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24-Stunden-Kita: Wenn Mama zur Nachtschicht muss

ddpEinen Kitaplatz zu finden, ist schwer. Doch richtig kompliziert wird es für Eltern, die im Schichtdienst arbeiten - und das werden immer mehr. Wohin mit den Kindern morgens um fünf oder abends um zehn? In die 24-Stunden-Kita. Die wenigen, die es gibt, können sich vor Anfragen kaum retten.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...837116,00.html
  1. #90

    Zitat von friedi234 Beitrag anzeigen
    Respekt vor allen Eltern, die solches leisten. Wäre es nicht schöner gewesen diesen Irrsinn nicht mitmachen zu müssen? Der Vorwurf geht doch nicht an die Eltern - sondern an unsere defekte Geselslchaft die Arbeitseffizienz über Kindeswohl stellt.
    Berufstätige Eltern sind ganz sicher keine schlechte Eltern.
    Daher auch die Forderung nach ELTERNRECHTEN gegenüber dem Arbeitgeber, damit die Existenzangst der Eltern nicht das Handeln bestimmt. Die Lösung kann ist eben nicht die Betreuung auf Nachts auszuweiten.
    Wer als Führungskraft in öffentlichen Dienst eine junge Mutter gegen ihren Willen zur Nachtarbeit einsetzt steht übrigens auf sehr schwankendem Boden.
    Es gibt ganz sicher ausreichende Anzahl von Ärztinnen, Krankenschwestern und Politistinnen in D. Auch welche ohne Kinder.
    Leider denken viele Menschen dass sie unersetzbar seien.
    Entweder sind Sie sehr jung oder sehr naiv. Das was Sie hier schreiben, ist wünschenswert, aber mit der Politik und der Wirtschaft nicht zu machen. Die verfolgen ganz andere Ziele als den menschlichen und sozialen Zusammenhalt einer Gesellschaft !!
  2. #91

    Betriebskindergärten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ... Wohin mit den Kindern morgens um fünf oder abends um zehn? ...
    Es wäre alles so einfach, wenn Betriebe ihre soziale Verantwortung erkennen würden. Ein Betriebskindergarten ist kein Hexenwerk und zu meiner Jugend gab es das noch sehr häufig.
  3. #92

    keinen einzigen Grund?

    @lofi - was soll die Alleinerziehende Mutter, der Alleinerziehende Vater machen? Es ist schon besser, über den eigenen Tellerrand hinaus zu sehen und bereit sein, andere Lebensbedingungen zu akzeptieren. Sie würden sich sehr wundern, wenn nachts nicht nur Krankenhäuser, sondern auch Polizei, Feuerwehr und sogar Gaststätten nur eingeschränkt arbeiten würden.
  4. #93

    Burnout/Depression

    Zitat von Blaue Fee Beitrag anzeigen
    Jetzt wollen Sie auch noch eine Korrelation zwischen Burnout und Kinderkrippen erstellen?
    Als neurobiologisch gesichert gilt, dass bei jeder bekannten Form der Depression das serotonale und/oder noradrenale System gestört ist, das heißt, der Spiegel dieser Neurotransmitter ist zu hoch oder zu niedrig, oder die Resorption/Reizbarkeit der Synapsen ist verändert.
    Bei gruppenbetreuten Kleinkindern haben neuere Untersuchungen eine erhöhte Ausschüttung des Stresshormons Cortisol insbesondere bei längerer Verweildauer in der Krippe (sowohl was die tägliche Dauer, als auch die Gesamtdauer an sich angeht) identifiziert.

    Durch die erhöhte Ausschüttung von Cortisol können empfindliche Regionen des Gehirns selbst geschädigt werden, der für die Emotionsentstehung wichtige Hippocampus ist hierbei von Interesse.

    Störungen der kognitiven Verarbeitungsprozesse bzw. der Gedächtnisleistungen, wie sie auch bei Depressionen vorkommen, lassen sich funktionell dieser Formation zuordnen.
    Diese Störungen korrelieren mit einer erhöhten Konzentration von Cortisol im Hippocampus als Folge von chronischen Stresseinflüssen. Cortisol scheint dabei verantwortlich zu sein für die Ausdünnung von Dendriten in dieser Formation und damit einer Veränderung der Reizbarkeit der Synapsen.

    Dieses Phänomen verstärkt sich bei chronischer Stressbelastung während des hohen kortikalen Entwicklungstempos, das im frühkindlichen Alter bis etwa zum 4. Jahr anhält.

