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22 Tote bei Demonstration: Blutige Unruhen erschüttern Ägypten

REUTERSNach der Verhängung von 21 Todesurteilen gegen Fußballrandalierer eskaliert die Gewalt im Land, mindestens 22 Menschen sterben allein am Samstag, Hunderte werden verletzt. Außenminister Westerwelle zeigt sich besorgt.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-879819.html
  1. #1

    Hier schliesst sich der Kreis

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nach der Verhängung von 21 Todesurteilen gegen Fußballrandalierer eskaliert die Gewalt im Land, mindestens 22 Menschen sterben allein am Samstag, Hunderte werden verletzt. Außenminister Westerwelle zeigt sich besorgt.

    Ägypten: Mindestens 22 Menschen sterben bei blutigen Unruhen - SPIEGEL ONLINE
    Westerwelle sollte vor allem da besorgt sein. Lt Spon:"Nicht alle nach Ägypten gereisten Islamisten hielten sich allerdings dauerhaft dort auf. So würden Weiterreisen nach Libyen, Syrien oder andere nordafrikanische Staaten beobachtet, wo sie auch in Ausbildungslager islamistischer Kämpfer gelangen könnten. "Ägypten hat die Funktion einer Drehscheibe bekommen", sagte der Sprecher."
    Wie kann denn Deutschland in Mali intervenieren wenn die Gefahr besteht dass deutsche Islamisten da gefährdet werden könnten. Wenn Mursi nicht bereit ist diesen Banditentourismus zu bekämpfen, dann kann die Antwort zu weiteren Hilfen nur ein klares 'Nein' sein. Aber das ist wohl bei Merkel und Westerwelle zuviel verlangt.
  2. #2

    Seit wievielen Jahren ist eigentlich jetzt schon durchgängig "Frühling" in Arabien?
  3. #3

    Brandherd Naher und Mittlerer Osten!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nach der Verhängung von 21 Todesurteilen gegen Fußballrandalierer eskaliert die Gewalt im Land, mindestens 22 Menschen sterben allein am Samstag, Hunderte werden verletzt. Außenminister Westerwelle zeigt sich besorgt.

    Ägypten: Mindestens 22 Menschen sterben bei blutigen Unruhen - SPIEGEL ONLINE
    Nach dem arabischen Frühling kommt nun die Ernüchterung. Und man
    zeigt sich auf der politischen Bühne überrascht und auch besorgt. Die
    "Revolutionäre" sind in der Minderheit, religiöse Parteien und
    Vereinigungen sind auf dem Vormarsch. Das wirtschaftliche Fundament
    für eine Perspektive ist in vielen Länder kaum vorhanden, gerade die
    junge Generation ist davon besonders betroffen.

    Algerien, Tunesien, Lybien, Ägypten, Syrien, bald auch Jordanien, Irak,
    Pakistan, Afghanistan, Sudan (Nordteil), die arabische Halbinsel ist
    ein weiterer Risikofaktor. Marokko, Niger, Mauretanien, Mali, Tschad,
    diese Liste könnte man noch beliebig fortsetzen.

    Militärische Interventionen sind mit erheblichen Risiken verbunden und
    sind kaum zeitlich einzugrenzen. Afghanistan ist dafür leider ist gutes
    Anschauungsbeispiel, der Irak leider auch.

    Die realen Möglichkeiten der westlichen Welt sind äußerst begrenzt,
    um hier eine gewisse Stabilisierung der Lage und der Entwicklungen
    herbeizuführen. Die Politik steht vor sehr großen außen- und
    sicherheitspolitischen Herausforderungen. Mit Geld oder mit
    militärischen Einsätzen alleine kann keine tragfähige und dauerhafte
    Lösung herbeigeführt werden. Die Handlungsmöglichkeiten sind daher
    beschränkt, die Risiken und Unsicherheiten steigen.

