NissanLe Mans ist das härteste Langstreckenrennen der Welt - und das perfekte Schaufenster für Hersteller, um neue Technologien zu zeigen. Dieses Jahr treiben sie es besonders bunt und fahren mit Hybrid-Racern und einem Gefährt, das den Rennsport umkrempeln könnte. SPIEGEL ONLINE ist vor Ort.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...838715,00.html
So weit sind wir schon, daß Reifen unterhalb Treckerniveau als beängstigend dünn gelten? Woher kommt diese Angst? Das die Nachts im Schlaf in die Ohren krabbeln? Große breite Reifen verschlechtern den Verbrauch, das ist Fakt. Dieser Wahn wird dank der Spritpreise bald ein Ende haben.
Ein wenig genauer darf's schon sein:
Im Audi dreht sich das Schwungrad mit 45000 Umdrehungen pro Minute, nicht Sekunde!
Zudem stimmen die Angaben zum Deltawing nicht wirklich.
Das Konzept ist 2008 in den USA entstanden, hieß zwischenzeitlich Project 56 und hat Nissan als Motorenlieferanten.
Nissan ist Sponsor und Ausrüster nicht aber Besitzer.
Mehr Infos unter: http://www.deltawingracing.com
Im Text heißt es, das Schwungrad würde mit "45.000 Umdrehungen pro Sekunde dreh[en]" ...
Wahrhaft eine sehr beeindruckende technische Leistung von Audi ^^
Der Deltawing sieht ja schon extrem aus. Mich würde interessieren, ob es fahrtechnisch nicht besser wäre, statt zwei eng beieinander liegende Vorderräder nur ein Vorderrad zu verwenden? Aber dann wäre es ja ein Dreirad und kein "Auto" mehr, sollte diese Konstroktion dann nur so sein, um den Reglement zu entsprechen?
Apropo Reglement, warum müssen die solche Regeln für die Hypridautos einführen? Ich würde die "Freigabe" der Energie nicht auf Zonen wo eh, beschleunigt wird beschränken, sondern frei geben. Man stelle sich nur zwei Rennfahrer auf einer Geraden vor, die sich beide fragen, wer zuerst den E-Motor zuschaltet, würde doch bestimmt spannendere Renne bringen mit mehr Überhohlmanövern.
So, so. Die "konventionellen Rennfahrzeuge haben einengrößeren Unterboden, mit dem sie sich noch besser an der Straße festsaugen können; "size matters".
Die Stirnfläche des Deltawing ist nicht signifikant kleiner, als die ander, offener Sportwagen. Sie wird maßgeblich von der maximalen Fahrzeugbreite (beim Deltawing im Bereich der Hinterachse) und der Fahrzeughöhe (Cockpit, Überrrollbügel, Heckflügel) bestimmt.
In der Frontalprojektion ist der Deltawing nicht so viel kleiner, als der Toyota Hybrid oder der Audi Hybrid. Aber zum Luftwiderstand gehört ja auch noch der cw Wert. Welche Vorteile der Nissan hier hat weiß ich nicht mit Sicherheit.
Dass der Deltawing ohne Heckflügel auskommt ist auch kein Wunder. Da er an der Vorderache kaum Abtrieb generieren kann, braucht er auch aus Gründen der Aero-Balance hinten keinen besonders großen Abtreib. Das bisschen von Unterboden und Heckdiffusor muss reichen.
Gemäß des physikalischen Prinzips Kraft= Masse + Beschleunigung, kann der Nissan bei geringerem Gewicht mit weniger Motorleistung ähnlich gut beschleunigen wie die "normalen" Sportwagen(prototypen).
Ob er aber seine trotz allem deutlich geringere Performance mit effizienz wettmachen kann, werden wir spätestens Sonntag 15:00 Uhr wissen.
Ich glaube nicht, dassder Deltawing mit seiner kleinenSpurweite an der Vorderachse auf Dauer reifenschonend und schnell um die Kurven kommt. Besonders nicht bei Regen.
Aber ich finde es ist ein interessantes Konzept, dass wieder etwas mehr Abwechslung ins Starterfeld bringt (wie seinerzeit der Panoz, mit Front-Motor).
Und ich lasse mich auch gerne eines Besseren belehren (eine Hummel kann ja auch fliegen, obwohl sie eigentlich zu schwer ist und zu kleine Flügel hat).