Ich hab' mir heute mal im Jenisch Haus die Retrospektive zum 200. Geburtstag von Louis Gurlitt angeschaut. Dessen Malweise ist für seine Lebenszeit nicht ungewöhnlich, aber die museumspädagogische "Erläuterung" dieser Landschaftsauffassung in angeblich vorindustrieller Zeit (als wären die 1850er und 1860er Jahre nicht DAS Zeitalter gewesen, in dem die aufkommende Industrie auch vor den Toren der Städte unübersehbar wurde!) entspricht leider mehr der Neigung, die heutige Idyllisierung von Natur zu betonen... insgesamt war die Ausstellung den Eintrittspreis nicht wert.

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