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Café SponTan

...für die Dauer der Betriebsferien.
  1. #99410

    Zitat von feenixausasche Beitrag anzeigen
    Eben, je nach Geschmack. Ich habe es mir seit Deiner ersten Äußerung zu dem Gedicht verkniffen, aber jetzt sage ich es doch: Nicht alles, was Du persönlich nicht verstehst, ist schlecht.
    Wer Kunst als "Geschmackssache" abtut, versteht sie nicht - daß Grass jedes Recht besitzt, den Umgang der Gläubigerstaaten mit Griechenland zu kritisieren, hat Marbot in keiner Weise beanstandet, dennoch ist dies trotzige Poem nicht gerade ein Meisterwerk der Dichtkunst, egal, ob man's an klassischen Vorbildern mißt oder an formaufbrechenden Leistungen der Moderne...
  2. #99411

    Zitat von achras Beitrag anzeigen
    Wer Kunst als "Geschmackssache" abtut, versteht sie nicht - daß Grass jedes Recht besitzt, den Umgang der Gläubigerstaaten mit Griechenland zu kritisieren, hat Marbot in keiner Weise beanstandet, dennoch ist dies trotzige Poem nicht gerade ein Meisterwerk der Dichtkunst, egal, ob man's an klassischen Vorbildern mißt oder an formaufbrechenden Leistungen der Moderne...
    Das könnt Ihr Formalisten halten wie der aufm Dach, schau Dir Dadaismus an oder bestimmte Formen der Malerei, da ist gar nichts mehr "formal" in Ordnung, an Formalitäten halten sich die, die sonst keinen Halt haben und doch einen Anker brauchen, um zu kritisieren. Kommt mir vor wie der olle Professor Baumann, damals gerade als Justizsenator in Berlin gescheitert, der einem meiner Freunde im ersten Staatsexamen vorhielt, er habe bei der mündlichen Prüfung keine Krawatte an und DAS ginge ja nun gar nicht. Mein Freund hat ihn ausgelacht, und das mit vollem Recht.
    Unter den Talaren Reimereien von Hausfauen Gnaden, oder was wollt IHR Günter Grass mitteilen?
  3. #99412

    Zitat von achras Beitrag anzeigen
    Nun müsste man Günter Grass zugutehalten, daß ihm der berühmt Ausspruch Adornos, wonach das Schreiben von Gedichten in jüngerer Zeit barbarisch sei, bekannt ist, und er also uns schulmeisternd zeigen will, wie "barbarische Dichtung", die der wirtschaftsbarbarischen Zeit entgegenzuwirken sich vorgenommen hat, aussähe...
    ?????????
    Sie wissen aber auch, das es bei dem Begriff „barbarisch“ um eine Vergangenheitsbewältigung ging, die mit einem ´scheinheiligen Geschichtsbild purer Nützlichkeit´ operierte.Und er korrigierte später:(1966) "Das perennierende Leiden hat soviel Recht auf Ausdruck wie der Gemarterte zu brüllen; darum mag falsch gewesen sein, nach Auschwitz ließe kein Gedicht mehr sich schreiben." Gedichte nach Auschwitz hielte er für möglich, wenn sie dem Leiden Ausdruck verleihen und der Vergangenheit gedenken.
    Ganz im Sinne von Grass!
  4. #99413

    Zitat von achras Beitrag anzeigen
    Wer Kunst als "Geschmackssache" abtut, versteht sie nicht -
    Hauptsache Du verstehst sie im Maßstab 1:57. Jeder hält DAS für Kunst, was ihm gefällt, das ist bei Haios erbitterter Abneigung gegen Hesses Gedichte so und das ist bei dem Krach so, den Du hier manchmal als "Musik" einstellst.
    Die beste Kunst ist die, die sich als weiße Leinwand 60x80 cm für 1 Million € das Stück verkaufen läßt ...
  5. #99414

    Zitat von achras Beitrag anzeigen
    Allein die Kosten, die bei der Bergung von Unfallschäden an Allee- und Chausseebäumen seitdem entstanden sind, gell?
    Rofl!
    Friedelmaus
  6. #99415

    Zitat von achras Beitrag anzeigen
    Wer Kunst als "Geschmackssache" abtut, versteht sie nicht - daß Grass jedes Recht besitzt, den Umgang der Gläubigerstaaten mit Griechenland zu kritisieren, hat Marbot in keiner Weise beanstandet, dennoch ist dies trotzige Poem nicht gerade ein Meisterwerk der Dichtkunst, egal, ob man's an klassischen Vorbildern mißt oder an formaufbrechenden Leistungen der Moderne...
    Zwischen „Meisterwerk“ und „Warum dieses handwerklich völlig mißglückte Gedicht?“ gibt es ja Meilen an Zwischenräumen.
    Und bei Schuldzuweisungen wurde ja nicht nur von Marbot Stellung hier (und im Fachthread) genügend Vorwürfe erhoben „Romantisierende Gedichte und Antike-Verklärung (und Schuldzuweisungen nach welcher Richtung auch immer) sind, glaube ich, das Letzte, was in dieser Situation gebraucht wird.“

