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60 deutsche Autos: Das Glas Goggomobil
Das Goggomobil der Hans Glas GmbH war das erste Rollermobil, das aussah wie ein Auto. Im März 1955 ging der Goggo im Glas-Werk in Dingolfing in Produktion und wurde mit 280.024 verkauften Modellen zum Kult - kein anderer Kleinstwagen in Deutschland war beliebter.
http://www.spiegel.de/auto/fahrkultu...629899,00.html
- #1 16.06.2009 14:48 von
zeitloses Auto
anbetracht kommender Energiekanppheit und gewisser
notwendigkeiten bzgl Elektroauto sollte man sich
in Dingolfing etc solche schon damals zukunftsweisende
Konzepte verstärkt anschauen.
kein Mensch braucht einen A5 noch dazu eingedenk
der Tatsache, daß trotz Abwrackprämie sich das
gros der Leutz sich den neuen eigenlich gar nicht
leisten kann - vorallem wenn Deutschland ab 2010
effektiv reale 11 Mio Arbeitslose hat. - #2 16.06.2009 19:28 von WGreiner
Die "gute, alte Zeit"
Sowas kann wohl nur schreiben, wer das Goggomobil und seine Zeit nicht erlebt hat. Dieses Ding war wahrlich nur für kleine Leute geeignet - körperlich. Der Gehörschaden, den man sich auf längeren Strecken einhandelte (wobei für den Goggo 20 km schon eine Langstrecke waren), gehörte noch zu den entschieden harmloseren Folgen: schon bei einem für heutige Verhältnisse harmlosen Crash war der Mensch die Knautschzone. Vor allem auch deshalb gab es allein in Westdeutschland jährlich 25.000 Verkehrstote, obwohl damals nur ein Zehntel der heutigen Pkw-km gefahren wurden.
Und obwohl der Leichtbau buchstäblich über Leichen ging, konnte das Ding aus Dingolfing noch nicht einmal beim Benzinverbrauch punkten: Würde man heute so fahren, wie es mit dem Goggo überhaupt nur möglich war (einen modernen Norm-Verbrauchszyklus schafft der gar nicht, bei 70 km/h Höchstgeschwindigkeit), dann könnte man die damaligen 5-6 Liter Benzin (+ 1/25 beigemischtes Öl) mit nahezu jedem dreimal so schweren und fünfmal so starken Auto locker unterbieten. Und das ohne zum Himmel stinkende Zweitaktfahne...
"Zukunftsweisend"? Gott bewahre uns vor so einer Zukunft! - #3 17.06.2009 08:19 von A-Schindler
Kleinstwagen
Es ging wohl eher in Richtung Kleinstwagen.
Ich selber fahre ein Kleinstwagen (Daihatsu-Copen), für die Stadt und für Reisen mit wenig Gepäck reicht das Vollkommem.
Ich habe früher 3er BMW gefahren, aber Immer mehr Probleme mit dem Parken bekommen dank den vielen Kleinlastern wie Golf V-VI usw. die 2 Parkplätze belegen wo früher einer dicke reichte. Mercedes Fahrer brauch fast grundsätzlich 2 Parkplätze. Entweder sind die Parkplätze geschrumpft oder die Autos sind erheblich größer geworden. - #4 17.06.2009 10:09 von
zeitloses Auto
Sie haben das nicht so ganz begriffen mit dem zeitlos
Die technologische Hochrüsterei heutiger Auto führte
dazu ,daß schon ein Golf nicht mehr 750kg sondern
das doppelte wiegt .
Das heißt dieser Prozeß bedingt auch stärkere -also
schwerere Motoren , die - natürlich - saufen ohne Ende.
Man muß sich das mal vor Augen halten ,welch effektiver
Fortschritt den Leuten per Abwracke angedreht wird.
Wie kann es sein ,daß selbst ein VW Bora weniger verbraucht
als ein zb Toyota Auris ? das weis ich deshelb weil ein
Bekannter (leider) neu kaufen mußte. Das selbe gilt
natürlich auch für sonstige Vertreter auf dem Markt.
Daß der Goggo- Zweitakter schon aus Umweltgründen
insdiskutabel ist ,das brauchen Sie hier nicht als
"Gott-bewahre-Grund" herzuleiten.
Auch die Verbrauchszyklen sind er ein Treppenwitz
da werden (Klein)Autos wie der IQ mit 4,5 l angegeben ,
defacto braucht der über 7 l
Es gibt sehr sparsame Viertakter und natürlich Elektomotoren
Eine zB SausEnte hat rund 27 PS davon gehen 12 PS durch
Getriebe verloren, welches ein E-Antrieb nicht hätte....
D.h. die Ente wie das Goggo benötigen bestenfalls ein
20 PS Elektroaggregat ,welches btw schon fertig entwickelt
bei Fraunhofer abrufbar wäre..... d.h man müßte eigentlich
nur den V-Motor ausbauen und marginale Anpassungen vornehmen
Die Industrie geht aus marketingtechnischen Gründen und Sturheit natürlich derart vor , das man eher eine
S-klasse mit Elektromotor ausstatten will und an der
überschweren Karre prima demonstrieren kann ,daß die
Technik nicht "alltagstauglich" sei .
Für wie dumm halten die eigentlich den Kunden ??
Im übrigen müssen die Kritiker von Ihrem Langstreckenwahn
wegkommen . Das fängt damit an ,daß die Leutz net in der
Pampa wohnen sollten ,sondern in/an der Stadt.
Für Langstrecke gibts die Bahn ( die natürlich auch
angepa0t werden müßte ) - #5 17.06.2009 15:39 von
Als Passagier
Als Passagier habe ich das Goggomobil noch selbst kennengelernt wenn uns der Vater meines Freundes mitnahm. Eng, laut und langsam, das waren die herausragenden Eigenschaften des Autochens. Jeder war froh, sich ein richtiges Auto leisten zu können, wenn er dem Rollermobil finanziell entwachsen war. Man muss sich vor Augen halten, dass es damals keinen nennenswerten Gebrauchtwagenmarkt gegeben hat. Autos waren in den Fünfzigern selten und kurzlebig. Was den Krieg überlebt hatte taugte nur noch für den Schrottplatz. Nur unter diesen Bedingungen konnten Rollermobile für den kleinen Geldbeutel entstehen.
Als Beispiel für die Gegenwart oder Zukunft des Automobils taugt das nicht. Auch wenn man sich ein gewisses Downsizing vorstellen kann, wäre das wohl eher ein Rückgriff auf die Neunziger (vielleicht Achtziger) als auf die Fünfziger Jahre. - #6 17.06.2009 18:37 von
- #7 18.06.2009 21:54 von
Unsere Nachbarin hatte so ein Gefährt...
... von ihrem Vater geerbt und hat es in den Achtzigern noch im Alltag gefahren - für Kurzstrecken, wohlgemerkt.
Wir Kinder fanden den Goggo sehr niedlich und originell, aber ich kann bestätigen, daß er SEHR klein und SEHR laut war... und vor allem das merkwürdige Verhältnis von beeindruckendem Geknatter und langsamem Dahinschleichen ist mir noch gut in Erinnerung. Schon damals dachte ich bei dem Anblick immer an die Autos von Schokoladenosterhasen o.Ä.
Sicherheitstechnisch aus heutiger Sicht: Nicht auszudenken... wobei das wohl für viele älteren (Klein-)wägen gilt... - #8 19.06.2009 19:54 von
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