60 deutsche Autos: Das Glas Goggomobil

Das Goggomobil der Hans Glas GmbH war das erste Rollermobil, das aussah wie ein Auto. Im März 1955 ging der Goggo im Glas-Werk in Dingolfing in Produktion und wurde mit 280.024 verkauften Modellen zum Kult - kein anderer Kleinstwagen in Deutschland war beliebter.

http://www.spiegel.de/auto/fahrkultu...629899,00.html
  1. #1

    zeitloses Auto

    anbetracht kommender Energiekanppheit und gewisser
    notwendigkeiten bzgl Elektroauto sollte man sich
    in Dingolfing etc solche schon damals zukunftsweisende
    Konzepte verstärkt anschauen.

    kein Mensch braucht einen A5 noch dazu eingedenk
    der Tatsache, daß trotz Abwrackprämie sich das
    gros der Leutz sich den neuen eigenlich gar nicht
    leisten kann - vorallem wenn Deutschland ab 2010
    effektiv reale 11 Mio Arbeitslose hat.
  2. #2

    Die "gute, alte Zeit"

    Zitat von robiflyer Beitrag anzeigen
    anbetracht kommender Energiekanppheit und gewisser
    notwendigkeiten bzgl Elektroauto sollte man sich
    in Dingolfing etc solche schon damals zukunftsweisende
    Konzepte verstärkt anschauen.
    Sowas kann wohl nur schreiben, wer das Goggomobil und seine Zeit nicht erlebt hat. Dieses Ding war wahrlich nur für kleine Leute geeignet - körperlich. Der Gehörschaden, den man sich auf längeren Strecken einhandelte (wobei für den Goggo 20 km schon eine Langstrecke waren), gehörte noch zu den entschieden harmloseren Folgen: schon bei einem für heutige Verhältnisse harmlosen Crash war der Mensch die Knautschzone. Vor allem auch deshalb gab es allein in Westdeutschland jährlich 25.000 Verkehrstote, obwohl damals nur ein Zehntel der heutigen Pkw-km gefahren wurden.

    Und obwohl der Leichtbau buchstäblich über Leichen ging, konnte das Ding aus Dingolfing noch nicht einmal beim Benzinverbrauch punkten: Würde man heute so fahren, wie es mit dem Goggo überhaupt nur möglich war (einen modernen Norm-Verbrauchszyklus schafft der gar nicht, bei 70 km/h Höchstgeschwindigkeit), dann könnte man die damaligen 5-6 Liter Benzin (+ 1/25 beigemischtes Öl) mit nahezu jedem dreimal so schweren und fünfmal so starken Auto locker unterbieten. Und das ohne zum Himmel stinkende Zweitaktfahne...

    "Zukunftsweisend"? Gott bewahre uns vor so einer Zukunft!
  3. #3

    Kleinstwagen

    Zitat von WGreiner Beitrag anzeigen
    ...

    "Zukunftsweisend"? Gott bewahre uns vor so einer Zukunft!
    Es ging wohl eher in Richtung Kleinstwagen.
    Ich selber fahre ein Kleinstwagen (Daihatsu-Copen), für die Stadt und für Reisen mit wenig Gepäck reicht das Vollkommem.

    Ich habe früher 3er BMW gefahren, aber Immer mehr Probleme mit dem Parken bekommen dank den vielen Kleinlastern wie Golf V-VI usw. die 2 Parkplätze belegen wo früher einer dicke reichte. Mercedes Fahrer brauch fast grundsätzlich 2 Parkplätze. Entweder sind die Parkplätze geschrumpft oder die Autos sind erheblich größer geworden.
  4. #4

    zeitloses Auto

    Sie haben das nicht so ganz begriffen mit dem zeitlos

    Die technologische Hochrüsterei heutiger Auto führte
    dazu ,daß schon ein Golf nicht mehr 750kg sondern
    das doppelte wiegt .

    Das heißt dieser Prozeß bedingt auch stärkere -also
    schwerere Motoren , die - natürlich - saufen ohne Ende.

    Man muß sich das mal vor Augen halten ,welch effektiver
    Fortschritt den Leuten per Abwracke angedreht wird.

    Wie kann es sein ,daß selbst ein VW Bora weniger verbraucht
    als ein zb Toyota Auris ? das weis ich deshelb weil ein
    Bekannter (leider) neu kaufen mußte. Das selbe gilt
    natürlich auch für sonstige Vertreter auf dem Markt.

