Forum


 

Wie schlagen sich die deutschen Klubs in der Europapokal-Saison 2011/2012?

Wie schneiden die deutschen Teilnehmer in der Europapokal-Saison 2011/2012 ab? Können sich Borussia Dortmund, Bayern Münchenund Leverkusen in der Champions League, sowie Schalke und Hannover in der Europa League für die nächste Runde der KO-Spiele qualifizieren?

EL-Erfolg in Poltawa: Hannover zittert sich zum Sieg - SPIEGEL ONLINE
  1. #980

    Zitat von ray4912 Beitrag anzeigen
    EL-Final, leider ohne "uns" aber auch mehr merkwürdig als klassisch.
    Bilbao (die Nerven?) mit nicht nur 2, sondern einem halben Duzend Anfängerfehlern vor dem Strafraum. Bei Atletico ein junger Torwart, ein Zieler oder Ter Stegen Typ mit Riesenpotential (Belgien hat einige junge Prospects) dann der Falcao (COL), den würde JEDER EM Teilnehmer in die Spitze stellen wollen! Und zuletzt noch unser Diegolein, elegant und entschlossen zugleich durch die Abwehr marschierend. Der Athletico Coach kann ihn offenbar besser motivieren;-)
    Deiner Kurzanalyse stimme ich zu. Hab ich auch so gesehen. Die Stürmerabteilung von Madrid hat das Spiel für sich entschieden.
    Nun erkläre mir aber bitte dein " ....aber auch mehr merkwürdig als klassisch" in diesem Zusammenhang ?
  2. #981

    Wortspiel

    Zitat von 1Piantao Beitrag anzeigen
    Deiner Kurzanalyse stimme ich zu. Hab ich auch so gesehen. Die Stürmerabteilung von Madrid hat das Spiel für sich entschieden.
    Nun erkläre mir aber bitte dein " ....aber auch mehr merkwürdig als klassisch" in diesem Zusammenhang ?
    "merkwürdig" der Stolperverteidigung wegen (das war doch wirklich nicht normal und bestimmt nicht Bilbaodurchschnitt). Und "nicht klassisch", weil dadurch die Spannung bis zum Schluss fehlte. Ist aber nur ein Wortspiel, das man nicht unbedingt gut finden muss!
  3. #982

    So die Saison ist in den großen Ligen vorbei (okay Frankreich hat noch einen Spieltag, aber geschenkt). Gestern besonders mit einem Herzschlagfinale in England (Manchester United hat quasi sein Manchester United erlebt), wobei ich eigentlich finde weder City noch United hätten den Titel verdient.

    Jedenfalls kann man jetzt etwas Bilanz ziehen und wie geht das schöner als mit einigen Gesamteuropäischen (also die 5 großen Ligen) Statistiken von whoscored.com:

    Wer z.B. war der Raufbold des Kontinents (meiste Fouls pro Spiel)? Ein gewisser Jermaine Jones schaffte es mit 3,4 Fouls pro Spiel: Gratulation!

    Arturo Vidal dagegen macht es besser und kam mit 5,4 Tackles pro Spiel an die Spitze.

    Genauso ein Stern am europäischen Fussballhimmel ist Philipp Bargfrede: 3,1 mal pro Spiel ließ er sich umdribbeln. Das sichert ihm die Krono knapp vor Sergio Pinto (3,0). Allgemein sind in den Top 20 hier nur 2 nicht Bundesligavereine zu finden. Ob das für die Dribbler der Bundesliga, gegen die Verteidiger oder nur für eine unterschiedliche Zählweise spricht: Keine Ahnung.

    Das Messi die Torjägerkrone hat weiß jeder, dafür hat (sollte Eden Hazard im letzten Spiel keine Vorlage machen) Mesut Özil die europäische Vorlagenkrone mit 17 Assists.

    Messi muss sich auch jemand anderem geschlagen geben, nämlich Gökhan Törre vom HSV. Dieser schaffte (in seinen zugegeben nur 16 Einsätzen) nämlich 5,3 erfolgreiche Dribblings pro Spiel. Der argentinische Grobmotoriker kam mit 4,8 nur auf Platz 2.

    Auch beim beliebtesten Foulziel spielt Hamburg ganz oben mit David Jarolim lies sich 3,4 mal pro Spiel fallen. Also bzw. wurde vom Gegenspieler fallen gelassen. Das reicht für Platz 3 hinter Eden Hazard (3,9) und Nene (3,5).

