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500 km/h auf Schienen: China stellt neuen Hochgeschwindigkeitszug vor

Das*Schnellzugnetz in China steht seit einem schweren Unfall in der Kritik, trotzdem soll es massiv ausgebaut werden: Jetzt wurde eine neue Bahn präsentiert, die bis zu 500 km/h erreichen soll. Es handelt es sich um das erste Modell, das komplett von chinesischen Herstellern gebaut wurde.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...806089,00.html
  1. #10

    Zitat von Plasmabruzzler Beitrag anzeigen
    Interessant. Im Artikel steht, dass der Zug dank leichter Bauweise schneller sein soll. In der Definition von Geschwindigkeit gilt Beschleunigung mal Zeit bzw. Weg durch Zeit. Die Masse taucht darin gar nicht auf. Wie kann er also schneller als ein schwerer Zug sein?
    Ein leichterer Zug belastet die Trasse weniger.
    Die mechanische Belastung der Trasse wächst mit der Achslast und der Geschwindigkeit des Zugs. Weniger Achslast bedeutet also höhere Geschwindigkeit bei gleichem Verschleiß.
    Im wesentlichen wird die Achslast seit einigen Jahrzenten mit folgenden Methoden verringert: a) Leichtere Züge allgemein. b) Bessere Antriebstechnik, daher gleiche Leistung bei geringerem Gewicht der Motoren. c) Möglichst viele Achsen Antreiben damit die schwere Lokomotive entfällt.

    Die benötigte Antriebsleistung sinkt dagegen nicht sehr stark. Der Luftwiderstand ist dominant.
  2. #11

    Nettes Spielzeug

    500 km/h? Sorry, aber alles über 350 km/h rechnet sich schon wegen des Lufwiderstands nicht, nicht mal mit Magnetschwebetechnik.

    Gut, vor ein paar Jahren haben die Franzosen einen TGV versuchsweise über 500 km/h fahren lassen, aber dabei hat sich nur bestätigt, dass solche Geschwindigkeiten im Regelbetrieb unerreichbar sind.
  3. #12

    Weia!

    Zitat von Plasmabruzzler Beitrag anzeigen
    Interessant. Im Artikel steht, dass der Zug dank leichter Bauweise schneller sein soll. In der Definition von Geschwindigkeit gilt Beschleunigung mal Zeit bzw. Weg durch Zeit. Die Masse taucht darin gar nicht auf. Wie kann er also schneller als ein schwerer Zug sein?
    Weil es sich um die Definition von "Geschwindigkeit" handelt und nicht darum, wie die höchstmögliche Geschwindigkeit erreicht werden kann. Da kommen andere Parameter zum Zuge.
  4. #13

    Kommentar zum Thema

    Zitat von Sabi Beitrag anzeigen
    Währen in Deutschland jede Schraube, Weiche, Gleisanlage,
    Schutzwand, etc. auf Mängel, Fuchtenkäfern, Mulche, Kröten, Meisen,
    etc. geprüft werden
    Was Kröten und Käfer angeht, gebe ich Ihnen Recht, aber die Überprüfung von Schrauben, Weichen etc. nun abzuschaffen führt zu ebensolchen Bildern wie vom letzten großen Zugunglück in China.

    Ich frage mich dennoch, wann der erste Zug dieser Art auseinanderfliegt. Auch High-Tech aus China ist momentan eben noch made in China. Noch...?

    Zitat von super_nanny Beitrag anzeigen
    Nicht nur eine Alternative. Man stelle sich mal vor wir hätten so einen Zug auf der Strecke Hamburg, Frankfurt, München.
    In der Theorie ja, in der Praxis sieht es aber so aus, dass jeder Landeskasper mindestens einen Stopp bei sich haben will; so kommen dann zentrale ICE-Knoten wie "Vaihingen an der Enz" oder Montabaur zustande.
  5. #14

    ..

    Zitat von Heinz-und-Kunz Beitrag anzeigen
    500 km/h? Sorry, aber alles über 350 km/h rechnet sich schon wegen des Lufwiderstands nicht, nicht mal mit Magnetschwebetechnik.

    Gut, vor ein paar Jahren haben die Franzosen einen TGV versuchsweise über 500 km/h fahren lassen, aber dabei hat sich nur bestätigt, dass solche Geschwindigkeiten im Regelbetrieb unerreichbar sind.
    Ich wundere mich aber auch um die Fliehkräfte, die Auftretten ihn einer Kurve. Die Strecke muss also so gebaut werden, das ein Zug mit 500KM/h Die Kurve hinbekommt, und keine "Bodenwelle" als Rampe den Zug aus dem Gleis wirft. Sicher, der "Anpressdruck" soll den Zug auf den Gleisen halten. Aber wo erreicht er "maximalen Saugkraft"? Richtig.. Was macht der Zug, wenn er "Langsam" fahren muss? Einen Eier tanz?

    Ich verstehe diese ganzen "Weiter, Schneller" auf Schienen ned. Da muss die ganze strecke auf die Geschwindigkeiten angepasst werden.. Das geht nur ihn Ländern wo auch Platz ist. Also Europa ist da außer vor.. Okay Frankreich und Spanien vielleicht. Aber das ist auch das meiste an "Flachland" aufgebraucht wo solche Geschwindigkeiten rentieren.

