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Café SponTan

...für die Dauer der Betriebsferien.
  1. #96210

    Zitat von JMMierscheid Beitrag anzeigen
    Wir sollten mal ganz ernsthaft unseren Gruß an die Fußballfreunde in der Schweiz und deren Frauen richten und St. Pauli zum 4. Platz gratulieren. Das ist eine Kommödie ... jetzt bleibt an Düsseldorf die undankbare Aufgabe hängen, Hertha doch noch aus der BuLi zu kegeln ;-)
    Dem Glückwunsch an die St. Pauli Fans, dass die nur den 4. Platz erreicht haben, kann ich mich durchaus anschließen. Zumindest an die St. Pauli Fans, die vom in der ersten BL herrschenden Kapitalismus nix halten.
  2. #96211

    Zitat von mr.feelgood Beitrag anzeigen
    ...

    Bei den vielen "Neuerscheinungen", die selten an das politische
    Kabarett von Dieter Hildebrand heranreichen, wenn überhaupt jemals, zeigt sich durch diesen amerikanischen gewerkschaftlich organisierten Humor der COMEDY die Kehrseite davon, was politisches Kabarett einmal wollte.
    ->mehr als Unterhaltung, Gehirnnahrung
    Immer diese Welt als Wille und Vorstellung. Nun dekonstruktivieren Sie sich doch nicht die restliche Lebenszeit away. Aber, interessehalber, was wollte denn das politische Kabarett dunnemals? Vom Arbeiterverein zur Staatspartei; der Sozialldemokrat Karl Kautsky (den Sie sicher wie ich aus dem FF kennen) sagte mal "In der wahren Demokratie fallen alle Rechte im Kollektiv zusammen. Der Einzelne hat keinerlei Rechte mehr, auch kein Recht auf Widerstand." Irre, oder? Die Ermächtigung schon nach dem Vormärz und vor den Nazis vorweggenommen! Heute wollen die Sozialdemokraten die "männliche Gesellschaft überwinden, um die menschliche Gesellschaft zu schaffen". Im Bilde, wie der Parteibeschluss '73 zusammenkam, wer davor verfassungsrechtlich warnte und warum das Verfassungsgericht als Büttel davor nicht so recht warnen möchte? Immerhin ist Demokratie doch ideal immer da, wo Menschen sich unabhängig Geschlechtes, Abstammung, Rasse, Sprache, von Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Konstruieren Sie das mal neu, ohne sich über die Semantik der Logik zu verweigern. Schon verstanden, Harald Schmidt ist ein Zyniker, wenn er (oder seine Gagschreiber) erkannt hat, welche Belustigung in der Parteizentrale der Sozialdemokraten regelmäßig aufkommt, wenn der Mensch in Sachen Grundgesetz anfragt. Die gute Sekretärin hat da ihre Textbausteine und wimmelidimmelidu ist Verfassungsfeind, wer den Lenkungs- und Führungsanspruch der Partei, der Partei anzweifelt. Das Politbüro und die Knallchargen zwei, drei drüber wissen schon um die Freiheit - die ist so kostbar, dass man sie nicht teilen wollte. Damit das nicht auffällt und weil es so einfach ist, erzählt man Ihnen einen vom Pferd. Und dann hält man sich nicht nur Verfassungsrechtler. Man hält sich auch Spaßmacher, die jeden knallhart mit Witz und Verstand verfolgen, der andere Ideen von der Demokratie hat und wie sein sollte - gerade wurden die Piraten auf Linie gebracht. Das ist der New Deal nach 45 und, mit Verlaub, Sie sind voll darauf hereingefallen und werden bis zum Lebensende nachbeten, was die (vornehmlich, aber auch egal) männlichen Granden vorbeten. Denn eines wollen die Sozialdemokraten von CXU bis SPD. Sie sollen sich wohlfühlen und lachen. Glücklich zur Arbeit gehen, Kinder in die Krippe, sich Selbstverwirklichen nach Aufforderung (so wie der Hund das Stöckchen holt), Karriere als Zahnarzthelferin machen oder über Hildebrandt lachen, wenn der Fernseher Sie zum Feierabend anmacht. Ohne Zweifel, Sie sind eine Heldin, verdient. ;)
  3. #96212

