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50 Jahre Brasília: Vom Betonmonster zur Boomtown

Brasília? Eine Strafkolonie im Niemandsland. Die am Reißbrett entworfene Hauptstadt Brasiliens gilt bis heute als menschenfeindliches Architektur-Experiment, als Hort der Korruption und als provinziell. Doch das vermeintlich missratene Retorten-Baby schüttelt langsam sein mieses Image ab.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...690333,00.html
  1. #1

    Ilha da Fantasia

    Fuer mich ist Brasilia die schönste Stadt der Welt. Der Himmel ist immer ein Spektakel, die Luft ist rein und die Menschen sind einmalig. Man spürt noch täglich den Pioniergeist und Fremde werden so wie nirgends auf der Welt sofort in das soziale Leben einbezogen.
    Wenn man die sogenannten Satellitenstädte als Favelas bezeichnet, dann stimmt es, dass diese wachsen. Tatsache ist, dass diese Satellitenstädte keinesfalls Favelas sind (Favelas sind ungeplant), sondern geplante Urbanisationen mit bescheidenen Häusern, aber richtigen Strassen, Kanalisation, Infrastruktur. DAs Armutsbekämpfungsprogramm der Regierung verteilt an Bedürftige nach einem bestimmten Plan Grundstücke, die dann dort ihre Häuschen bauen. Mit Favela hat das wenig zu tun.
    Die MIttelklasse (ungefähr Klasse "C" nach brasilianischer Einstufung) wächst und wächst, auch in Brasilia. Natürlich gibt es Probleme, wie in jeder Großstadt dieser Welt, aber die Pioniere der Stadt und auchviele Zugereiste lieben diese Stadt, die sicher ihre Planungsschwächen hat, aber auch ihre soo schönen Seiten. Der Cerrado ist eine schöne Landschaft mit einem fafntastischen Klima, man kommt ohne Heizung udn ohne Klimaanlage ueber die Runden, was will man mehr.
    Brasilia ist schön! Aber man muss es nicht unbedingt jedem weiter sagen, es ist ganz nett, dass sich nicht so viele Touristen dorhin verirren (von touristischer Seite ist es evtl. nicht so interessant, aber um dort zu leben und zu arbeiten, einmalig!!).
  2. #2

    Fremdsprachen Null

    ...... Trotz der vielen Botschaften und internationalen Organisationen, die sich in Brasília angesiedelt haben, ist die Hauptstadt immer noch zutiefst provinziell. Taxifahrer und Kellner sprechen kaum Englisch, ........

    Nicht nur Brasilia. Selbst im Vergleich zu Rio und Sao Paulo sind Städte wie Kansas City und St. Louis Zentren der Beherrschung von Fremdsprachen. Brasilien ist ein faszinierendes Land, aber Brasilianer aller Schichten, die eine Fremdsprache beherrschen, kann man mit der Lupe suchen.
  3. #3

    Boom Brasilias?

    Über den Boom Brasilias ist heute ja viel zu vernehmen, aber es ist fraglich, ob "die hässlichen Seiten der Stadt" einfach verschwinden werden. Auch empfehlenswert zu diesem Thema ist übrigends ein Artikel mit Interview über den selbstgefälligen Erschaffer dieser Stadt:
    http://www.viceland.com/germany/v5n5...emeyer-856.php
    und den Eindrücken des Interviewführers: http://www.viceland.com/germany/v5n5...brazil-857.php
  4. #4

    na und?

    Zitat von Wolfgang Jung Beitrag anzeigen
    ...... Trotz der vielen Botschaften und internationalen Organisationen, die sich in Brasília angesiedelt haben, ist die Hauptstadt immer noch zutiefst provinziell. Taxifahrer und Kellner sprechen kaum Englisch, ........

