Sicher auch das meist geklaute Programm aller Zeiten.
Der beste Freund der Pixelgestalter feiert Geburtstag: Im Februar 1990 kaufen die ersten Bildbearbeiter das Programm Photoshop. Die erste Version erscheint auf drei Disketten für den Mac. Entstanden ist es als Zeitvertreib während einer Doktorarbeit.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...676175,00.html
Sicher auch das meist geklaute Programm aller Zeiten.
Wie soll bitte Herr Knoll Photoshop 1.0 benutzen, wenn er auf dem einem Foto an einem Rechner mit Mac OS X sitzt? Ein Bild weiter zeigen Sie Photoshop, dass auf einem älterem Rechner mit Mac OS 9 läuft.
Ich bezweifle stark eine seriöse Recherche.
Bedauerlicherweise ja. Zum Nachteil aller, die es sich ehrlich und legal erworben haben nutzen etliche Menschen dieses Programm als Raubkopie beruflich und drücken mit diesen kriminellen Methoden die Preise auf dem Markt, da sie für die Anschaffung der Software ja keine Kosten kalkulieren müssen. Ich und etliche andere meiner Zunft wären heilfroh, wenn endlich ein funktionierender Kopierschutz für Photoshop entwickelt würde, der es all diesen kriminellen Konkurrenten erschweren würde, die Preise für Diensleistungen auf diese Weise zu drücken. Oder wenn öfters kontrolliert und dann endlich auch hart gegen diese Leute durchgegriffen würde.
Ich arbeite im Bereich der Reportagefotgrafie, für renommierte nationale und internationale Organisationen, Verbände, Stiftungen, Botschaften usw... Photo Shock habe ich nie gebraucht. Beschnitten wird, bevor ich auf den Aulöser drücke. Die RAW-Daten kommen aus der D3, werden mit ViewNX oder CaptureNX leicht optimiert und in Jpegs umgewandelt. Das war es dann. Die Auftraggeber sind begeistert.
Zum Thema Photoshop 1 auf Mac OS X: es ist kein Problem, auf bestimmten Rechnern läuft Classic, darin (unter 9.2.2) habe ich selbst problemlos Photoshop 1.x gestartet - von Originaldisketten via externem USB-Floppy-Laufwerk.
Zum Thema meistgeklaut: ich tippe da eher auf MS Word bzw. Office. Wie auch immer: ein perfekter Kopierschutz besteht darin, eine Software gar nicht erst zu veröffentlichen! Marketingabteilungen wissen: der Pirat von heute ist der Kunde von morgen. Deswegen wird der Kopierschutz vielerorts eher sogar zurückgebaut - bestes Beispiel ist Apple (Logic war zu emagic-Zeiten mit ziemlich wirksamem Hardware-Dongle geschützt, heute bei Apple mit simpler Seriennummer). Wird es zu umständlich geschützt, stimmen die Kunden bei erster Gelegenheit mit den Füßen ab. Siehe dazu QuarkXPress.
DIe Kunst besteht eher darin, Software zu angemessenen Preisen anzubieten - dann wird sie auch gekauft! Auch von Privatleuten. Siehe dazu Microsoft: "Personal"- und HUP-Versionen von Office haben kaum bis keine Einschränkungen und kosten gerade mal zweistellige Summen. So etwas sollte Adobe anbieten, denn die Masse bringt Geld - das weiß z.B. Corel, schon seit Jahrzehnten.
Eben, Adobe kann froh sein, dass die globale Studentenschaft an Raubkopien gekommen ist. Ansonsten wären weitere unvollkommene Konkurrenzprodukte erlernt und später angeschafft worden. Herr Acrylium, was glauben sie, was Google zur teuersten Marke der Welt gemacht hat? Teure Preise für verzichtbare elitäre Exklusivität jedenfalls nicht. Im Gegenteil, nur so konnte dieser branchenübergreifende Standard in der Bildbearbeitung wachsen. Betrachten sie das 3d-Programmwirrwar und sie verstehen schon. Ein Wirrwar, bringt die Welt nicht voran und bei Softwareprodukten kommt Hochmut zu hoher Preise vor dem Fall. Apple war ja auch schonmal fast pleite... Adobe hatte allerdings das Glück, dass PS Alleinstellungsmerkmale u.a. in der Auswahltechnik hatte.
Viele Leute benutzten Photoshop nicht nur zur Retusche, sondern auch zum digitalen Malen und CEL-Animation, und da war damals Electronic Arts Deluxe Paint III bis V auf dem Commodore Amiga wesentlich besser und brauchbar als das frühe Photoblopp auf dem Mac. Vom Preis für einen brauchbaren Farb-Macintosh (Mac II xyz).
Noch Anfang 94 habe ich einen Amiga 4000 einem Mac IIsi und dem Color Classic Mac vorgezogen.
Und auf dem Mac gab es schon vorher eine gute Kombination aus Malprogramm und Bildverarbeitung: Pixel Paint Professional 2.
Das habe ich ca. 1995 gebraucht auf einem Computerflohmarkt erstanden und auf dem Mac Emulator Shapeshifter auf dem Amiga 4000 laufen lassen (es war von 1989 und immer noch sehr gut, man konnte z.B. auch mit Filtereffekten malen).
Kumpels mit Mac Performa 475 (aka Mac LC III) und Centris und Photoshop 3 LE (vom Scanner) konnten nur staunen, wie gut ein Amiga 4000 mit 64Bit Grafikkarte als Pseudo-Mac für die Bildverarbeitung taugte.
Aber es gab da auch schon sehr gute native Amiga Bildbearbeiungssoftware (Art Effect, Image FX, Art Department Pro, etc...) Nur war Commodore leider 1994 pleite und der Amiga wurde von einem Saftladen zum nächsten durchgereicht (Escom, Gateway, ...) und starb auch einen langen, unwürdigen Tot.