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Wie schwulen- und lesbenfeindlich ist der Profifußball?

Kein deutscher Profifußballer bekennt sich offen zur Homosexualität, auch bei der Frauen-Nationalelf ist das Thema verpönt. Welche Konsequenzen würden nach einem Outing drohen? Wie schwulen- und lesbenfeindlich ist der Fußball?
  1. #10

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kein deutscher Profifußballer bekennt sich offen zur Homosexualität, auch bei der Frauen-Nationalelf ist das Thema verpönt. Welche Konsequenzen würden nach einem Outing drohen? Wie schwulen- und lesbenfeindlich ist der Fußball?
    Der gemeine Fußballfan ist wohl eher homophob. Ich höre schon die Chöre im Stadion.... Zudem, welchen Fan interessiert es ernsthaft, ob ein Spieler schwul ist oder nicht? Schließt doch endlich einmal das Sommerloch! :-)
  2. #11

    Fans sind schon lange nicht mehr gleich Spieler

    Zitat von hansgp-zind Beitrag anzeigen
    1.
    In der neuesten Ausgabe eines schwulen Stadt-Magazins von Frankfurt/Main erschien ein Artikel über den ersten schwulen Fan-Club des VfB Stuttgart welcher vom VfB genuso anerkannt und unterstützt wird wie jeder andere auch.
    2.
    Diesbezüglich scheint sich auch beim DFB etwas zu bewegen, wenn auch im Schildkröten-Tempo.
    3.
    Es ist meinem Lebensgefährten und mir herzlichst egal mit wem sich ein Fußballprofi in seiner Freizeit vergnügt.
    Hauptsache die Kicker meines Vereines spielen und gewinnen!!! (Vor allem wenn sie gegen den Lieblingsverein meines Lebensgefärten spielen!!!)
    Frau Walther hat vor allem die Aktiven im Auge, während Sie vor allem von den Fans sprechen.

    M.E. macht Frau Walther den Fehler, die Biologie der gleichgeschlechtlichen Liebe für ihre Betrachtung außer Acht zu lassen. Denn die Entscheidung, aktiv Fußball zu spielen, basiert doch vor allem an talentierten Bewegungsabläufen, Spaß am harten Wettkampf, etc. - und das schon in einem Alter von 8-11 Jahren, also klar vor der Pubertät.

    Was die Fans angeht ist allerdings in der Tat die soziologische Betrachtungsweise wohl das Entscheidende. Zumindest heute, denn der Fan von heute hat mit den Fans von vor 40 Jahren nicht mehr so viel gemein. Während früher auch beim Betrachten eines Spieles der Sport im Vordergrund stand (die Zuschauer waren selbst meist auch Spieler in unteren Klassen oder ehemalige "Alte Herren"; Beifall für einen besseren Gegner war selbstverständlich; usw.) sind an dessen Stelle heute eine Total-Identifikation (also mehr mit Gewinn und Verlust der ganzen Person, als mit dem Sport als Vergleich zu den eigenen sportlichen Fähigkeiten) und ein Event-Charakter getreten.

    Und letzteres hat im Grunde genommen mit dem Sport an sich, d.h. den Bewegungsabläufen der einzelnen, dem Zusammenspiel innerhalb der Mannschaft, usw. nicht mehr viel zu tun.

    Und am besten illustrieren das doch die Frauen selbst, wenn es z.B. um das WM-Endspiel ging. Während sie beim Männer-WM-Halbfinale noch persönlich beleidigt waren, wenn man als Ehemann die Planung dafür quasi unter ihrem Ausschluss (interessiert sich ja sowieso nicht für Fußball) tätigte, machten sie nun einen auf persönlich beleidigt, wenn der Sonntagnachmittagssausflug nur dieses eine mal dem Damen-WM-Endspiel geopfert werden sollte (taugt offenbar noch nicht, weder als Event - könnte durch die WM im eigenen Land besser werden ... bei ähnlich gutem Super-Wetter versteht sich -, noch als Identifikation - da könnte Olympia helpen).

