Wieso sollte der C64 der bis heute erfolgreichste Heimcomputer aller Zeiten sein? Haben sich nicht weit mehr PC's verkauft? Selbst PC's die nur Hause benutzt werden sollte die Menge/Umsatz u.s.w. übersteigen.
Der meistverkaufte Computer der Geschichte wird 30: Im Januar 1982 kam der Commodore 64 auf den Markt und brachte die digitale Welt in die Kinderzimmer. Christian Stöcker erinnert*an Glücksmomente mit dem "Brotkasten" - und verrät, warum der 64er heute twittern kann.
http://www.spiegel.de/netzwelt/gadge...807639,00.html
Wieso sollte der C64 der bis heute erfolgreichste Heimcomputer aller Zeiten sein? Haben sich nicht weit mehr PC's verkauft? Selbst PC's die nur Hause benutzt werden sollte die Menge/Umsatz u.s.w. übersteigen.
Meistverkauft? Das bezweifle ich doch stark. Wäre ohnehin nur möglich mangels Kokurrenzprodukten, die es heute zuhauf gibt.
Selbst ich habe das Teil noch ganz gut kennengelernt. Bevor es das sauteure Floppy-Disk Laufwerk gab mit Disketten-Kapazität ich glaube 360 Kilobyte pro Seite, mußten Anwender mit der sogenannten Datasette von Commodore vorlieb nehmen. Das Gerät sah aus aus wie eine kleiner Kassettenrekorder mit Datenkabel und man konnte aber ganz normale Compact-Kassetten verwenden, wie sie die meisten noch von ihren Musikaufnahmen kennen. Das Laden eines Programmes mit dieser Datasette konnte schon mal unglaubliche 30 Minuten oder mehr dauern, und wenn man Pech hatte und es gab einen Lesefehler, was sehr leicht passierte, mußte der gesamte Ladevorgang wieder von vorne beginnen. Ich gäh´n jetzt noch wenn ich daran denke. Eins der damals revolutionärsten Spiele der Firma Epyx für den C 64 hieß "Impossible Mission". Das besondere an diesem Speil war, daß die Spielfigur wesentlich besser animiert war, als alles was bis dato dagewesen war. Zum Beispiel Bewegungen wie saltoschlagen, hechten, abrollen, klettern usw. Zudem hatte das Spiel auch noch wie eine Art Sprachausgabe, mit Lachen, Schreien , und einer fiesen Stimme im Hintergrund. Für damalige Verhältnisse revolutionär und heißbegehrt, heute ein echter Klassiker.
Wenn man bedenkt wieviel Millionen Menschen einen C 64 hatten, dann könnten ruhig ein paar davon etwas im Forum schreiben.
Die Leser seien hiermit freundlich aufgefordert.
Immer wieder schön die Geschichten!
Meinen ersten Kontakt hatte ich in der 5. Klasse 1988.
Zuerst noch bei einem Freund mit Datasette. Eine Zumutung in meiner Erinnerung. Später dann mit Floppy was erträglich wurde.
Dann nur 2 Jahre später hatte ich einen Freund der einen 386 von seinem Vater mitbenutzen durfte (wir blockierten ihn selbstverständlich fast vollständig)
Der Sprung war gigantisch! Wing Commander lief auf dem Teil flüssig.
Und trotzdem kam ich aus der Videoszene.
Ich war Krieg der Sterne gewöhnt, Rambo oder Stirb Lamgsam.
Das was selbst Wing Commander da geboten hat kannte ich sonst grafisch nur aus dem Kinderprogramm von ARD.
So vergingen für mich fast 10 Jahre bis "Return too Castle Wolfenstein" mich endgültig PC affin machte.
Und Sucht ist bei diesem Spiel ein Euphemismus gewesen. grins
Damals gab´s ja nur die sündhaft teuren Büro-PCs von IBM, Compaq, Digital Equipment usw. Ein aus heutiger Sicht lächerlicher Büro-PC mit monochrom oder zweifarbigen Monitor kostete schon mal locker 15000,-DM oder mehr und ist im Vergleich heutzutage kaum leistungsfähiger als ein guter Taschenrechner. Hört sich unglaublich an ist aber so. Wie Sie ja richtig vermutet haben war nur aus Mangel an Konkurrenz so ein derartiger Verkaufserfolg möglich. Die Firma Apple hatte zwar damals einen absolut überlegenen kleinen Heimcomputer, der mit der ersten Maussteuerung, mit einem tollen Zeichenprogramm und einem wirklich guten Monitor, das Gerät blieb aber ungerechterweise wie es oft so ist, ein Nischenprodukt. Die Firma Apple ist damals immerhin fast pleite gegangen. Ähnlich ergangen ist es auch Atari-Computern, die zwar gerne von Musikern mit MIDI Software verwendet wurden, sich aber nie wirklich breit durchgesetzt haben.
und stell dich in die Ecke und schäm dich, denn solche Fragen können nur von jemanden kommen, der es nicht zu würdigen weiß daß der IP Stack des C64 (ja, sowas gibts) nur 5 KB Maschinensprache hat.
Das sind Befehle wie
C000 INC D020
C002 JMP D000
Und wer dieses geniale Progrämmche resetfest machen wollte der schrieb den String CBM80 nach *8000 und in 8006 eine C0 und in 8007 eine 00 weil das Bios nach nem Rest immer ein if(*8000=='CBM80') jmp *c006 machte....
zu Fuß pokte man das dann in den Speicher:
238,32,308,76,0,192 ab 49152
und startete es mit sys 49152
Wer das mit seiner Muttermilch aufgesogen hat, der verzeiht auch, daß die Ethernetschnittstelle halt etwas proprietär ist.
Das hab ich noch handgecodet, aber die leutz von heute sind keine Geeks mehr, die bis 3 Uhr morgens in Assembler bunte Schlieren auf dem Bildschirm gezaubert hatten, oder mit dem Rasterzeileninterrupt eine Deutschlandflagge im Hintergrund und einem Sprite, der von links oben nach rechts unten flog.
Ach, wie vermiß ich die Zeit, aber nun bin ich 43, hab 8 Jahre als Programmierer hinter mir, davor und danach Admin, Techniker, Filialleiter einer Computerklitsche, Anwenderbetreuer, Produktmanager, Projektleiter und arbeite seit 4 Jahre als IT Consultant für Siemens.
Natürlich sind unendlich viel mehr PC verkauft worden als C64 - aber nicht mehr bestimmte Fabrikate eines bestimmten Herstellers. Das Modell Commodore 64 schlägt bislang alle Rechnermodelle, die seitdem auf den Markt gekommen sind (außer man zählt moderne Smartphones als Computer). Schätzungen zufolge hat sich der C64 bis zu 30 Millionen mal verkauft. Mehr z.B. hier [Gameplan Deutschland] - Gameplan 1.6: Spielkonsolen und Heimcomputer 1972 bis 2009