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27,6 Prozent: Venezuela kämpft mit Mega-Inflation

Eine lockere Geldpolitik und Konjunkturprogramme heizen die ohnehin schon hohe Inflation zusätzlich an: Die venezolanische Teuerungsrate erreichte im vergangenen Jahr*27,6 Prozent. Sie ist damit die zweithöchste der Welt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...807492,00.html
  1. #10

    woher haben Sie diese Zahlen ?

    Zitat von Toebbens Beitrag anzeigen
    Der Konsumpreisindex beruht auf Waren, deren Preis in einer sozialistischen Wirtschaft wie Venezuela von staatlicher Seite stark kontrolliert wird. Für 2009 ergibt dieser Index beispielsweise eine Inflation von nur 3,3 %, aber Reuters meldete für dasselbe Jahr eine Inflation von 25,1 %!

    Venezuela cierra 2010 con inflación del 27,2 pct | Reuters
    Selbst die staatlich festgesetzten Lebensmittel haben p.a. eine Erhöhung von mindestens 25% erfahren,
    Gestern wurde der Zuckerpreis um 24,9 % erhöht.
    Vor wenigen Wochen wurd der staatlich festgesetzte Kaffeepreis um
    50% erhöht.
    also, wo kommen Ihre 3,3 % her ? Nicht einmal in Hugos Märchenbuch erscheinen diese Ziffern.
    Saludos aus dem Paradies des Sozialismus
  2. #11

    ausufernde Kriminalität

    Zitat von Absurdistan-Veteran Beitrag anzeigen
    Ganz schön kurzsichtig, der Hugo Chavez. Anstatt den Ölreichtum des Landes langfristig über einen Staatsfonds zu sichern, wie es etwa die Norweger tun, schüttet er kurzfristig Geld unters Volk.
    Der sollte auch mal etwas gegen die ausufernde Kriminalität tun; mit 53 Morden PRO TAG! ist Venezuela einsame Spitze...
  3. #12

    paradies

    Zitat von Toebbens Beitrag anzeigen
    Venezuela bekommt seine Inflation nicht in den Griff, trotz massiver staatlicher Kontrolle der Preise. Wenig überraschend, die Lösung sollen weitere staatliche Eingriffe bringen:

    Chavez introduces blanket price controls in Venezuela - The Times of India
    Ja, ab 15.Januar werden ALLE Preise vom Staat festgesetzt. Der Staat wird nur noch eine Gewinnspanne von 10% genehmigen. Angefangen wird mit Zahnpasta, Seife, Säfte und Toilettenpapier.

    Niemand wird mehr diese Artikel importieren oder produzieren.
    D.h. ab Ende Januar werden wir wohl zu "natürlichem" Toilettenpapier greifen müssen: wir haben viele Bäume mit grossen Blättern....

    Bananen gibt es noch.

    saludos aus dem Paradies
  4. #13

    Dr.

    Zitat von diwoccs Beitrag anzeigen
    Ja, ab 15.Januar werden ALLE Preise vom Staat festgesetzt. Der Staat wird nur noch eine Gewinnspanne von 10% genehmigen. Angefangen .....
    Sie scheinen sich sehr gut auszukennen, können Sie mir mal erklären, warum Hugo so versessen darauf ist alles zu kontrollieren? Ich mein, welches Interesse kann ein Staat daran haben, Güter auf Teufel komm raus zu verknappen? Mir geht das echt nicht in den Schädel...
  5. #14

    Inflation in Weißrussland

    Die venezolanische Teuerungsrate erreichte im vergangenen Jahr*27,6 Prozent. Sie ist damit die zweithöchste der Welt.

