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119,9 Millionen Dollar für Munch-Bild: Zum Schreien teuer

AFPGebräunt, gebleicht, geliftet. Die ganze High Society von Manhattan schien auf den Beinen, als es bei Sotheby's zur Rekord-Auktion kam: Edvard Munchs "Der Schrei" wechselte für bislang nicht dagewesene 119 Millionen Dollar den Besitzer - die Botschaft des Vorbesitzers ging dabei fast unter.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...831065,00.html
  1. #30

    Zitat von fr.rottenmeier Beitrag anzeigen
    Ist es wirklich das Geld des Sammlers?
    Ich denke mal es geht nicht darum, dass dem Sammler das Werk 119,9Mio Dollar wert ist, sondern wie ein Mensch zu 119,9 Mio Dollar kommt. Sicher nicht durch seine eigenen Hände Arbeit. Und wohl gemerkt es handelt sich nicht um sein komplettes Vermögen, sondern nur um den Betrag, für den er sich ein Bild kauft. Ich würde maximal 500 Euro für ein Bild ausgeben können. Alles andere sprengt meinen finanziellen Rahmen. Und ich kann nicht behaupten, dass es mir finanziell schlecht geht.

    Aber selbst wenn ich über diese Summen verfügen könnte, um mir ein Bild für 119,9 Mio Dollar zu leisten, hätte ich bis an mein Lebensende nur noch schlaflose Nächte. Auch die extrem Vermögenden können lesen und sind informiert. Sie kennen die prekären und teilweise lebensbedrohlichen Lebenssituationen der Menschen auf diesem Planeten und wer sich angesichts dieser Ungerechtigkeit dennoch in seinem Reichtum badet gilt für mich als gewissenlos.

    Wer 119,9 Mio Dollar für ein Bild bezahlen kann, hat sehr viele Menschen für sich arbeiten lassen, oder sonst wie auf Kosten anderer diesen Reichtum angehäuft. Denn kein Mensch, egal wie gut er körperlich oder geistig ausgestattet ist, kann für die Gesellschaft soviel leisten, dass dieses Vermögen gerechtfertigt wäre.
    Wie sind die Gebrüder Albrecht zu ihren Milliarden gekommen? Wie Bill Gates? Wie Steve Jobs?
    Nicht jeder, der Geld hat, ist dazu auf illegale Weise gekommen. Diese Leute schaffen zig tausende Arbeitsplätze.
    Nach ihrer Definintion würden diese Arbeitsplätze nie entstanden sein. Denn alle Aldi Filialen konnten die Aldi Brüder nicht selbst betreuen.
  2. #31

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gebräunt, gebleicht, geliftet. Die ganze High Society von Manhattan schien auf den Beinen, als es bei Sotheby's zur Rekord-Auktion kam: Edvard Munchs "Der Schrei" wechselte für bislang nicht dagewesene 119 Millionen Dollar den Besitzer - die Botschaft des Vorbesitzers ging dabei fast unter.

    Edvard Munchs "Schrei" bei Sotheby's für 119,9 Millionen Dollar versteigert - SPIEGEL ONLINE
    auch wenn ich nicht viel für moderne Kunst übrig, habe finde ich die Empörung über den Preis schon komisch, da sitzen Leute vor ihren Computer und Smartphones und regen sich darüber auf was andere mit ihrem Geld machen, selber haben sie aber einen Lebensstil der für andere Menschen durchaus auch als Luxus gilt ;)
  3. #32

    Zitat von boeseHelene Beitrag anzeigen
    auch wenn ich nicht viel für moderne Kunst übrig, habe finde ich die Empörung über den Preis schon komisch, da sitzen Leute vor ihren Computer und Smartphones und regen sich darüber auf was andere mit ihrem Geld machen, selber haben sie aber einen Lebensstil der für andere Menschen durchaus auch als Luxus gilt ;)
    pssst. Das dürfen Sie doch nicht sagen! Für jemanden der nichts hat, ist ein Iphone mit Internet, ein Laptop, Krankenversicherung, ein Haus und ein Fernseher genausoweit weg, wie für uns ein Munch Gemälde.
    Aber das will keiner hören. Nicht wir sind die bösen, sondern die Reichen!!
  4. #33

    fakt

    letztlich ein Abbild der seit Generationen gereiften überreichen sorglosen Jahrmarktsgesellschaft
  5. #34

    Zitat von celsius234 Beitrag anzeigen
    Das haben die aber nicht, wenn 119 Mio für "Nothing" ausgegeben wird.
    Für Leinwand, Öl, farben und Malerarbeit mit sagen wir mal 100 Dollar Erstellungskosten.

