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Wie weit reicht der Doping-Sumpf?

Schwimmen, Wintersport, Leichathletik: Das Thema Doping könnte nach dem Ruf des Radsports auch andere Sportarten ramponieren. Wie kann man den Doping-Sumpf austrocknen? Helfen härtere Strafen oder Amnestie?
  1. #1

    leistungssport

    Ich hatte das schon mal in einem anderen thread thematisiert. Leistungssport ist dem rock n' roll näher als der ohrenbeichte. Den sauberen ehrlichen sport gibt es nicht. Siehe Mühlegg, Baumann, Ulrich usw usf. Die liste ist endlos. Warum also einer heeren idee nachhängen. Beim popstar regt sich doch kaum noch einer auf, wenn er mal mit koks , h, amphys oder eine minderjährigen erwischt wird. Warum soll der leistungssport anders sein? Also sollte jeder, der leistungssport betreibt mit dem generalverdacht des dopings leben. Dann kann es auch nicht zu solchen szenen wie bei Aldag und Ete kommen. Keine sportförderung durch den staat und wir sparen noch eine menge geld für die ausrichtung von olympia, wm und sonstigen großereignissen. Soll doch dann ein sponsor über pay tv die unterhaltung zahlen. Wie übrigens jetzt schon bei der championsleague.
  2. #2

    Wettbewerb

    Zitat von nanouc Beitrag anzeigen
    (...) Den sauberen ehrlichen sport gibt es nicht. Siehe Mühlegg, Baumann, Ulrich usw usf. Die liste ist endlos. Warum also einer heeren idee nachhängen. (...)
    Wir diskutieren hier doch nur Symptome einer kulturellen Frage: Sind wir in der Lage, geregelten Wettbewerb zu organisieren und zu praktizieren?

    Der geregelte Wettbewerb wird durch Doping und Dumping bedroht. Beides sind Angriffe auf die Bedingungen eines geregelten, gerechten Wettbewerbs. Vielleicht hat Ulrich gedopt, wir wissen es nicht, was wir wissen ist, dass die SPD-Fraktion Mitarbeiter zu Dumping-Löhnen beschäftigt, hierher gehört der Schwerpunkt der Aufregeung.

    Zitat von nanouc Beitrag anzeigen
    (...) Also sollte jeder, der leistungssport betreibt mit dem generalverdacht des dopings leben. (...)
    Widerspruch! Wir müssen als Gesellschaft die Frage klären, ob wir bereit sind, den Bedingungen eines fairen, geregelten Wettbewerbs zu entsprechen. Der Sport ist nur ein (kleiner) Bereich. Ihn alleine aufzuräumen ist zu wenig. Politik und Wirtschaft gehören ins Zentrum.

    Stefanie Bach
    Magazin Deutsch
  3. #3

    Doping-Sumpf

    Würde Doping zum Offizialdelikt erklärt -also jede Form der Leistungssteigerung durch Manipulation unter Strafe gestellt-ginge zwar im internationalen Sport das Licht aus,es bestünde aber die Chance,dass der Sport insgesamt sauberer würde.
    Leider bleibt das wohl Utopie,wie ja wohl auch der Amateurstatus Großvaters Art schon längst zu Grabe getragen wurde und damit dem Doping massiven Ausmaßes international der Weg bereitet wurde.
    Ich befürchte,das keine Sportart(nicht mal Angeln oder "Taubensport")ohne Dope auskommt.
    Bliebe noch die Freigabe:aber soll man sie wirklich schlucken +spritzen lassen,was das Zeug hält?
    Schade,Tom Simpsom war ein frühes Zeichen,aber begreifen wollte es keiner!!
  4. #4

