Tim Berners-Lee, hat auf einem NeXT-Computer von Steves Firma NeXT, das Web konzipiert und entwickelt. Kniet also nieder, ihr Würmer :-D
SmackerelEs hätte der erste Web-Browser werden können: 1987 stellte Apple ein Programm namens Hypercard vor. Damit konnten sich Nutzer durch Bilder und Klänge klicken und Musikrezensionen lesen. Doch das Programm setzte sich nicht durch - seine Macher begingen zwei große Fehler.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...836237,00.html
Tim Berners-Lee, hat auf einem NeXT-Computer von Steves Firma NeXT, das Web konzipiert und entwickelt. Kniet also nieder, ihr Würmer :-D
nein, HyperCard war etwas ganz anderes. Es war einem Karteikartensystem nachempfunden und so aufgebaut, aber es war selbst zu befüllen. Hatte also mit einem frühen "Web" rein gar nichts zu tun.
Zwar haben etliche Hersteller dann Stacks zu den verschiedensten Themen geliefert (das wurde und wird auch für andere Programme getan, etwa Datenbank- oder Webdesign-Programme); aber diese Stacks musste man kaufen, es war eben nicht, wie im Web, eine offene Verknüpfung aller möglichen und unmöglichen Themen.
Nun legen Sie doch mal die Apple Apathie beiseite und lesen den Artikel in Ruhe :-) Es geht doch nicht darum, dass Apple das WWW erfunden hat. Aber das Prinzip des Zusammenbauens von Seiten ohne Programmierkenntnisse um offline darin nach belieben browsen zu können, war schon etwas Neues und kann durchaus als Vorläufer der späteren Browser und den Prinzipien von HTML Seiten angesehen werden.
Das hat ja nun aber alles nichts mit Internet und WWW zu tun. Die Erfindung kommt letztlich vom Militär und später wurden für die Inhalte diese Dinge verwendet. Ausserdem reden wir doch hier von 1987, da sah der gesamte Computer und Softwaremarkt noch ein wenig anders aus als heute. Open Source gab es nicht und über Softwarepatent hat damals auch noch keiner geredet.
Nichts gegen die Verdienste von Hypercard - ich war einst selbst begeisterter Hypercard-Programmierer. Aber mich erinnert es eher an ein Datenbank-Frontend a ls Access als an das Web: man konnte eine Template-Seite definieren und die Instanzen davon dann mit Daten befüllen.
Man konnte zwar Fließtexte präsentieren, aber Links gab es nur in Form von Buttons, nicht im Fließtext selbst, also auch kein Hypertext-System.
Auch noch eine wichtige Eigenschaft fehlt: im Web kann man zu Inhalten anderer Urheber verlinken. Ohne diese Eigenschaft ist das Ganze zwar ein Web, aber ein sehr kleines.
Außerdem ist die Architektur von HyperCard noch sehr weit entfernt von der des Webs: es ist noch ein größerer Schritt von einer lokalen Anwendung, die lokale Daten anzeigt zu einer Client-Server-Architektur, die die Inhalte für viele Benutzer betriebssystemunabhängig übers Internet zur Verfügung stellt.
Hypercard war zwar ein Prgramm, mit dem der Benutzer von einer selbst erstellten Seite auf eine andere springen konnte, und es konnte wohl auch dazu gebraucht werden, eigene Inhalte zu präsentieren - von einem "beinahe das Web" Erfinden kann aber nicht gesprochen werden.
Im Vergleich zu MM Director war HC ein unsäglich unbrauchbares Authoringtool. Könnte man geradesogut behaupten das MS mit Powerpoint das WWW vorweggenommen hat.
Vorgänger des WWW waren u.a BBS, Listserv, Mail und Telefonschaltautomaten.
E-World war ein Apple Super GAU, OS 6, 7 waren völlig ungeeignet für Dialup, der TCP Stack eine Katastrophe.
Das völlige Gegenteil war der Fall. Apple waren Standalonegeräte, Vernetzung nicht gewollt, den hätten sich alle Appleuser kurzgeschlossen und rausgefunden was für eine Kake das war - alle wären zu MS gerannt.
Ich habe selbst mit Hypercard gearbeitet. Das war 1987 ein Hammer. Keine linearen Texte mehr, sondern ein Netzwerk.
Das Thema wurde von Prof. Kuhlen von der Uni Konstanz aufh wissenschaftlich aufgearbeitet, lange bevor das Internet erfunden wurde. Insofern muss man diese Leistungen anerkennen.
Bisschen spät. Da war in Deutschland und Österreich das BTX schon voll im Schwange.
"Vorgestellt wurde Btx bereits 1977 vom damaligen Postminister Kurt Gscheidle bei der Internationalen Funkausstellung in Berlin."
Ich finde es immer herrlich, wie die Internet-Technologie als eine neue Technologie der Jugend beschrieben wird. Schon in den 70-er Jahren gab es Intrafirmennetze und die Universitätsnetze. Die US-Army hat sich doch nur draufgesattelt und dann das aus deren Protokolle entstehenden nichtkommerzielle Internet.
Popmusik und nackte Ärsche kam erst später. Das war dann die Jugend"kultur".
Hahaha,
sowas kann sogar der kleine Atari 800XL (mit 64k RAM, Gegenstück zum C64), natürlich alles etwas kleiner und einfacher. Mit dem Programm "Cardstacks" kann er Texte anzeigen und dann darin verlinkte Bilder und Sounds (nach)laden. Da das Ganze damals aber ausschließlich via Floppydisk lief, war es etwas umständlich und langsam in der Handhabung (und bei den darstellbaren/ladbaren Text-, Bild- und Sound-Formaten stark eingeschränkt) aber dennoch hatte das Programm gewissse Ähnlichkeiten zu Hypertext. Man konnte somit z.B. einen Test zu einem Atari-Spiel verfassen und zugleich im Text Links setzen, die einem dann ein Bild oder einen Sound aus dem Spiel präsentierten (nachladen ließen), mittels Tastendruck ging es dann zum Text zurück...
Also für mich sind die Diskettenmagazine auf den Homecomputern die gefühlten Vorgänger des WWW mit HTML. Klar, Homecomputer waren nicht vernetzt - das wäre auch viel zu teuer geworden - also wurde auf Disketten verteilt. Das Lesegefühl war dem heutiger News-Seiten aber schon ähnlich.
Als Beispiel möchte ich nun auf das "Cracker Journal" am Amiga verweisen, das von 1988 bis 1992 erschien und mittlerweile online steht:
Cracker Journal Archive » Cracker Journal - Download » The Flight Society