    Wir rechnen doch sonst immer so gern bei SPON mit Arbeitskosten. Warum nicht mal hier ??
    Wir Menschen bestehen aus Wasser, Kohlenstoff und noch ein paar andere Mineralien, Materialkosten ein paar Euro.
    Und nun? Glauben Sie Sie sind nur ein paar Euro wert?
  6. #35

    Sie

    Zitat von aliaxe Beitrag anzeigen
    Wie sind die Gebrüder Albrecht zu ihren Milliarden gekommen? Wie Bill Gates? Wie Steve Jobs?
    Nicht jeder, der Geld hat, ist dazu auf illegale Weise gekommen. Diese Leute schaffen zig tausende Arbeitsplätze.
    Nach ihrer Definintion würden diese Arbeitsplätze nie entstanden sein. Denn alle Aldi Filialen konnten die Aldi Brüder nicht selbst betreuen.
    denken man braucht Familien wie die Albrechts um Arbeitsplätze zu haben? Das würde ja bedeuten, wenn es die Wohlhabenden nicht gäbe, oder sie gar jetzt enteignet würden, säßen wir alle nur dumm rum, würden uns langweilen, hätten nichts zu tun und würden wahrscheinlich verhungern. Sie sollten ein Buch schreiben.
    Titel "Das Kapital - die Gebärmutter der Menschheit".
  7. #36

    Zitat von fr.rottenmeier Beitrag anzeigen
    denken man braucht Familien wie die Albrechts um Arbeitsplätze zu haben? Das würde ja bedeuten, wenn es die Wohlhabenden nicht gäbe, oder sie gar jetzt enteignet würden, säßen wir alle nur dumm rum, würden uns langweilen, hätten nichts zu tun und würden wahrscheinlich verhungern. Sie sollten ein Buch schreiben.
    Titel "Das Kapital - die Gebärmutter der Menschheit".
    Sie glauben, wir hätten Wohlstand wenn es keine Unternehmer geben würde?
    Die Geschichte des Sozialismus lehr anderes.
    Erfolgreiche Unternehmer werden eben reich, genau wie erfolgreiche Künstler, Sportler, Politiker.
  8. #37

    Zitat von Koda Beitrag anzeigen
    Wie vielen Menschen, die ihr Heim in der Krise verloren haben, hätte man damit helfen können? Oder wieviel Schulen in Entwicklungsländern? Oder Krankenhäuser?
    Wie vielen Menschen könnten Sie helfen, wenn Sie arbeiteten statt Betroffenheitsbeiträge in Internetforen zu schreibseln? Warum denken Sie nicht mal an andere?

    Zitat von celsius234 Beitrag anzeigen
    mit dem Geld hätte man zig Tausenden Menschen auf der Welt den letzten Hilfeschrei ersparen können
    Genauso wie mit Ihrem Geld. Warum geben Sie es also nicht her?

    Immer mit dem Finger auf andere zeigen, aber selbst am schlimmsten sein. Sozialneid, wie er leibt und lebt.
  9. #38

    Zitat von galens Beitrag anzeigen
    Wäre interessant,wenn die Reporter etwas ausführlicher über die Demonstranten der Gewerkschaft bzw. den Grund des demonstrierens geschrieben hätten.
    Schön das es überhaupt erwähnt wurde!
    Ich bitte Sie! Wenn man IM Auktionshaus sitzt hat man wenigstens das Gefühl, irgendwie bei den 1% dabeizusein. Wen interessieren dann noch "die anderen - draussen"?
  10. #39

    Das ist doch alles relativ. Natürlich ist diese Summe auch für mich unvorstellbar, diese für ein einzelnes Bild auszugeben ist noch unvorstellbarer. Allerdings frage ich mich, wieviele von den Leuten, die hier behaupten das Bild könne ja nur von einem ekelhaften Wirtschaftskriminellen gekauft worden sein selbst was für die Kinder in Afrika tun. Mit einem Nokia 3310 kann man auch telefonieren und SMS schreiben, ein Smartphone hat inzwischen trotzdem jeder. Braucht man ein Bild für 120 Mio.? Nein! Braucht man ein iPhone für 500 Euro? Nein!
    Außerdem, wer sagt denn das der Käufer sich nicht auch sozial engagiert? Es weiß doch überhaupt niemand, wer er oder sie überhaupt ist. Und selbst da haben die Leute ja immer was zu maulen: engagiert sich z.B. ein Prominenter öffentlich oder spendet Geld tut er das der Publicity wegen. Bleibt er drauf sitzen, ist er ein gieriger Geldsack, der nur an sich denkt.


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