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  4. #4

    Drehscheibe Ägypten

    Endlich haben die deutschen Dienste mal eine korrekte Analyse geliefert, nachdem sie bzgl. Syrien mal wieder völlig versagten und daneben lagen.
    Über die Drehscheibe Ägypten sickern Islamisten zunehmend nach Libyen ein. Wie CNN berichtet, soll es mittlerweile alleine in der Gegend um Sebha (Fezzan) drei Ausbildungslager der Al-Quaida geben. Umgekehrt werden weiterhin von Libyen aus dem dortigen riesigen Waffenarsenal heraus Waffen nach Ägypten geschmuggelt. Es wäre überhaupt nicht verwunderlich, wenn man auch in Ägypten bald bewaffnete islamistische Brigaden sehen würde wie schon in Libyen und Syrien.
  5. #5

    Die Entwicklung ist in der Tat bedenklich

    Mursi kommt bekanntlich wegen der drohenden Staatspleite nach Berlin. Die Landeswährung verfällt dramatisch, Reserven kurz vor dem Ende, die Wirtschaft geht zurück, ausländische Firmen fangen ihren Rückzug an. Der Tourismus geht stetig zurück. Eine brisante, explosive Entwicklung, die der Westen nur schwerlich aufhalten kann.
  6. #6

    optional

    Also die Ausreise radikaler Islamisten aus der BRD nach Ägypten macht mir keine Sorgen. Sorgen hingegen bereitet mir, wie wir deren zukünftige Wiedereinreise verhindern können!
  7. #7

    Konstruktiver Politikansatz

    Zitat von echo0815 Beitrag anzeigen
    Mursi kommt bekanntlich wegen der drohenden Staatspleite nach Berlin. Die Landeswährung verfällt dramatisch, Reserven kurz vor dem Ende, die Wirtschaft geht zurück, ausländische Firmen fangen ihren Rückzug an. Der Tourismus geht stetig zurück. Eine brisante, explosive Entwicklung, die der Westen nur schwerlich aufhalten kann.
    In der Tat: Die Entwicklung am Nil läßt an Dramatik kaum zu wünschen. Deutschland muß sich seiner Verantwortung bewußt werden. Wir können nicht zuschauen, wie unsere ägyptischen Freunde in einem Strudel der Gewalt und Hoffnungslosigkeit versinken. Die Bundesregierung ist aufgefordert, zu handeln. (Aber Merkel und Westerwelle sitzen wie das berühmte Kaninchen vor der Schlange.)

    Ägypten braucht keine Drohnen, Ägypten braucht Solidarität und Perspektive:

    EU-Strukturförderung (z.B. Straßenbau und Kläranlagen)
    Wirtschaftsabkommen (Staudammbau und Turbinen)
    Austauschprogramme (für Studenten),
    Finanzhilfen (wie für Griechenland),
    EU-Beitritt (spätestens 2020).
  8. #8

    Urlaubsboykott

    Es fahren tatsächlich immer noch Urlauber nach Ägypten. Das ist nicht zu fassen. Es wird dringend Zeit, dieses Land bis zur Einrichtung einer echten islamistenfreien Demokratie zu boykottieren!

    Westerwelles 'Besorgtsein' ist bei Aussenminister Joschka Fischer abgeguckt. Der war auch immer 'besorgt' und hat sich dadurch sehr beliebt gemacht. Bei Westerwelle ist das reine Show und gespielt bzw. dem Wunsch geschuldet, aus dem Umfragedesaster heraus zu kommen. Dieser 'Mann' ist ein Totalausfall in der Regierung, den man allerdings nicht bemerkt, weil Mutti Merkel die Aufgaben übernommen hat.

    In ein paar Monaten ist Westerwelle weg vom Fenster und in der Versenkung verschwunden, auch wenn die 'FDP' wieder in den Bundestag einziehen wird. Und das ist auch gut so.
  9. #9

    Keine Besserung in Sicht

    Trotz Revolution hat sich für das ägyptische Volk keine Verbesserung ergeben. Man gewinnt vor Ort nicht den Eindruck, dass Mursi hieran überhaupt gelegen wäre. Warum auch? Schließlich sichert Armut auch die Macht der Moslem Bruderschaft, denn Wohlstand würde automatisch auch eine Liberalisierung in den Großstädten vorantreiben. Es ist an der Zeit, dass sich die Oppositionsparteien zusammenschliessen um im April eine Wende im Land herbeizuführen!


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