1050-Meter-Gigant: Aserbaidschan will höchstes Gebäude der Welt bauen

Es ist der Turmbau zu Baku: In der Nähe der aserbaidschanischen Hauptstadt soll ein Wolkenkratzer entstehen, der mehr als einen Kilometer hoch ist. Damit*würde er den bisherigen Rekordhalter*aus Dubai ziemlich klein aussehen lassen.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...811228,00.html
  1. #50

    Zitat von hermann62 Beitrag anzeigen
    Kluger Kommentar! Die noch spannendere Frage ist sogar, was mit dem Rest der Welt passiert, wenn die letzten großen Ölreserven enden. Wenn wir bis dahin keine vernünftige Energiewende hinbekommen haben, wird die Welt im Krieg versinken...
    Entschuldigung, aber dieses Endszenario ist an Schwachsinn schwer zu überbieten.
    Die Ölreserven werden ja nicht von heute auf morgen versiegen, sondern stetig weniger,was ja schon seit jahren an den Förderqouten und den "Neuerschließungen" sichtbar ist. Der Preis wird die Nachfrage so regulieren, dass Alternativtechnologien wie Pilze aus dem Waldboden schießen werden. Innerhalb von einigen Jahren werden die fehlenden Ölkapazitäten aufgefangen. Wie das heute zum Teil ja auch der Fall ist, ohne jetzt zu sehr ins Detail zu gehen.

    Krieg wird es bestimmt nicht geben. Zumindest nicht in der sogennanten "zivilisierten Welt", zu der ich europa auch dazu zähle.
    Somit, im Gegenteil:
    Die Verknappung der Öls ist für den Fortschritt immens wichtig!
  2. #51

    Ich bin letzten September in Aserbaidschan...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist der Turmbau zu Baku: In der Nähe der aserbaidschanischen Hauptstadt soll ein Wolkenkratzer entstehen, der mehr als einen Kilometer hoch ist. Damit*würde er den bisherigen Rekordhalter*aus Dubai ziemlich klein aussehen lassen.

    Mega-Wolkenkratzer: Aserbaidschan will höchstes Gebäude der Welt bauen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise
    gewesen. Man versucht in Baku, welches zweifelsohne eine schöne, am Meer gelegene Stadt ist, mit Geld aus den Öleinnahmen eine schillernde Luxusstadt zu bauen. Gleichzeitig sieht man hungernde Flüchtlingskinder und Menschen in völlig runtergekommenen Gebäuden. Wenn man aufs Land rausfährt, so treibt einem das Eland die Tränen in die Augen. Der Präsident ist ein brutaler Diktator - aber der Westen guckt weg. Er tanzt ja auch nach der Pfeife des Westens, ganz im Gegensatz zum Gaddafi und nun dem Iran.
  3. #52

    Zitat von XRay23 Beitrag anzeigen
    Die Dinger sind so gebaut das sie recht stark schwanken können.
    Sicher - die waren selbstverständlich nicht so extrem hoch, aber
    bei einem Gebäude was über 1000 m hoch ist werden die Statiker schon reichlich Sicherheit einplanen.
    Diese haben nämlich im Gegensatz zu den meisten Unkenrufern Ahnung vom (Hoch)Hausbau.

    Also - kein falscher Neid.
    Es gibt genug andere Gebäude welche höher sind als der Kölner Dom oder der Stuttgarter Fernsehturm. ;-)
    Neid? Ich sehe hier keinen Neid, lediglich Kommentare die sich zu Recht über die Auswüchse menschlicher Hybris aufregen...
    Außerdem hat - wo wir schon beim Thema Japan sind - Fukushima gezeigt, das menschliches Versagen (sowohl beim Bau als auch beim Krisenmanagement) nunmal eher die Regel als die Ausnahme sind... und dann mit angeblichem Expertenwissen alle Skeptiker mundtot machen zu wollen, halte ich reichlich an den Haaren herbei gezogen...

    ...und ja, ich schließe mich der Meinung an, dass man das Geld eher für "sinnvolle" Dinge ausgeben sollte...
    ...Neid? Nein, eher Angst und Schrecken ob menschlichen Größenwahns...
  4. #53

    Fehlinvestition

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist der Turmbau zu Baku: In der Nähe der aserbaidschanischen Hauptstadt soll ein Wolkenkratzer entstehen, der mehr als einen Kilometer hoch ist. Damit*würde er den bisherigen Rekordhalter*aus Dubai ziemlich klein aussehen lassen.

    Mega-Wolkenkratzer: Aserbaidschan will höchstes Gebäude der Welt bauen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise
    Stattdessen sollte man lieber mal etwas fuer die Lebensqualitaet in diesen Laendern investieren. Statt so einem Buerotrumm mit Megamall lieber nette fussgaengerfreundliche Einkaufszonen mit 2-3 stoeckigen Gebaeuden, Wasserspielen und Park- und Sportanlagen, dazu urige Restaurants, Cafes, Bistros, Geschaefte, die zu keiner 08/15 Kette gehoeren. Flaeche ist doch in diesen Laendern nicht das Problem, so ein Turm macht vielleicht in Schanghei oder Taipeh noch Sinn, aber in Jeddah (uebrigens die wohl schoenste Stadt in S.-A.) oder Aserbaidschan?
    Wer will denn tagtaeglich die Trommelfelle pfeifen hoeren, stundenlang auf den Lift warten, um dann in der Hoehenluft in einem schwankenden Turm zu sitzen? Die Auslastung solcher Gebaeude ist doch in den Oellaendern meist auf die ersten und letzten paar Etagen begrenzt.
  5. #54

