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1000 Fragen: Woher kennt eine Körperzelle ihre Funktion?

Haut, Knochen, Gewebe, Organe: Unser Körper*besteht aus Milliarden Zellen.*Sie*bekämpfen Viren, bewegen unsere Muskeln und lassen uns wachsen. Doch woher weiß eine Zelle, dass sie für den Haarwuchs zuständig ist und nicht für den Herzschlag?

http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...804316,00.html
  1. #1

    Der Mensch – ein multidimensionales Wesen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Haut, Knochen, Gewebe, Organe: Unser Körper*besteht aus Milliarden Zellen.*Sie*bekämpfen Viren, bewegen unsere Muskeln und lassen uns wachsen. Doch woher weiß eine Zelle, dass sie für den Haarwuchs zuständig ist und nicht für den Herzschlag?

    1000 Fragen: Woher kennt eine Körperzelle ihre Funktion? - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - SchulSPIEGEL
    Die Hauptverbindung zwischen der Biochemie und dem Gen einerseits liegt in den Eigenschaften einiger einfacherer Moleküle, die in lebenden Zellen vorkommen.

    Die DNS ist eine aufregende und wichtige Verbindung, doch hängt sie hinsichtlich ihrer Aktivität und Replikation von anderen Molekühlen und Strukturen ab. Am wichtigsten sind dabei die spezielle, aber überall auftretenden Strukturen der Zellmembranen. Sie werden von Kräften zusammengehalten, die so schwach sind wie die, welche eine Seifenblase bilden.

    Die Physiker wissen, dass die mikroskopischen Eigenschaften der Atome und ihrer Bestandteile mit den großräumigen Eigenschaften des Weltalls in Verbindung stehen.

    Die schwache Kernkraft bestimmt zum Beispiel die Geschwindigkeit des radioaktiven Zerfalls eines Elements. Feste Materie kann nur deswegen existieren, weil die schwache Kernkraft immerhin so stark ist, dass sie den radioaktiven Zerfall von Atomkernen verhindert.

    In ähnlicher Weise werden die Membranen lebender Zellen von schwachen intermolekularen Kräften zusammengehalten, die wir auch als Van der Waalssche Bindungskräfte bezeichnen.

    Die Molekularbiologen müssen erst von ihrer reduktionistischen Sicht des Lebens (isolierte Betrachtung von Einzelelementen ohne ihre Verflechtung in einem Ganzen) Abstand nehmen, um zu erkennen, dass die aufregenden Eigenschaften der DNS über die schwachen Kräfte der Biochemie, welche die Zellmembranen aller Lebewesen erhalten, mit der Eigenschaft der Erde im Großen verbunden ist.
    Ganzheitliche Spiritualität
  2. #2

    Eine harte Nuss für Evolutionisten...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Haut, Knochen, Gewebe, Organe: Unser Körper*besteht aus Milliarden Zellen.*Sie*bekämpfen Viren, bewegen unsere Muskeln und lassen uns wachsen. Doch woher weiß eine Zelle, dass sie für den Haarwuchs zuständig ist und nicht für den Herzschlag?

    1000 Fragen: Woher kennt eine Körperzelle ihre Funktion? - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - SchulSPIEGEL
    Zitat Spiegel Online:
    "Wie genau diese Regelprozesse zur Ausbildung eines Körpers mit seinen komplexen Strukturen führen, ist allerdings immer noch ein Forschungsgebiet mit vielen offenen Fragen", sagt Kessel.
    Da bin ich zuversichtlich, die agilen Evolutionisten helfen uns bei der "Klärung" der offenen Fragen.
  3. #3

    .

    Zitat von e.schw Beitrag anzeigen
    Da bin ich zuversichtlich, die agilen Evolutionisten helfen uns bei der "Klärung" der offenen Fragen.
    Da können Sie sicher sein, denn von den Kreationisten kommen ja keine vernünftigen und schlüssigen Erklärungen.
    Bei jedem aufgeklärtem und gelösten Problem der Evolution, kommen die Kreationisten und suchen nach einer Lücke, die sie dann bemäkeln.