    Den Italienern macht in einer Disziplin aber niemand was vor: Im Abseits stehen. 2,5 mal schaffte Antonio Di Natale es.

    Bei der Anzahl der gespielten Pässe pro Spiel macht Xavi niemand was vor. Im Durchschnitt waren es 93,9. Geht es aber um die Quote der angekommenen Pässe kriegt er nur Bronze. Mit 92,4% ist er nicht mal in seinem Team erster. Thiago Alicante schafft es mit 92,7% auf Platz 2, beide aber müssen sich Leon Britton vom Premier League Aufsteiger Swansea geschlagen geben.

    Platz eins für die Bundesliga hingegen bei der Anzahl der erfolgreichen langen Bälle. Marc-André ter Stegen fand so 12,4 mal pro Spi
  4. #983

    Zitat von Locutus Beitrag anzeigen
    ...
    Genauso ein Stern am europäischen Fussballhimmel ist Philipp Bargfrede: 3,1 mal pro Spiel ließ er sich umdribbeln. Das sichert ihm die Krono knapp vor Sergio Pinto (3,0). Allgemein sind in den Top 20 hier nur 2 nicht Bundesligavereine zu finden. Ob das für die Dribbler der Bundesliga, gegen die Verteidiger oder nur für eine unterschiedliche Zählweise spricht: Keine Ahnung.
    ...
    Ich befürchte, dass es in diesem speziellen Fall gegen Werder spricht...

    Was hatte der Junge für eine überragende erste Saison...Und dann ging's nur noch bergab...
  5. #984

    Zitat von Locutus Beitrag anzeigen
    So die Saison ist in den großen Ligen vorbei (okay Frankreich hat noch einen Spieltag, aber geschenkt). Gestern besonders mit einem Herzschlagfinale in England (Manchester United hat quasi sein Manchester United erlebt), wobei ich eigentlich finde weder City noch United hätten den Titel verdient.

    i
    Ich gönne es den Citizens den Titel nach 44 Jahren, aber man muss klar sagen, das war doch ein erkaufter Titel.
    Ohne die Hunderte Millionen der Scheichs, hätte ManCity wohl noch Paar Jarzehnte auf den Titel gewartet.
    Genauso wäre Chelsea ohne das Geld von Abramowitsch nicht Paar Mal englischer Meister geworden, ebenso nach über 40 Jahren.
    Das eine künstlich aufgeblasene Ungeheur (Chelsea), ist langsam am Ende , da wächst aber schon das neue künstlich aufgebalsene Ungeheuer, ManCity..
    Also ich möchte solche Verhältnisse in Deutschland nicht. Ich gönne es wirklich jedem Verein, Meister zu werden, aber ich möchte nicht dass jetzt ein Milliardär, München 1860 oder den Clubb, oder Mainz kauft und ihn mit Millionen sofort zu dem Titel des deutschen Meister führt.
  6. #985

    Zitat von ObackoBarama Beitrag anzeigen
    Ich gönne es den Citizens den Titel nach 44 Jahren, aber man muss klar sagen, das war doch ein erkaufter Titel.
    Ohne die Hunderte Millionen der Scheichs, hätte ManCity wohl noch Paar Jarzehnte auf den Titel gewartet.
    Sicherlich wobei ManUniteds Besitzverhältnisse auch alles andere als mustergültig sind. Mir ging es aber um das sportliche. Manchester United hat diese Saison viel Glück gehabt. Viele Spiele 1:0 gewonnen (auch gestern gegen Sunderland, hatten sie wohl in der zweiten Halbzeit keine Lust) und haben auch keinen überragenden Kader mehr. Gegen City waren sie armseelig in den Liga-Duellen. City hingegen hätte mit dem Kader eigentlich mindestens 10 Punkte Abstand auf den Rest haben müssen, waren aber sowohl da als auch in der Champions League einfach unfähig. Beide Vereine hatten Glück, dass auch alle anderen großen (Chelsea, Arsenal, Liverpool) schwächeln.