    Wir brauchen ein Zug, der beides nutzen kann. Er muss Schnell sein, aber auch das alte Schienen System einigermaßen Flott meistern... Aber da sehe ich kein Land
  6. #15

    naja

    Zitat von RolfSchmid Beitrag anzeigen
    Gibt es bei diesem Zug eine Ähnlichkeit mit der in der Bundesrepublik entwickelten und nach China gelieferten Magnet-Technik?

    Oder haben die Chinesen wirklich eine eigene Technik entwickelt und erstmals praktisch umgesetzt?
    Leute, wir haben es ihnen Beigebracht, zwecks Wettbewerb. Die haben uns nichts Geklaut... Woher kommen den die Studenten? Oder Lehrlinge aus deren Region? Das ist also kein Staatsgeheimnis.. Wir wollten Wettbewerb, wir haben ihn.. Also lasst das Jammern.

    Gut ist nicht genug, wenn man es besser machen kann.. Und "Besser machen".. Das ist nun unser "Job". Vorsprung durch Technik. Und nicht Jammern bis ein 2ter Rhein entsteht..
  7. #16

    ...

    Zitat von shokaku Beitrag anzeigen
    Nope. Das ist ein Schienenfahrzeug, also eher mit einem ICE vergleichbar. Nur schneller und vermutlich mit funktionstüchtigen Klimaanlagen.

    500 km/h ist nicht schlecht, und damit wäre dieses System wirklich eine Alternative zu Inlandsflügen.
    ... ICE? Schauen Sie bitte mal nach Japan. Diese "Bullet Trains" dort.. Also, die Nase passt doch eher, als unser ICE...
  8. #17

    Zitat von r-le Beitrag anzeigen
    ... Dennoch lernen und kopieren sie in exponentiellem Maße. Blauäugig? Glaube ich nicht. Es ist die kurzfristige Raffgier mancher Unternehmenslenker, die nur an ihre eigene Tasche denken, wohl weniger aber daran, was sie mittel- und langfristig Betriebs- "und" volkswirtschaftlich anrichten. Bedauerlich, aber anscheinend müssen wir diese Lernkurve durchmachen.
    Absolut richtig!
    Man kommt sich vor wie der einzige Vernünftige unter Wahnsinnigen, wenn man das seit Jahren ansehen muss, ohne dass es jemand ändert.
    Man muss ja kein Prophet gewesen sein, ums das vorherzusehen.
    Als einziger Grund bleibt die kurzfristige Gewinnorientierung.
    Was soll denn dabei rauskommen, wenn man einer anderen Nation das Wissen, was man sich über 50Jahre erarbeitet hat schenkt?
    Die bringen es dann auch noch zusammen mit dem geschenkten wissen der Franzosen und Japaner und alle schauen zu !!
    Es interessiert einfach keinen, was langfristig aus dem Land oder der Region wird.
    Marktwirtschaft funktioniert nur mit Grenzen, denn sonst ist das Ergebnis wie bei der Bankenkrise zu Bestaunen.
    Da kommen wir nun zu dem gewaltigsten Vorteil, den die Chinesen haben, bei denen geht es primär um den Vorteil des Landes und der eigenen Wirtschaft!!!! Man muss sich nicht wegen des Machterhaltes verbiegen, der ist gesichert. Reich wird man dort auch.
    Die haben die richtigen Ziele und das dafür effektivere System, gepaart mit der Gier und Dummheit der anderen, freuen wir uns darauf, dass unser Kind bald chinesisch lernen muss...
  9. #18

    Wo bleiben die Deutschen?

    Nachdem die Eisenbahn in der Türkei jahrzentelang aus politischen (Zitat Özal: "Die Eisenbahn ist eine kommunistische Sache") und wirtschaftlichen Gründen ( u.a. hat die Industriellenfamilie Koc massiv dagegen gearbeitet, um die eigenen Kraftfahrzeugproduktion zu schützen) völlig brachgelegen hat, ist nun endlich ein Erwachen eingetreten. Nach anfänglichen Misserfolgen (Zugunglück mit mehreren Toten), soll ein landesumspannendes Hochgeschwindigkeitsnetz ausgebaut werden, wobei die erste Etappe das Marmarameer wie einen Ring umspannen wird. D.h. also Bau der erforderlichen Strecken und Lieferung der entsprechenden Züge.
    Ganz vorne im Rennen sind z.Zt. die Chinesen sowie die Italiener. Ich frage mich, wo bei diesem gigantischen Projekt die Deutschen bleiben?
  10. #19

    Zitat von Plasmabruzzler Beitrag anzeigen
    Interessant. Im Artikel steht, dass der Zug dank leichter Bauweise schneller sein soll. In der Definition von Geschwindigkeit gilt Beschleunigung mal Zeit bzw. Weg durch Zeit. Die Masse taucht darin gar nicht auf. Wie kann er also schneller als ein schwerer Zug sein?
    Du solltest die zeitlicher Ableitung der Bewegungsgleichungen mal weiter durchführen (Technische Mechanik III, Kinetik), dann wirst du z.B. auf den Einfluss der Massenträgheit als Gegenkraft zur Beschleunigungsarbeit treffen, und da steckt die Masse dann drin.








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