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2010-Bilanz: Sarrazin vergleicht Merkels Kritik mit Heiliger Inquisition
Er fühlt sich missverstanden, nicht richtig gelesen, verfolgt. Mit seinen Thesen brachte er es zum umstrittensten Mann des Jahres - nun*zieht Thilo Sarrazin Bilanz: Er habe gegenüber manchen Kritikern "tiefe Verachtung" entwickelt, schreibt er in der "FAZ" und greift Kanzlerin Merkel und Präsident Wulff an.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...736526,00.html
- #610 26.12.2010 20:40 von hanspeter.b
Und wenn
Korrekt. Das dürfen keine Kriterien sein.
Dennoch müssen die Kriterien so gefasst sein, dass ostanatolische, bildungsferne Traditionalisten und eiffernde Muslime keine Chance auf Zuwanderung bekommen.
Zudem muss es viel leichter sein krasses Fehlverhalten durch Entzug der Aufenthaltserlaubnis zu sanktionieren. Vorbild könnte hier die Schweizer Ausschaffungsinitiative sein. - #611 26.12.2010 21:05 von
Aus (Menschen-)Rechten resultieren auch Pflichten
Jetzt sind wir doch tatsächlich bei den Menschenrechten gelandet. Und wenn Sie nicht nur die Präambel sondern auch die Artikel gelesen haben, dann wissen Sie ja, daß 1948 pratisch jeder Staat dagegen verstieß und heutzutage noch viele Staaten.
Eines wird aber bei der Berufung auf Rechte häufig übersehen. Aus Rechten sind Pflichten ableitbar.
Genau diese Pflichten fordert Sarrazin ein.
"Es reicht aus, dass Muslime unsere Gesetze beachten, ihre Frauen nicht unterdrücken, Zwangsheiraten abschaffen, ihre Jugendlichen an Gewalttätigkeiten hindern und für ihren Lebensunterhalt selbst aufkommen."
Ist dies wirklich zu viel verlangt? Verstößt dieses Verlangen wirklich gegen die Menschenrechte? - #612 26.12.2010 21:14 von
.
Im Zusammenhang mit Zuwanderung ist das in allen klassischen Einwanderungsländern üblich. In den USA, Kanada oder Australien wird bei Anträgen auf Einwanderung geprüft, wie nützlich die Antragsteller sind.
typisch sozialdemokratische Forderungen.
Das kann man natürlich zu recht kritisieren. Es ist die zugespitzte Rhetorik der Politik. Es ist sein Markenzeichen, knackige Sprüche zu machen. Nicht alle mögen das
Das ist umstritten, es gibt jüdische Wissenschaftler, die genau das nachgewiesen haben wollen. Ich kann dazu nichts sagen, nur dass es eine völlig überflüssige Abschweifung von ihm ist
Der eigentliche Kern seiner Argumente wird verschwiegen, und das ist nicht die Intelligenz. Übrigens ist es mittlerweile Konsens in der Politik, dass Zuwanderer besonders qualifiziert sein sollen.
Aber im Kern führt er das Versagen von Teilen der arabisch-türkischen Jugendlichen auf kulturelle Einflüsse zurück und vergleicht dies mit jüdischen Zuwanderern oder Asiaten. In der FAZ betont er, dass auch in D lebende Moslems ihm zustimmen
http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE6...~Scontent.html
Sehe ich nicht so. Kopftuchmädchen ist Fakt, Bildungsferne auch, dumm eine unwissenschaftliche Formulierung, also überflüssig.
Das ist sicherlich ein völlig verfehlter Vergleich.
Das sehen Sie auch anders als ich. Es ist auch nötig, mal Klartext zu reden, statt immer nur zu bagatellisieren und unangenehmen Konflikten aus dem Weg zu gehen. Damit löst man sicher keine Probleme.
Er macht Lösungsvorschläge, die eher sozialdemokratisch sind und auch nicht sonderlich neu. Ich halte sie schon für realistisch. Man kann das auch anders sehen, sollte dann aber auch konkret werden.
Ich glaube, die Fehlentwicklungen, die Sarrazin ja benennt, haben erheblichen Schaden für das Zusammenleben in Deutschland bewirkt. Lieber klare Worte als unter den Teppich kehren mit falscher political correctness. - #613 26.12.2010 21:15 von
- #614 26.12.2010 21:18 von
Rassismus
Was ist Rassismus? Laut Wikipedia:
Rassismus deutet „Rasse“ in der einfachsten, biologistischen Bedeutung als grundsätzlichen bestimmenden Faktor menschlicher Fähigkeiten und Eigenschaften. Der Begriff Rassismus entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der kritischen Auseinandersetzung mit auf Rassentheorien basierenden politischen Konzepten. In anthropologischen Theorien über den Zusammenhang von Kultur und rassischer Beschaffenheit wurde der biologische Begriff der Rasse mit dem ethnisch-soziologischen Begriff „Volk“ vermengt.