    Zitat von ObackoBarama Beitrag anzeigen
    Genauso wäre Chelsea ohne das Geld von Abramowitsch nicht Paar Mal englischer Meister geworden, ebenso nach über 40 Jahren.
    Das eine künstlich aufgeblasene Ungeheur (Chelsea), ist langsam am Ende , da wächst aber schon das neue künstlich aufgebalsene Ungeheuer, ManCity.
    Na warten wir mal ab. Abramowicz hat immer noch ein Vermögen von (lt. Wikipedia) geschätzten 12 Milliarden $. Wenn er will kann er die alternde Mannschaft ganz schnell gegen neue Weltstars austauschen. Mit Marko Marin fängt er ja schon ;)
  7. #986

    Zitat von ObackoBarama Beitrag anzeigen
    Ich gönne es den Citizens den Titel nach 44 Jahren, aber man muss klar sagen, das war doch ein erkaufter Titel.
    Alle Titel in allen Ligen sind "erkaufte" Titel.
    Kein Club hat seine Spieler für "lau" erstanden. Einzig die Herkunft des Geldes ist unterschiedlich.
    Ich sehe das im Ganzen eigentlich nur positiv. Ohne den Milliardär wäre Manchester als Stadt und Region um einiges ärmer. Weil die "Citizen" natürlich nicht einen Fuß ins Old Trafford setzen, so haben sie durch den Geldgeber ihre eigene Show. Ein großer Teil der Anhänger haben so ihren eigenen erfolgreichen Club. Bis hin zu den Pubs, Wurstverkäufern, Wimpel und Schals und Shirts Verkäufern nehmen erfolgreich daran teil.
    Das Geld muß unter die Leute, das "kurbelt" so manche Wirtschaftszweige an.
  8. #987

    Locutus

    Danke für deine nette europaweite Fußball Nachlese.

    Der TEVEZ aber auch wieder: mit "RIP Fergie" Shirt ! Köstlich.

    Heute morgen wäre mir fast der Becher Kaffee aus der Hand gefallen beim ersten Stöbern im Teletext. " Lewandowski zu den Bayern" las ich da. Mit zittrigen Händen weiter gezappt. Ach so: Frau Lewandowski geht zu den Frauen Bayern". Kaffee schlürffff. Alles ok, der Tag kann beginnen, dachte ich dann heute morgen.
  9. #988

    Zitat von Locutus Beitrag anzeigen
    Sicherlich wobei ManUniteds Besitzverhältnisse auch alles andere als mustergültig sind. Mir ging es aber um das sportliche. Manchester United hat diese Saison viel Glück gehabt. Viele Spiele 1:0 gewonnen (auch gestern gegen Sunderland, hatten sie wohl in der zweiten Halbzeit keine Lust) und haben auch keinen überragenden Kader mehr. Gegen City waren sie armseelig in den Liga-Duellen. City hingegen hätte mit dem Kader eigentlich mindestens 10 Punkte Abstand auf den Rest haben müssen, waren aber sowohl da als auch in der Champions League einfach unfähig. Beide Vereine hatten Glück, dass auch alle anderen großen (Chelsea, Arsenal, Liverpool) schwächeln.


    Na warten wir mal ab. Abramowicz hat immer noch ein Vermögen von (lt. Wikipedia) geschätzten 12 Milliarden $. Wenn er will kann er die alternde Mannschaft ganz schnell gegen neue Weltstars austauschen. Mit Marko Marin fängt er ja schon ;)
    Ja schon. Ohne das ganze Geld das nach dem Bosmann-Urteil floß, wäre ManU in den letzten 15 Jahren bestimmt etwas weniger erfolgreich gewesen, und hätte vielleicht nicht, weiß nicht genau wieviele, Meistertitel geholt (7, 8 mal?) und hätte vielleicht auch nicht 2x die CL gewonnen. Auch Arsenal und FC Liverpool hatten von dem Geld in den letzten Jahren profitiert und Chelsea sowieso.
    Nur, ManU war ja auch vorher, groß, bzw. neben dem FC Liverpool der grösste und erfolgreichste englische Verein. ManCity war doch eine kleine Nummer. Man kann in dieser Hinsicht beide mit FC Bayern - München 1860 vergleichen. ManU ist um einiges grösser und erfolgreicher als ManCity, so ähnlich wie FCB gegenüber die Sechsziger. Und wenn jetzt ein Milliärder käme und Paar Hundert Millionen in die Sechziger reinstecken würde und sie würden sofort deutscher Meister nach über 40 Jahren, fände ich das nicht gut. Nicht auf die Art und Weise. Oder Mainz, Augsburg, Freiburg, Frankfurt,..wer auch immer.

