Es ist der Turmbau zu Baku: In der Nähe der aserbaidschanischen Hauptstadt soll ein Wolkenkratzer entstehen, der mehr als einen Kilometer hoch ist. Damit*würde er den bisherigen Rekordhalter*aus Dubai ziemlich klein aussehen lassen.
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...811228,00.html
Es bleibt abzuwarten, ob ein solches Bauwerk, vor allem auf einer künstlichen Insel überhaupt möglich ist. Bislang waren die Erfahrungen mit aus Lockermaterial aufgeschütteten Inseln (Persischer Golf) überaus kläglich. Und ein derartig gewaltiger Turm auf so kleiner Grundfläche wäre eine riesige Flächenbelastung. Aber vielleicht gibt es ja dann den schiefen Turm von Baku... So ein Unfall hat den Italienern schließlich auch eine Touri-Attraktion eingebracht...
Da muss ich Ihnen leider recht geben...Vor 30 Jahren hätte es in den Medien umfassende Artikel voller Bewunderung mit einer Reihe von farbigen Zeichnungen gegeben, die einen optischen Eindruck vom geplanten Bau vermittelt hätten. Aber heute: Nur Genörgele und Genöle. Die jahrzehntelange, technikfeindliche Gehirnwäsche gewisser politischer Gruppierungen in diesem Lande hat offenbar Früchte getragen.
Ich reiste einmal nach Aserbaidschan und halte das Projekt für einen Aberwitz. Das einfache Volk muss darben und jetzt verpulvert der Diktator Milliarden für solch einen Blödsinn.
Historisch sind Wolkenkratzer in New York aus Platzmangel entstanden. In Aserbaidschan gibt es jedoch genügend Platz zum Bauen und das habe ich selber gesehen. Es bleibt nur noch die unsinnige Jagd nach Superlativen. Dann bauen die Chinesen höher als die Amerikaner - die Araber höher als die Chinesen - die Aserbaidschaner höher als die Araber. Was soll das?
Mit hoher Wahrscheinlichkeit bekommen sie nur eine unverkäufliche Immobilie. Ich kann nur froh sein, dass wir Deutschen auf solchen Blödsinn nicht hereinfallen. Wir haben jedenfalls nicht den höchsten Wolkenkratzer der Welt. Na und? Geht es uns deswegen schlechter? Ein durchschnittlicher Deutscher verdient im Monat zehn mal so viel wie ein durchschnittlicher Aserbaidschaner.
Ach, wo sind die wirklich guten Ideen geblieben?
Immer nur ein Haus, eins größer als das andere.
Der Vergleich mit dem Turmbau zu Babel drängt
sich jedem auf, der die Geschichte kennt.
Wenn schon ein Prestigeobjekt, warum dann nicht z.B.
eine verbrennungsfreie und von Nahrung autarke Stadt?
Gerade in dieser Gegend wäre es sinnvoller das Land
für die Zeit nach dem Öl zu rüsten.
es ist nicht wie die meisten hier meinen
ein 1000 m hochhaus ist ausnahmsweise nicht nur als größenwahn zu sehen
schon frank loyd wright hat ein 1000 meter hochhaus geplant
in so ein haus passen die einwohner einer ganzen stadt bei minimaler
notwendiger grundfläche
netter beitrag... aber mal ehrlich, warum leben soviele azeris in flüchtlingslager (ca. 800.000) weil armenien 20% von azerbaijan besetzt hält! und von dem genozid gegen die azeris in Xocali (Hocali). weiss in deutschland doch keiner bescheid! brutal haben die armenier die azeris abgeschlachtet.
Wenn das jetzt hier schon sein muss, sollte man so fair sein und die Situation von beiden Seiten beleuchten. Der Konflikt schwelt schon mindestens seit 1923, das überwiegend von Armeniern bewohnte Gebiet wurde damals von Stalin per Erlass Aserbaidschan zugeordnet. Seit dem hat Armenien darauf hingewiesen, dass die Autonomie dort eingeschränkt ist und dass man es als Teil von Armenien betrachtet. Ende der 80er kam es zu Pogromen auf beiden Seiten. Bis September 1989 flohen 180.000 Armenier aus Aserbaidschan und etwa 100.000 Aseri aus Armenien. Anfang der 90er kam es zum Massakern auf beiden Seiten, armenische Freischärler besetzten Berg Karabach. Die Azeris schlugen mit türkischer Unterstützung zurück. In diesem Krieg starben bis zu 50.000 Menschen und er hatte ungefähr 1 Millionen Flüchtlinge zur Folge, 750.000 aserbaidschanische und 250.000 armenische. Beide Seiten fühlen sich natürlich im Recht.
Persönlich sehe ich den Fall ähnlich wie den Kosovokrieg. Auch dort kämpfte eine Minderheit um ihre Freiheit und gewann diesen Kampf.
Das von Ihnen verwendete Wort Genozid in Zusammenhang mit Xocali (je nach Quelle 200 bis 615 Tote) betrachte ich in diesem Zusammenhang übrigens als Frechheit. Das ist eine Relativierung von Verbrechen, die diesen Namen wirklich verdienen.