Rassismus zielt dabei nicht auf subjektiv wahrgenommene Eigenschaften einer Gruppe, sondern stellt deren Gleichrangigkeit und im Extremfall die Existenz der anderen in Frage. Rassische Diskriminierung versucht typischerweise, auf (projizierte) phänotypische und davon abgeleitete persönliche Unterschiede zu verweisen.
Unabhängig von seiner Herkunft kann Rassismus jeden Menschen betreffen. Die Konvention der Vereinten Nationen[1] unterscheidet nicht zwischen rassischer und ethnischer Diskriminierung. Ein erweiterter Rassismusbegriff kann auch eine Vielzahl anderer Kategorien mit einbeziehen. Menschen mit rassistischen Vorurteilen diskriminieren andere aufgrund solcher Zugehörigkeit, institutioneller Rassismus verweigert bestimmten Gruppen Vorteile und Leistungen oder privilegiert andere. Rassistische Theorien und Argumentationsmuster dienen der Rechtfertigung von Herrschaftsverhältnissen und der Mobilisierung von Menschen für politische Ziele."
Jetzt wenden Sie diese Definition auf die Äußerungen Sarrazins in seinem Buch an:
„…und schon gar nicht durfte man darüber reden, dass Menschen unterschiedlich sind – nämlich intellektuell mehr oder weniger begabt, fauler oder fleißiger, mehr oder weniger moralisch gefestigt – und dass noch so viel Bildung und Chancengleichheit daran nichts ändert.“
Und wen er damit meint, daran lässt er keinen Zweifel. - #615 26.12.2010 21:20 von
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Was besagt das Zitat jetzt? Ist Benz eine besondere Autorität?
Wenn man argumentativ nicht weiter weiß, holt man die Rassismus- oder Nazikeule raus, um jede Diskussion zu unterdrücken.
Diese Einschüchterung funktioniert nicht mehr. Wir sollten darüber diskutieren, ob eine Aussage richtig oder falsch ist, nicht ob sie politisch korrekt oder nicht ist. - #616 26.12.2010 21:51 von
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Zum Beispiel unter den Zuschauern der Senkung hart aber fair.
http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/se...901.php5?akt=1
84% stimmen Sarrazins Thesen zu. Es ist nun wirklich keine Sendung, die politisch einseitig ist und die Zuschauer sind auch politisch interessiert. Es war auch bei Umfragen in anderen Sendungen und Zeitungen so
Wenn Sie es nicht glauben, dann lassen Sie es einfach. Nur sollten Sie sich fragen, warum so eine Riesenpanik im Berliner Politzirkus herrscht. Die glauben es nämlich.
das ist Polemik, auf der Ebene lohnt sich eine Diskussion nicht
Rechte oder linke Stammtische? Ich habe keine Probleme mit der Demokratie, eher die Politiker - #617 26.12.2010 22:04 von coriolanus
Nicht nur hier
Kleines Beispiel aus Paris gefällig - 19e Arrondissement (Paris-Nord) - Klage einer erschöpften Lehrerin:
http://www.lemonde.fr/idees/chroniqu...9221_3232.html - #618 27.12.2010 01:01 von
- #619 27.12.2010 02:12 von VorwaertsImmer
Gerade Ostdeutsche kritisieren das Berufsverbot....
...gut, die Ossis waren ja schon immer ein wenig nationaler als die Wessies. Ossis empfinden das auch als normal, nur im Westen findet man das "komisch". OK.
Richtig bedenklich ist dass gerade Ossis in meinen Bekanntenkreis die Art und Weise kritisieren, wie mit Andersdenkendenden in dieser Demokratie umgegangen wird.
Man sei nicht mehr weit von der operativen Psychologie der Stasi entfernt, von der Zersetzung wenn es um Meinungen geht, die nicht der offiziellen Parteilinie der etablierten Parteien entspricht.
Im Westen ist macht man vielleicht andere Vergleiche, man bezeichnet es vielleicht als "Wählerbeschimpfung" wenn etablierte Parteien der Meinung sind, das Volk habe eine ehisch unzulässige Meinung, müsse gefälligst seine Meinung der Parteilinie anpassen.
Wie auch immer - in Ost und West steht das Volk immer mehr auf, lässt sich immer weniger die Bevormundung durch Mainstream-Medien und das politische Establishment gefallen.
Es muss eine pragmatische Politik her, jenseits von Links- und Rechts. Jenseits der Parteilinie. Jenseits der Ideologie.
Und wenn die Etablierten das nicht schaffen, die Grünen, die SPD, die Union, die freien Wählergruppen werden die verkrusteten Strukturen überrennen. Siehe Bayern. Da sind die freien Wählergruppen auf kommunaler Ebene, auf Landesebene allen anderen davon gezogen....
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