Dann gehören Sie laut Wikipedia zu den Platonikern.
Zitat:
"Mathematische Gegenstände (Zahlen, geometrische Figuren, Strukturen) und Gesetze sind keine Konzepte, die im Kopf des Mathematikers entstehen, sondern es wird ihnen eine vom menschlichen Denken unabhängige Existenz zugesprochen. Mathematik wird folglich nicht erfunden, sondern entdeckt."
Hier der Link:
http://de.wikipedia.org/wiki/Philosophie_der_Mathematik
Ich gehöre der philosophischen Richtung an, dass Mathematik als Geisteswissenschaft durch nachdenken erfunden wird.
Einige mathematische Zusammenhänge beschreiben unsere Welt sehr gut, andere Gesetze haben mit unserer Welt nichts zu tun.
Oder was halten Sie von hypothetischen Räumen, in denen ein Punkt A den Nachbarpunkt B hat, B jedoch nicht den Nachbar A?
Oder eine Strecke, deren Rückweg länger ist als der Hinweg.
Den Gedanken Mathematik zu erschaffen sehe ich rein sportlich, auch wenn es keinen Nutzen hat.
Man muss sich nicht immer an die Wirklichkeit halten.
Was die Gesetze unserer Welt angeht, kann ich nur Einstein zitieren:
"Hatte Gott eine Wahl, als er das Universum erschuf?"