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20 Jahre Linux : Wie der Pinguin nach München kam
Open-Source-Programme auf Beamtencomputern? In München läuft schon die Hälfte der Verwaltungsrechner unter Linux. Geld kostet die Umstellung trotzdem: Ein Entwicklerteam programmiert, was Beamte so brauchen: Briefköpfe, Serienbriefe, Textbausteine.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...781680,00.html
- #1 26.08.2011 07:30 von
Na und
Nur so allgemein: Das Entwicklerteam hätte es auch unter Windows gegeben. Die Software muss IMMER an die Bedürfnisse des Kunden angepasst werden.Service kostet halt Geld.
- #2 26.08.2011 07:58 von Nils74
"Hauptsache kein Windows" ... ein Lifestyle
Klar, wenn man eine Armada von Programmierern im Rücken hat, die einem alles programmieren, was Linux nicht kann oder was mit Linux nicht funktioniert, dann ist das bestimmt ein super Betriebssystem.
Alle anderen sind bei Windows besser aufgehoben, da das das OS mit den wenigsten Inkompatibilitäts-Problemen ist. Trendnutten mit zu viel Geld können natürlich auch nen Mac nehmen, wenn sie den PC nicht zum Arbeiten brauchen ... - #3 26.08.2011 08:04 von
Recht so
Windows in Behörden ist schon aufgrund von Sicherheitsaspekten bedenklich. Niemand kann sich sicher sein, welche Daten genau an Microsoft übermittelt werden und welche US-Geheimdienste dann darauf zugreifen.
- #4 26.08.2011 08:05 von NFR
Weniger Erfolg?
Zitat:
"Andere Städte wie Wien oder Behörden wie das Auswärtige Amt haben weniger Erfolg."
Im Gegenteil. Das Auswärtige Amt war eine absolute Erfolgsgeschichte. Wie viele IT-Großprojekte im öffentlichten Sektor schaffen es schon UNTER den veranschlagten Kosten zu bleiben? Die jetzige Rückkehr zu Windows ist eine rein politische Entscheidung die entgegen ihrer eigens in Auftrag gegebener Studien von der ahnungslosen Regierung getroffen wurde. Man beachte nur die naiven Antworten wie man erwarte "keine mittelbaren Kosten" bei der Rückmigration zu proprietärer Software. - #5 26.08.2011 08:22 von S.B.
- #6 26.08.2011 08:26 von
...
Mit anderen Worten: 10 Jahre nach Projektstart ist die Umstellung immer noch nicht abgeschlossen. Ich kann mir schwer vorstellen, dass da für München wirklich ein Nutzen herausgekommen ist.
Die Gesamtrechnung mag günstiger aussehen, wenn andere Gemeinden selbstentwickelte Programme übernehmen.
Außerdem: Wenn man längerfristig auf webbasierte Applikationen umsteigen will, hätte man sich den aufwändigen Zwischenschritt im Nachhinein gesehen gleich sparen können. - #7 26.08.2011 08:29 von
- #8 26.08.2011 08:34 von
München und LiMux können stolz sein.
Jup.
Das schöne daran ist zudem, dass Service-Programme wie WollMux sogar Freie Software sind. So kann dann eine andere Gemeinde den WollMux nicht nur auch verwenden, sondern an eigene Bedürfnisse anpassen, ohne von vorne zu beginnen (zu lassen). München hat offensichtlich sehr viel richtig gemacht und einen kompetenten Dienstleister. Anders als bei anderen Migrationsprojekte hat München weiter an das Projekt geglaubt, als es zu Verzögerungen und Problemen im Projekt kam. Die Fehler wurden korrigiert und sind wieder auf den richtigen Weg gekommen. Das schönste ist, dass es sich offensichtlich bereits rechnet und das ausgegebene Geld fließt in lokale IT-Dienstleister. Für andere Gemeinden sollte die Migration später einfacher werden, da sie viel von LiMux lernen und übernehmen können. LiMux ist ein echtes "Leuchtturmprojekt" der deutschen IT. Ich wünsche München und dem Projekt weiterhin viel Erfolg!
Übrigens soll man sich bald LiMux herunter laden und installieren können. - #9 26.08.2011 08:34 von
Das ist einfach falsch
Bei der Stadt Wien kann ich es nicht beurteilen. Aber, ein Studienfreund arbeitet beim AA und das Linux- Projekt war eine Katastrophe. Nix funktioniert, alles muss manuell angepasst werden, Daten verschwinden ins Nirvana und vor allen die Mitarbeiter mussten ständig Schulungen über sich ergehen lassen.
Klar, oft ist dabei auch die Einstellung der Mitarbeiter/Beamten das Problem. Die sind keine IT- Fachleute, kennen nur Windows und wollen das sich nicht viel ändert.
Das Linux Projekt wurde bei AA auf Eis gelegt, weil die Mitarbeiter rebelliert haben, das ist der wahre Grund.
Ich selber finde Linux klasse, aber es ist was völlig anderes es für sich privat zu nutzen, als es in Behörden und großen Firmen einzuführen.
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