrieb. Deshalb muß man bei langlebigen Arten u.U. den alten Ring entfernen und durch einen neuen ersetzen. Das ist immer dann der Fall, wenn die künftige Lesbarkeit der Ringinschrift (Institutsadresse + individuelle Nummer) nicht mehr gewährleistet ist. Da es jeden Ring mit seiner Nummer nur einmal gibt, wechselt der Vogel seine Kennzeichnung dann (wie ein verkaufter Gebrauchtwagen). Natürlich muß das alles sorgfältig dokumentiert werden.
MfG festuca - #3 09.03.2011 14:46 von
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wunderbar, vielen Dank!
Wider ein Stück schlauer. :)
Bleibt nur noch die Frage wie man bei Vogelarten vorgeht,
die nicht so konsequent genau den gleichen Fleck aufsuchen, wie der Albatros. :D - #4 09.03.2011 15:46 von
Weitgehend brutortstreu sind fast alle Vogelarten. Ringverschleiß ist bei den meisten Arten aber kein Thema, bei Greifvögeln gibt es de facto keinen aufgrund ihrer Lebensweise und Kleinvögel werden selten älter als 5-6 Jahre.
Die Chance, dass ein beringtes Rotkehlchen wieder in Menschenhand gerät liegt im Promillebereich. Da man aber im Verlauf der Jahrzehnte Hunderttausende markiert hat, weiß man inzwischen ganz gut Bescheid.
http://www.euring.org/data_and_codes...vity-voous.htm - #5 10.03.2011 07:16 von
dass ich das noch erleben durfte!
Fuenf Kommentare, in denen sich die Schreiber nicht angiften.
dass ich das noch erleben durfte ;-) - #6 10.03.2011 13:40 von
Bitte geben Sie keinen Titel für den Beitrag an!
Das war doch gar nicht so schwer. Es gab eine, zugegeben, etwas wirre Fragestellung. Mir würde aber auch keine bessere Formulierung einfallen. Dann hat ein Biologe, der auch Vögel beringt drauf geantwortet. Klassische Win-Win Situation. Fragensteller ist schlauer und Fragenbeantworter wahrscheinlich glücklich, dass sein Wissen jemanden interessiert (ist ja leider nicht immer der Fall bei Fachwissen). Ich jedenfalls fand die Frage auch interessant, weil mich das ebenfalls beschäftigt hat und nun bin auch ich schlauer. In diesem Sinne: danke festuca.
- #7 07.09.2012 17:15 von
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