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32 Jahre alte Doktorarbeit: Anonymer Plagiatsvorwurf gegen Ministerin Schavan

dapdHat Bundesbildungsministerin Annette Schavan bei ihrer Doktorarbeit unsauber gearbeitet? Ein anonymer Blogger will "mutmaßliche Plagiate" in dem 32 Jahre alten Dokument entdeckt haben. Die CDU-Politikerin forderte den oder die Autoren auf, sich zu erkennen zu geben und mit ihr zu reden.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...830929,00.html
  1. #20

    Schaun mer mal! You just made my day!

    Zitat von Critik Beitrag anzeigen
    Sturm im Wasserglas
    Die Fußnoten geben die korrekte Werke an?
    Also gibt es gar keine Plagiate?!
    Das ganze scheint ein Sturm im Wasserglas zu sein.
    Der Fall des Freihern mag krass sein, was die Quantität der wörtlich kopierten Textbausteine angeht.

    Ich habe schon früher in SPON Beiträgen die Hypothese vertreten, dass dieses Nacherzählen von
    Texten unbewusste Konflikte beim Freiherrn verursachthat, weil dieses Paraphrasieren mit seinem adeligen Ethosund Anstand einfach nicht vereinbar sein könnte.Deshalb glaubte ich ihm stets , dass er mitnichten bewusst vorsätzlich gehandelt hat.

    Bei einer guten Doktorarbeit im Fach Verfassungsrechtkönnen 85% des Textes zitiert aus fremder Quelle stammen,
    um den aktuellen wissenschaftlichen Stand zu beschreiben.(nach Prof. Löwer, Uni Bonn, siehe SPON)

    Das weite Feld der Inhaltsplagiate bleibt aber ein grundsätzlichesProblem. Viele Texter und Autoren werden Opfer von Plagiaten:
    Es wird (inhaltlich) kopiert, plagiiert und geklaut,was das Zeug hält ... Deshalb fand ich das Fremdschämen
    der Frau Schavan im Freiherrn Fall als übertrieben.

    Im Fall Schavan sind Fachwissenschaftler aufgerufen,die Doktorarbeit der Frau Schavan sich durchzulesen
    und solche inhaltlich kopierten Textstellen dem Teamvon Schavanplag mitzuteilen. Das sind sie der Reinheitder Wissenschaft einfach schuldig.
    Dieses zitierte "Paraphrasieren" von wissenschaftlichen Arbeitenwird in Doktorarbeiten von vielen Professoren erwartet, da
    umfangreiches selbstständiges Denken des Doktorandenoft gar nicht erwünscht ist.

    Warum Frau Schavan die Anonymität aufheben will istmir schleierhaft. Wenn es sich um einen Angehörigen desWissenschaftsbetriebs handelt, dann hat dieser berufliche Repressionen zu befürchten. Theologen sindgefragt, die ihrem Gewissen folgen wollen.
    Das wird jetzt echt spannend.Die Umsetzung der Bologna Reformen hat die deutscheUniversität um Jahrhunderte geistig und moralisch zurückgeworfen.

    Deutschland als rohstoffarmes Land mit schlechten
    landwirtschaftlichen Böden und einem ungünstigem Klima kann
    sich diese wissenschaftliche Dünnbrettbohrerei nicht leisten.
    Wir sind nicht in Amerika!
  2. #21

    also ich glaube, daß ein Korinthenkacker noch

    großzügig ist.
    Man beachte die beiden angemerkzen Textstellen im Gesamtzusammenhang:
    AS:
    Das Bewußtwerden der Es-Inhalte geschieht nach Freud, indem sie "mit Wortresten verknüpft" und dadurch sprachlich artikulierbar werden.
    Oroginal Bally:
    Diese Bewußtwerdung geschieht nach Freud aber dadurch, daß die unbewußten Es-Inhalte 'mit Wortresten verknüpft' und damit sprachlich artikulierbar gemacht werden.

    Im Vroniplag werden nur die vier Worte "mit Wortresten verknüpft" und
    als Plagiat angemerkert.
    Gehts eigentlich noch ? Zumal im Original noch eine Konkretisierung der ES-Inhalte enthalten ist.
    Der hat sie doch nicht mehr alle - setzen - das reicht noch nicht mal zum Unterkorinthenkacker.
  3. #22

    Lies mal bitte Beitrag 12!
  4. #23

    warum?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein anonymer Blogger will "mutmaßliche Plagiate" in dem 32 Jahre alten Dokument entdeckt haben. Die CDU-Politikerin forderte den oder die Autoren auf, sich zu erkennen zu geben und mit ihr zu reden.
    Inwiefern be- oder entkräftet es die Vorwüfe, wenn Frau Schavan den Aufklärer kennt? Und warum will sie mit ihm reden? Sie selbst weiß doch am besten, was sie in ihrer Doktorarbeit gemacht oder eben nicht gemacht hat.