    Und was ist gegenwärtig mit Weißrussland was voriges Jahr über 60% Inflation hatte ?
    Siehe die untenstehende Meldung vom 14.10.11

    --------------------
    Die neuesten Daten des Belarussischen Komitees für Statistik weisen für den Monat September erneut einen Wertverlust des Weißrussischen Rubels (BYR) in Höhe von 63 Prozent aus. Damit liegt die Inflation so hoch wie in keinem anderen europäischen Land. Das Leistungsbilanzdefizit ist im ersten Halbjahr 2011 um 26,1 Prozent gestiegen. Die Währungsreserven haben im laufenden Jahr um mehr als 40 Prozent abgenommen und liegen derzeit bei etwa 1,5 Milliarden Dollar. Der durchschnittliche Monatslohn fiel auf 218 Dollar, dem vorletzten Platz in der GUS. Unterdessen hat der Iran zugesagt, weißrussische Staatsanleihen über 400 Millionen US-Dollar aufzukaufen. CR
    Weißrussische Wirtschaft vor dem Zusammenbruch*-*Preußische Allgemeine Zeitung
  6. #15

    x

    Spon:Eine lockere Geldpolitik und Konjunkturprogramme heizen die ohnehin schon hohe Inflation zusätzlich an:

    Ob das in Europa auch bald so ist?
  7. #16

    venezuela und der bolivar

    Zitat von Sequester Beitrag anzeigen
    Sorry, ein Fehler, irgendwie bin ich nach Bolivien gerutscht. der Poster hatte Recht:
    Venezuela - Inflation rate (consumer prices) - Historical Data Graphs per Year
    simon bolivar sein grosses vorbild :-)

    es gibt in venezuela zwei kurse, zum offiziellen ist alles schweineteuer.

    aber wenn man ein konto in spanien hat überweist man ganz problemlos alles was man kaufen will auf ein anderes konto in spanien und siehe da, schon sind die preise akzeptabel.

    das land leidet komplett unter der holländischen krankheit, ausser öl fördern passiert da nicht mehr viel.

    ansonsten ist mir kolumbien sympathischer die leute dort sind zwar arm, aber die tun auch was und kommen voran. dort kommt das geld nicht vom öl.
  8. #17

    für venezolanische verhältnisse ein fortschritt...

    Zitat von Toebbens Beitrag anzeigen
    Der venezolanische Bolívar weist schon seit Jahren Inflationsraten zwischen 15 und 40 Prozent jährlich auf.
    In den 10 jahren vor Chavez lagen diese zwischen 30 und 100 Prozent mit Durchschnitt bei 50.

    Venezuela Inflation rate (consumer prices) - Economy

    Vieles was in Venezuela schief läuft wurde nicht erst durch Chavez verursacht. Er ist in vieler Hinsicht weder besser noch schlechter als seine Vorgänge oder Nachfolger.
    Was ihn zur Ausnahme macht ist das er nicht nur korrupt ist wie alle venezolanischen Politiker sondern dass er nebenbei verbissen einer Ideologie nachgeht.
  9. #18

    Zitat von Absurdistan-Veteran Beitrag anzeigen
    Ganz schön kurzsichtig, der Hugo Chavez. Anstatt den Ölreichtum des Landes langfristig über einen Staatsfonds zu sichern, wie es etwa die Norweger tun, schüttet er kurzfristig Geld unters Volk.

    Konjunkturprogramme (a.k.a. Wirtschaftssubventionen) und lockere Geldpolitik kaufen eben mehr Wählerstimmen. Kommt einem seltsam bekannt vor.
    Kurzsichtig nicht, aber egoistisch. Seine Machtbasis sind die Armen. Solange er die Armut jedes Jahr etwas erträglicher macht sie aber nicht abbaut sind seine Wahlmehrheiten gesichert.

    Den Armen, die in den 40 Jahren "Feudaldemokratie" vor Chavez nie Zugang zu Bildung, medizinischer Versorgung ... hatten, sind makroökonomische Gesichtspunkte auch egal. Hauptsache es geht ihnen ein wenig besser.
  10. #19

    Vieles was in Venezuela schief läuft wurde nicht erst durch Chavez verursacht. Er ist in vieler Hinsicht weder besser noch schlechter als seine Vorgänge oder Nachfolger.
    Was ihn zur Ausnahme macht ist das er nicht nur korrupt ist wie alle venezolanischen Politiker sondern dass er nebenbei verbissen einer Ideologie nachgeht.
    Das Beste in Venezuela sind die Leute und die Benzinpreise mit 1 cent($)
    also 100 Liter für 1 Dollar.........
    Allerdings werden ca. 150 Morde an einem Wochenende allein nur in Caracas verübt, was auch die Verzweiflung der Leute dort wiederspiegelt...
    Ich wünsche Henrique Capriles alles Gute und drücke ihm die Daumen!


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