Als ich Anfang der 80er Jahre in Saudi Arabien als Firmenlehrer arbeitete, beobachtete ich auch einige Jahre den dortigen Vogelzug durch die arabischen Wüsten, Die Zieher stammten vermutlich meistens aus den eurasischen Gebieten.
Ich bekam damals Besuch von dem bekannten deutschen Vogelforscher Prof. W. Wiltschko, der die Orientierung der Zugvögel am Erdmagnetfeld beim Rotkehlchen entdeckte, eine Entdeckung, die heutzutage fast auf alle Tierarten als Navigationshilfe ausgeweitet wurde.
Schon damals fragten wir uns, warum die Vögel diese riesgen Strapazen auf sich nehmen..
Neben der hiuer gemachten Erklärung ist aber auch möglich, dass einige Arten aus dem Süden stammen und sich zur Brutzeit aufgrund des Populationsdrucks nach Norden begaben, um dann im Winter wieder zurück zu ziehen. Nicht vergessen darf man aber, dass die Zugvögel eine verschieden starke Zugunruhe genetisch bedingt zur Zugzeit befällt, die sie praktisch zwingt, in eine vorgegebene Richtung abzufliegen. Es ist daher nicht unbedingt Intelligenz, die den einen Vogel weiter als den anderen fliegen lässt.
Zudem muss man wissen, dass nicht wenige Vögel in die "falsche" Richtung ziehen, wobei sie dann sterben und diese Richtung nicht weiter vererben können. So hat sich bei einer Art (Gartengrasmücke?) aufgrund der Klimaerwärmung auch eine nördliche Zugroute über Britannien entwickelt, weil die Zieher ja nun nicht unbedingt absterben.
Man sieht also, das Thema ist wesentlich komplizierter, als es auf den ersten Blick zu sein scheint.
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