119,9 Millionen Dollar für Munch-Bild: Zum Schreien teuer

AFPGebräunt, gebleicht, geliftet. Die ganze High Society von Manhattan schien auf den Beinen, als es bei Sotheby's zur Rekord-Auktion kam: Edvard Munchs "Der Schrei" wechselte für bislang nicht dagewesene 119 Millionen Dollar den Besitzer - die Botschaft des Vorbesitzers ging dabei fast unter.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...831065,00.html
  1. #10

    Was passiert mit dem Geld?

    Hm. Was wird mit den 107.000.000 Dollar geschehen?
    Wenn ich das richti gverstanden habe, wird Herr Olsen ein Museum in Munchs Heimat stiften. Bedeutet: diverse Handwerker und Baustoff-lieferanten werden eine Zeitlang ihren Lebensunterhalt bestreiten, außerdem später dann Angestellte im Museum usw. usf.
    Oder habe ich da was falsch verstanden an der gängigen Wirtschaft?

    Die 107.000.000 Dollar verschwinden nicht.

    Geld an sich hat keinen Wert - nur das, was damit gemacht wird, hat Wert. Und dabei ist dann vor allem wichtig, daß die Handwerker usw. ein gerechtes Einkommen erhalten.
  2. #11

    Ich haette es gut gefunden, der norwegische Staat haette es gekauft...
    Immerhin: "will (der Verkaeufer) von dem Erlös ein Museum in Munchs Heimatort Hvitsten bauen."
    Frage nun, ob man das Bild nochmal irgendwo sehen darf als Normalmensch?
    Traurig, das Leute solche Summen haben, und dann drohen solche Kunstwerke in Safes oder Villen zu verschwinden.
  3. #12

    Mach ich es mal so wie bei Adidas

    Zitat von BettyB. Beitrag anzeigen
    Was soll das Klagen? Das Geld ist ja nicht weg. Der eine Superreiche gibt es, ein anderre nimmt es, wie er es dann verwendet, wäre eine gute Frage, der Kauf selbst hat aber selbst eigentlich keine Bedeutung hinsichtlich der Verwendung des Geldes...
    Ein indischer Bauer hat Sisal für 1cent (heutzutage gerechnet) produziert.
    Ein polnischer Bauer Leinöl für 2 ct.

    Ein maler hat für 10 Dollar sein Bild verkauft und war froh, was zu essen zu haben.

    Dann wurden zum Schluß 119 Mio bezahlt, die aus ähnlichen Quellen und Gewinnspannen kommen.

    Das Geld ist nicht weg, aber wie das Bild aussagt, es wurde Millionen Menschen aus dem Leib geschnitten, die dafür früher krepieren, dass so ein Unsinn möglich ist.
  4. #13

    Zitat von aliaxe Beitrag anzeigen
    Mir gehen diese ganzen Moralapostel auf die Nerven. Als wenn das Geld des Sammlers sonst für hungernde Menschen oder für soziale Zwecke ausgegeben würden. Manche Weltverbesserer leben leider hinterm Mond. Wenn ihm das Werk das Geld wert ist, dann soll es so sein. Mir ist es egal ob er es für Gemälde, Autos, Häuser oder sonstwas ausgibt. Es ist das Geld des Sammlers!
    Fragt sich nur, mit welchen Mitteln man soviel verdient. Kleiner Tip: Die Chance, dass es alles sauber zuging, sinkt mit der Hoehe der Betraege.

    Im uebrigen wuensche ich Ihnen nicht, einmal zu denen zu gehoeren, die beduerftig sind.
  5. #14

    Eben, eben

    Zitat von Reg Schuh Beitrag anzeigen
    Hm. Was wird mit den 107.000.000 Dollar geschehen?
    Wenn ich das richti gverstanden habe, wird Herr Olsen ein Museum in Munchs Heimat stiften. Bedeutet: diverse Handwerker und Baustoff-lieferanten werden eine Zeitlang ihren Lebensunterhalt bestreiten, außerdem später dann Angestellte im Museum usw. usf.
    Oder habe ich da was falsch verstanden an der gängigen Wirtschaft?

    Die 107.000.000 Dollar verschwinden nicht.

    Geld an sich hat keinen Wert - nur das, was damit gemacht wird, hat Wert. Und dabei ist dann vor allem wichtig, daß die Handwerker usw. ein gerechtes Einkommen erhalten.
    Das haben die aber nicht, wenn 119 Mio für "Nothing" ausgegeben wird.
    Für Leinwand, Öl, farben und Malerarbeit mit sagen wir mal 100 Dollar Erstellungskosten.

    Wir rechnen doch sonst immer so gern bei SPON mit Arbeitskosten. Warum nicht mal hier ??
  6. #15

    Naja nun

    Zitat von beobachter23 Beitrag anzeigen
    Pervers!
    Ach iwo. Munch ist momentan halt der letzte Schrei und sowas kostet nunmal.
  7. #16

    Wenn jemand soviel Geld für ein Gemälde ausgeben kann ist das ein guter Indikator dafür, wie kurz das aktuelle kapitalistische System vor dem Zusammenbruch steht.
    Bei der Versteigerung ging es doch eh nicht mehr um Kunst, wie sowieso bei den meisten Auktionen dieser Art. Irgendein Mensch möchte zeigen wie unverschämt reich er ist.
  8. #17

    ?

    Zitat von aliaxe Beitrag anzeigen
    Mir gehen diese ganzen Moralapostel auf die Nerven.
    Was 'nervt' daran, die Menschen daran zu erinnern, daß es so etwas wie Verantwortung gibt?
  9. #18

    Zitat von Koda Beitrag anzeigen
    Wie vielen Menschen, die ihr Heim in der Krise verloren haben, hätte man damit helfen können?
    Oder wieviel Schulen in Entwicklungsländern? Oder Krankenhäuser?
    Die Menschen, die 119 Mio. $ für Kunst ausgeben, finanzieren meist auch Schulen, Krankhäuser und andere soziale Projekte in Entwicklungsländern. Und zwar ohne großen Wind darum zu machen.
  10. #19

    Wind

    Zitat von obsti Beitrag anzeigen
    Die Menschen, die 119 Mio. $ für Kunst ausgeben, finanzieren meist auch Schulen, Krankhäuser und andere soziale Projekte in Entwicklungsländern. Und zwar ohne großen Wind darum zu machen.
    Klar, darum gibts in den Entwicklungsländern auch soviele Schulen und Krankenhäuser! Und vor allem keine sozialen Probleme!