    Daß der Goggo- Zweitakter schon aus Umweltgründen
    insdiskutabel ist ,das brauchen Sie hier nicht als
    "Gott-bewahre-Grund" herzuleiten.
    Auch die Verbrauchszyklen sind er ein Treppenwitz
    da werden (Klein)Autos wie der IQ mit 4,5 l angegeben ,
    defacto braucht der über 7 l


    Es gibt sehr sparsame Viertakter und natürlich Elektomotoren

    Eine zB SausEnte hat rund 27 PS davon gehen 12 PS durch
    Getriebe verloren, welches ein E-Antrieb nicht hätte....
    D.h. die Ente wie das Goggo benötigen bestenfalls ein
    20 PS Elektroaggregat ,welches btw schon fertig entwickelt
    bei Fraunhofer abrufbar wäre..... d.h man müßte eigentlich
    nur den V-Motor ausbauen und marginale Anpassungen vornehmen

    Die Industrie geht aus marketingtechnischen Gründen und Sturheit natürlich derart vor , das man eher eine
    S-klasse mit Elektromotor ausstatten will und an der
    überschweren Karre prima demonstrieren kann ,daß die
    Technik nicht "alltagstauglich" sei .
    Für wie dumm halten die eigentlich den Kunden ??

    Im übrigen müssen die Kritiker von Ihrem Langstreckenwahn
    wegkommen . Das fängt damit an ,daß die Leutz net in der
    Pampa wohnen sollten ,sondern in/an der Stadt.

    Für Langstrecke gibts die Bahn ( die natürlich auch
    angepa0t werden müßte )
  5. #5

    Als Passagier

    Als Passagier habe ich das Goggomobil noch selbst kennengelernt wenn uns der Vater meines Freundes mitnahm. Eng, laut und langsam, das waren die herausragenden Eigenschaften des Autochens. Jeder war froh, sich ein richtiges Auto leisten zu können, wenn er dem Rollermobil finanziell entwachsen war. Man muss sich vor Augen halten, dass es damals keinen nennenswerten Gebrauchtwagenmarkt gegeben hat. Autos waren in den Fünfzigern selten und kurzlebig. Was den Krieg überlebt hatte taugte nur noch für den Schrottplatz. Nur unter diesen Bedingungen konnten Rollermobile für den kleinen Geldbeutel entstehen.

    Als Beispiel für die Gegenwart oder Zukunft des Automobils taugt das nicht. Auch wenn man sich ein gewisses Downsizing vorstellen kann, wäre das wohl eher ein Rückgriff auf die Neunziger (vielleicht Achtziger) als auf die Fünfziger Jahre.
  6. #6

    Trocken

    Zitat von Rainer Girbig Beitrag anzeigen
    Als Passagier habe ich das Goggomobil noch selbst kennengelernt wenn uns der Vater meines Freundes mitnahm. Eng, laut und langsam, das waren die herausragenden Eigenschaften des Autochens. Jeder war froh, sich ein richtiges Auto leisten zu können, wenn er dem Rollermobil finanziell entwachsen war. Man muss sich vor Augen halten, dass es damals keinen nennenswerten Gebrauchtwagenmarkt gegeben hat. Autos waren in den Fünfzigern selten und kurzlebig. Was den Krieg überlebt hatte taugte nur noch für den Schrottplatz. Nur unter diesen Bedingungen konnten Rollermobile für den kleinen Geldbeutel entstehen.

    Als Beispiel für die Gegenwart oder Zukunft des Automobils taugt das nicht. Auch wenn man sich ein gewisses Downsizing vorstellen kann, wäre das wohl eher ein Rückgriff auf die Neunziger (vielleicht Achtziger) als auf die Fünfziger Jahre.
    Das Auto war ja speziell fuer Leute nur mit Motorradfuehrerschein gedacht. Man konnte mit dem alten Einser bis zu 250ccm fahren. Fuer diese Leute war es schon ein Fortschritt im Trockenen zu sitzen.
  7. #7

    Unsere Nachbarin hatte so ein Gefährt...

    ... von ihrem Vater geerbt und hat es in den Achtzigern noch im Alltag gefahren - für Kurzstrecken, wohlgemerkt.

    Wir Kinder fanden den Goggo sehr niedlich und originell, aber ich kann bestätigen, daß er SEHR klein und SEHR laut war... und vor allem das merkwürdige Verhältnis von beeindruckendem Geknatter und langsamem Dahinschleichen ist mir noch gut in Erinnerung. Schon damals dachte ich bei dem Anblick immer an die Autos von Schokoladenosterhasen o.Ä.

    Sicherheitstechnisch aus heutiger Sicht: Nicht auszudenken... wobei das wohl für viele älteren (Klein-)wägen gilt...
  8. #8

    @

    Zitat von mickymicki Beitrag anzeigen

    Sicherheitstechnisch aus heutiger Sicht: Nicht auszudenken... wobei das wohl für viele älteren (Klein-)wägen gilt...
    Vor allem die Isetta von BMW. Schon als Kind dachte ich wie man da wohl bei einen Auffahrunfall herauskommt