    Wenn die Vorwürfe unberechtigt sind, dann schaut man sich das an, bringt seine Argumente/Beweise vor und die Sache ist erledigt. Wenn an den Vorwürfen etwas dran ist, dann gesteht man den Fehler ein und muss mit den Konsequenzen leben.
  5. #24

    Zitat von ingahau Beitrag anzeigen
    Lies mal bitte Beitrag 12!
    Danke für den Hinweis! Ich wusste doch, dass dieser Räuber Hotzenplotz, nachdem er über Jahrzehnte abgetaucht war, wieder was im Schilde führt.
    Nun also was mit Medien. Umschulungen sind also doch zu was nutze.
    Da Frau Schavan das direkte Gespräch sucht ein kleiner Tipp:
    In den Wald gehen, "Vorsicht Gold" auf eine Kiste schreiben, Sand reinfüllen und ein Loch in den Boden bohren. Wenn nun der Räuber die Kiste klaut und in sein Versteck schleppt, rieselt der Sand durch das Loch und hinterlässt eine Spur. Genial!
  6. #25

    optional

    Gibt es eigentlich irgendeine anonyme Anschuldigung gegen bürgerliche Politiker, die dieses tendenziöse Hetzblatt nicht veröffentlichen würde?
  7. #26

    ...

    Schavanblog beweist vor allem eins, ziemlich viel Fantasie bei der Interpretation was ein "Plagiat" ist um so auf eine vorgetäuschte "hohe" Seitenzahl zu kommen. Die Vorwürfe was dort gefunden wurde sind lächerlich, es geht um Einzelsätze oder Wörter die mit viel Fantasie in einer anderen als der angegeben Quelle auch nochmal /ähnlich/ vorkommen.

    Die Fälle von Vroniplag sind größtenteils berechtigt und Guttenberg war ja mehr als ein dreister Plagiator, aber das hier scheint einfach nur eine schlechte Hetzkampagne zu sein.
  8. #27

    Kluge Worte

    allenthalben darüber was " Plagiat " ist oder auch nicht. Ich kann mich nicht daran entsinnen, dass in der BRD jemals zuvor das Spiel " Kill den Doktor " so konsequent wie heute gespielt wurde. Computer gibt es aber nicht erst seit dem Freiherrn von und zu Guttenberg.

    Ist das ganze nur ein interessantes Neid-Spiel oder verstecken sich dahinter "Quasi-Stasi-Methoden" . . . sprich moderne Inquisation, um unliebsame Personen etwas zu neutralisieren bzw. auszuschalten ?

    Nun zur Anonymität. Wer auch immer hinter den den einzelnen " Plags " steht, wurde bislang noch in keinem Fall einsehbar für jedermann veröffentlicht. Frau Schavan fordert nun, dass sich der oder die Plagiator-Jäger zu erkennen geben und mit ihr sprechen sollen. Darüber kann man sehr wohl streiten.

    Das Monstrum "Plag" hat sich irgendwann kreiert und verselbstständigt sich laufend. Wir sind jetzt bereits in ewinem Stadium angelangt, in welchem eine verbindliche Rechtssprechung zum Denunziatentum erforderlich ist, um " Chancengleicheit " zu schaffen.

    Mein Beitrag mag wie Satire oder Sarkasmus klingen . . . ist er aber nicht. Armes Deutschland.
  9. #28

    Was soll denn das heißen?

    Noch sei aber völlig unklar, wer die Überprüfung ihrer Arbeit ins Netz stellte. "Mit Anonymität kann ich nicht umgehen", sagte Schavan, die in den siebziger Jahren Erziehungswissenschaften, Theologie und Philosophie in Bonn und Düsseldorf studierte.
    Plagiatsvorwurf: Annette Schavan von Blogger attackiert
    Anonymität ist hier völlig irrelevant, es geht um (zu untersuchende) Fakten, eine wissenschaftliche Überprüfung und nicht darum, was auszukungeln. Schätze mal, das dürfte das Karriereende von Annette Schavan bedeuten - einziger Ausweg das Modell Guttenberg à la: "sorry, vielleicht habe ich ein paar Fehler gemacht, ich wünsche eine gründliche Prüfung und bin bereit, ggf. meine Titel abzugeben". Ob Annette Schavan dann bleiben darf, hängt von ihrer Beliebtheit (in Volk und Politik) ab und da geht was, siehe Berliner CDU schart sich um Doktorschummler. (imho)
  10. #29

    Anführungszeichen mehr wert als Erkenntnis

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Hat Bundesbildungsministerin Annette Schavan bei ihrer Doktorarbeit unsauber gearbeitet? Ein anonymer Blogger will "mutmaßliche Plagiate" in dem 32 Jahre alten Dokument entdeckt haben. Die CDU-Politikerin forderte den oder die Autoren auf, sich zu erkennen zu geben und mit ihr zu reden.
    Nicht die Erkenntnis zählt, allein die Anführungszeichen machen eine Doktorarbeit wertvoll. So ist das in Deutschland und das jetzt, wo gerade eine Diskussion über das Urheberrecht im Laufen ist.
    Dabei baut die Wissenschaft seit Platon und Aristoteles immer ihre Erkenntnisse auf dem Wissen ihrer Vorgänger auf. Ob dabei Anführungszeichen helfen, bezweifle ich. Wichtig an einer Doktorarbeit ist nur der wissenschaftliche Neuigkeitswert.








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