    Beides könnte dem Sport helfen, Amnestie und für diejenigen die da nicht mitmachen bzw. für diejenigen die es weiter betreiben härteste Strafen. Mit der Amnestie könnte man erst einmal für die Aufklärung sorgen und mit harten Strafen, jegliches Doping auf Dauer unterbinden. Die jetzigen Sperrungen oder Geldstrafen sind viel zu lasch. Wie wäre es wenn jeder teilnehmende Sportler vor einem Wettkampf einen Vertrag unterschreiben muss der beinhaltet das ihm, bei nachgewiesenem Doping, nicht nur eine 5-10 jährige Sperre droht, sondern er 80-90% seiner finanziellen Einnahmen (vor allem die durch Werbeverträge), aufgrund möglicher Erfolge unter Dopingeinfluss, der Antidopingforschung und evtl. noch humanitärer Hilfe zur verfügung stellen muss? Das würde richtig wehtun und schnellstens zum umdenken führen.
    Ebenso müsste man Anreize schaffen das Beteiligte schneller und auch überzeugter auspacken, wenn sie etwas wissen. Das man erst nach einer Karriere als Betreuer im Sport plötzlich auf die Idee kommt mal Klartext zu reden und es der öffentlichkeit mitzuteilen ist zu spät.
  5. #5

    Wenn schon, dann aber alle aufzählen!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schwimmen, Wintersport, Leichathletik: Das Thema Doping könnte nach dem Ruf des Radsports auch andere Sportarten ramponieren. Wie kann man den Doping-Sumpf austrocknen? Helfen härtere Strafen oder Amnestie?
    Sie bauchen das Thema Doping gar nicht auf den Sport zu begrenzen sondern gleich auf die ganze Gesellschaft beziehen.

    Also, Nikotin, Kokain, Alkohol, Amphetamine, Ecstasy und "Angstnehmer" schon bei den Schulkindern, der Sport ist nur Teil eines Problemes, das die gesamte Gesellschaft betrifft, was aber automatisch das ERgebnis ist, wenn nur Leistung zählt und per Konkurrenzkampf gnadenlos ausgesiebt wird, siehe Bayern mit seinen Schülern, aber der 4. Klasse, also etwa 10 Lebensjahren wird bereits das gesamte spätere Leben geregelt, wer später mal oben ist oder unten den Bodensatz bildet.

    Bevor wir hier über Berufssportler urteilen, die wissen ja schließlich was sie machen, fangen wir doch erstmal bei den Kindern im Schulalter an, denn die wissen nicht was mit ihnen gemacht wird.
  6. #6

    Naiv?

    Man reibt sich verwundert die Augen ob der Naivität, die überall vorzuherrschen scheint, oder ist die abermals zur Schau gestellte Betroffenheit doch nur pure Heuchelei? Ich sehe seit über 20 Jahren schon, wie sich junge Leute in Fitneßstudios dopen; die meisten sehr dilettantisch übrigens. Man haut rein, was der Markt so gerade hergibt und verläßt sich bestenfalls auf die Tips einiger Kollegen.
    Was mich in diesem Zusammenhang immer wieder beeindruckt, ist die schiere Leistungsexplosion, die diese Spritzen und Pillen bewirken. Das heißt, die Mittel sind überaus potent. Diese Stümper-Doperei ist die eine Seite, die mit dem Hochleistungssport wohl nur bedingt etwas zu tun hat.
    Sieht man sich aber den gesamten Zigmilliarden-Dollarmarkt des Spitzensports der verschiedenen Disziplinen an und das mit sportlichen Spitzenleistungen einhergehende nationale Prestige, drängt sich immer wieder die Frage auf, ob die Spitzenleistungen alle "sauber" (was immer das heißen mag) zustande gekommen sein mögen.
    Wenn der Organismus eines Spitzenathleten allerdings leistungsphysiologisch, biomechanisch und trainingstechnisch ausgereizt ist, ist da immer noch die pharmazeutische Option, die locker für das entscheidende Zehntel gut ist.
    Wie gesagt, ich habe gesehen, welche gigantischen Erfolge Dilettanten erzielen können. Ich kann mir unschwer ausmalen, welches Potential zu mobilisieren ist, wenn erstklassige Physiologen mit erstklassigen Präparaten unter optimalen Bedingungen an Spitzenathleten herumdoktern.
    Vielleicht kann mich einer der Forumsteilnehmer darüber aufklären, wie die Dopingkontrollen in den USA, in Russland oder in China funktionieren und ob Daten dort veröffentlicht und kritisch diskutiert werden.
    Ich persönlich bin davon überzeugt, daß die Pharmazie oft genug da weiterhilft, wo die Genetik und die Physiologie Grenzen setzen. Ich kann vor dem Hintergrund meiner Beobachtungen die ganze Aufregung jedenfalls nicht verstehen.
  7. #7