    Die Evolutionsbiologie wird sicher nie alle Rätsel lösen können, aber mit jedem gelöstem Problem hat man wieder ein Puzzleteil, das sich ins Gesamtbild einpasst.
  4. #4

    Keine Frage des Glaubens

    Zitat von e.schw Beitrag anzeigen
    Zitat Spiegel Online:

    Da bin ich zuversichtlich, die agilen Evolutionisten helfen uns bei der "Klärung" der offenen Fragen.
    Allein das Wort Evolutionisten ist schon tendenziös. Denn es geht hier nicht um eine Glaubensfrage, sondern um Fakten und in sich stimmige Erklärungen.
    Religiöse Ansichten erklären nicht, sondern halten den Menschen von der Erforschung und der Erklärung der Wirklichkeit ab.

    Die Erkenntnisse der Ontogenese sind schon sehr weit fortgeschritten. Da ist kein Platz mehr für irgendwelche metaphysische Ansichten. Ein wichtiger Aspekt dieser Erkenntisse ist die Tatsache, dass das Genom zwar gerne als 'Bauplan' bezeichnet wird, aber in Wirklichkeit kein Bauplan ist. Das heisst, weder 'weiß' das Genom wie der zu bildende Körper aussehen wird, noch ist im Genom eine Darstellung des fertigen Körpers, wie z.B. im Architektenentwurf das Aussehen eines Hauses, zu erkennen.

    Der Körper eines Lebewesens entsteht durch die Zellen, die nach Art einer Schwarmintelligenz das fertige Lebewesen bilden. Das ist wie bei einem Vogelschwarm, der ja auch große und schöne Gebilde erzeugen kann. Nimmt der Vogelschwarm z.B. eine Form wie ein überdimensionaler Tropfen an, so fragt man ja auch nicht, wo ist diese Form in den Vögeln gespeichert. Die ist dort nicht gespeichert. Sondern durch ein paar einfache Regeln der Schwarmintelligenz und ein paar äußeren Einflußfaktoren bildet sich diese Form. Von der Schönheit dieses Gebildes ist dann der Mensch ganz angetan.

    Genauso läuft es auch bei der Ontogenese. Das Genom enthält nur einfache Regeln, welche chemischen Stoffe zu welcher Zeit aktiviert werden (äußere Einflußfaktoren) und in welcher Konzentration sie vorliegen so dass die Zellen sich dann im Sinne der Schwarmintelligenz verhalten und einen Körper erzeugen, worüber sich der Mensch dann wundert.
    Dieser Prozess kann wunderschön experimentell wiederholt und damit bewiesen werden. So konnte z.B. der französische Experimentator Hampé durch die Veränderung der Einflußfaktoren der wadenbeinbildenden Gewebe bei einem Hühnchenembryo die Unterschenkel- und Fußentwicklung des Hühnchen derart ändern, dass das Ergebnis noch urtümlicher als beim Archaeopteryx war. Es wurde also ein viele Millionen Jahre alter Vorgänger des Hühnchenbeins wieder zum Vorschein gebracht.

    Daran sieht man sehr schön, das auch der Übergang von einer Form zur anderen kein geheimnisvoller Prozess ist, sondern ein einfacher analoger Prozess der mit chemischen Stoffen und unterschiedlichen Konzentrationen die 'Schwarmbildung' eines Körper lenkt.
  5. #5

    Ein/Kein Gottesbeweis

    Zitat von e.schw Beitrag anzeigen
    Zitat Spiegel Online:

    Da bin ich zuversichtlich, die agilen Evolutionisten helfen uns bei der "Klärung" der offenen Fragen.
    Unbeantwortete Fragen sind kein Gottesbeweis.
    Die Unbeantwortbarkeit bestimmter Fragen ist auch kein Gottesbeweis, sondern ein grammatikalisches (Schein-) Problem.
  6. #6

    Zitat von Patanjali Beitrag anzeigen
    Nimmt der Vogelschwarm z.B. eine Form wie ein überdimensionaler Tropfen an, so fragt man ja auch nicht, wo ist diese Form in den Vögeln gespeichert. Die ist dort nicht gespeichert. Sondern durch ein paar einfache Regeln der Schwarmintelligenz und ein paar äußeren Einflußfaktoren bildet sich diese Form.
    Die "Schwarmintelligenz" ist allerdings auch nicht gespeichert, sie ist nicht mal vorhanden, sondern ist nur eine sprachliche Metapher. Solche Metaphern oder Redensarten führen dann immer wieder zu großen Missverständnissen, manchmal sogar gewollt aus kommerziellen Gründen.
    Genauso läuft es auch bei der Ontogenese. Das Genom enthält nur einfache Regeln, welche chemischen Stoffe zu welcher Zeit aktiviert werden (äußere Einflußfaktoren) und in welcher Konzentration sie vorliegen so dass die Zellen sich dann im Sinne der Schwarmintelligenz verhalten und einen Körper erzeugen, worüber sich der Mensch dann wundert.
    Die Zellen enthalten komplexe Signalsysteme. Die Zellmembrane sind durchlässig für viele Arten von Ionen und kleinen Molekülen, die als Signalträger fungieren und Signale zwischen außen und innen austauschen, z.B. zwischen benachbarten Zellen oder infolge von Konzentrationsgradienten im extrazellulären Raum. Innerhalb der Zellen werden die Signale weitergereicht an die DNA als sogenannte Transkriptionsfaktoren oder Schalter. Letztlich sind es Wirkungskreise, die zu Wirkungsnetzen verknüpft sind mit vielen Rückkopplungen, denn die meisten Signalmoleküle sind selber wieder Produkte der Gene.