    Inwiefern dieser Mechanismus durch die Fähigkeit des Hippocampus, von sich aus wieder neue Nervenzellen zu bilden gemindert wird, ist noch nicht erforscht.
  5. #94

    Zitat von friedi234 Beitrag anzeigen
    Die berufene Göttin und der berufene Gott in Weiss in spe mag sich verständlicherweise nicht durch ein Kind die Karriere zerstören lassen.
    Natürlich wird Deutschland von alleinerziehenden Schichtarbeiterinnen dominiert. Jeder Partner hat natürlich das maximale Recht seine Karriere auszuleben und schiebt die Verantwortung für gemeinsame Kind(er) auf den jeweilig anderen. Mit dem Ergebnis dass dann der Staat Ressourcen beistellen.....
    Merken sie eigentlich wie zynisch sie sind? Gerade Mediziner ist ein Beruf wo man möglichst drin sein muss ansonsten verliert man sehr schnell den Anschluss. Kinder werden auch mal große schon in der Pubertät vertreten sie sehr stark ihre Interessen und das ist Papa und Mama sch nell mal hinten dran und was machen die Übereltern dann, die immer alles fürs Kind geopfert haben?

    Ich kann mir eine solche Bevorzugung von Eltern nicht vorstellen, da würde auch nicht mehr Geld für Nachtdienste helfen, sowas würde zu Neid und einem eisigem Betriebsklima führen. Nur weil jemand Kinderlos ist, heißt das noch lange nicht, dass man 24h verfügbar sein kann.

    Nur weil man sein Kind in eine KITA bringt gibt man doch nicht die Verantwortung für das Kind ab. Zuhause würde das Kind auch schlafen und nicht die Nacht mit Mama und Papa verbringen, ich wette wenn mit dem Kind etwas nicht in Ordnung ist können die Eltern sehr benachrichtigt werden von daher ist ihre Aussage, die Verantwortung würde abgeben einfach nur nichtig.
  6. #95

    Zitat von lofi Beitrag anzeigen
    Ach die Alleinerziehenden machen alle Nachtschicht, oder wie??? Und können sich die Preise einer nachts geöffneten KiTa leisten? Das wird ja auch ein paar EURO mehr kosten.

    Nee, das Argument überzeugt nicht.
    Natürlich arbeiten alle Alleinerziehenden in Nachtschichten. Wusstest du das nicht? ;-)
    Aber hey, die Arbeitslosenquote liegt auch unter 100%, schaffen wir doch am besten gleich das Arbeitslosengeld und Hartz IV ab...
    Man man man, manchmal denk ich, ich bin hier im Forum der größten Tageszeitung des Landes und nicht bei SPON.
  7. #96

    Zitat von lofi Beitrag anzeigen
    Ach die Alleinerziehenden machen alle Nachtschicht, oder wie??? Und können sich die Preise einer nachts geöffneten KiTa leisten? Das wird ja auch ein paar EURO mehr kosten.

    Nee, das Argument überzeugt nicht.
    Natürlich arbeiten alle Alleinerziehenden in Nachtschichten. Wusstest du das nicht? ;-)
    Aber hey, die Arbeitslosenquote liegt auch unter 100%, schaffen wir doch am besten gleich das Arbeitslosengeld und Hartz IV ab...
    Man man man, manchmal denk ich, ich bin hier im Forum der größten Tageszeitung des Landes und nicht bei SPON.
  8. #97

    Mal ein anderer Blickwinkel

    Der O-Ton ist hier, dass es dem Kind nur schaden kann, die Nacht auswärts zu verbringen.

    Bei mir in der Firma gibt es auch überwiegend Nachtschichten, aber um 4Uhr ist spätestens Feierabend.
    Wenn es endlich Kitas für die Nacht gäbe, könnten die Alleinerziehenden bei uns nachm Feierabend bis 10,11 oder auch 12 Uhr schlafen und danach fit und gut gelaunt ihr Kind abholen.
    Dann können sie den ganzen Nachmittag mit ihrem Kind verbringen!
    Welche Alleinerziehende Person, die tagsüber arbeitet, hat diese Möglichkeit?
    Denkt mal drüber nach!
  9. #98

    ...

    Zitat von Kallebalu Beitrag anzeigen
    Es ist immer weniger Zeit für unsere Kinder zu Verfügung.Was macht es für einen Sinn Kinder in die Welt zu setzen wo sich andere Leute dann darum Kümmern müssen..Zustände wie damals im Arbeiter und Bauernstaat.
    Der Staat will die totale Erziehung und Kontrolle der Kinder übernehmen und tut dies auch,da die Eltern ja keine Zeit mehr haben und gezwungen sind bei Niedriglöhnen beide zu arbeiten.Dies ist das Ende einer individuellen freien Gesellschaft und der Tod der Familie ..so wie wir sie kennen.Armes Neues Deutschland.Viel so wie ich auch sehnen sich nach der alten freiheitlichen BRD zurück.
    In der freiheitlichen BRD, in der die Ehefrau die Erlaubnis des werten Gatten benötigte, um arbeiten gehen zu dürfen?
  10. #99

    ...

    Zitat von tastenklimperer Beitrag anzeigen
    Dann haben Sie in einer toleranten Gesellschaft die Möglichkeit, diese zu Hause zu betreuen.
    Genauso, wie es Kinder gibt, die sehr gern in die KiTa gehen!
    Als würde sich jemand darum kümmern, was Kinder wollen. Die haben zu wollen, basta!








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