    Kurz und gut. Ich denke, wir haben es hier mit verschiedenen Dingen zu tun, die man durchaus zusammen diskutieren kann und sollte (Rechtradikalismus/Rassismus auf dem Sportplatz ist z.B. ähnlich gelagert, hat im Grunde nichts miteinander zu tun, tritt aber immer mal wieder zusammen auf), aber in ihren Ursachen nicht beliebig vermischen sollte:
    - Homosexualität bei aktiven Spieler und Spielerinnen
    - Homosexualität bei Fans
    - generelle Einschätzung der Homosexualität bei Heteros (auch bzgl. Werbung/Werbeträger)
    - Einschätzung von Homosexuellen in der Massenpresse (ebenfalls inkl. des Einflusses auf eine mögliche Werbeträgerfunktion)
  3. #12
  4. #13

    Zitat von Fidel Castr(at)o Beitrag anzeigen
    Das liegt für mich auch daran, dass ich es einfach komisch fände, wenn während des Spiels die "Spielermänner" auf der Tribüne gezeigt werden... :D

    hallo,

    also ich finde es auch komisch wenn die "Spielerfrauen" auf der Tribüne gezeigt werden; was haben dennn die mit dem Spiel zu tun? - das ist dann genauso wie in der amerikanischen Politik, wo die Herren auch immer mit ihren (betrogenen) Ehefrauen auftreten.
    Auch nichts weiter als eine Art der Diskriminierung
  5. #14

    Das ist doch auch schon wieder so eine provokante Frage von
    Spon.
    Ist das den wirklich wichtig ob ein Profifussballer schwul ist oder links oder rechts eingestellt ist.
    Entscheident ist doch seine sportliche Leistung.

    Aber mir scheint ,dass in Deutschland nach Schauebles geforderte "Onlinetrojaner" jetzt alle ueber jeden alles wissen wollen.

    Und sei es NUR !das privates Sexualeben eines Fussballers.

    Ich nenne dies pervers in hoechster Potenz !!!
  6. #15

    Uuuhhh - stimmt ja. Harte Geschichte.
    Danke für den Link.
  7. #16

    Nur ein Fan...

    Ich bin nicht mal ein Fussballspieler sondern nur Fan, und wie oft ich hier in Hannover schon von den eigenenen "Fans" fast verprügelt wurde weil diese "Fans" fanden dass ich schwul aussehe (tue wirklich nichts für diese vermeindliche Außenwirkung wie z.B. Parfum oder schminken oder was diese Bekloppten sich so vorstellen...Und habe seit fünf Jahren eine weibliche Freundin...) kann ich nicht mehr zählen. Habe eigentlich nur dank meiner recht starken und zahlenmäßig überlegenen Freunde nichts abbekommen... Als mal ein Kumpel aus Spaß am Bierstand den Schweiß mit einem Taschentuch von meiner Stirn wischte mussten wir echt rennen.
    Und dass ist nicht nur in Hannover so. Hat mit dem Los als homosexueller Fussballspieler nichts zu tun, aber ich kann mir ungefähr vorstellen was dieser abbekommen würde ...Und der Fan, dem´s egal ist hat nicht unbedingt eine Stehplatzdauerkarte wie ich ...
  8. #17

    Zitat von soncaliu Beitrag anzeigen
    hallo,

    also ich finde es auch komisch wenn die "Spielerfrauen" auf der Tribüne gezeigt werden; was haben dennn die mit dem Spiel zu tun? - das ist dann genauso wie in der amerikanischen Politik, wo die Herren auch immer mit ihren (betrogenen) Ehefrauen auftreten.
    Auch nichts weiter als eine Art der Diskriminierung
    Genau! Ob ein Fußballer schwul oder hetro, schlau oder dumm wie Brot ist, macht keinen Unterschied. Wichtig sind seine seine Leistungen auf dem Platz.
  9. #18

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kein deutscher Profifußballer bekennt sich offen zur Homosexualität, auch bei der Frauen-Nationalelf ist das Thema verpönt. Welche Konsequenzen würden nach einem Outing drohen? Wie schwulen- und lesbenfeindlich ist der Fußball?
    Klaus Wowereit, meinte in einer Talkshow, dass sich statistisch gesehen unter den deutschen N11-Spielern auch Schwule befinden müssten.
    Ich glaube jedoch, dass man das nicht so hochrechnen kann, da Schwule dem Fussball eher abgeneigt sind. Bin jetzt Opfer eines Klischees geworden? Oder hat das Klischee vielleicht erst zu der vermeidlichen Abneigung der Schwulen gegenüber Fussball geführt?
  10. #19

    Und die Moral von der Geschicht? Laßt die Finger von Minderjährigen, egal ob Hetero oder Homo!

    Und das gilt schon für Jedermann, allein schon aus Anstand. Wer in der Öffentlichkeit steht und diese Grundregel mißachtet hat auch ein bißchen mit selbst Schuld, wenn er sich auf diese Weise erpressbar macht und am Ende für alle Beteiligten alles aus dem Ruder läuft.








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