    Zitat von Umberto Beitrag anzeigen
    Dem Glückwunsch an die St. Pauli Fans, dass die nur den 4. Platz erreicht haben, kann ich mich durchaus anschließen. Zumindest an die St. Pauli Fans, die vom in der ersten BL herrschenden Kapitalismus nix halten.
    Was soll Mensch auch machen, wenn selbst die Anhängerschaft von Eisern Union Berlin von CDU-Yuppies unter Führung von Volker Kauder okkupiert wird?
  4. #96213

    „Ein wiedervereinigtes Deutschland wäre für unsere Nachbarn nicht akzeptabel. Das Wiedervereinigungsgebot im Grundgesetz würde, sollte es umgesetzt werden, ein Unglück für das deutsche Volk heraufbeschwören. Ich kann mir nicht vorstellen, welche Vorteile die Deutschen aus einer Wiedervereinigung ziehen könnten. (Joschka Fischer, 27. Juli 1989 im Interview mit den klassenfeindlichen Redakteuren der "Bunten")

    Und jetzt, keine fünf Minuten oder tausend Jahre später der Dramatiker, Zyniker, Philosoph und Anti-Papist Rolf Hochhuth: "Du bist geblieben, was Du freiwillig geworden bist: der SS-Mann, der das 60 Jahre verschwiegen hat, aber den Bundeskanzler Kohl anpöbelte, weil der Hand in Hand mit einem amerikanischen Präsidenten einen Soldatenfriedhof besuchte, auf dem auch 40 SS-Gefallene liegen" Türeschlagend. Danke, Herr SPIEGEL, manchmal bist du ja doch noch Nütze (schreibt man klein, sollte man Klein schreiben, sollte man kleinschreiben - damit auch die Quijotes etwas zu tun haben, ein naseweises Bürschchen du bist, junger Jedi.).

    Hochhuth tritt aus Akademie der Künste aus - SPIEGEL ONLINE
  5. #96214

    Zitat von Dräuen Beitrag anzeigen
    Und jetzt...
    ... hat er gemerkt: man kann nirgendwo mehr Mitglied sein.
    Tja.
  6. #96215

    Zitat von julianefuchs Beitrag anzeigen
    ... hat er gemerkt: man kann nirgendwo mehr Mitglied sein.
    Tja.
    Für mich ist das nicht leicht. Günne war der Held meiner linkisch sozialisierten Jugend. Dann noch der Widerstand gegen meinen Vater, der von Natur aus zeitgeistresistent ist. Die Mame, die den Schwesternmord schon 1975 ritualisierte. All meine Seifenblasen sind schon vor dem ersten Pickel wie ein solcher zerplatzt, jammajamma. Wir gnadenspätgeborenen Babyboomer sind schon gestraft. Nicht richtig dabei gewesen und nun muss ich den verschiedenen linken und rechten Sozialismen/Truismsen beim Vergehen zuschauen. Wenn ich doch wenigsxyztens Schuld auf mich geladen hätte, ich könnte mich mit übersteigerter Religiosität aus der Schlinge ziehen. Aber nein. Ja, gut. Sozialismus ist nicht geschichtsfüllend und wer froh ist, ist ein König. Dafür wache ich jeden Morgen auf und frage mich, ob die Homo-Ehe und die Verwirklichung monokausaler Zusammenhänge in die entscheidende Phase geht. Das sind die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Tolerant sein, gut sein, Mensch sein, froh, fromm, fröhlich, frei sein. Gähn. Wirklich, jeden Morgen, kratz. ;)
  7. #96216