    zu Chelsea;
    Ich glaube nicht. Ich glaube FCC hat die besten Zeiten hinter sich. Dieses Jahr hat man zum ersten Mal, weiß nicht genau, aber ich glaube nach 10 Jahren, oder so, keinen CL-Platz erreichen können und nächstes Jahr muß man in die EL. Also kleinere Brötchen backen und in die Verpflichtung eines Marins ist ja genau in diese Richtung. Also Paar Nummer kleiner. Wobei FCC hat, meiner Meinung früher, so ähnlich wie Real Madrid, einfach sinnlos alles was einen großen Namen hat, gekauft, während ManU es viel klüger getan hat, bzw. nur nach den Positionen, die man zu besetzen braucht.
  10. #989

    Zitat von 1Piantao Beitrag anzeigen
    Alle Titel in allen Ligen sind "erkaufte" Titel.
    Kein Club hat seine Spieler für "lau" erstanden. Einzig die Herkunft des Geldes ist unterschiedlich.
    Ich sehe das im Ganzen eigentlich nur positiv. Ohne den Milliardär wäre Manchester als Stadt und Region um einiges ärmer. Weil die "Citizen" natürlich nicht einen Fuß ins Old Trafford setzen, so haben sie durch den Geldgeber ihre eigene Show. Ein großer Teil der Anhänger haben so ihren eigenen erfolgreichen Club. Bis hin zu den Pubs, Wurstverkäufern, Wimpel und Schals und Shirts Verkäufern nehmen erfolgreich daran teil.
    Das Geld muß unter die Leute, das "kurbelt" so manche Wirtschaftszweige an.
    Vielleicht, aber das Selbe ist es nicht.
    Mit "erkauft" ist wirklich erkauft gemeint, also, jetzt sofort, über die Nacht. Denn bis vor 2-3 Jahren war ManCity ein Verein der jahrzehnte lang in der Mittelmässigkeit vor sich hin dümpelte (vergliechen mit München 1860, Nürnberg, und ähnlichen).
    Und dann kamen diese Scheichs und motzen den Verein auf, kauften sich eine Weltauswahl zusammen und ManCity stieg sofort zu den Top4 in England und, was die finanziellen Möglichkeiten angeht in die Top4 in Europa. Das nächste Ziel ist sicherlich die CL zu gewinnen. Und was, wenn dann die Scheichs eines Tages keine Lust mehr haben, dann hinterlassen sie Trümmern wie der Ami in Liverpool? Und ManCity wird wieder die mittelmässige Mannschaft die sie vorher war, die in den letzten 30Jahren nie im Europapokal spielte und sich meistens in der zweiten Hälfte der Tabelle in der PL, tummelte.
    Ich bin bekanntlich auch gar kein Fan von den großen europäischen Elite-Clubs, Real, Barca, AC Mailand, Bayern und Co..aber die waren ja schon immer groß, (schon als ich Kind war) bzw. sie haben sich ihre Grösse über die jahrzehnte, wie auch immer, erarbeitet und jeweils eine Marke geschaffen und haben ihren Status nicht über die Nacht erkauft, wie Chelsea oder jetzt ManCity.
    Und was wenn demnächst neue Milliardäre kommen? Und einer kauft Everton, ein anderer Stoke City, oder FC Sunderland, oder Bolton Wanderers, oder vielleicht fällt einem ein, FC Preston North End zu kaufen und aufzumotzen? Den Club, der der erste englische Meister war vor über 100 Jahren, und der jetzt, weiß ich nicht genau, in Liga 2 oder Liga3 kickt?
    Und jeder von ihnen mal Meister wird und dann verlässt der jeweilige Milliardär nach einer Weile den Verein und er fällt wieder zurück, dorthin woher er kam.
    Das ist nichts. Der erkaufte Titel mag für einige Fans, so wie eine Droge wirken, aber nach einer Weile kommt die schmerzliche Ernüchterung und es ist vorbei mit dem Rausch.
    Einen wirtschaftlichen Effekt gibt es von dem Verkauf der Fan-Artikel nicht.
    Was aber das Wichtigste ist:
    Weder Chelsea noch ManCity werden auf Dauer große Clubs bleiben. Sobald ihre Mäzenen weg sind, fallen sie, wie gesagt wieder zurück. Aber, Bayern, Real, Barca, ManU und Co.., sie werden weiterhin groß bleiben.


TOP



TOP