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19,5 Milliarden Überschuss: Reiche Krankenkassen rechnen sich arm

DPADie gesetzliche Krankenversicherung hat ein Finanzpolster von fast 20 Milliarden Euro angehäuft - die Beiträge senken oder Zusatzgebühren zurückzahlen wollen die Kassen aber nicht. Das Gesundheitsministerium macht jetzt Druck und mahnt, den Versicherten Prämien zu zahlen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...819872,00.html
  1. #40

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die gesetzliche Krankenversicherung hat ein Finanzpolster von fast 20 Milliarden Euro angehäuft - die Beiträge senken oder Zusatzgebühren zurückzahlen wollen die Kassen aber nicht. Das Gesundheitsministerium macht jetzt Druck und mahnt, den Versicherten Prämien zu zahlen.

    19,5 Milliarden Überschuss: Reiche Krankenkassen rechnen sich arm - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

    Grundsätzlich sollten wir uns darüber freuen, daß wir eines der besten medizinischen Versorgungssysetme der Welt haben, daß jedem Bürger Zugang zur bestmöglichen Versorgung sicherstellt.

    Dann sollten wir uns freuen, daß in den letzten Jahren gut gewirtschaftet wurde, Einsparpotentiale genutzt wurden um so die Reserven der Krankenkassen aufzufüllen, denn das auch wieder schlechtere Zeiten kommen ist wohl klar

    Ganz sicher sollten wir das Geld also nicht per Gießkanne an die Bürger verteilen und schon garnicht uns den Kopf über zusätzliche Leistungen zerbrechen.

    Schade finde ich, daß sich viele Kommentatoren nur die ausgelutschten Vorurteile und Klischees beschränken.

    Es wäre falsch, nur noch ein Kasse zu haben, dies würde zu einem Monopol führen und würde vergleichsweise geringe Ersparnisse bringen, vielleicht 3-4 Mrd Euro.

    Das Management der Krankenkasse verdient im Regelfall nicht zuviel, jahregehälter von 250.000 Euro sind auf diesen Managementebenen durchaus im normalen Rahmen. Merke, den Job des stellvertetenden Kartonzereißers kann jeder, gute Top Manager sind selten

    Auch in der Pharmaindustrie, in den krankenhäusern oder bei den anderen Leistungserbringern arbeiten wenige Menschen für einen Gotteslohn, deshalb werden die Ausgaben auch hier eher nicht sinken

    Gesundheit kostet Geld und wird aufgrund der Alterung der Gesellschaft und dem schnellen medizinischen Fortschritt sogar noch mehr Geld kosten.

    Dies sollten wir akzeptieren, sonst wachen wir eines Tages mit Rationierungen auf bzw. gute Medizin und Fortschritt gibt es nur noch für Reiche!
  2. #41

    Arzneimittelhersteller

    Die Arzneimittelpreise in Deutschland sind noch immer höher als anderswo. 2 Hauptgründe: Wir haben zu viele Apotheken und die Hersteller können sich mit ihren Preisforderungen zu gut durchsetzen. Dieses Potential ist noch immer nicht ausgeschöpft - Ein Verweis darauf, dass diese Preise steigen könnten, ist absurd bzw. ein Eingeständnis, dass man sich weiterhin an die Wand drücken lassen will. Das Polster der Kassen sollte an die Versicherten zurückgezahlt werden.
  3. #42

    Zitat von reflexxion Beitrag anzeigen
    Die Praxisgebühr diskriminiert chronisch Kranke und vor allem ältere Versicherte, die häufig sowieso wirtschaftlich schlechter gestellt sind. Die sollte man also erst mal abschaffen. Das würde natürlich keine 20 Milliarden kosten und damit kommen wir zum Thema.

    Der Einheitsbeitrag ist eine Unverschämtheit, ich bin mal in den 80er Jahren mit viel Papierbürokratie zur TK gekommen. Die waren günstig weil nur Versicherte von bestimmten Berufsgruppen und kaum Frauen da versichert waren was ungerecht sein mag, aber eben günstig.

    Das alles wurde Zug um Zug zerstört, selbst als die TK nach Öffnung der Zugangshindernisse noch relativ günstig war, reichte das den teuren Kassen (AOK, Barmer und DAK) nicht. Man erreichte durch Lobbyarbeit einen in sich sinnlosen Einheitsbeitrag. Sparsames Wirtschaften wurde durch die Gesundheitsfonds bestraft, Luxusbüros der AOK-Kassen in jedem Kuhdorf wurden indirekt belohnt.

    ganz ehrlich, wann muß man heute schon mal in eine Büro seiner Krankenkasse gehen? Man kann eigentlich alles telefonisch klären, bei 800er Nummern kostenfrei.

