119,9 Millionen Dollar für Munch-Bild: Zum Schreien teuer

AFPGebräunt, gebleicht, geliftet. Die ganze High Society von Manhattan schien auf den Beinen, als es bei Sotheby's zur Rekord-Auktion kam: Edvard Munchs "Der Schrei" wechselte für bislang nicht dagewesene 119 Millionen Dollar den Besitzer - die Botschaft des Vorbesitzers ging dabei fast unter.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...831065,00.html
  1. #20

    Ohne Titel

    Zitat von future-trunks Beitrag anzeigen
    fragen danach wievielen menschen damit geholfen wäre, sollten allerdings nur solche menschen stellen, die sich nicht ein handy, fernseher auto, jedes jahr ne neue hose oder ähnliches zulegen, öfter essen geht oder ins kino - anstatt mit der hälfte ihres gehaltes gutes zu tun. ja man glaubt es kaum wie unglaublich viel man damit tun kann. im vergleich zu den armen dieser welt lebt hier jeder inkl. hartzIvlern in saus und braus. wer da nicht nicht zuerst bei sich anfängt und es anderen vorhält, ist ein elender heuchler (ja die welt zu verändern ist am leichtesten, wenn man bei sich selbst anfängt, selbst unter der voraussetzung, dass es anderen leichter fällt sie zu verändern)
    Mir wird richtig, richtig, richtig übel, wenn im Zusammenhang mit einer über 100-Millionen-Dollar-Versteigerung das "Saus-und-Braus-Leben" der Menschen, die von HartzIV leben müssen, herausgestellt wird.
    Da bleiben einem die Worte weg bei soviel Ignoranz...
  2. #21

    Zitat von Koda Beitrag anzeigen
    Wie vielen Menschen, die ihr Heim in der Krise verloren haben, hätte man damit helfen können?
    Oder wieviel Schulen in Entwicklungsländern? Oder Krankenhäuser?
    Wievielen Menschen hätten Sie in der Zeit helfen können, in der Sie hier ins Forum posten. Schämen Sie sich nicht?
  3. #22

    Warme Mahlzeit !

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gebräunt, gebleicht, geliftet. Die ganze High Society von Manhattan schien auf den Beinen, als es bei Sotheby's zur Rekord-Auktion kam: Edvard Munchs "Der Schrei" wechselte für bislang nicht dagewesene 119 Millionen Dollar den Besitzer - die Botschaft des Vorbesitzers ging dabei fast unter.

    Edvard Munchs "Schrei" bei Sotheby's für 119,9 Millionen Dollar versteigert - SPIEGEL ONLINE
    Da könnte man 119 Millionen armen Indern eine warme Mahlzeit für einen Dollar für einen Tag spendieren.Schwupp,wäre das Geld aufgegessen.
    Drei Tage später hat er wieder Hunger.Zeigt so ein wenig die Relationen-ist alles relativ.
  4. #23

    Zitat von aliaxe Beitrag anzeigen
    Wenn ihm das Werk das Geld wert ist, dann soll es so sein. Mir ist es egal ob er es für Gemälde, Autos, Häuser oder sonstwas ausgibt. Es ist das Geld des Sammlers!
    Ist es wirklich das Geld des Sammlers?
    Ich denke mal es geht nicht darum, dass dem Sammler das Werk 119,9Mio Dollar wert ist, sondern wie ein Mensch zu 119,9 Mio Dollar kommt. Sicher nicht durch seine eigenen Hände Arbeit. Und wohl gemerkt es handelt sich nicht um sein komplettes Vermögen, sondern nur um den Betrag, für den er sich ein Bild kauft. Ich würde maximal 500 Euro für ein Bild ausgeben können. Alles andere sprengt meinen finanziellen Rahmen. Und ich kann nicht behaupten, dass es mir finanziell schlecht geht.

    Aber selbst wenn ich über diese Summen verfügen könnte, um mir ein Bild für 119,9 Mio Dollar zu leisten, hätte ich bis an mein Lebensende nur noch schlaflose Nächte. Auch die extrem Vermögenden können lesen und sind informiert. Sie kennen die prekären und teilweise lebensbedrohlichen Lebenssituationen der Menschen auf diesem Planeten und wer sich angesichts dieser Ungerechtigkeit dennoch in seinem Reichtum badet gilt für mich als gewissenlos.