    Nicht nur Brasilia. Selbst im Vergleich zu Rio und Sao Paulo sind Städte wie Kansas City und St. Louis Zentren der Beherrschung von Fremdsprachen. Brasilien ist ein faszinierendes Land, aber Brasilianer aller Schichten, die eine Fremdsprache beherrschen, kann man mit der Lupe suchen.
    Na und? Portugiesisch, insbesondere in Brasilien gesprochen, ist doch eine wunderbare Sprache und nicht wirklich schwer.
  5. #5

    aegerlich

    Zitat von hannah16 Beitrag anzeigen
    Über den Boom Brasilias ist heute ja viel zu vernehmen, aber es ist fraglich, ob "die hässlichen Seiten der Stadt" einfach verschwinden werden. Auch empfehlenswert zu diesem Thema ist übrigends ein Artikel mit Interview über den selbstgefälligen Erschaffer dieser Stadt:
    http://www.viceland.com/germany/v5n5...emeyer-856.php
    und den Eindrücken des Interviewführers: http://www.viceland.com/germany/v5n5...brazil-857.php
    Mich aergert in Brasilia auch manches, am meisten, dass es so fussgaengerfeindlich ist. Aber so ist es eben und es gibt nun ja sogar die Metro nach Taguatinga usw., die ich allerdings nicht benutzt habe. Auf den monumentalen Plaetzen fuehlt man sich richtig klein mit Hut, wenn die Sonne dann auch noch erbarmungslos brennt!!
    Sicher, planungsmässig ist die Stadt völlig daneben. Aber Planung macht keine Stadt, die Bewohner machen eine Stadt und Brasilia ist ein lebendes Beispiel von Pioniergeist, wie man es so selten noch findet auf der Welt, die Stimmung ist unbeschreiblich!! Und die Schönheit durch die Lage an sich, das Gefühl von Weite und Raum, der Himmel, das Klima!
  6. #6

    Angenehmste Stadt LA's

    Zitat von fofinha Beitrag anzeigen
    ...
    Brasilia ist schön! Aber man muss es nicht unbedingt jedem weiter sagen, es ist ganz nett, dass sich nicht so viele Touristen dorhin verirren (von touristischer Seite ist es evtl. nicht so interessant, aber um dort zu leben und zu arbeiten, einmalig!!).
    Brasilia ist schön, nicht die schönste Stadt Lateinamerikas aber bei weitem die angenehmste. Das hängt unmittelbar mit dem Konzept des Stadtplaners Lucio Costa zusammen, der durch die Diskussionen der 40ger und 50ger Jahre geprägt war, Stichwort die futuristische autogerechte Stadt einerseits und die autonomen Superquadras andrereseits. Wer Brasilia kritisiert kennt zumeist die Quadras und Superquadras und die Villenviertel nicht, wo es sich einmalig wohnen und leben lässt. Natürlich nur für Begüterte.
  7. #7

    Sie haben Recht, Sie kennen sich aus, gelle?

    Zitat von carahyba Beitrag anzeigen
    Brasilia ist schön, nicht die schönste Stadt Lateinamerikas aber bei weitem die angenehmste. Das hängt unmittelbar mit dem Konzept des Stadtplaners Lucio Costa zusammen, der durch die Diskussionen der 40ger und 50ger Jahre geprägt war, Stichwort die futuristische autogerechte Stadt einerseits und die autonomen Superquadras andrereseits. Wer Brasilia kritisiert kennt zumeist die Quadras und Superquadras und die Villenviertel nicht, wo es sich einmalig wohnen und leben lässt. Natürlich nur für Begüterte.
    Ja, ohne Geld in Brasilien, ist schwieriger als bei uns. Wohl wahr. Aber in den Satellitenstaedten der Klasse C (Arbeiter, einfache Angestellte usw,) gibts ja auch jede Menge...) wie in Sobradinho oder Ceilandia oder auch Paranoa gibt es Ecken, in denen es sich eventuell freier und schoener lebt als im Plattenbau in Marzahn. haben dort das eine oder andere Churrasco mitgefeiert und uns wohl gefuehlt!! Das Sozialprogram stellt ja heute vielen Familien "Lotes" zur Verfuegung, auf dem recht ordentliche kleine Haeuschen entstehen.
    Die rieseigen sozialen Probleme will keiner verhehlen, die sind da, aber es ist auch ein enormer Aufwaertstrend zu verzeichnen.
    Wennman etwas Geld hat und sich ein Haeuschen in Lago Sul oder Lago Norte leisten kann, ist natuerlich das Glueck perfekt. Schoener gehts nimmer.
    Wem die teuren Shoppings zu teuer sind, der kann ja die Fakes auf der Schmugglerfeira kaufen. Macht auch Spass!!








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