17-jähriges Filmtalent: Liebe, Drama,*Sellerie

Mit einem Kurzfilm auf YouTube rührt der 17-jährige Joshua Beattie Hunderttausende zu Tränen. Blogger feiern ihn als nächstes großes Regietalent. Im Interview spricht der australische Schüler über Erwachsenwerden, Liebeskummer - und verrät, was Sellerie damit zu tun hat.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/l...729841,00.html
  1. #10

    Wenn...

    ... dieser Junge die Worte im Interview wirklich so gewählt hat, seine Erkenntnisse wirklich die sind, die er von sich aus seinem kurzen Leben schon ziehen konnte: KUDOS !!!

    Als Kreativer aus dem Musikbusiness (zum Glück heute nur selten mit Anzug, aber wenn's hilft, ziehe ich den auch schon mal an; und ich danke den Anzüglern hier für ihre wirklich tollen Kommentare) sehe ich den Film, er ist nett. Nett. Das meine ich nicht im Bohlen'schen Sinne (kleine Schwester von Sch***), sondern wirklich nett.

    Warum ist er das ? Zum Einen, weil die Story zwar stereotyp, aber die Sprechertexte schon recht gut sind. Weil die Protagonisten authentisch sind.

    Zum Anderen aber ist die Produktion sowohl hinsichtlich des Bildes (welches ich nicht professionell beurteilen kann), aber auch in Sachen scoring als auch postpro erstaunlich. Gut, das voiceover ist eindeutig eine ältere Stimme, aber ansonsten hat man für diesen Film offenbar so ziemlich alle Register gezogen, die im Tonbereich möglich sind. Vielleicht außer den big booms, aber die würden ja auch nicht zum storyboard passen. Dreieinhalb Titel basierend auf zwei Themen mit Variationen wurden für sieben Minuten Film komponiert, produziert mit einem tollen blend aus Samples und realen Instrumenten. Allein der Effekt des stereo spreading eines beginnenden Monotracks, sobald der Sprecher und das perfekt untermischte ADR auf die Spuren gelangen. Die Bemühung, das ganze aber dann eben doch amateurish klingen zu lassen. Allein die FX während der Fahrt im Zug... woaw.

    Sie ahnen schon, was ich andeuten möchte. Addiere man noch die für mich als Laien zumindest nahezu perfekte Bildqualität und YouTube als erstes Release "gegen den Willen seiner Lehrer".

    Aber vielleicht hat er ja wirklich was dazu beigetragen...
  2. #11

    Sellerie Roadkill

    Wahh, genauso halbgares Teenagergeschreibsel, prätentiös, schwülstig und selbstwichtig. Allerdings genauso unbedeutend und unwichtig wie Helene Hegemanns Ergüsse.
    Bei Youtube wird sowas nur hochgejubelt, weil es durch Zufall eine kritische Menge Leute gesehen haben. Danach ist es ein Selbstläufer. Hallo, bei Youtube war ein verstörtes Kind ein Star, was gesagt hat, dass es Schildkröten mag.
  3. #12

    x

    Zitat von ProfPedro Beitrag anzeigen
    Als Schülervideo kann man zu Recht angetan sein, weil es sehr konsequent gemacht ist. Leider ist es aber auch kalkulierend sülzig und hat keine besondere eigene Bilderwelt. Ein wenig bedauerlich, wie leicht so mancher Zuschauer über ein paar Standards und eine alles emotional überlagernde Musik gefangen werden kann.
    Danke für die erste abweichende Meinung.
    Ich finde das Video auch nicht besonders gelungen.
    - Die Sprecherstimme klingt zu erwachsen und abgeklärt/altklug für einen 17jährigen. (ja, ich weiß, daß es der 17jährige Filmemacher ist, aber das ändert nix daran, daß es nicht paßt)
    - Die Sonnenuntergangsszene paßt nicht zum Rest und sieht aus nach "es war Projektbedingung, daß ein Special Effect (Zeitraffer) drin ist".
    - Die Schreibmaschine ist auch nur aus dem Stil-Regal gezogen, oder?
    - Der Shot auf die Fußgängerbrücke ist eindrucksvoll schlecht getroffen (Bildproportionen)
    - Die Farbgebung der einzelnen Komponenten ist völlig unterschiedlich und paßt nicht zusammen. Kein einheitlicher Stil.
    - Was soll der krasse Weichzeichner?

    - Ausdrücklich muß ich aber sehr sein Produktionstalent und die multiplen Begabungen (Musik komponiert, mit einem Chor selbst aufgenommen, etc) anerkennen. Darin steckt viel Leistung und Energie, insbesondere für einen Schüler. Aber nicht im Drehbuch oder den abgegriffenen Ideen (wie kann man nur Sellerie essen) und dem weitgehend simplen Text.
  4. #13

    belustigend..

    wetten, die leute die diesen 17jährigen runtermachen haben filmtechnisch, computertechnisch, schriftstellerisch sowie musikalisch weitaus weniger drauf als er.. pappnasen..