REUTERSZum letzten Mal legt Josef Ackermann die Bilanz der Deutschen Bank vor, der krönende Abschluss ist es nicht: 1,4 Milliarden Euro hat das Institut im ersten Quartal verdient, weniger als erwartet. Zwei Drittel des Konzernergebnisses erwirtschaftete die Sparte von Ackermans Nachfolger Anshu Jain.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...829835,00.html
Schon vor Jahren wurde sich Gedanken darüber gemacht, was bei Herrn Ackermann sonst noch so geschrumpft sein könnte. Mutti hat er aber wohl zu wachsendem Stolz auf ihre Geschlechtlichkeit verholfen.
Das Geschäftsmodell der Banken ist abhängig von
1. schier unbegrenzt verfügbarem billigem Geld
2. und lockeren Regeln,
sonst kann es nicht mehr funktionieren. Dieses Spiel ist zu Ende.
Die Finanzdienstleister haben jahrzehntelang über ihre Verhältnisse
gelebt. Die Aktionäre sind verärgert über die desaströse
Wertentwicklung ihrer Bankaktien. Es wurde ausgelassen,
den Börsenwert der FinanzInstitute zu steigern sowie einen höheren
Teil ihrer Gewinne an ihre Anteilseigner auszuschütten.
Die Investoren wollen bei den anstehenden Kapitalerhöhungen
deshalb nicht mehr mitmachen. Das überlassen sie dann gerne
systemrelevant den Steuerzahlern. Großbanken, die überleben
wollen, müssen ihre Geschäftsmodelle grundlegend ändern.
Die Schlagzeile macht eigentlich nur deutlich, wie wenig die SPEGEL Redaktion begriffen hat. Wenn Sie einen Vierteljahresgewinn als "Schrumpf-Gewinn" bezeichnet, was muß in den Köpfen der Redakteure eigentlich vorgehen? Ich kapier' das nicht: das sind 1400 Millionen Gewinn, Leute! Und dieses Geld hat die Bank zum größten Teil über das Investmentbanking erzielt, das andere Firmen und Investoren jetzt weniger haben.
Das ist ja das perverse: Ist der Quartalsgewinn nur ein klein wenig geringer als der vorherige, wird das von bestimmten Leuten direkt als Verlust verkauft. Da wird das Wort „Gewinnschmälerung“ so gebraucht, als ob es sich dabei um echte Verluste handelt. Leider fällt der Normalbürger immer wieder auf solche Sprüche rein.
Das ist ja das perverse: Ist der Quartalsgewinn nur ein klein wenig geringer als der vorherige, wird das von bestimmten Leuten direkt als Verlust verkauft. Da wird das Wort „Gewinnschmälerung“ so gebraucht, als ob es sich dabei um echte Verluste handelt. Leider fällt der Normalbürger immer wieder auf solche Sprüche rein und glaubt das auch noch.
ihr wisst schon, dass das NICHT zwingend bedeutet, dass da leute die ganze zeit hin und her zocken...? investmentbanking ist a) eine dienstleistung, unternehmen und statten bei der kapitalaufnahme zu helfen b) eine dienstleistung, kunden bei der vermögensverwaltung zu unterstützen und ggf c) eigenhandel. soweit ich weiss, betreibt die deutsche bank seit ausbruch der krise kaum noch eigenhandel.
das ist einfach eine -wohl ganz gut bezahlte, weil wohl nicht ganz einfach zu erbringende- dienstleistung. auch wenn das leider als feindbild nicht taugt...