...für die Dauer der Betriebsferien.
Was ist denn an der Bemerkung unnett, unfreundlich und unsachlich?
Die Erkenntnis von Mathew Ingram ist auch nicht neu, das weiß jeder Zeitungs- und Zeitschriftenherausgeber, die Leute lesen am Liebsten, was ihnen entgegenkommt.
Externe Mehrwerte? Vergiss es. Gute Inhalte und aktive Partizipation? Kommt immer ganz auf die Einstellung an. Deine ist nicht unbedingt übereinstimmend mit meiner. Nur in der Tendenz.
Auch hier wird leider pauschalierend die Realität in D völlig ausgeblendet.
Eine alleinerziehende Logopädin (im KKH beschäftigt), Mitte 40, mit einer 12-jährigen Tochter muss ergänzend Hartz IV beantragen, weil das Einkommen aus Vollzeittätigkeit nicht reicht. Freiberuflich in einer logopädischen Praxis ist ihr noch weniger Geld geboten worden: sie können doch aufstocken ...
Ein Ehepaar (Koch, ZA-Helferin), beide mit Berufsabschluß, einem 2-jährigen Kind und 1,5 Arbeitsstellen muss ergänzend Hartz IV beantragen, weil das Einkommen nicht reicht.
Wenn in einer Gesellschaft über 20 Jahre der pure Egoismus als Lebensmodell gepredigt und gepriesen wird, dann werden immer mehr Männer lieber ihr egoistisches Glück suchen als bei Frau und Kind zu bleiben.
Fast 25% Niedriglöhner sprechen doch eine deutliche Sprache, man muss doch nicht immer wieder das Bild von prekären Vielkinderfrauen schwarzmalen (da würde ein Blick in die frei zugängliche Statistik reichen, um anhand von Fakten festzustellen, dass es sowas gar nicht oft gibt ...)
Achja, und wenn ein neuer Partner dazu zieht, muss er aus seinem Einkommen für die Partnerin und die fremden Kinder die Hartz IV-Leistungen bezahlen anstatt des Staates, soweit sein Einkommen reicht. Verlockende Aussichten ...
Das sogenannte Lebensmodell der Patchworkfamilien und dem der alleinerziehenden Eltern halte ich für eine nur halb freiwillige Entwicklung, die aufgrund der Lebensereignisse auferlegt wird.
Die Möglichkeit dazu resultiert aus der Aufklärung und dem Prozess, der durch die sexuelle Revolution, die daraufhin faktische Emanzipationsbewegung der Frauen entstanden ist und die männliche Dominanz in der Familie auflöste.
Die politische Lage unterstützte die Verhältnisse aus sozialer Solidarität, die heute nicht mehr stattfindet.
...Wo nimmt die Zahl alleinerziehenden Frauen "so" zu, wenn die Anzahl geborener Babies so schrumpft?
Das Modell der Ehe funktioniert nicht mehr, möglicherweise auch deshalb, weil die Kirche ihre Vertraulichkeits - und Bindungsposition verloren hat. Familien, die ohne Trauschein zusammenleben, dennoch Kinder bekommen, legitimieren sich rechtlich immer noch nicht auf dem gleichen Level wie eingeschriebene legitimierte Ehen.