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30 Jahre Musik-CD: Vom Goldesel zum Auslaufmodell

Noch ist die CD allgegenwärtig, doch ihre Zeit läuft ab. Die 30 Jahre der Compact Disc sind die faszinierende Geschichte einer Technologie, die die Welt veränderte - und in sich den Schlüssel zum eigenen Niedergang trug.

http://www.spiegel.de/netzwelt/gadge...757347,00.html
  1. #60

    ...

    Zitat von Rockaxe Beitrag anzeigen
    fehlt noch was.

    Bei den "guten" alten Schallplatten/Alben im Rock/Pop Bereich waren häufig gutgemachte Poster, gut gestaltete Cover oder auch Bookletts bzw. Texte dabei die diese Bezeichnung auch verdienten. Nicht wie bei einer CD ein eventuell 4x gefaltetes Blatt Papier.
    Beispiele?
    Beatles ► White Album: 4 Fotos der Beatles in A4 Format in gutem Druck auf Glanzkarton
    Paul McCartney & Wings ► Band On The Run: Poster A2, Wings Over America: Poster A2
    Die Cover so gestaltet, dass die interessanten Details ohne Lupe sichtbar sind.
    Ringo Starr ► Ringo: Textbuch mit Grafiken von Klaus Voorman im Coverformat.

    Das ist weder bei CD noch weniger bei Downloads gegeben.
    Diese Sachen vermisse ich wirklich.
    Super! Texte zur Musik kriege ich im Internet, Wallpaper ebenfalls. Was soll ich mit irgendwelchen Grafiken? Wers will, für den gab es und gibt es immer noch Sondereditionen, wenn ich Musik kaufe, dann will ich auch Musik und kein Firlefanz. Häufig sind die Texte so "künstlerisch" gedruckt, dass man sie kaum lesen kann - dann lieber gleich aus dem Internet, da bekomme ich auch noch eine Menge mehr Informationen und Meinungen über den Künstler wie es das dickste Booklet niemals wird bieten können.
    Was soll ich mit einem Poster? Erstens ist es gefaltet - stört also beim Aufhängen, zweitens bin ich aus dem Alter heraus wo man sich Poster an die Wand hängt, drittens gibt es viele Dienstleister die mir von einer digitalen Vorlage günstig ein Poster in jeder gewünschten Größe ausdrucken können! Willkommen im 21. Jahrhundert!!! :-))
  2. #61

    ...

    Zitat von einszweidrei Beitrag anzeigen
    Bezüglich Apple iTunes... hier gibt man seine Musiksammlung einem Unternehmen in die Hände, das eines der härtesten Vertreter von DRM und Urheberschutz ist. Es würde mich nicht wundern, wenn jedes iTunes einen Trigger eingebaut hat, mit dem Apple via Serverbefehl jedes beliebige Musikstück - oder die gesammte Sammlung - auf der Festplatte sperren oder löschen kann.
    Da sind sie aber ganz falsch informiert. Zwar ist es im Moment in Mode auf Apple zu schimpfen, aber hier zu unrecht:

    1) Apple hat dafür gesorgt, dass Titel überhaupt noch für die jetzigen Preise downloadbar sind, denn die Musikindustrie wollte die 0,99ct Preise eigentlich nicht akzeptieren.

    2) Appes iTunes war eine der ersten Plattformen, die dazu übergingen Songs DRM-frei zu verkaufen. Fast jedes heute auf iTunes erhältliche Stück kann beliebig oft kopiert werden, wenngleich Apple natürlich darum bittet dies nicht zu tun (FairPlay).
  3. #62

    Die folgenden Fehler traten bei der Verarbeitung auf:

    Zitat von fairplay_ Beitrag anzeigen
    Auch wenn ich es in meinem ersten Posting bereits erwähnte...
    Dass eine mp3-Kopie "viel" schlechter als das CD-Original ist, wird hier und woanders seit Anbeginn immer wieder neu heruntergebetet und davon wird diese Volkslüge auch nicht wahrer!.....
    Ab 192kbs sind die Unterschiede nicht mehr hörbar!
    Portale wie musicload.de bieten sie Songs jetzt mit 320kbs an, also ist die Qualität absolut kein Thema!
    Problem ist nicht das Format mp3, sondern das Equipment in der folgenden Signalkette D/A-Wandler > Verstärker > Boxen !
    Also auf meinen Anlagen, sowohl am PC als auch im Wohnzimmer höre ich die Unterschiede sehr wohl.
    Ich bin auch davon überzeugt, daß sich High-End besser anhört, auch die Kabel gehören dazu, was Sie mit Sicherheit auch abstreiten.

