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19,5 Milliarden Überschuss: Reiche Krankenkassen rechnen sich arm
DPADie gesetzliche Krankenversicherung hat ein Finanzpolster von fast 20 Milliarden Euro angehäuft - die Beiträge senken oder Zusatzgebühren zurückzahlen wollen die Kassen aber nicht. Das Gesundheitsministerium macht jetzt Druck und mahnt, den Versicherten Prämien zu zahlen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...819872,00.html
- #60 07.03.2012 14:23 von
- #61 07.03.2012 14:26 von
Rückerstattung?
Überhaupt: Wie soll denn eine Rückerstattung aussehen?
Alle Modelle, die mir einfallen sind ungerecht.
Entweder werden wieder irgendwelche Prämien für die Teilnahme an Hausarztprogrammen ausgelobt oder es gibt eine Erstattung, wenn man so gar keine Leistungen in Anspruch nimmt. Das ist für die Mehrzahl der Versicherten untauglich und nur eine ungerechte Umverteilung.
Oder jeder Versicherte erhält unabhängig vom Einkommen und eingezahlten Beitrag eine pauschale Rückerstattung. Aber selbst da wäre die Frage, wie sie beim Versicherten ankommt, da die Krankenkassen nicht von jedem Versicherten die Kontendaten haben (Was im Grunde auch richtig so ist).
Die ganze Rolle rückwärts über die Arbeitgeber und Kassenverbände, um eine beitragsgerechte Rückerstattung auszulösen frisst die Hälfte des Geldes an Verwaltungskosten auf, zumal ja nicht die aktuellen sondern die Beschäftigungs- und Entlohnungsverhältnisse des maßgebenden Vorjahres zu berücksichtigen sind. Da sich die Rückerstattung dann in einem einmalig höheren Bruttogehalt äußert, schlagen darauf dann anteilig dann wieder Lohnsteuer, Rentenversicherung, Pflegeversicherung und eben wieder die Krankenkassen, sowie Arbeitgeberanteil zu und minimieren den Betrag wieder, der beim Beitragszahler ankommt. Da können diejenen, die sich davon einen Familienausflug in die Pizzeria leisten wollen am Ende vielleicht doch Recht haben.
Also lasst es bleiben und verschiebt damit einfach die nächste Beitragserhöhung ein wenig in die Zukunft. Dazu wird es gerade gut genug sein. - #62 07.03.2012 14:26 von
das war jetzt ein beitrag über den ich als arbeitgeber nur lachen kann, sie sind sicherlich ein vertreter der krankenkassen oder ein absoluter schönredner. verwaltungskosten: -> mal recherchieren bearbeitungszeit -> who cares about that, dauert doch alles eh zu lange persönlicher ansprechpartner ->was soll sich da verändern, auch wenn es eine KK ist, sind doch die örtlichen niederlassungen doch auch noch da beratung und vertrauen -> laaaach gewinnorientierung -> klar geht alles für die halbbeamten und vorstände drauf und letztendlich, was kommt bei den beitragszahlern an->
- #63 07.03.2012 14:32 von
- #64 07.03.2012 14:35 von
Gesetzlich sanktionierte Abzocke!
Wie kommt das Gesundheitsministerium dazu, Prämien für die Versicherten zu fordern? Ich möchte keine Prämie, sondern geringere Beiträge oder bessere Leistungen. Vom Augenarzt bis zum Zahnarzt werden Versicherte zur Kasse gebeten und zahlen für Leistungen, deren Übernahme die GKV verweigert. Und dann diese unsägliche Praxisgebühr. Ich fordere die Rücknahme dieser gesetzlich sanktionierten Abzocke!
- #65 07.03.2012 14:40 von
Das ist wieder die Mär, die von den Linken erzählt wird. Nur ca. 12% der privat Versicherten verdienen über die Beitragsbemessungsgrenze. Von die privat Versicheten müssen im übrigen auch für ihre Kinder einen Beitrag zahlen.
Und bei der Bürgerversicherung sollen übrigens alle Einnhamen, die jemand hat, zur Beitragsberechnung herangezogen werden.
Wenn jetzt der Vermieter auf seine Mieten Krankenversicherungbeiträge Zahlen muss.
Wer, Glauben Sie, zahlt die dann im Endeffekt.
Natürlich der Mieter, auf dessen Miete diese Zusatzbelastung umgelegt würde.
Von dem, dass 10% privat Versicherte gut 26% des Geldes in das Gesindheitssystem einbringen und viele Ärzte ohne die privaten Pleite wären ganz zu schweigen.