    Genau wie man bei der Nebenkostenabrechnung seiner Wohnung erwarten darf, zuviel gezahltes Geld zurück zu bekommen muss das auch für die Krankenkassen gelten. Zum Sparen gibt es bereits Sparkassen, wie der Name auch schon sagt.
    die Praxisgebühr ist vielleicht unangenehm (auch für mich) aber sehr sinnvoll. wer 3 -4 mal so häufig zum Arzt rennt wie in anderen Ländern mit vergleichbarer Versorgung muss das auch bezahlen.
    Ohne Praxisgebühr würden ALLE, einen noch höheren Beitrag leisten müssen, dafür das viele wegen jedem Wehwechen zum Arzt rennen...

    über den Einheitsbeitrag kann man sagen was man will, aber gerade dadurch wurde das erste Mal Gerechtigkeit innerhalb des Systems geschaffen, wovon gerade die Alten und chronisch Kranken profitiert haben! erst seitdem ist die Rosinenpickerei der Kassen vorbei und die angemessene Betreuung von kranken Versicherten wird entsprechend vergütet.

    wenn Sie ein Luxusbüro der AOK finden, bitte ich um Hinweis wo, das würde ich gerne mal sehen. ich tippe mal das Sie gesund sind, da mag telefonische Beratung ausreichen, aber ich möchte mal sehen, wie sie einen Krebspatienten per Telefon über seinen Krankengeldanspruch informieren, oder einer 90jährigen Oma am Telefon mitteilen, sie möge sich doch im Internet über Leistungen der Krankenkasse informieren...

    zum Sparen gibt es die Sparkase ja, aber wenn ich nur ein paar Monate zurückblicke war von einem Millardendefizit die Rede. 19 Millarden an Überschuss jetzt, bei jährliche Ausgaben des 10fachen!!! sind ein Tropfen auf dem heißen Stein, sobald die Konjunktur nachlässt. Hier wurde und wird nie gespart! man hatte einfach Glück durch die gute Wirtschaftslage. Und die Ausgaben werden garantiert nicht mehr sinken, solange die Politik Lobby gesteuert ist.

    Dann im Abschwung die Beiträge wieder anzuziehen, ist einfach nur dämlich. Also leider sehr wahrscheinlich. Nicht die Kassen sind das Problem sondern die korrupten Verhinderer in Berlin...
  4. #43

    wie immer herrscht ahnungslosigkeit

    Zitat von Liquid Beitrag anzeigen
    das erinnert mich ja irgendwie an die sache mit dem kartellamt und den benzinerhöhungen. ist alles nur larifari und ein weiterer beitrag zur volksverdummung. es gehören eigentlich alle krankenkassen bis auf eine abgeschafft. deren verwaltungsaufwand auf max. 9% festgelegt und dann eine neuberechnung der beiträge. aber ich träum schon wieder mal.
    nur so zur info - die durchschnittlichen verwaltungskosten der gkv liegen zwischen 6-7 %. warum wollen sie diese erhöhen. die pkv hat verwaltungskosten von über 15 % aber von der reden wir hier nicht.
    eine kasse ? wie bitte, keine wechselmöglichkeit mehr, was machen sie, wenn sie mit dieser kasse dann unzufrieden sind - ins ausland wechseln. meinen sie vielleicht, dass EINE krankenkasse kosten spart ? sie brauchen zur bewältigung der aufgaben alle heute beschäftigten, oder meinen sie, dass die arbeit und leistungsausgaben bei nur einer kasse weniger werden als heute ?
    ok - vorstandgehälter könnte man einsparen, die gehälter aller vorstandsvorsitzenden in d-land zusammengenommen machen im beitragssatz noch nicht mal ein 0.1 prozent des beitragssatzes aus. ist dieser in einer einheitskasse dann eine niete, haben alle versicherten ein problem.
    was wird sonst gespart - schlicht nix - weil sich die leistungsausgeben in einer einheitskasse nicht reduzieren, denn die anzahl der versicherten ändert sich ja nicht und die der kranken auch nicht. nur eines würde sich definitiv ändern, die bearbeitungszeit - je größer ein laden, desto länger dauern bearbeitungszeiten und in einem einheitsladen gibts keine persönlichen ansprechpartner mehr, callcenter erledigen dann die anfragen. im gesundheitswesen sind aber auch berater und vertrauen erforderlich und es geht nicht um profit. gesetzliche krankenkassen sind nämlich nicht gewinnorientiert sondern körperschaften des öffentlichen rechts. alles geld, was jetzt bei den einzelnen kassen als überschuss da ist, kommt letztlich allen versicherten zu gute und das ist gut so.
  5. #44

    _

    Zitat von lilly51 Beitrag anzeigen
    Jedoch wäre die Abschaffung dieser unsäglichen "Praxisgebühr" mal eine Maßnahme. Sie wurde ja aus dem Grunde eingeführt, um die Leute von "zu vielen" Arztbesuchen abzuhalten. Dieses Ziel wurde nun aber verfehlt, wie unser Gesundheitsminister zugestehen musste. Aber die Gebühr bleibt. Warum eigentlich?
    Damit die wenigstens zahlen wenn die schon nicht weniger zum Arzt gehen.

