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Summerhill - Modell für die Zukunft?

Linksliberale Eltern schicken ihre Kinder auf katholische Privatschulen oder streng regierte Internate, zugleich suchen konservative Eltern Schulen ohne Zwang und Leistungsdrill.

Sind die Summerhill-Ideale überholt, oder erleben die Ideale der antiautoritären Erziehung eine Renaissance? Was meinen Sie?
  1. #330

    Aufgegangen?

    Zitat von HaPeGe Beitrag anzeigen
    Wer sich mit der Erziehung von Kindern beschäftigt, dem sollte mittlerweile aufgegangen sein, dass Kinder Regeln brauchen, dass sie lernen müssen diese Regeln einzuhalten. Im späteren Leben als Erwachsener ist es nicht anders.

    Ich habe.....
    Lieber HaPeGe,
    mich interessiert brennend, wer oder was und wie Sie zu "Selbstdisziplin ! " gebracht wurden. Und schildern Sie bitte auch noch ein bischen wie Ihre Selbstdisziplin ausschaut. Was dürfen Sie, bzw. was erlauben Sie sich und was nicht? Was gönnen Sie sich?
    Wenn Sie meine Beiträge gelesen haben, werden Sie unschwer erkennen, dass ich überhaupt nicht Ihrer Meinung bin. Ich sehe die Sache nämlich ganz anders. Ich bin nicht nur antiautoritär, nein, ich gehe noch einen Schritt weiter, ich bin auch noch antipädagogisch. Meine Kinder wurden nie zu Disziplin angehalten, sie wurden bestenfalls darauf hingewiesen, was passieren könnte, falls sie dies oder jenes tun oder nicht tun. Sie entschieden immer selbst und das schon vom ersten Bissen an. Ich kann nicht sagen, dass meine inzwischen erwachsenen Kinder irgendwelche Defizite aufweisen, was Disziplin in der Gestaltung ihres Lebens angeht. Woher ihre Angst?
  2. #331

    Zwar spät, aber immerhin doch noch !

    Zitat von janewayn Beitrag anzeigen
    Lieber HaPeGe,
    mich interessiert brennend, wer oder was und wie Sie zu "Selbstdisziplin ! " gebracht wurden. Und schildern Sie bitte auch noch ein bischen wie Ihre Selbstdisziplin ausschaut. Was dürfen Sie, bzw. was erlauben Sie sich und was nicht? Was gönnen Sie sich?
    Wenn Sie meine...
    Das meine ich in Bezug auf meine Antwort. Meiner Meinung nach bildet sich Selbstdisziplin aus der Erkenntnis, dass man durch die Einhaltung von Regeln bei seinem Tun und Handeln keine Nachteile erleidet. Daraus läßt sich ableiten, dass auch Sie verehrte Foristin Ihre Kinder zur Selbstdisziplin erzogen haben, ungewollt. Sie haben sie konsquent erzogen, d.h. Ihren Kindern war bewusst, dass die Nichteinhaltung einer Regel Konsequenzen haben könnte. Das ist aber eigentlich schon keine antiautoritäre Erziehung mehr. Die antiautoritär erziehenden Eltern der 68er haben ihre Kindern völlig das machen lassen, was sie wollten. Das gab es keine Regeln. Und diese Kinder haben das dann, als sie erwachsen waren, auf ihren Alltag übertragen, ...und sind dann naturgemäß überhaupt nicht mehr zurecht gekommen und oft erst einmal kläglich gescheitert. Deshalb meine Abneigung gegen eine antiautoritäre Erziehung.

    Ich bin zu meiner Selbstdisziplin durch die Erzeihung meiner Mutter gelangt. Meiner Vater starb, als ich vier Jahre alt war. Eine Rolle als Vorbild spielte mein Großvater. Disziplin habe ich außerdem bei der Bundeswehr (1962 - 1965) gelernt. Damals war die Ausbildung noch hart und mit der heutigen nicht vergleichbar. Meine Selbstdisziplin äußert sich u.a. in meinem Verhalten gegenüber Mitmenschen im weitesten Sinne. Oder auch in Kleinigkeiten, man könnte auch sagen in Gewohnheiten: ich stehe nur selten nach 11:00 Uhr auf. Ich halte auch einer Frau eine Tür auf, ...auch wenn ich sie überhaupt nicht ausstehen kann.








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