    Zitat von Paramaecius Beitrag anzeigen
    ....
    Vielleicht kann mich einer der Forumsteilnehmer darüber aufklären, wie die Dopingkontrollen in den USA, in Russland oder in China funktionieren und ob Daten dort veröffentlicht und kritisch diskutiert werden.
    Ich persönlich bin davon überzeugt, daß die Pharmazie oft genug da weiterhilft, wo die Genetik und die Physiologie Grenzen setzen. Ich kann vor dem Hintergrund meiner Beobachtungen die ganze Aufregung jedenfalls nicht verstehen.
    Apropos Dopingkontrollen, da hat ja die internationale Dopingbehörde erst vor kurzem die Deutschen Sportverbände angemahnt, weil im ersten Quartal 2007 von rund 400 unangemeldeten Dopingkontrollen ca. die Hälfte nicht durchgeführt werden konnte, weil der oder die Athleten nicht auffindbar waren, obwohl sich die Athleten ja bei den Sportverbänden abmelden müssen, wenn sie ihren gemeldeten Wohnort verlassen.

    Soviel zu den Anti-Dopingkontrollen im angeblichen Musterland Deutschland, in den USA, Rußland oder China sieht es noch viel schlimmer aus, so hat z. B. LAnce Armstrong bei seiner letzten Tour de France erklärt, daß er von 2002-2006 keine einzige Trainingskontrolle durch die Dopingkontrolleure hatte, der damalige Neuprofi bei T-Online Linus Gerdemann erklärte im Vorjahr im aktuellen Sportstudio, daß er in seiem ersten Profijahr ebenfalls keine einzige Kontrolle hatte, was der gleichfalls anwesende BDR-Präsident Scharping mit lauten Worten als nicht richtig zurückwies, aber Linus Gerdemann sagte das sei eben die Wahrheit.

    Also, die Verantwortlichen für die Durchführung oder wohl Nicht-Durchführung der Dopingkontrollen sind die Sportverbände, da wird offenbar getrickst, gemauert und gelogen was das Zeug hält.

    Und jetzt plustern sich alle als Obermoralisten auf und haben natürlich überhaupt nichts gewußt, ja nicht mal geahnt.
  8. #8

    Bis in die Köpfe der lieben Kollegen,

    ... der Herren Sportjournalisten also, auf jeden Fall. Wie bitte kann es sonnst sein, dass die jahrelang einen derart engen Kontakt zu ihrem Berichtsgegenstand pflegen, am Ende aber nichts wussten? Für diesen Fall müsste man sie wegen Unfähigkeit sofort in die Wüste schicken. Aber warum haben es Einzelne ja durchaus gewußt und auch geschrieben, nur niemand hats veröffentlicht? (siehe dazu Spiegel online). Für diesen Fall also müssten wir annehmen, alle habens gewußt, nur sie habens bewußt verschwiegen (gelogen?). Auch das Grund genug, nicht mehr an die Öffentlichkeit gelassen zu werden. Wann kommt also die erste Beichte eines Radsportreporters? Wann rollt die Rücktrittswelle in den Redaktionen? Ich weiß, für so was ist keine Zeit, wir arbeiten mit Hochdruck an den Stories über die Geständnisse dieser Sport-Betrüger.....
  9. #9

    Zitat von Seifert Beitrag anzeigen
    Würde Doping zum Offizialdelikt erklärt -also jede Form der Leistungssteigerung durch Manipulation unter Strafe gestellt-ginge zwar im internationalen Sport das Licht aus,es bestünde aber die Chance,dass der Sport insgesamt sauberer würde.
    Leider bleibt das wohl Utopie,wie ja wohl auch der Amateurstatus Großvaters Art schon längst zu Grabe getragen wurde und damit dem Doping massiven Ausmaßes international der Weg bereitet wurde.
    Ich befürchte,das keine Sportart(nicht mal Angeln oder "Taubensport")ohne Dope auskommt.
    Bliebe noch die Freigabe:aber soll man sie wirklich schlucken +spritzen lassen,was das Zeug hält?
    Schade,Tom Simpsom war ein frühes Zeichen,aber begreifen wollte es keiner!!
    Freigabe von Dopingmitteln; wie stellen Sie sich das vor?
    " Heute kämpft Bayer gegen Mercks " Oder so ähnlich?
    Ich, jedenfalls würde zu keiner Veranstaltung mehr gehen.








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