    Wer 119,9 Mio Dollar für ein Bild bezahlen kann, hat sehr viele Menschen für sich arbeiten lassen, oder sonst wie auf Kosten anderer diesen Reichtum angehäuft. Denn kein Mensch, egal wie gut er körperlich oder geistig ausgestattet ist, kann für die Gesellschaft soviel leisten, dass dieses Vermögen gerechtfertigt wäre.
  5. #24

    Enteignung?

    Bei aller Achtung vor der Kunst - hier läuft schon lange was aus dem Ruder. Wenn in der heutigen Zeit Menschen zu 10.000 $ / Übernachtung in Dubai wohnen müssen und 119 Mio für ein Bild ausgeben müssen, weil die sonst nicht mehr wissen wohin mit dem Geld - dann frage ich mich wie viele Erdenbürger die bestohlen haben müssen und warum die noch nicht im Gefängnis sitzen?
  6. #25

    Kommt darauf an wo

    Zitat von miauwww Beitrag anzeigen
    Im uebrigen wuensche ich Ihnen nicht, einmal zu denen zu gehoeren, die beduerftig sind.
    Kommt darauf an wo - in Deutschland oder z.B. in der Sahel Zone?
  7. #26

    Nur mit dem kleinen Unterschied, daß

    Zitat von future-trunks Beitrag anzeigen
    fragen danach wievielen menschen damit geholfen wäre, sollten allerdings nur solche menschen stellen, die sich nicht ein handy, fernseher auto, jedes jahr ne neue hose oder ähnliches zulegen, öfter essen geht oder ins kino - anstatt mit der hälfte ihres gehaltes gutes zu tun. ja man glaubt es kaum wie unglaublich viel man damit tun kann. im vergleich zu den armen dieser welt lebt hier jeder inkl. hartzIvlern in saus und braus. wer da nicht nicht zuerst bei sich anfängt und es anderen vorhält, ist ein elender heuchler (ja die welt zu verändern ist am leichtesten, wenn man bei sich selbst anfängt, selbst unter der voraussetzung, dass es anderen leichter fällt sie zu verändern)
    die Menschen, die sich handy, fernseher, auto, jedes Jahr ne neue Hose zulegen usw., für dieses Errungenschaften jeden Tag hart arbeiten müssen, damit es Leute gibt die sich einen Munch für 119 Mill. kaufen können!
  8. #27

    Zitat von Koda Beitrag anzeigen
    Wie vielen Menschen, die ihr Heim in der Krise verloren haben, hätte man damit helfen können?
    Oder wieviel Schulen in Entwicklungsländern? Oder Krankenhäuser?
    Man könnte die Obdachlosen ja im Petersdom oder im Tadsch Mahal einquartieren oder besser noch - solche Paläste erst gar nicht bauen! Vielleicht kann man auch die Akropolis zu einem Krankenhaus umbauen.

    Was zählt, ist das gute Gewissen einiger Kunstbanausen, die sich als Moralapostel aufspielen.
  9. #28

    Zu behaupten

    das Bild wäre jeden Cent des bezahlten Geldes wert, dazu muss man schon ein Auktionator sein, der natürlich an jedem einzelnen Cent mitverdient, sonst macht es keinen Sinn. Trotzdem wird diese Aussage grundsätzlich natürlich auch nicht wahr, egal wie oft man sie wiederholt und verbreitet. Wie hier schon vorher einer schrieb: Pervers.
  10. #29

    über alle ma(ss)ßen

    na das muss man sich mal vorstellen.

    bei lohnerhöhungen geht es um 0,x % mehr oder weniger.

    dann sitzt da einer der seinen arbeitern nix gönnt und gibt für sich selbst mal so 120 mio aus.

    was mich daran echt anwidert ist, daß es ja mit 40 mio los ging und da sitzen ein paar die einfach mal so, für sich allein bereit sind 70-80 mio über den preis zu gehen.