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Wie schlagen sich die deutschen Klubs in der Europapokal-Saison 2011/2012?

Wie schneiden die deutschen Teilnehmer in der Europapokal-Saison 2011/2012 ab? Können sich Borussia Dortmund, Bayern Münchenund Leverkusen in der Champions League, sowie Schalke und Hannover in der Europa League für die nächste Runde der KO-Spiele qualifizieren?

EL-Erfolg in Poltawa: Hannover zittert sich zum Sieg - SPIEGEL ONLINE
  1. #1060

    Zitat von ObackoBarama Beitrag anzeigen
    Einige wie BZ vielleicht, aber die meisten eher nicht.
    Und FCB hätte niemals so defensiv gespielt wie Chelsea, wenn es umgekehrt gewesen wäre, wenn also das Finale in London gewesen wäre. Sicherlich agiert man bißchen defensiver und vorsichtlicher, dagegen ist generell nichts einzuwenden, aber das wie Chelsea agiert hat, das .....
    Meinst Du das jetzt ernst, oder spricht da die Enttäuschung über den nicht aufgegangenen 4:1 Tipp??

    Man müßte doch heute nicht über Griechenland sprechen, wären die Portugiesen bei Ihrer Heim-EM nicht zweimal(!) zu doof gewesen die Griechen zu schlagen.

    Deine Haltung erinnert mich fast an den SKY-Interviewer am Samstag der de Matteo wie ein beleidigter Junge gefragt hat. "Ihr Stil war erfolgreich, finden sie ihn auch schön?" Der Chelsea-Couch hat die einzig richtige Antwort gegeben und hat den dummen Jungen einfach stehen lassen.

    Mir fällt übrigens noch ein Spiel mit absurdem Verlauf ein. EM Halbfinale 2000 Niederlande - Italien. Gastgeber Holland verschießt 2 Elfer in der regulären Spielzeit, die Italiener kassieren 2 rote Karten. Am Ende gewinnen 9 Italiener das Elfmeterschießen.
    So, dann jubelst Du also nicht mit wenn Deutschland das Finale gg. Spanien in Kiew 1:0 gewinnt? Tor Schweinsteiger (Elfmeter im Nachschuß, nach Schwalbe Podolski). Vorher haben die Spanier 4mal Latte und Pfosten getroffen). Sicher sehr unwahrscheinlich, aber solche Spiele gibt es einfach.
  2. #1061

    Mut ohne Ende

    Zitat von dioco Beitrag anzeigen
    Erst jetzt gelesen, aber das trifft´s ziemlich gut und genau:
    Kommentar von Klaus Brinkbäumer zur Bayern-Pleite im CL-Finale - SPIEGEL ONLINE

    Ja, es fehlte Mut und Phantasie, um nicht zu sagen "taktische Flexibilität"...
    langsam wirds mir unheimlich! Du verlangst immer, von allen, mehr und noch mehr Mut. Ist das der Einfluss der lateinamerikanischen "Heldenkultur" oder warst Du eventuell mit Che im Urwald, Revolution machen?; den hatte ich vor 40 Jahre schwarz auf gelb auf der Motorhaube meines unvergesslichen Manta!;-)

    P.S. Jogi habe ich übrigens auf Deine Anregung hin eine entsprechende Anweisung übermittelt. Vielleicht verbindet er ja taktische Flexibilität diesmal mit etwas mehr Mut!
  3. #1062

    Die Chancen und die Taktik

    Zitat von dioco Beitrag anzeigen
    Ray, ich weiß nicht, wie Du das siehst... ich aber habe nur drei, vier wirklich gute Chancen gesehen... und die beste von allen war die von Olic in der Verlängerung. Dazu eine Hundertprozentige von Gomez.
    Die Müller-Chancen waren nicht so zwingend... und die von Robben oder Ribery schon gar nicht.
    Vielleicht liegt´s ja daran, dass ich früher meistens eher in der Defensive........
    Wir liegen nicht weit auseinander. Die Chancen für ein 4:1 (ein 4:0 eigentlich) müssten allerdings reichen. Und ich sehe es im Zusammenhang mit der ganzen Saison, immer die gleichen Krankheiten. Zu Gomez möchte ich nichts mehr sagen. Er ist tatsächlich zu oft der Prügelknabe. Zu Robben auch nicht, das ist schon fast unsäglich. Müller ist schwer ok! Ribéry bringt das, was er kann und es ist viel!

    Die Bemerkung zu den beiden Taktiken ist interessant. Die von Klopp ermöglicht bessere Gegegnstösse, wie es ja auch in den Möglichkeiten des BVB liegt. Chelsea hat die andere Option gewählt, auch gut weil die nur die innen (trotz Terrys Absenz), zudem mit einem Top Torwart,
    vermutlich die grösste Stärke haben. Di Matteo, mit (noch) weniger Erfahrung als Klopp, hat gut gepokert. Seine "Masche" braucht natürlich ein wenig mehr Glück, weil vor dem Torraum Tohuwabohu angesagt ist.

