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1050-Meter-Gigant: Aserbaidschan will höchstes Gebäude der Welt bauen
Es ist der Turmbau zu Baku: In der Nähe der aserbaidschanischen Hauptstadt soll ein Wolkenkratzer entstehen, der mehr als einen Kilometer hoch ist. Damit*würde er den bisherigen Rekordhalter*aus Dubai ziemlich klein aussehen lassen.
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...811228,00.html
- #50 25.01.2012 15:44 von
Entschuldigung, aber dieses Endszenario ist an Schwachsinn schwer zu überbieten.
Die Ölreserven werden ja nicht von heute auf morgen versiegen, sondern stetig weniger,was ja schon seit jahren an den Förderqouten und den "Neuerschließungen" sichtbar ist. Der Preis wird die Nachfrage so regulieren, dass Alternativtechnologien wie Pilze aus dem Waldboden schießen werden. Innerhalb von einigen Jahren werden die fehlenden Ölkapazitäten aufgefangen. Wie das heute zum Teil ja auch der Fall ist, ohne jetzt zu sehr ins Detail zu gehen.
Krieg wird es bestimmt nicht geben. Zumindest nicht in der sogennanten "zivilisierten Welt", zu der ich europa auch dazu zähle.
Somit, im Gegenteil:
Die Verknappung der Öls ist für den Fortschritt immens wichtig! - #51 25.01.2012 15:52 von
Ich bin letzten September in Aserbaidschan...
gewesen. Man versucht in Baku, welches zweifelsohne eine schöne, am Meer gelegene Stadt ist, mit Geld aus den Öleinnahmen eine schillernde Luxusstadt zu bauen. Gleichzeitig sieht man hungernde Flüchtlingskinder und Menschen in völlig runtergekommenen Gebäuden. Wenn man aufs Land rausfährt, so treibt einem das Eland die Tränen in die Augen. Der Präsident ist ein brutaler Diktator - aber der Westen guckt weg. Er tanzt ja auch nach der Pfeife des Westens, ganz im Gegensatz zum Gaddafi und nun dem Iran.
- #52 25.01.2012 16:15 von
Neid? Ich sehe hier keinen Neid, lediglich Kommentare die sich zu Recht über die Auswüchse menschlicher Hybris aufregen...
Außerdem hat - wo wir schon beim Thema Japan sind - Fukushima gezeigt, das menschliches Versagen (sowohl beim Bau als auch beim Krisenmanagement) nunmal eher die Regel als die Ausnahme sind... und dann mit angeblichem Expertenwissen alle Skeptiker mundtot machen zu wollen, halte ich reichlich an den Haaren herbei gezogen...
...und ja, ich schließe mich der Meinung an, dass man das Geld eher für "sinnvolle" Dinge ausgeben sollte...
...Neid? Nein, eher Angst und Schrecken ob menschlichen Größenwahns... - #53 25.01.2012 16:16 von
Fehlinvestition
Stattdessen sollte man lieber mal etwas fuer die Lebensqualitaet in diesen Laendern investieren. Statt so einem Buerotrumm mit Megamall lieber nette fussgaengerfreundliche Einkaufszonen mit 2-3 stoeckigen Gebaeuden, Wasserspielen und Park- und Sportanlagen, dazu urige Restaurants, Cafes, Bistros, Geschaefte, die zu keiner 08/15 Kette gehoeren. Flaeche ist doch in diesen Laendern nicht das Problem, so ein Turm macht vielleicht in Schanghei oder Taipeh noch Sinn, aber in Jeddah (uebrigens die wohl schoenste Stadt in S.-A.) oder Aserbaidschan?
Wer will denn tagtaeglich die Trommelfelle pfeifen hoeren, stundenlang auf den Lift warten, um dann in der Hoehenluft in einem schwankenden Turm zu sitzen? Die Auslastung solcher Gebaeude ist doch in den Oellaendern meist auf die ersten und letzten paar Etagen begrenzt. - #54 25.01.2012 16:26 von
das ist nicht der Punkt
Von mir aus könnten die einen Turm bis zum Mond bauen. Das Problem ist jedoch, das Aserbaidschan den Turm nicht baut, sondern kauft. Das ist ein wichtiger Unterschied. Die Technik, das Know How kommt aus dem Westen. Die Holländer bauen die Inseln, berühmte Architekten (nur Wessis) entwerfen und deutsche Ingenieure (o.a.) bauen den Turm, Gastarbeiter (Pakistani, Thailänder etc) schuften auf den Baustellen. Würde der Diktator/Scheich, was auch immer dieses Geld in Schulen und Universitäten stecken, damit das Volk irgendwann kompetent genug ist, Türme in den Himmel zu bauen, wäre ich viel mehr beeindruckt.
Ist genauso wie mit den Chinesen im Weltall: Kaufen (oder klauen) die Technik und fühlen sich ganz toll. Dabei ist es nur traurig. - #55 25.01.2012 16:33 von
- #56 25.01.2012 16:37 von
Es gäbe schon auch Alternativen für diese heute noch ölreichen Länder. Die liegen ja alle in sonnenverwöhnten Gegenden und sind voller Wüste. Da drängt es sich ja geradezu auf, große Teile dieser brachliegenden Wüsten mit Solarzellen vollzustellen und damit aus Meerwasser durch Elektrolyse Wasserstoff zu produzieren, den sie dann als Ölersatz an die Welt verkaufen können. Die Weltwirtschaft muss sowieso früher oder später von Öl auf Wasserstoff oder einen anderen Energieträger umgestellt werden.
Gerade für solche Länder dort bietet sich das an. Meiner Meinung nach sollte jede Region in der Weltwirtschaft einen Platz haben und Möglichkeit, Geld zu verdienen. In Europa, den USA und Ostasien sind das nunmal hochwertige Produkte, für die man viel Know How braucht ... die einen etwas hochwertiger als andere. Das ist klar.
Aber auch für die anderen Regionen, wie den arabischen Raum, muss es Zukunftsperspektiven geben, wie sie am Wohlstand der Welt teilhaben können. Heute machen sie das mit Öl. Es würde sich für diese Länder geradezu anbieten, künftig auf Wasserstoff aus Solarenergie aus der Wüste umzustellen und den zu exportieren. Das wäre eine echte Zukunftsperspektive für diese Länder. - #57 25.01.2012 16:45 von
- #58 25.01.2012 17:15 von
- #59 25.01.2012 17:38 von
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