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25 Jahre "Dirty Dancing": "Da kamen wohlerzogene jüdische Mädchen"

REUTERSKlar, den Titelsong kennt jeder - "(I've Had) The Time of My Life"! Aber wer erinnert sich an die Tanzmusik in "Dirty Dancing"? Fast niemand. Leider. Denn der Film erzählt nicht nur von der Romanze zwischen Baby und Johnny, sondern auch von der Liebe US-amerikanischer Juden zu Latino-Klängen.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/25...-a-859558.html
  1. #1

    Nach Havanna gefahren

    sie sind nach Havanna gefahren und haben sich angeschaut, wie man den Mambo tanzt.
    ... und wie üblich wurde der ursprüngliche Tanz angepasst, so dass man heutzutage meistens den New York Style tanzt und die Kubanische Version eher eine "Randerscheinung" ist, die in "gewöhnlichen" Tanzschulen nur sehr sehr selten gelehrt wird.
    Das kennt man u.a. auch vom Tango Argentino, der erst in seiner englischen Version zum Standardtanz wurde.

    Nicht falsch verstehen, das muss nicht schlechtes sein, aber man sollte mal bei all dem Tanzhype darauf hinweisen, dass hier die Originaltänze "verwestlicht" wurden.
    Beim Tango war es ja die Prüderie Anfang des 20. Jahrhunderts, die den doch sehr eng getanzte Argentino Version verändert hat.
    Beim Salsa möglicherweise eher wenig, da zu der Zeit die Welt doch ein wenig offener war. Dafür ist der New York Style eher strukturiert und direkt; nicht umsonst tanzt man ihn auf Linie!
    Gebe zu, ich tanze auch New York und finde den auch geschickter, um die Frau zu führen, aber ich muss der Kubanischen Originalversion zugestehen, dass da einfach mehr Feuer und Leidenschaft ist!
    Am meisten Erotik ist mmn ja im Rumba, aber wer hört schon auf mich ;)
  2. #2

    NY- vs. Cuban Style

    Also ich bin auch NY-Style Fan. Ob das eine aber besser als das andere ist bezweifle ich. Und aus meiner Erfahrung aus Londeon weiss ich, dass beide Versionen fest gleich auf liegen. (Es gibt da noch ein paar Varianten, wie LA-Style, die ich aber gerne großzügig dem NY-Style zuzähle.) Was die Qualität der deutschen Tanzschulen betrifft, kann man sicher geteilter Meinung sein. Salsa würde ich lieber in der Salsa-Bar lernen... ;)
  3. #3

    Style?

    Wen interessiert der Tanzstil - Hauptsache, die Musik ist gut!
    Aber im Ernst: interessanter Artikel. Ich hatte zwar schon mal etwas von dem "Catskills-Einfluss" auf die frühen Latin-Combos gehört, dass das aber ein überwiegend jüdisches Ding war, ist mir neu.

    Außerdem: wer erinnert sich an die Tanzmusik in "Dirty Dancing"? Ja, ist ja doch wohl keine Frage für die Fans!
  4. #4

    @Geisterkarle

    Was verstehst du unter gewöhnlichen Tanzschulen? Deutsche Tanzschulen? Kann man die als Maßstab dafür hernehmen, welcher Salsa-Stil allgemein getanzt wird? Ob Kubanisch, NY oder Puerto Rico. Alle haben ihre Berechtigung und Salsa tanzen ist bestimmt nicht nach ADTV-Art und die Salsa-Szene weltweit zieht auch andere Stile wie Bachata, Merengue, Reggaetón oder neuerdings Kizomba mit ein.

    Salsa wird von vielen erstklassigen Tänzern und Lehrern vor allem aus Kuba, Venezuela und dem ganzen lateinamerikanischen Raum vermittelt, weiterentwickelt und modernisiert. Der NY-Style kommt ja auch nicht von New-Yorkern, sondern von Latinos, die dort ihr Glück versucht haben.