    Viel wichtiger ist für mich, daß ich verlustfreie Flacs wieder auf CD brennen kann, falls das Original defekt ist.
    Ich habe z.B. mehrere CDs des Labels Rough Trade aus den späten 80igern, die bereits deutlich verfärbt sind. Wenn die nicht mehr laufen, brenne ich die neu.
    Machen Sie das auch verlustfrei mit Ihren mp3?
  4. #63

    ...

    Zitat von Oberleerer Beitrag anzeigen
    Das größte Manko ist meiner Meinung die 44kHz-Samplingrate. Die CD ist primär auf billig gebürstet. Schon in den 80ern waren 48kHz üblich. Die Sony-Legende besagt, dass die CD auch 48 schaffen sollte, aber wegen besagter Frau auf 44kHz reduziert wurde und seit 30 Jahren die Welt darunter leidet, weil somit auch die CD-Rips-mp3-Files mit 44kHz daher kommen.

    Nicht ohne Grund haben DVDs wieder die 48kHz. Der klangliche Unterschied zwischen 44 und 48 ist größer als zwischen einer Bitrate von 192 und 256kB/s.

    Analoge Medien kennen dieses Problem nicht (allerdings jede Menge andere) und klingen daher authentischer.
    mit 48kHz hätte mit damaliger Technik einfach zu wenig auf die Disc gepasst.
    Im übrigen hört man den Unterschied zwischen 44,1 und 48kHz nicht - Musiker diskutieren darüber, ob man den Unterschied zwischen 44,1 und 96 kHZ hört - und da gibt es schon kaum jemanden.
  5. #64

    Mängel

    Zitat von thelix Beitrag anzeigen
    Und daß Sie wissen, was mp3 ist, war mir auch klar. Ich unterstelle aber trotzdem, nunja, nennen wir es mangelndes technisches Verständnis der Zusammenhänge.
    Da liegen Sie, fürchte ich, ziemlich daneben. Ich unterstelle ihnen gezwungenermaßen mangelnde Kenntnis meiner Person und meines technischen Bildungsgrades.
    Und mangelndes Textverständnis. DIe Vergangenheit hat gezeigt, dass man keine Form der Gängelung ausschließen sollte. Auch die nicht, die neue Technologien bringen werden. Mehr schrieb ich nicht.
  6. #65

    CD mit Bestandsgarantie

    Man muß - glaube ich - gut unterscheiden zwischen Musikgenießern und Musikkonsumenten. Letztere haben vom Zähneputzen übers Büro bis zum Heiamachen immer irgendwo ein Radio dudeln, wo's wurscht ist, wie es klingt. Für diese Klientel, für Nerds à la Hoteldelta oder für's Auto ist MP3 gut genug und auch ok.
    Für diejenigen, für die Musik ein ästhetischer Genuß in diversen Dimensionen ist, wird die CD auf lange Sicht das Referenzmedium bleiben. Wer das Potential der CD erkennen möchte, sollte sich einmal eine CD des Labels "Stockfisch" besorgen. Diese zeigen beispielhaft, was bei entsprechender Sorgfalt in der Produktion wirklich möglich ist - vorausgesetzt, die Abspielgeräte können diesen Klang auch reproduzieren.
    Insofern ringen mir iPhone- oder auch Schallplattenhörer nicht mal ein müdes Lächeln ab.
  7. #66

    @ Zyklotron

    Nun, dann frage ich Sie, wie irgendjemand verhindern könnte, dass ich auf meinem Musikrechner (ohne Internet) selbstgerippte Musikdateien abspielen kann?
  8. #67

    ...

    Zitat von MaikelG Beitrag anzeigen
    Man muß - glaube ich - gut unterscheiden zwischen Musikgenießern und Musikkonsumenten. Letztere haben vom Zähneputzen übers Büro bis zum Heiamachen immer irgendwo ein Radio dudeln, wo's wurscht ist, wie es klingt. Für diese Klientel, für Nerds à la Hoteldelta oder für's Auto ist MP3 gut genug und auch ok.
    Für diejenigen, für die Musik ein ästhetischer Genuß in diversen Dimensionen ist, wird die CD auf lange Sicht das Referenzmedium bleiben. Wer das Potential der CD erkennen möchte, sollte sich einmal eine CD des Labels "Stockfisch" besorgen. Diese zeigen beispielhaft, was bei entsprechender Sorgfalt in der Produktion wirklich möglich ist - vorausgesetzt, die Abspielgeräte können diesen Klang auch reproduzieren.
    Insofern ringen mir iPhone- oder auch Schallplattenhörer nicht mal ein müdes Lächeln ab.
    Warum sollte Musikgenuss auf die Wohnung, auf einen bestimmten Raum begrenzt sein? Ich möchte überall auf meine Musik zugreifen können - und das kann ich halt nicht mit CDs. Wenn irgendwann MP3 Player mit 1TB kommen - warum sollte ich dort eine CD nicht 1:1 draufkopieren können? Also bleibt es dabei: die CD ist ein reiner Datenträger, wie die Diskette, die VHS-Kassette, die Musikkassette - all diese Datenträger spielen heute keine Rolle mehr. Demnächst sind halt CD und DVD dran, dank Internet und Festplatte.
  9. #68