    das ist nicht der Punkt

    Zitat von Paul Panda Beitrag anzeigen
    Mann kann über die Motivationen zum Bau eines solchen Wolkenkratzers geteilter Meinung sein (geldgierige Konzerne oder übergeschnappter Diktator), aber in einem Punkt muss ich Ihnen Recht geben: Mich hat es auch erstaunt, dass an dieser Stelle bisher kein einziger Kommentator ein positives Wort über die technische Meisterleistung und die atemberaubende Wirkung solch eines Bauwerkes verloren hat. Vor 30 Jahren hätte es in den Medien umfassende Artikel voller Bewunderung mit einer Reihe von farbigen Zeichnungen gegeben, die einen optischen Eindruck vom geplanten Bau vermittelt hätten. Aber heute: Nur Genörgele und Genöle. Die jahrzehntelange, technikfeindliche Gehirnwäsche gewisser politischer Gruppierungen in diesem Lande hat offenbar Früchte getragen.
    Von mir aus könnten die einen Turm bis zum Mond bauen. Das Problem ist jedoch, das Aserbaidschan den Turm nicht baut, sondern kauft. Das ist ein wichtiger Unterschied. Die Technik, das Know How kommt aus dem Westen. Die Holländer bauen die Inseln, berühmte Architekten (nur Wessis) entwerfen und deutsche Ingenieure (o.a.) bauen den Turm, Gastarbeiter (Pakistani, Thailänder etc) schuften auf den Baustellen. Würde der Diktator/Scheich, was auch immer dieses Geld in Schulen und Universitäten stecken, damit das Volk irgendwann kompetent genug ist, Türme in den Himmel zu bauen, wäre ich viel mehr beeindruckt.
    Ist genauso wie mit den Chinesen im Weltall: Kaufen (oder klauen) die Technik und fühlen sich ganz toll. Dabei ist es nur traurig.
  6. #55

    Zitat von eulenspiegel 47 Beitrag anzeigen
    Kriegt Aserbaidschan eigentlich Entwicklungshilfe von der UNO oder anderen Hilfswerken?
    SOFORT STREICHEN!
    Es ist genug Geld da, wie man sieht.
    Nach Turkmenistan sitzt Aserbaidschan auf einer den Größten Gas Reserven der Welt! Wie kommen sie darauf das die Entwicklungshilfe
    brauchen können?
  7. #56

    Zitat von hermann62 Beitrag anzeigen
    Kluger Kommentar! Die noch spannendere Frage ist sogar, was mit dem Rest der Welt passiert, wenn die letzten großen Ölreserven enden. Wenn wir bis dahin keine vernünftige Energiewende hinbekommen haben, wird die Welt im Krieg versinken...
    Es gäbe schon auch Alternativen für diese heute noch ölreichen Länder. Die liegen ja alle in sonnenverwöhnten Gegenden und sind voller Wüste. Da drängt es sich ja geradezu auf, große Teile dieser brachliegenden Wüsten mit Solarzellen vollzustellen und damit aus Meerwasser durch Elektrolyse Wasserstoff zu produzieren, den sie dann als Ölersatz an die Welt verkaufen können. Die Weltwirtschaft muss sowieso früher oder später von Öl auf Wasserstoff oder einen anderen Energieträger umgestellt werden.
    Gerade für solche Länder dort bietet sich das an. Meiner Meinung nach sollte jede Region in der Weltwirtschaft einen Platz haben und Möglichkeit, Geld zu verdienen. In Europa, den USA und Ostasien sind das nunmal hochwertige Produkte, für die man viel Know How braucht ... die einen etwas hochwertiger als andere. Das ist klar.

    Aber auch für die anderen Regionen, wie den arabischen Raum, muss es Zukunftsperspektiven geben, wie sie am Wohlstand der Welt teilhaben können. Heute machen sie das mit Öl. Es würde sich für diese Länder geradezu anbieten, künftig auf Wasserstoff aus Solarenergie aus der Wüste umzustellen und den zu exportieren. Das wäre eine echte Zukunftsperspektive für diese Länder.
  8. #57

    Auch ein ausgezeichneter Beitrag!

    Zitat von kamy Beitrag anzeigen

    [..]

    Würde der Diktator/Scheich, was auch immer dieses Geld in Schulen und Universitäten stecken, damit das Volk irgendwann kompetent genug ist, Türme in den Himmel zu bauen, wäre ich viel mehr beeindruckt.
    Ist genauso wie mit den Chinesen im Weltall: Kaufen (oder klauen) die Technik und fühlen sich ganz toll. Dabei ist es nur traurig.
    Richtig und genau deshalb, weil die Chinesen keine Ingenieure haben und nicht selbst entwickeln oder herstellen, werden sie untergehen. Es ist sehr traurig, dass sie es nicht einsehen wollen, aber was soll man machen? Es ist eine Tragödie.
  9. #58

    Zitat von emtonius Beitrag anzeigen
    Richtig und genau deshalb, weil die Chinesen keine Ingenieure haben und nicht selbst entwickeln oder herstellen, werden sie untergehen. Es ist sehr traurig, dass sie es nicht einsehen wollen, aber was soll man machen? Es ist eine Tragödie.
    die chinesen bilden pro jahr 440 000 Ingeneure aus. in 10 jahren werden gibts im westen nichts mehr zu laufen. dann ist das knowhow flöten und in der forschung haben die uns bis dahin auch den rang abgelaufen...
  10. #59

    Zitat von emtonius Beitrag anzeigen
    Richtig und genau deshalb, weil die Chinesen keine Ingenieure haben und nicht selbst entwickeln oder herstellen, werden sie untergehen. Es ist sehr traurig, dass sie es nicht einsehen wollen, aber was soll man machen? Es ist eine Tragödie.
    china wird untergehen? fragwürdige these, die lachen doch über unser super system.