Ja, dieser Meinung bin ich auch. Und ich denke, dass dies durchaus bewusst geschah.Ich denke, Paul Simon hat mit seinem Album "Graceland" - bewusst oder unbewusst - der Anti-Apartheidsbewegung einen unschätzbaren Dienst getan.
DPASie küssten und schlugen ihn - und machten ihn reich: Mit "Graceland" legte Paul Simon eines der erfolgreichsten Pop-Alben hin - und entfachte eine Kontroverse über den Umgang mit der Apartheid in Südafrika. Im Interview spricht der Musiker über Fehler, Anfeindungen und Bombendrohungen.
http://www.spiegel.de/kultur/musik/0...834898,00.html
Ja, dieser Meinung bin ich auch. Und ich denke, dass dies durchaus bewusst geschah.Ich denke, Paul Simon hat mit seinem Album "Graceland" - bewusst oder unbewusst - der Anti-Apartheidsbewegung einen unschätzbaren Dienst getan.
und doch war er damals ein Superstar. Größer als Michael Jackson und Madonna jemals zusammen sein konnten.
Bei Youtube gibt es Ausschnitte von Simons Auftritten mit der leider verstorbenen Miriam Makeba.
Das ist ein grandioser Auftritt.
um große Musik zu machen. Was Simon im Interview selbstkrtisch als "Unbedarftheit" einräumte, finde ich - im Gegenteil - großartig.
1965 hat Harry Belafonte ein wunderschönes Duett-Album mit Miriam Makeba veröffentlicht, nachdem er zuvor 5 Alben der exilierten Afrikanerin produziert und/oder initiiert hatte. Und 1972 krönte er sein Südafrika-Engagement mit seiner besten Platte überhaupt: "Belafonte live!", ein fantastisches Doppelalbum, auf dem Ol' Harry der unglaublichen Letta Mbulu - ebenfalls aus Südafrika vertrieben - vier Solo-Songs gab. Es ist nicht nur einer der besten Konzertmitschnitte aller Zeiten (erstaunlicherweise noch nie auf CD erschienen - da muss wohl rechtlich irgend etwas quer liegen), sondern der seinerzeit faszinierendste Einblick in die vibrierende Kraft afrikanischer Musik. Das alles fand zwar in den USA bzw. in Kanada statt (das Live-Album wurde in Toronto mitgeschnitten), aber die Wirkung war immens: Diese südafrikanischen Künstlerinnen machten strahlend klar, wie dumm und dumpf der staatlich verordnete Rassismus des südafrikanischen Regimes war und wie unsinnig die Unterstellung, AfrikanerInnen seien zu Hochkultur nicht fähig. Nicht vergessen werden darf, welche miese Rolle damals CSU-Boss Franz Josef Strauß spielte, unterstützt von etlichen prominenten CDU-Granden.
"Graceland" baute also auf auf einer feinen und starken Traditionslinie - auch darum wurde es so unglaublich gut. Schön, dass Paul Simon im Interview an Belafonte erinnert. An Strauß's unrühmliches öffentliches Getrommel für die weißen Apartheit-Faschisten muss hierzulande erinnert werden, weil sich in den letzten Jahren so eine Art Heiligsprechungsnebel um den Bajuwaren auszubreiten beginnt!