    Es geht

    Zitat von thelix Beitrag anzeigen
    Nun, dann frage ich Sie, wie irgendjemand verhindern könnte, dass ich auf meinem Musikrechner (ohne Internet) selbstgerippte Musikdateien abspielen kann?
    Die Technologien existieren. Sie werden nur nicht eingesetzt. Immerhin müsste man dann alle Hersteller der Geräte, Datenträger und Software unter einen Hut bringen. Da würden viele natürlich nicht mitmachen, da sie einen Wettbewerbsvorteil darin sehen würden, trotzdem Kopieren als Feature anbieten zu können. Ein anderer Weg wäre über Lizenzen. Schon oft versucht, bisher nur schwer umzusetzen.

    Aber was nicht ist, kann ja bekanntlich noch...
  10. #69

    ...

    Zitat von steulich Beitrag anzeigen
    Musiker, Labels, Plattenläden, Vertriebe, Presswerke, Grafiker, PR-Agenturen und Verlage vermissen, dass Leute für Musik bezahlen.
    Und das liegt zum Großteil an ihnen selbst. Über Jahre haben sie die Kunden mit DRM gegängelt. Das haben sie ja gelernt. Jetzt wird wieder an der Fortsetzung herumlaboriert. Sollen wir nun Streaming-Abo-Dienste möglich machen oder nicht (siehe Spotify). Da wo es sie gibt, ist der Katalog oft klein, weil... Ja, warum eigentlich?

    Zitat von steulich Beitrag anzeigen
    Hunderttausende Arbeitsplätze sind verlorengegangen, alleine in den USA haben 3000 Plattenläden geschlossen, bei uns in der BRD gibt es noch ca. 80 Händler
    Ja, das ist der natürliche Lauf der Dinge. Kohlegeschäfte- und Händler gibt es auch deutlich weniger, seit Heizungen hauptsächlich auf Öl oder in diesem Beispiel sogar besser passend Gas umgestellt wurden. Heute kann Musik ohne Händler viel stressfreier erworben werden. Daher werden auch die Vertriebskanäle für die Medien absterben, die es früher mal gab.

    Zitat von steulich Beitrag anzeigen
    Stattdessen wird Musik in miserabler Aufmachung (mp3) zum Massenartikel...nur kaum einer bezahlt dafür.
    Ich z.B. wieder. Seit man mir wieder akzeptable Angebote macht. Zwischen der Einführung des Kopierschutzes auf CDs und der Abschaffung des Kopierschutzes bei Downloads habe ich fast keine Musik mehr gekauft.

    Zitat von steulich Beitrag anzeigen
    ..., der weiß, dass die Kalkulation in der Musikindustrie katastrophal läuft, sicherlich kostet die CD wenig in der Herstellung, aber der ganze Rattenschwanz mit Gema, PR, Mastering etc. lässt den Gewinn auf Centbeträge schrumpfen.
    Vielleicht ist dieser ganze gewachsene Rattenschwanz auch unnötiger Overhead? Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken, viele der alten Zöpfe einfach abzulegen. Sie sind ein Grund dafür, warum die Margen so klein sind und natürlich auch der Hauptgrund dafür, dass die Branche mit der Digitalisierung über Jahre nicht mitgekommen ist und auch heute noch langsam ist.


    Zitat von steulich Beitrag anzeigen
    Alle die hier von großen Gewinnen sprechen sind, pardon: Schwätzer, die keinen Schimmer haben. Der volkswirtschaftliche Schaden sollte unsere lahmarschigen Regierungsvertreter langsam zum Handeln zwingen.
    In welche Richtung sollen sie denn handeln? Sollen sie einer rückständigen Branche noch mehr Gesetze als ohnehin schon auf den Leib schneidern, nur damit diese ihr überaltertes Geschäftsmodell bitte ohne Veränderungen weiter aufrecht erhalten kann? Die letzten Körbe des Urheberrechts waren doch nichts anderes als Stützen für die Contentbranchen. Die jetzt beschlossene Verlängerung des Urheberrechts auf absurde Dauern ist auch so ein Ding. Sie sprachen doch oben von Pseudokommunismus. Ja, weg damit. Lassen wir es den Markt regeln. Im Moment wird er in vielen Fällen nicht so bedient, wie es sein sollte. Das führt in jeder anderen Branche auch zu Problemen. Allerdings entsteht daraus in der Regel auch Handlungsdruck, der zu Veränderungen zwingt. Das reinigt. Die Musikbranche braucht diese Reinigung mehr denn je, auch wenn die Umwälzung unangenehm ist.








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