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Toleranz - immer der richtige Weg?

Toleranz gilt als echte soziale Tugend, Basis von fruchtbarem Miteinander von Menschen, Staaten und Kulturen. Aber Toleranz hat für jeden auch Grenzen. Wo liegen sie? Gibt es "gute" und "schlechte" Toleranz, zum Beispiel in der Erziehung? Was ist Ihre Einstellung zur allseits geforderten Toleranz?
  1. #1

    Nun ja, ich habe Schwierigkeiten, z.B. (Neo-)Nazis, religiösen Fundamentalisten, also
    all jenen, die für sich die absolute Wahrheit beanspruchen, mit Toleranz zu begegnen.

    Denn Toleranz darf meiner Meinung nach nicht zur Selbstverleugnung führen.

    MfG
    Mischa Dreesbach

    P.S.: Schade, daß hier noch niemand was geschrieben hat… :(
  2. #2

    Zitat von Mischa Dreesbach
    Nun ja, ich habe Schwierigkeiten, z.B. (Neo-)Nazis, religiösen Fundamentalisten, also
    all jenen, die für sich die absolute Wahrheit beanspruchen, mit Toleranz zu begegnen.
    warum? weil sie besser wissen, was wahrheit ist und was nicht?
  3. #3

    Ich glaube, daß viele Menschen denken sie seien tolerant, dabei kümmern sie sich nur um nix.

    Wer alle versteht, versteht sich selber nicht mehr.

    Andererseits, wer allem zustimmt, hat vielleicht nur schlechte Nerven.
  4. #4

    ???

    Zitat von illona kunz
    warum? weil sie besser wissen, was wahrheit ist und was nicht?
    Nein, weil sie die Freiheit anderer nicht achten. Ich weiß ja nicht welchen Kontakt Sie
    zu z.B. Neo-Nazis haben, aber ich sehe darin eine Gefahr für Leib und Leben meiner
    Familie und meiner Freunde. So einfach ist das.
    Und da ich beinahe täglich irgendwelche Drohungen von Neonazis bekomme, habe ich
    auch allen Grund, das so zusehen, wie ich es eben tue.

    Und ich habe definitiv nicht geschrieben, daß ich im Besitz einer allgemeingültigen
    Wahrheit wäre. Bedauerlich, daß jede persönliche Überzeugung hier als Angriff der
    eigenen angesehen zu werden scheint.


    P.L.U.R.
  5. #5

    Zitat von illona kunz
    warum? weil sie besser wissen, was wahrheit ist und was nicht?
    Ach und sie wissen was Wahrheit ist? ... ich bin absolut gegen universelle Toleranz. Wer gegen Menschenrechte verstösst, verdient keine Toleranz von denen, die sie achten! Wer selbst nicht tolerant ist, kann auch von mir keine Toleranz erwarten. Wer alles toleriert, toleriert auch seine eigene Dummheit ^^
  6. #6

    Ich finde Toleranz persönlich für sehr wichtig. Stereotypen und Cliches zerstören jedoch häufig diese.
    Aber auch ich habe probleme, bei radikalen Gruppen Toleranz zu zeigen.Dabei stelle ich mir immer die Frage, ob man nun bei z.b. Rechsradikalen Toleranz zeigen sollte. Denn auf der anderen Seite sieht die Situation ja dann so aus, wie in dem Beitrag über mir geschildert. Man glaubt, es besser zu wissen. Problematisch sehe ich generell Toleranz für Gruppen oder Personen zu zeigen, die selber ein sehr eingeschränktes Verhältnis zu Toleranz in jeglicher Form besitzen.
    Gruß
    Tim Janßen
  7. #7

    Zitat von illona kunz
    Zitat von Mischa Dreesbach
    Nun ja, ich habe Schwierigkeiten, z.B. (Neo-)Nazis, religiösen Fundamentalisten, also
    all jenen, die für sich die absolute Wahrheit beanspruchen, mit Toleranz zu begegnen
    warum? weil sie besser wissen, was wahrheit ist und was nicht?
    Nein, aber ich sehe gerade, daß ich mich auch nicht richtig ausgedrückt hatte.
    Ich meinte natürlich, daß jene, die für sich die absolute Wahrheit beanspruchen,
    und diese anderen aufzwingen wollen, nicht mit meiner Toleranz rechnen können.

    Sry, für diese Ungenauigkeit.
  8. #8

    "Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein", sagt man so schön - Meinungsfreiheit ist ein wichtiges Gut, und Toleranz ein schönes Wort, aber gerade die Gutmeschen, die damit ständig um sich werfen, werden ihrem eigenen Anspruch nicht gerecht.

    "Konsequenz" heisst das Stichwort, ENTWEDER man setzt sich dafür ein, daß _jeder_ seinen Platz zum Wirken bekommt - auch Nazis, Naturschützer und NDR-Schreiber - oder eben nicht. Man kann nicht auf der einen Seite Toleranz fordern und diese Forderung im gleichen Satz einschränken, auch nicht in Bezug auf jene, die selbst "intolerant" sind.

    Zuende gedacht führt das zwangsläufig zu der Erkenntnis, daß "Toleranz" lediglich ein rosa-Wattebäuschen-Argument derer ist, die zu Sache nichts beizutragen haben oder denen der Mumm in den Knochen fehlt zu sagen "Das finde ich scheiße, das will ich nicht" und genau solche Meinung bzgl. ihrer selbst auch von anderen zu ertragen.
  9. #9

    Zitat von Mischa Dreesbach
    Ich meinte natürlich, daß jene, die für sich die absolute Wahrheit beanspruchen,
    und diese anderen aufzwingen wollen, nicht mit meiner Toleranz rechnen können.
    da bleiben dann aber nicht mehr besonders viele uebrig, aus meiner sicht zumindest, denn ich habe den eindruck, dass schonmal drei der grossen weltreligionen eine absolute wahrheit fuer sich beanspruchen, und auch nicht wirklich zimperlich damit sind, sie anderen aufdraengen zu wollen (beim buddhismus denke ich, dass 'er' auch meint, die antwort auf alle fragen gefunden zu haben, aber es wird nicht vergleichbar missioniert; der hindusimus ist eh die toleranz in religion). genauso verhaelt es sich bei politischen ansichten, mMn.

    der gedanke den ich dabei habe ist: eine ganze menge leute meinen, genau zu wissen, was gut und richtig ist, na, oder zumindest glauben sie es, und das eine und andere widerspricht sich da durchaus. und alle alle sind irgendwie erwachsen und zu mir gleichberechtigt. ich fuer mich habe eine art weg gefunden, der unterscheidet sich oft gravierend von anderen wegen. bitte sehr.








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