    Nicht nur GR weist Schierlingsbecher zurück - hier geschieht es in Formkritik.....
  7. #99416

    Zitat von feenixausasche Beitrag anzeigen
    Moin. Bestes Wetter, strahlend blauer Himmel (im Gegensatz zu gestern, da war alles wolkenverhangen grau), die Sonne lacht vom Himmel und lacht über die griesgrämigen Formalkritiker. Der Kaffee hat gemundet, das Körnerbrot mit selbstgemachter Kirschmarmelade und selbstgemachtem Honig ebenso. Ein weiterer Feiertag, viele Geschäfte und Ärzte haben zu, wegen des Brückentages nächste Woche nach dem Donnerstag Fronleichnam nächste Woche gleich für ganze 2 Wochen. Die Kids haben hier bei uns auch 2(!) Wochen Schulferien nach Pfingsten, eine richtige Delle im Konsumrausch und Wirtschaftswachstum um die 0,5% als Riesenaufschwung ;-))
    Zeit für Urlaub in Griechenland? Oder Hölderlin und Grass lesen?
    Najaaa - Bayern eben.
    F.
  8. #99417

    Zitat von feenixausasche Beitrag anzeigen
    Das könnt Ihr Formalisten halten wie der aufm Dach, schau Dir Dadaismus an oder bestimmte Formen der Malerei, da ist gar nichts mehr "formal" in Ordnung, an Formalitäten halten sich die, die sonst keinen Halt haben und doch einen Anker brauchen, um zu kritisieren. Kommt mir vor wie der olle Professor Baumann, damals gerade als Justizsenator in Berlin gescheitert, der einem meiner Freunde im ersten Staatsexamen vorhielt, er habe bei der mündlichen Prüfung keine Krawatte an und DAS ginge ja nun gar nicht. Mein Freund hat ihn ausgelacht, und das mit vollem Recht.
    Unter den Talaren Reimereien von Hausfauen Gnaden, oder was wollt IHR Günter Grass mitteilen?
    Wenn ich mir die "Elefantenparade" so ansehe und vorspreche - viel mehr Form geht garnicht! Es muß sich ja nicht immer nur hinten reimen. Dada ist absolut kein formloses Geschmadder!
    Friedlemaus
  9. #99418

    Zitat von Friedelmaus Beitrag anzeigen
    Najaaa - Bayern eben.
    F.
    Rofl - wer wohnt in Bayern? Ich nicht, ich lebe am Neckarstrand ... in der Stadt Hölderlins (oweh, schon wieder ein Grass-Gedicht-Bezug)
  10. #99419

    Zitat von prosperosbluebeard Beitrag anzeigen
    Nun, Luis Wu, ein interessanter Vorschlag, der bestimmt auch gerne von der Gegenseite aufgegriffen würde .Was machen wir aber dann mit den Vorschlägen des bayerischen MPs?Auch ein Realist?
    Zitat:„Wir zahlen in Europa für alle, dann können wir auch für deutsche Zwangsarbeiter zahlen“, sagte der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) beim Sudetendeutschen Tag am Pfingstsonntag in Nürnberg …..Die Kosten für die Entschädigung deutscher Zwangsarbeiter auf insgesamt 200 Millionen Euro belaufen. Gedacht sei an einen Einmalbetrag von 5000 Euro für jeden Betroffenen: „Ein solcher Betrag muss adäquat zu dem sein, was allen anderen Zwangsarbeitern gezahlt wird“, sagte sie.
    (Sie erinnern sich an einen Anerkennungsbetrag in gleicher Höhe für andere Verbrechen, da war die Begründung:“Die Entschädigung hat sich nach der für Holocaust-Überlebende gerichtet. Es schien undenkbar, dass es für sexuelle Gewalt einen höheren Betrag geben sollte.“)
    Dabei wolle er auch den schon länger geforderten nationalen Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung zum Thema machen, (und unterstrich dieses Anliegen auch gestisch)
    Nach ihrer(Steinbach bf) Schätzung leben in Deutschland noch rund 40000 Deutsche, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Straflagern in Polen, Russland, der Tschechoslowakei und Rumänien zu Strafarbeit verpflichtet waren. foc
    Korrektur
    .....Dabei wolle er auch den schon länger geforderten nationalen Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung zum Thema machen, (und unterstrich dieses Anliegen auch gestisch
    Nach ihrer Schätzung leben in Deutschland noch rund 40000 Deutsche, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Straflagern in Polen, Russland, der Tschechoslowakei und Rumänien zu Strafarbeit verpflichtet waren. Foc


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