Der Hase hat dazugelernt,
läuft nicht mehr um die Wette.
Der Igel ist soweit entfernt
wie er es gerne hätte.
HM 20.4.12
Was hier noch fehlt, ist ein Forum wo man sich vom drögen und harten Alltag des Internet - Surfens erholen kann um sich den Harfenklängen der Poesie hinzugeben. Alles ist erlaubt : sowohl selbstverfaßte Zeilen, wie auch die berühmter Poeten, ob politisch oder unpolitisch, ob satirisch oder ernst, ob Goethe, Schiller, Rilke, Wedler oder Morath: Nur keine Hemmungen!
Der Hase hat dazugelernt,
läuft nicht mehr um die Wette.
Der Igel ist soweit entfernt
wie er es gerne hätte.
HM 20.4.12
Das haben Sie gut gemacht! "strahlende Herbstage" und "Land von einst" sehr gut! Trotzdem bin ich noch nicht ganz glücklich mit der Übersetzung. Hier ein Verbesserungsvorschlag ;)
Die Zeit wendet sich
vom Frühjahr zum Sommer
Meine Schwestern,
alle sind sie ihres Weges gegangen
Ich liege auf
frischgeschnittenem Grass
verschwende einen
weiteren Tag
Der Frühling brachte uns
verdorrte Blumen
einst golden
an strahlenden Herbsttagen
Zerbrechliche Anblicke
einer längst gestorbenen Zukunft
verbleiben
im blassen Dunst
Die Zeit hat sich gewandt
vom Herbst zum Winter
Ich sah die Wellen
am Ufer brechen
Alles fühlt sich nun
so viel kälter an
Nacht fällt
im Land von einst
Leute, es ist kalt geworden
Und so miefig, öd' und leer!
Rauhe Winde wehn von Westen
Und die Sonne scheint nicht mehr
Auf die Insel möcht' ich fliegen
aus dem grünen Jammertal
Möcht in Gras und Blumen liegen
Und mich freu'n am Sonnenstrahl;
Möchte hören die Bongotrommeln
Und der Steeldrum Glockenklang,
Möchte tanzen in der Strandbar
zu der Rastas süßem Sang.
Auch Zigarren möcht ich rauchen
und das grüne Rastakraut
Und im Bette möcht ich liegen
mit der heißen Superbraut
Leider hab ich keine Kohle
und so bleibe ich zuhaus'
denn ich habe keinen Job,
bin arm wie eine Kirchenmaus...
O wie ist es kalt geworden - Volksliederarchiv
Wie sagt oasis zu Schokoschumkuss?
P.s.
Nur um hier Verwechslungen zu vermeiden.
Ja, das finde ich sehr gut.
Besonders gefallen mir:
verschwende einen weiteren Tag
verdorrte Blumen (obwohl ich auch das sehr künstliche "trockenwelk" mag)
Zerbrechliche Anblicke ... verbleiben
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Unentschieden bin ich bei:
Zeit wendet sich anstelle von
Zeit wechselt auf (das Bild einer Verkehrsampel)
Wellen am Ufer brechen, anstelle von Wellen ans Ufer schlagen
und
Nacht fällt im Land, anstelle von Nacht fällt auf das Land
Für mein Empfinden treffen hier die "härteren" Formulierungen die Stimmung, die sich mir beim Lesen des Gedichtes einstellte: der Eindruck einer verlorenen (inneren und äußeren) Natur, die nicht mehr "mitspielt". Damit verlieren auch die Jahreszeiten ihren ursprünglichen Bezug zur Natur, sie werden zu Ampelphasen einer technischen Zeitsteuerung.
Die Zeiten ändern sich
Alles fühlt sich so viel
kälter an
Die Sonne wärmt
nicht mehr
Ich vermisse dich
so sehr
Nichts wird wieder so
wie es mal war
Gnädig verweht der Wind
die alten Spuren
(Depri spontan - Schluchz - Taschentuch)