PS. Ich bin übrigens gesetzlich versichert - #66 07.03.2012 14:59 von
als Körperschaften d. öffentl. Rechts sind unsere Krankenkassen keine gewinnorientierten Unternehmen und dürfen keinen Gewinn erzielen. Dennoch werden Sie zu einer Mindestreserve von 25% der eignen monatl. Kosten verpflichtet, maximal darfvd Reserve 100% betragen.
Eigentlich ganz einfach, wenns nicht noch 1000 Ausnahmeregelungen geben würde.
Als nächstes müßte man jetzt also prüfen WELCHE der Kassen denn überhaupt Überschüsse verzeichnen konnte. Wieviel dann noch nach Abzug der vorgeschriebenen Reserven übrigbleibt, ist kaum abzusehen.
Unabhängigvon der endgültigen Höhe der Überschüsse würde ich aber eine Auszahlung ablehnen. Man erreicht damit nur massenhaft Wechselwillige. Die vermeintlich profitabelste Kasse erlebt einen Kundenansturm und stürzt in der Folge wieder ab, weil sich natürlich auch vermehrt "schlechte Risiken" zur vermeintl profitableren Kasse hingezogen fühlen.
Wenn die Politik dies als Wettbewerb versteht, dann ist wirklich die Zeit einer Einheitskasse reif. Die heute existierenen Leistungsunterschiede zw. den Kassen sind minimal und den Kunden im Regelfall auch nicht bekannt ( siehe Forum ).
Es existieren auch verschiedene Prämienmodelle ( von Selbstbehalten über Beitragerstattungen bis hin zur Honorierung der pers. Gesundheitsfür- und vorsorge. ), hautsächlich um die Kundenbindung zu stärken, sie werden aber kaum wahrgenommen.
Bei solchen Vorraussetzungen kann man wirklich auf eine Kasse setzen. Leider sind aber die Einsparungen durch die wegfallenden Gesellschaften minimal, nicht zu denken an zigtausende arbeitslose Verwaltungsmenscheleins. - #67 07.03.2012 15:07 von
Bezüge des Krankenkassenmanagements
Krankenkassen sind Körperschaften des öffentlichen Rechts. Es wäre daher angemessen, wenn der Chef einer Krankenkasse genauso bezahlt würde wie der Leiter einer staatlichen Finanzbehörde, also nach staatlichem Tarif. Genauso wie dieser hat ein Krankenkassenchef praktisch kein wirtschaftliches Risiko (bei Bedarf werden Zusatzbeiträge erhoben), die Einnahmen (Beiträge) werden völlig risikolos automatisch von den Arbeitgebern eingezogen und weitergeleitet. Das obere Management hat beamtenähnlichen Status und ist praktisch unkündbar. Fast alle GKV-Leistungen sind gesetzlich vorgegeben, unternehmerisches Handeln ist kaum möglich. - #68 07.03.2012 15:19 von
Unfug
Unfug wird durch Wiederholung nicht wahrer.
Es ist erwiesen, dass die Patienten nach Einführung der Praxisgebühr sogar ÖFTER zum Arzt gehen, als vorher.
Nach dem Motto " Die zehn Euronen müssen sich rechnen" wird aus einem Arztbesuch schnell eine Dauerkarte. (So erzählt von einer Patientin im Wartezimmer. Unlängst gesehen in einer Fernsehreportage.)
Die einzigen, die tatsächlich den Arztbesuch vermeiden, sind die, für die, vor allem am Ende des Monats, zehn Euro tatsächlich viel Geld darstellen.
Der Schaden, der dann durch verschleppte Krankheiten entsteht wird leider nirgends erfasst.
graphicdog - #69 07.03.2012 15:21 von
Verwahrlosung im Überschusssystem!!!
Ja ja, und in der aktuellen Runde zu den Tarifen im öffentlichen Dienst bekommen die KRankenschwestern mit 1400,-€ Gehalt erzählt, es wäre keinerlei Geld da.
Zwei bis Fünf Jahre später bricht das komplette Gesundheitswesen zusammen, weil keine einzige ausgebildete Fachkraft mehr zu den Minilöhnen in Deutschland arbeiten möchte (was ja heute schon der Fall ist).
Die Führsorgspflicht des Staates für Kranke?
Ade!
Der Arbeit der Politiker & Lobby´s sei Dank.
Den Rückzahl-Foristen hier:
Immer fleißig weiter, jeder ist sich selbst der Nächste, Hauptsache ne Rückerstattung von ´n paar Euro...
Im Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen werden Sie dann diese Einstellung (jeder ist sich selbst der Nächste) wieder finden, die Verwahrlosung des Individuums ist dann auch Ihr Weg...
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