    "Selbstorganisation" ist das Schlagwort für diese Form der Entwicklung, weil der Organismus sich aus sich selbst heraus entwickelt, ohne Steuerung von außen, wohl aber durch Beeinflussung von außen. Auf jeder Stufe der Entwicklung wird neue Information generiert - neue Moleküle entstehen durch Genexpression oder Stoffwechsel - und Information von außen zugeführt, die dann wieder die nächste Stufe steuert.

    Ein wichtiger Punkt wird meist ignoriert. Die befruchtete Eizelle bekommt nicht nur das Genom von Vater und Mutter, sondern auch viele Substanzen von der Mutter geliefert, die für die anfängliche Genmaschinerie notwendig sind, insbesondere mRNA (messenger RNA). Darin liegt eine Quelle für epigenetische Vererbung. Erst nach einigen Zellteilungen funktioniert die Genmaschinerie im Embryo autonom. Das ist wie das Anschieben eines Autos mit leerer Batterie.
  7. #7

    Zitat von e.schw Beitrag anzeigen
    Da bin ich zuversichtlich, die agilen Evolutionisten helfen uns bei der "Klärung" der offenen Fragen.
    Da bin ich auch zuversichtlich:-)

    Das Netzwerk der Erklärungen wird immer dichter. Die Wissenschaft bleibt nicht stehen, sie ist noch mitten in der Arbeit und wird es noch lange bleiben. Ernsthafte Alternativen zur Evolutionstheorie und zur Entwicklungsbiologie sind nicht in Sicht.

    Dagegen gibt es in der Biologie immer wieder neue Erkenntnisse, selbstverständlich auch Korrekturen vorhandener Theorien oder Überzeugungen. Gerade in jüngster Zeit ist eine kleine Revolution zu beobachten. Es zeigt sich immer deutlicher, dass das Genom nicht diese exklusive Macht hat, die ihm bisher zugedacht wurde. Die Umwelt des sich entwickelnden Embryos hat gewichtige Mitspracherechte, die sich sogar auf die Evolution auswirken können! Diese Zusammenhänge lassen sich sogar beobachten.
  8. #8

    Nur eine Frage der Zeit?

    Zitat von Patanjali Beitrag anzeigen
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    So konnte z.B. der französische Experimentator Hampé durch die Veränderung der Einflußfaktoren der wadenbeinbildenden Gewebe bei einem Hühnchenembryo die Unterschenkel- und Fußentwicklung des Hühnchen derart ändern, dass das Ergebnis noch urtümlicher als beim Archaeopteryx war. Es wurde also ein viele Millionen Jahre alter Vorgänger des Hühnchenbeins wieder zum Vorschein gebracht.
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    Jack Horner und James Gorman (“Evolution Rückwärts - Auf den Spuren des Dinosauriers im Huhn”) versuchen Ähnliches. Die Beiden werden es uns sicher wissen lassen, wenn sie sich mit ihren Versuchs-Hühnern dem Dinosaurier etwas genähert haben. Kann halt dauern. Na ja, die Sonne soll ja noch fünf Milliarden Jahre scheinen.
  9. #9

    Eine Sache des Standpunktes...

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
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    Das Netzwerk der Erklärungen wird immer dichter.
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    Andere sagen es so: Der Würgegriff der Evolutionisten wird immer fester.
    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Ernsthafte Alternativen zur Evolutionstheorie und zur Entwicklungsbiologie sind nicht in Sicht.
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    Der Spiegel-Artikel bringt gegen die Evolutions- Hypthese im Grunde vernichtende Einwände.


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