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250.000 Jugendliche ignoriert: Regierung trickst bei Lehrstellen-Statistik
dapdIst der Ausbildungspakt eine Mogelpackung? Arbeitgeber, Industrielle und Minister ignorieren laut einer DGB-Studie 250.000 Jugendliche. So viele gelten offiziell als versorgt - dabei haben sie gar keine Lehrstelle.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...-a-881445.html
- #200 06.02.2013 14:31 von
@kielerin78
Mag ja sein, dass Ihre internationalen Beispiele einzeln betrachtet ganz gut sind. Fakt ist aber, dass Deutschland mit seinem dualen Berufsausbildungssystem die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit in ganz Europa hat und viele Länder das System gerade deshalb importieren. Das Gejammere in Deutschland über so viele unversorgte Jugendliche erfolgt auch hier wieder mal auf sehr hohem Niveau.
- #201 06.02.2013 16:00 von
- #202 06.02.2013 18:38 von
xxx
wenn 18% in Niedersachsen ungelernt sind, heißt das wohl auch, dass diese nie eine Ausbildung absolviert haben. Außerdem muss Frankreich mit seinem höheren Jugendquotient viel mehr junge Bürger in den Arbeitsmarkt integrieren als ein relativ kinderarmes Land. Da profitiert DE von den sinkenden Jugendanteilen der Vergangenheit denk ich mal.
außerdem gibt es da das statistische Artefakt, dass Azubis in DE mit als Arbeitnehmer zählen und damit die Statistik verzerren.
und außerdem sollte das nich daran hindern, statt Milliarden, die man eh im Übergangssystem verpulvert gezielter direkt anzuwenden. Wenn andere schulische Alternativen haben, geht das auch in DE.
z.B. das Modell Dänemark, wo man schulische Grundlagen mitbekommt oder in Österreich. Was spricht denn dagegen, dass man hier ähnlich macht, anstatt Warteschleifen?
Das macht es für einige Schüler doch leichter. Wer Koch werden will und keinen Ausbildungsplatz bekommt z.B. lernt das schulisch mit Praktika --- dann eine Ausbildungsabgabe zur Finanzierung und nach 3 Jahren macht er die Prüfung wie die anderen auch. - #203 06.02.2013 18:46 von
Schulabschluss entspricht oft nicht einer Ausbildungsreife
Da haben Sie völlig Recht. Man sollte auch nicht vergessen, dass viele Schüler zwar einen formalen Schulabschluss haben, aber keine wirkliche Qualifikation besitzen, da ihnen der Schulabschluss hinterher geworfen wurde. Das betrifft übrigens alle Schulformen. Hauptschüler, die kein Deutsch können und schon beim Rechnen auf Grundschulniveau versagen. Gymnasiasten, die die Bruchrechnung und Grammatik nicht beherrschen. Der Wahn vieler Bildungspolitiker, möglichst jeden zum Abitur zu führen, resultiert darin, dass Bildungsabschlüsse insgesamt immer weiter verfallen. So erzeugt man Menschen mit Hauptschulabschlüssen, die nicht ausbildungsfähig und Menschen mit Abitur, die nicht studierfähig sind. Die Ausbildung, die die Schule eigentlich leisten müsste, wird dann in Qualifizierungsmaßen ausge-lagert. Das Problem betrifft nicht nur die Hauptschüler, die eine Lehrstelle suchen. Auch Studierende müssen immer häufiger durch Einstiegs- und Angleichungkurse auf ein Niveau gebracht werden, das früher für jemanden mit „Hochschulreife“ selbstverständlich war.
In diesem Zusammenhang würde mich daher nicht nur interessieren, auf welchen Berechnungen die Angaben der Ge-werkschaft fußen, sondern ob es bei den deklarierten Missständen auch wieder mal massive Unterschiede zwischen den Bundesländern gibt. Meine Vermutung ist, dass da, wo die Hauptschulen noch etwas taugen, die Schüler später auch eine Stelle finden. Sogar in ländlich geprägten Regionen von NRW ist das noch so. - #204 07.02.2013 09:03 von
Die Realität lehrt uns das Grausen
Wie wir aus Veröffentlichungen der AG wissen, sind die Ergebnisse bei den Einstellungsstest für Jugendliche dann teilweise noch desaströser als die Schulnoten, was auch von den Berufsschullehrern beklagt wird.
Ergo. Ein schlechtes Zeugnis, wirdk respektive kann nur in den wenigsten Fällen durch Praxistalent wettgemacht werden.
Und wie gestern gerade veröffentlcht wurde, haben 1,5 Mio. Jugendliche keinen Schulabschlusss!
Nimmt man diese plus der Kandidaten mit den gruseligsten Schulnoten, so kriegen sie die Hartz-IV-HE-Zahlen zusammen. - #205 07.02.2013 09:10 von
Für viele wäre es sinnvoller früh in die betriebliche Ausbildung zu gehen. Meinetwegen die schweren Pflegefälle auch in überbetriebliche Ausbildungseinrichtungen, aber immer noch besser als weitere Zeit auf der Schuldbank zu vertrödeln.
Das wir heute für die Hauptschule auch 10 Jahre ansetzen steht leider in keinem Verhältnis zum Ertrag.
Da wird nur unnütze Zeit vergeudet.
Nehmen Sie die Zahlen von gestern: Rund 1,5 Mio. Jugendliche haben keinen Schulabschluss. Plus derjenigen mit miesen Schulnoten im Abschlusszeugnis ergibt es ein gruseliges Bild. Ausbildungsungeeignet.
Was nun? Die Teens weiter pampern, bis es endlich irgendwann mal klappt? - #206 08.02.2013 11:16 von
Optional
Manch Arbeitgeber lässt den Jugendlichen vor Ausbildungsbeginn ein Praktikum machen. Wir haben öfters solche Jugendlichen, die in der Schule eher schlecht waren, aber im Berufsalltag aufblühen, weil man ihnen endlich auch mal Sachen beibringt, die sie wirklich brauchen und umsetzen können.
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