    Aber man sollte sich nicht zu sehr versteifen, denn heutzutage tanzt man Salsa viel eleganter, schneller und moderner. Die aktuellen Salsa-Weltmeister und internationalen Größen haben jedenfalls mit Tanzschultänzen wenig am Hut.
  5. #5

    @Sandygirl

    Da kann ich dir nur voll zustimmen. Was besagte Qualitäten betrifft ist es oft so, dass eigentlich nur Lateinamerikaner wirklich höchstes Salsa-Niveau lehren (also sehr weitgehende Fortgeschrittenenkurse über Jahre bedienen), diese aber leider in ihrer Zeit in Deutschland auf dem Stand ihrer Ankunft stehengeblieben sind und sowohl von der Musikauswahl als auch vom Stil veraltet sind.

    Man tanzt nicht mehr Machoman, Salsa ist ein toller sehr moderner Tanz mit vielen Facetten und Sinnlichkeit steht der Choreographie nicht im Wege. Du hast Erfahrung in London gesammelt, ich in Málaga. In den Salsaclubs dort sind einige der besten Salsatänzer überhaupt zu finden, z.B. zweifache Vize-Europameister, der Weltmeister in Salsa-Soloschritten und in regelmäßigen Abständen kommen auch Adrian und Anita, die 5-fachen Salsa-Weltmeister, um die Szene aufzumischen und Workshops zu geben oder einfach nur um zu tanzen.

    Das kann man nicht mit Deutschland vergleichen. Und erst recht nicht mit Tanzschulniveau. Alleine die Musik ist schon aktueller, die Stimmung positiver, die Möglichkeiten, jeden Tag in authentischem Ambiente Salsa zu tanzen sind unbegrenzt und die meisten Lehrer geben ihre Geheimnisse im Unterricht weiter, so dass man Salsa verstehen lernt.

    Dabei spielt es keine Rolle, ob die Elemente aus Kuba, NY, Puerto Rico, LA, Málaga, Cali oder Caracas stammen. Man weiss zwischen Mambo, On2 nach vorne oder zurück, On1, Rueda oder Africando zu unterscheiden, ohne von vornherein Stile auszuschließen. Der Abend ist lang. Will man da immer das gleiche tanzen? Zu allen Songs?
  6. #6

    @eric111

    Hab ja "gewöhnlich" in Anführungszeichen gehabt ;)
    Aber letztlich ist es doch so: Durch Dirty Dancing (wir kommen zurück zum Artikel :P) gab es einen Tanzhype. Und vielleicht ist das einfach vertrauter, aber die Leute sind dann einfach in die Tanzschulen "gerannt" um Salsa zu lernen und nicht in spezielle Salsa-Kurse. Und da wird halt zumindest hier in Deutschland im Normalfall der New York Style gelehrt. Vielleicht bin ich ja auf den falschen Salsa-Partys, aber ich erkenne - vielleicht auch dadurch begründet - ein eindeutiges Übergewicht von New York Style unter den Tänzern!
    Kann natürlich auch vom entsprechenden Ort abhängen; kann mir durchaus vorstellen, dass in anderen Bereichen Deutschlands (ich bin so bei Frankfurt, Rhein-Main) eher Kubanisch getanzt wird! Es ist eh interessant, wie die "kleinen Unterschiede" so sind. Komme durch meine Arbeit ein wenig herum und schaue dann im Normalfall, ob man da irgendwo mal (Salsa) tanzen gehen kann. Da lernt man auch mal etwas andere "Technik" kennen; macht Spaß :)

    Klar will man am Abend mal verschiedenes tanzen! ... Jetzt muss ich nur noch meine Salsapartnerin mal wieder überzeugen, mit mir Bachata zu tanzen ... (mei, einmal nen blöden Spruch und Frau ist eingeschnappt... ;) )
  7. #7

    ...natürlich erinnert man sich an die genialen Tanzszenen!








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