Mit einem Kurzfilm auf YouTube rührt der 17-jährige Joshua Beattie Hunderttausende zu Tränen. Blogger feiern ihn als nächstes großes Regietalent. Im Interview spricht der australische Schüler über Erwachsenwerden, Liebeskummer - und verrät, was Sellerie damit zu tun hat.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/l...729841,00.html
Einfach gut.
wenn man schon nicht auf das youtube-video verlinkt (warum auch immer) und unbedingt im eigenen player zeigen will, dann kann man doch wenigstens darauf achten, das format beizubehalten. der film ist auf SPON links und rechts abgeschnitten und dem regisseur werden die views genommen. naja.
Danke fuer diesen netten Artikel.
Ein wirklich gutes Talent.
Nur weiter so Joshua ...
Tja.
Da hat der talentierte Junge was ganz wichtiges angesprochen.
Die schöne neue Zeit, ist das Versprechen, dass jeder gehört werden kann!
Du brauchst keinen Spinner im Anzug. Alles was du brauchst ist eine Idee, ein billiges Mikro / Kamera, ein Laptop und tolle Freunde.
Der Scheiß ist nur, dass der Typ mit dem Anzug, die Sache mit dem Laptop und dem Freunden erst zu einem Beruf macht. Dann muss man nicht selbst einen Anzug tragen, wenn man nicht möchte, nur damit die eigenen Kinder krankenversichert und satt sind.
Der Typ mit dem Anzug ist auch übrigens der, der die Konzerte und Gigs, Vernisagen und Happenings überhaupt besucht. Der sich die tollen T-Shirts und die Lego-Stein-Ohringe im Mauerpark kauft.
Der Typ im Anzug ist auch der, der dich in Erinnerung trägt, wenn die Blogosphäre dich schon vergessen hat. (nach... 72 Stunden)
Das Inernet ist toll und die Liberalisierung von medientechnischen Produktionsmitteln auch (gecracktes Cubase ersetzt Tonstudio, gecracktes Premiere ersetzt Schnittplatz, gecracktes Photoshop ersetzt Dunkelkammer... Copy/Paste/Hyperlink ersetzt Redaktion)
Aber den Typ mit dem Anzug würde ich, als Kleinkünstler, für kein Youtube der Welt eintauschen wollen. Sein Geld und meine Coolnes gehören zusammen. Seine konservative Verbortheit hält meine Welt am laufen. Und ich sterbe dafür einen Bühnentod, um ihm seine Seele zu retten.
Wovon soll der Junge leben? Wenn es Videospielmusik sein soll, muss der Typ mit dem Anzug das Spiel produzieren, damit die Kids von den anderen Typen im Anzug das Game von ihrem Taschengeld kaufen.
Ich wünsche dem jungen Regisseur das allerbeste.
Unter anderem einen netten Typ mit Anzug
So einer wie Beattie hat ein Sprach- und Ausdrucksvermögen, dass 98% unserer unbelesenen Teenager nicht entwickelt haben. Doch vermutlich steht das Verhältnis umgekehrt zu denen, die etwas "kreatives" machen wollen.
Man beachte auch den dichten Filmlook mit der gefühlvollen Tiefenschärfe. Das erreicht man nicht mit iPhone-Kamerakenntnissen, die nur Megapixel zählen können und einen LensBaby Effekt als App downloaden.
Auch wenn Beattie mit simpler Technik kokettiert und sich als YouTube-Rebell präsentiert - er hatte mit Sicherheit einen Mentor im Rücken, der ihm eine EOS Ausrüstung stellte und erklärte.
Natürlich braucht man nicht ein teures Film-Set, um gute Filme zu drehen. Es braucht wilden Hunger, ein nahezu autistisches Beobachtungsvermögen und ein narratives Talent, dass, obwohl es scheinbar nur um Bilder geht, schriftlich und sprachlich blitzend entwickelt sein sollte.
Kids: Fallt nicht auf die YouTube Masche rein. Geht auf eine gute Filmhochschule und trainiert den Kampf mit starren Strukturen und den explodierenden Bildern im Kopf – das ist viel geiler als verwehende Levels in Computergames!
Als Schülervideo kann man zu Recht angetan sein, weil es sehr konsequent gemacht ist. Leider ist es aber auch kalkulierend sülzig und hat keine besondere eigene Bilderwelt. Ein wenig bedauerlich, wie leicht so mancher Zuschauer über ein paar Standards und eine alles emotional überlagernde Musik gefangen werden kann.
Bewundernswert ist die Energie, das zu machen und als Schülerfilm ist es wirklich respektabel. Für eine Filmkarriere sollte noch etwas Besonderes hinzukommen. Der Erfolg des Filmchens spricht eher gegen YouTube oder anders gesagt, große Kunst ist es nicht und ein besonderes Talent muss sich erst noch beweisen.
Typisch für den Medienhype, das jetzt künstlich hoch zu ziehen.