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Café SponTan

...für die Dauer der Betriebsferien.
  1. #100180

    Zitat von prosperosbluebeard Beitrag anzeigen
    nationalsozialistische Juristen Nachkriegszeit

    „Furchtbare Juristen“ …...ihre durch Übernahme von vorbelasteten Juristen in den Staatsdienst der Bundesrepublik Deutschland verhinderte Aufarbeitung.
    „...Ernst Hirsch zu zitieren: „Wer als Mitglied der NSDAP von der Richtigkeit der von der Partei proklamierten Thesen und Normen überzeugt war und sich in seinem Verhalten danach gerichtet hat, hatte durch Internalisierung von sozialen Verhaltensnormen … einen kulturellen Normfilter erworben, der die Poren des biologischen Normfilters verstopft hatte“. Hirsch plädiert daher auf Freispruch für die Nazi-Justiz weil sonst die in Artikel 4 Abs. 1 des Grundgesetzes garantierte Gewissensfreiheit verletzt würde.“ Müller

    „Kieler Schule“Karl Larenz (Zivilrecht und Rechtsphilosophie) Ernst Rudolf Huber (Staatsrecht) Georg Dahm (Strafrecht) Karl Michaelis (Zivilrecht) Franz Wieacker (Zivilrecht) Karl August Eckhardt (Rechtsgeschichte) Friedrich Schaffstein (Strafrecht) Paul Ritterbusch (Verfassungs-, Verwaltungs- und Völkerrecht) Wolfgang Siebert (Zivilrecht und Arbeitsrecht)

    Dozentenakademie im Kitzeberger Lager. Heinrich Lange (1900–1977) (Breslau) Hans Thieme (Breslau) Hans Würdinger (Breslau) Heinrich Henkel (Marburg) Reinhard Höhn (Heidelberg)
    Theodor Maunz (Freiburg)
    Er begründete mit dem „Maunz-Dürig“ ein Standardwerk unter den Kommentaren zum Grundgesetz und war von 1957 bis 1964 bayerischer Kultusminister
    Zitat:...Denn aus der sowjetischen Besatzungszone, wo zunächst alle NS-Richter und Staatsanwälte ihrer Ämter enthoben wurden, strömen viele Nazijuristen auf der Flucht vor den neuen Machthabern in den Westen. Auch sie wollen beschäftigt sein.1951 führt eine Welle von Begnadigungen auf Druck der Regierung Konrad Adenauers dazu, dass selbst die Verurteilten des Nürnberger Juristenprozesses wieder auf freien Fuß kommen – bis auf den »Blutrichter«...Während immer mehr ehemalige NS-Richter und Staatsanwälte wieder in Amt und Würden gelangen, müssen sich immer weniger Naziverbrecher vor Gericht verantworten.

    Vor 60 Jahren endete der Nürnberger Juristenprozess. Bald darauf gingen ehemalige NS-Juristen in der Bundesrepublik schon wieder auf die Jagd – gegen Kommunisten ...
    Am 11. Mai 1952 beteiligte sich der junge Mann(Philipp Müller) , als Mitglied der FDJ, in Essen an einer verbotenen Demonstration gegen die geplante Wiederaufrüstung. 30.000 Menschen waren auf der Straße. Die Polizei griff ein. Zwei Kugeln eines Polizisten von der Einsatzgruppe Knobloch trafen Philipp Müller in den Rücken, eine durchbohrte sein Herz.Die juristische Aufarbeitung des Skandals gerät zur Farce: Das Dortmunder Landgericht stuft in seinem Urteil vom 2. Oktober 1952 die Schüsse als Notwehr ein.

    Ruft merkwürdige Parallelerinnerungen wach, oder?
  2. #100181

    Zitat von prosperosbluebeard Beitrag anzeigen
    „Furchtbare Juristen“ …
    Voll daneben - Dr. Paul Ronge ist damals nicht Parteimitglied gewesen - den Link dazu hatte Carl bereits mit dem Hinweis auf des Juristen Kunstsammlertätigkeit zusammen gegeben.
    Auch ist anderswo zu lesen gewesen, daß er nach der Kapitulation bereits 1945 in Berlin als Anwalt wieder tätig werden durfte, die Alliierten hatten also keine Vorbehalte gegen ihn.
  3. #100182

    fast gedacht

    Zitat von Friedelmaus Beitrag anzeigen
    Ich zwinge es Ihnen auf: der Korinthenkackerpokal! wird in unregelmäßigen Abständen als Tages-, Wochen-, Monats-, und für-alle-EwigkeitenPokal vergeben. Letzterer wartet allerdings noch auf die Erstverleihung.
    Friedelmaus