    Zitat von JMMierscheid Beitrag anzeigen
    Was soll Mensch auch machen, wenn selbst die Anhängerschaft von Eisern Union Berlin von CDU-Yuppies unter Führung von Volker Kauder okkupiert wird?
    Abschieben, den Herrn Kauder, wäre eine Möglichkeit, zum TSG 1899 Hoffenheim.
  8. #96217

    Zitat von Dräuen Beitrag anzeigen
    *Für mich ist das nicht leicht. ... **und wer froh ist, ist ein König.
    *Da hatte ich es besser. Arbeiterkind, aber untauglich für den Einsatz zu repräsentativen Zwecken. Eltern Volksschule. Beide Hälften der Familie bei den schuldlosen Kriegsbezahlern. Heimatverlust. Sozialisation Papierwort, in der Jugend in der Bibliothek gelernt. Frühes Augenbrauenheben bei penetranten Fragen vom Schlage "Sag mir, wo du stehst". Heimatverzicht. Staunen über Staunen. Die Neuen sind die Alten. Anhaltend.
    ** Tiefempfundenes Ja.
    (Wer ist Günne? Der, der ich denke?)
  9. #96218

    Sonnenschein

    Zitat von Dräuen Beitrag anzeigen
    Für mich ist das nicht leicht ...
    So geht das den ganzen Tag am Weltlachtag - keine Zweifel mehr, wer die negativen Jammerer sind.
    Moin bei schöner Sonne, leicht bewölktem blauen Himmel, gestern hat es doch einige Mal gut geregnet, können die Pflanzen, Büsche, Bäume und die Saat auf dem Felde gut gebrauchen.
    Die Kommentare derer, die Sarkozy gestern noch für den Größten hielten, gleiten ab in Absurditäten, er wird als aufgeblasener Gernegroß abqulifiziert. Mediales hire and fire ... ohne jeden Respekt vor den Personen.
  10. #96219

    Maya-Kalender 2012 Ende der Welt oder kleine neue Schritte?

    Die Franzosen werden bis Ende des Jahres sehen und erfahren, was konkret umgesetzt wurde:

    Direkt nach der Wahl soll als erste Maßnahme wie versprochen das Gehalt des Staatschefs und der Regierungsmitglieder um 30 Prozent reduziert werden.
    Darüber hinaus soll in den ersten Wochen bereits die Kaufkraft der Franzosen gestärkt werden: Der Benzinpreis soll für drei Monate eingefroren werden, die Bedingungen für staatlich unterstützte Sparmodelle sollen deutlich verbessert und die Schulstarthilfe für Familien um 25 Prozent erhöht werden. Besonders umstritten war im Wahlkampf auch eine Änderung der Rentenreform: Wer 41 Jahre einbezahlt hat, soll künftig wieder ab 60 ohne Abschläge in Rente gehen können.
    In einer zweiten Phase ab Anfang Juli will Hollande das Parlament für einen Monat zu einer außerordentlichen Sitzungszeit einberufen, um insbesondere seine finanzpolitischen Pläne umzusetzen. Dabei soll es um die Reform der Staatsfinanzen gehen, um eine Steuer- und eine Bankreform. Darunter fällt die mittelfristige Finanzplanung, die bis 2017 einen ausgeglichenen Haushalt vorsieht. Eine Schuldenbremse in der Verfassung lehnt Hollande jedoch ab.
    Bei der Steuer stehen eine ganze Reihe gewichtiger Änderungen bevor: So soll eine Reichensteuer in Höhe von 75 Prozent für Einkommen über einer Million Euro eingeführt und die unter Sarkozy beschlossene Mehrwertsteuer-Erhöhung rückgängig gemacht werden. Steuerschlupflöcher sollen geschlossen und kleine und mittlere Unternehmen sowie Investitionen begünstigt werden.
    Aufhebung der Immunität für Frankreichs Präsidenten
    Die Finanzmärkte, die Hollande im Wahlkampf zu seinem "Gegner" erklärt hatte, müssen mit dem Verbot hochspekulativer Produkte rechnen. Bei den Banken soll der Geschäfts- und Investmentbereich getrennt werden.


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