20 Jahre Linux : Wie der Pinguin nach München kam

Open-Source-Programme auf Beamtencomputern? In München läuft schon die Hälfte der Verwaltungsrechner unter Linux. Geld kostet die Umstellung trotzdem: Ein Entwicklerteam programmiert, was Beamte so brauchen: Briefköpfe, Serienbriefe, Textbausteine.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...781680,00.html
  1. #1

    Na und

    Nur so allgemein: Das Entwicklerteam hätte es auch unter Windows gegeben. Die Software muss IMMER an die Bedürfnisse des Kunden angepasst werden.Service kostet halt Geld.
  2. #2

    "Hauptsache kein Windows" ... ein Lifestyle

    Klar, wenn man eine Armada von Programmierern im Rücken hat, die einem alles programmieren, was Linux nicht kann oder was mit Linux nicht funktioniert, dann ist das bestimmt ein super Betriebssystem.

    Alle anderen sind bei Windows besser aufgehoben, da das das OS mit den wenigsten Inkompatibilitäts-Problemen ist. Trendnutten mit zu viel Geld können natürlich auch nen Mac nehmen, wenn sie den PC nicht zum Arbeiten brauchen ...
  3. #3

    Recht so

    Windows in Behörden ist schon aufgrund von Sicherheitsaspekten bedenklich. Niemand kann sich sicher sein, welche Daten genau an Microsoft übermittelt werden und welche US-Geheimdienste dann darauf zugreifen.
  4. #4

    Weniger Erfolg?

    Zitat:
    "Andere Städte wie Wien oder Behörden wie das Auswärtige Amt haben weniger Erfolg."

    Im Gegenteil. Das Auswärtige Amt war eine absolute Erfolgsgeschichte. Wie viele IT-Großprojekte im öffentlichten Sektor schaffen es schon UNTER den veranschlagten Kosten zu bleiben? Die jetzige Rückkehr zu Windows ist eine rein politische Entscheidung die entgegen ihrer eigens in Auftrag gegebener Studien von der ahnungslosen Regierung getroffen wurde. Man beachte nur die naiven Antworten wie man erwarte "keine mittelbaren Kosten" bei der Rückmigration zu proprietärer Software.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Open-Source-Programme auf Beamtencomputern? In München läuft schon die Hälfte der Verwaltungsrechner unter Linux. Geld kostet die Umstellung trotzdem: Ein Entwicklerteam programmiert, was Beamte so brauchen: Briefköpfe, Serienbriefe, Textbausteine.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...781680,00.html
    Anmerkung an die Redaktion bzw. den Autor des Artikels. Die Stadt München hat 11 Referate (nicht 22) und ein Direktorium. Vom Spiegel darf man wohl eine bessere Recherche erwarten...!
  6. #6

    ...

    Mit anderen Worten: 10 Jahre nach Projektstart ist die Umstellung immer noch nicht abgeschlossen. Ich kann mir schwer vorstellen, dass da für München wirklich ein Nutzen herausgekommen ist.

    Die Gesamtrechnung mag günstiger aussehen, wenn andere Gemeinden selbstentwickelte Programme übernehmen.
    Außerdem: Wenn man längerfristig auf webbasierte Applikationen umsteigen will, hätte man sich den aufwändigen Zwischenschritt im Nachhinein gesehen gleich sparen können.
  7. #7

    Mac ist nicht nur Lifestyle

    Zitat von Nils74 Beitrag anzeigen

    Alle anderen sind bei Windows besser aufgehoben, da das das OS mit den wenigsten Inkompatibilitäts-Problemen ist. Trendnutten mit zu viel Geld können natürlich auch nen Mac nehmen, wenn sie den PC nicht zum Arbeiten brauchen ...
    Ich habe mit meinem Mac zuhause weniger Kompatibiltätsprobleme z.B. mit Word-Dateien als mit meinem Arbeitsplatz-Windows-PC. Und ich "arbeite" mit meinem Mac. Soviel zum Thema "Trendnutte". Was gut ist, setzt sich halt durch.
  8. #8

    München und LiMux können stolz sein.

    Zitat von gummiball2 Beitrag anzeigen
    Nur so allgemein: Das Entwicklerteam hätte es auch unter Windows gegeben. Die Software muss IMMER an die Bedürfnisse des Kunden angepasst werden.Service kostet halt Geld.
    Jup.
    Das schöne daran ist zudem, dass Service-Programme wie WollMux sogar Freie Software sind. So kann dann eine andere Gemeinde den WollMux nicht nur auch verwenden, sondern an eigene Bedürfnisse anpassen, ohne von vorne zu beginnen (zu lassen). München hat offensichtlich sehr viel richtig gemacht und einen kompetenten Dienstleister. Anders als bei anderen Migrationsprojekte hat München weiter an das Projekt geglaubt, als es zu Verzögerungen und Problemen im Projekt kam. Die Fehler wurden korrigiert und sind wieder auf den richtigen Weg gekommen. Das schönste ist, dass es sich offensichtlich bereits rechnet und das ausgegebene Geld fließt in lokale IT-Dienstleister. Für andere Gemeinden sollte die Migration später einfacher werden, da sie viel von LiMux lernen und übernehmen können. LiMux ist ein echtes "Leuchtturmprojekt" der deutschen IT. Ich wünsche München und dem Projekt weiterhin viel Erfolg!
    Übrigens soll man sich bald LiMux herunter laden und installieren können.
  9. #9

    Das ist einfach falsch

    Zitat von NFR Beitrag anzeigen
    Zitat:
    "Andere Städte wie Wien oder Behörden wie das Auswärtige Amt haben weniger Erfolg."

    Im Gegenteil. Das Auswärtige Amt war eine absolute Erfolgsgeschichte. Wie viele IT-Großprojekte im öffentlichten Sektor schaffen es schon UNTER den veranschlagten Kosten zu bleiben? Die jetzige Rückkehr zu Windows ist eine rein politische Entscheidung die entgegen ihrer eigens in Auftrag gegebener Studien von der ahnungslosen Regierung getroffen wurde. Man beachte nur die naiven Antworten wie man erwarte "keine mittelbaren Kosten" bei der Rückmigration zu proprietärer Software.
    Bei der Stadt Wien kann ich es nicht beurteilen. Aber, ein Studienfreund arbeitet beim AA und das Linux- Projekt war eine Katastrophe. Nix funktioniert, alles muss manuell angepasst werden, Daten verschwinden ins Nirvana und vor allen die Mitarbeiter mussten ständig Schulungen über sich ergehen lassen.

    Klar, oft ist dabei auch die Einstellung der Mitarbeiter/Beamten das Problem. Die sind keine IT- Fachleute, kennen nur Windows und wollen das sich nicht viel ändert.

    Das Linux Projekt wurde bei AA auf Eis gelegt, weil die Mitarbeiter rebelliert haben, das ist der wahre Grund.

    Ich selber finde Linux klasse, aber es ist was völlig anderes es für sich privat zu nutzen, als es in Behörden und großen Firmen einzuführen.