    Ich hatte zwar ´ne Vorahnung, aber genau wusste ich es auch nicht. Vielleicht ist auch der KoKa-Wettbewerb inzwischen eingeschlafen.
  4. #100183

    Zitat von Carl Beitrag anzeigen
    Darf ich fragen, ...
    Sie dürfen. Allerdings habe ich die Formulierung "immerhin zugeben" gar nicht verwendet... tatsächlich muß ich einräumen, mit der Geschichte der bundesrepublikanischen Juristerei innerhalb der adenauerlichen Frühzeit nicht en détail vertraut zu sein, insofern war mir besagter berliner Star-Anwalt kein Begriff und ich mußte gestern nach Dienstschluß der Forums-Pförtnerloge also googeln...
  5. #100184

    Zitat von Carl Beitrag anzeigen
    Ah ja, der 2. Juni!
    -- Heute in drei Monaten ist Sedanstag, und ich freue mich schon darauf!
    Es heißt [/URL=http://www.landeshauptarchiv.de/index.php?id=501]nicht "Sedanstag"[/URL] ...

    Und soweit ich weiß, wird er auch längst nicht mehr gefeiert.
  6. #100185

    Zitat von prosperosbluebeard Beitrag anzeigen
    nationalsozialistische Juristen Nachkriegszeit

    „Furchtbare Juristen“ [...]

    Sie haben Eduard Dreher vergessen.
    .
  7. #100186

    Zitat von achras Beitrag anzeigen
    Und soweit ich weiß, wird er auch längst nicht mehr gefeiert.
    Immerhin wissen wir heute, dass die "Halbbarbarei" durch eine Vollbarbarei abgelöst wurde.
    Der Sedantag
    Sedan war für die Deutschen bis zum Ersten Weltkrieg mehr als eine gewonnene Schlacht. Sie fühlten sich durch den Sieg als auserwähltes Volk.
    Die „Kreuzzeitung“ schrieb unmittelbar nach der Schlacht: „Mit dem 2. September beginnt ein neues Zeitalter – die Hegemonie des germanischen Geistes auf Erden. In ein Symbol, das jeder begreift, hat das Geschick diese Tatsache gekleidet. Als wir den Kaiser der Franzosen, seine Marschälle und Soldaten auf dem Schlachtfelde von Sedan gefangen nahmen, endete das Zeitalter der französischen Gewalttaten, französischer Halbbarbarei und begann die Periode des deutschen Friedens und der deutschen Bildung“.
  8. #100187

    Zitat von achras Beitrag anzeigen
    Voll daneben - Dr. Paul Ronge ist damals nicht Parteimitglied gewesen - den Link dazu hatte Carl bereits mit dem Hinweis auf des Juristen Kunstsammlertätigkeit zusammen gegeben.
    Auch ist anderswo zu lesen gewesen, daß er nach der Kapitulation bereits 1945 in Berlin als Anwalt wieder tätig werden durfte, die Alliierten hatten also keine Vorbehalte gegen ihn.
    Hatte ich nicht behauptet, dass er dazugehört, den satz von Carl hatte ich schon gelesen, war also Aufhänger...aber wie Sie schon betonten ist das kein Wissensgebiet von Ihnen - somit erschreckt Sie das geschehene der Nachkriegszeit auch nicht (so wie die zwei Juristen hier auch dazu schweigen) - nur Roge muss als Feigenblatt herhalten!
  9. #100188

    Zitat von Carl Beitrag anzeigen
    Sie haben Eduard Dreher vergessen.
    .
    Ich hatte keinen Anspruch auf Vollständigkeit angemeldet.

    Hauptsache, Ihnen fällt bei diesem ganzengeschilderten "Schlamassel" Ströbele ein.....

    Das nenne ich mißglückte Vergangenheitsbewältigung!
  10. #100189

    Zitat von Carl Beitrag anzeigen
    Ah ja, der 2. Juni! Das bedeutet mindestens zweierlei:

    -- Heute in drei Monaten ist Sedanstag, und ich freue mich schon darauf!

    -- Aber viel wichtiger: Heute vor 45 Jahren (abends) trat Rechtsreferendar Hans-Christian Ströbele (nicht ohne aus dem Verlauf dieses Tages abgeleiteten Grund) bei Herrn Rechtsanwalt Horst Mahler an!
    .
    Ich hatte den 2. Juni ganz schlicht als heutiges Datum erwähnt, ohne mir weitere Gedanken über Ströbele und Mahler gemacht zu haben und auch nicht über Benno Ohnesorg und Kurras - die kamen mit Deinem Hinweis. Danke.


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