    War in den letzten 5 Jahren genau 5x beim Arzt. Jeweils zur Pflichtuntersuchung beim Zahnarzt (die sogar nichts kostet wenn sonst nichts gemacht wird).

    Habe in den letztn 14 Jahren auch nur 2 Tage wegen Krankheit auf der Arbeit gefehlt.
  6. #45

    Warum nicht einen Teil der Überschüsse in die medizinische Forschung investieren?
  7. #46

    zu kurz gesprungen

    Zitat von jkr67 Beitrag anzeigen
    Die Lösung all des Übels - eine einzige Krankenkasse für alle. keine Privaten Ausnahmen für Gutverdiener und Überschüsse (nach Rücklagen) müssen an die Versicherten ausbezahlt werden.

    Das bedeutet keine Gesundheitsfonds, Ärzte rechnen direkt mit einer Krankenkasse ab ohne Zwischeninstanzen. Es ist mehr Geld im System, da Alle teilnehmen (oder glaubt irgendjemand, dass unsere Politiker gesetzlich versichert sind?) und die Beiträge sind für alle geringer.

    Warum also nicht, wozu noch hundertundsoundsoviel Kassen, die alle separat Rücklagen bilden müssen. Also macht endlich eine echte Gesundheitsreform und schafft eine Krankenkasse.
    Eine Einheitskasse, weg mit den Beitragsbemessungegrenzen und jeder Patient bekommt seine Arztrechnung, um diese als sachlich richtig gegenzuzeichen und dann an die Krankenkasse weiterzureichen.
  8. #47

    Alles Quatsch

    Zitat von torrelamata Beitrag anzeigen
    ..eine kasse ? wie bitte, keine wechselmöglichkeit mehr, was machen sie, wenn sie mit dieser kasse dann unzufrieden sind - ins ausland wechseln. meinen sie vielleicht, dass EINE krankenkasse kosten spart ? sie brauchen zur bewältigung der aufgaben alle heute beschäftigten, oder meinen sie, dass die arbeit und leistungsausgaben bei nur einer kasse weniger werden als heute ?
    Zur Foprm: Bitte beachten Sie die Rechtschreibung. So ist es eine Zumutung, den Text online zu lesen.
    Inhaltlich kann ich nicht zustimmen, eine Krankenkasse unter staatlicher Aufsicht reicht und die Verwaltungskosten sinken. Überschüsse werden als Beitragsrückerstattungen im System verankert. Die Kasse steht gleich unter staatlicher Aufsicht und wer unzufrieden ist kann sich privat Zusatz versichern. Vergleichen Sie das mit der gesetzlichen Rente, da ist es ähnlich....
  9. #48

    Warum nicht zurück zur paritätischen Beitragszahlung?

    Noch unter Rot-Grün wurde den Arbeitnehmern und Rentnern ein Sonderbeitrag von 0,9 % aufgedrückt. Damit verabschiedete man sich von der paritätischen Finanzierung (je zur Hälfte Arbeitgeber - Arbeitnehmer).

    Schwarz-Rot und auch Schwarz-Gelb behielten diese eklatante Benachteiligung bei.

    Von den 15,5 % Krankenkassenbeitrag zahlen

    a) die Arbeitgeber 7,3 %
    b) Arbeitnehmer und Rentner 8,2 %

    Rentnern wird zudem noch der volle Beitragssatz zur Pflegeversicherung aufgebrummt.

    Könnte man nicht wieder zur gerechteren paritätischen Verteilung der Beiträge zurückkommen und den Sonderbeitrag abschaffen, sodass sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber nur jeweils 7,3 % zu leisten hätten?
  10. #49

    Das sind doch Schäubles Milliarden!

    Das sind doch Schäubles Milliarden! Jedes Jahr werden die gesetzlichen Krankenkassen mit Abermilliarden Steuergeldern gesponsort. Diese Steuergelder werden zum Großteil von Nicht-Mitgliedern der Krankenkassen erwirtschaftet. Wenn sogar trotz gezieltem "Armrechnen" zuviel gesponsort wurde, muss das Geld an den Sponsor zurück.


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