    An der EM wiederum ist kontrolliert aber energisch nach vorne spielen unseren Möglichkeiten am besten angepasst. "Jogi, fass Dir ein Herz" würdest Du wohl sagen? Unsere IV ist unter Dauerdruck sicher nicht stärker als bei Tempogegenstössen. Dort sehe ich eigentlich nur den Ibra in einer ähnlich gefährlichen Einzelrolle wie DD - und dem werden wir kaum begegnen, glaube ich.
  4. #1063

    Zitat von ray4912 Beitrag anzeigen
    Auf Schweini rumzuhacken, ist primitiv (auf Robben geht i.O.)
    Genau das macht den deutschen Fußball so widerlich. Wenn ich mich richtig erinnere, haben beide am Samstag einen Elfer verballert, nur hat Robben vorher das bessere Spiel gemacht.

    Als Robben in der Verlängerung den Elfer schoss, hat er im Übrigen niemand den Ball weggenommen, da waren kein Gomez (der mMn kein gutes Spiel gemacht hat), kein Schweinsteiger und auch kein Kroos.
    Nach den Berichten der letzten Tage (und Wochen) hoffe ich nur, dass die Elftal die deutsche Nati möglichst schon in der Vorrunde nach Hause schießt.
    BtW: Glückwunsch Chelsea! Gerade Chech und Drogba haben ein großes Spiel gemacht und Drogba hat auch danach wirkliche Größe bewiesen.
  5. #1064

    Zitat von dioco Beitrag anzeigen

    Ja, es fehlte Mut und Phantasie, um nicht zu sagen "taktische Flexibilität"...
    Absolut.
    Ich behaupte einfach mal das der FCB das Endspiel gegen Chelsea schon verloren hatte before es überhaupt angepfiffen wurde.
    Bestimmt hatten Heynckes und alle Spieler sich die zwei Chelsea Spiele gegen Barca genau angesehen.
    Aber leider nichts daraus gelernt.
  6. #1065

    Zitat von doc 123 Beitrag anzeigen
    Super Idee von Ihnen jetzt damit nach dem verlorenen CL-Finale zu kommen. Ich habe jedenfalls in den Blogs bereits zu Beginn der Saison in zig Beiträge darüber geschrieben, dass dieses antiquierte und vollständig unflexible System im Vergleich zum modernen, variablen Kurzpasspiel, intensivem Mannschaftsspiel, Laufintensivität und Vorchecking von Dortmund keinerlei Chance hat. Und Ursache dafür ist diese total antiquierte Trainer, der seine Zeit längstes hinter sich hat und als netter Opi, der er früher ganz sicherlich nicht war, die Spieler höflichst bittet, ob sie denn einen Elfer im CL-Finale schießen wollen. Dass dann ein Neuer schießen muss, ist ja wohl an Abstrusität kaum zu überbieten.
    ...
    Blogs verfolge ich kaum und nur sehr selten poste ich dort. Daher kann ich Ihre Aussagen über Ihre entsprechenden dortigen Kommentare nur so nehmen, wie Sie diese hier schildern. Vielleicht geht es Ihnen ähnlich mit den Foren. Sonst wäre Ihnen wahrscheinlich nicht entgangen, dass ich keineswegs erst "nach dem verlorenen CL-Finale" die "super Idee" hatte, "damit zu kommen". In bestimmt mehr als -zig Beiträgen habe ich mich mit genau diesem Thema auseinandergesetzt. Eines meiner 'Lieblingsthemen' ist dabei das Pressing/Gegenpressing als zentraler Bestandteil des Klopp-Systems. Und das seit nunmehr 2 Jahren in diesem Forum. Ebenfalls ein 'Dauerbrenner' bei mir ist die Frage, welcher Trainer und welche Spielidee am besten zu Bayern passt.

    Das von mir sehr geschätzte Klopp-System muss in der Tat seine Wettbewerbsfähigkeit auf CL-Ebene noch unter Beweis stellen. Ich selbst habe hier zwar mehrfach darauf hingewiesen, dass in der Zeit der Gruppenphase der BVB sich einerseits in einem Formtief befand (u.a. Subotic, Kagawa, Fehlen von Sahin, etc.), andererseits aber gezwungen war, seine Spielweise im Vergleich zum Vorjahr den Gegebenheiten anzupassen. Als dies zu Greifen begann, war man schon ausgeschieden, mit z.T. grottigen Leistungen. Eine Gruppenphase ist halt kürzer als eine Meisterschaftsrunde.

    Ihre Bewertung von Heynckes teile ich nicht. Ein ‚Konzept-Trainer’ à la Klopp passt m.A.n. nicht zu Bayern, eher schon Favre. Im Vergleich zur Vorsaison hat Bayern schon eher versucht, vertikal zu spielen. So wie sie sich im ersten Saisondrittel präsentiert hatten (und im negativen Sinne der BVB ebenso) waren sie nicht nur für mich Meisterschaftsanwärter. Warum sie dann zu Beginn der Rückrunde so abgeschmiert sind bei einer unglaublichen Konstanz des BVB, ist ein anderes Thema und hier ausführlich debattiert worden.
    Heynckes ist ein integerer Trainer, der ohne dirty tricks seine Mannschaft führt. Das war er auch schon früher, jeder wusste immer bei ihm, woran er war. Junge Spieler hat er immer gefördert. Ohne Fehler ist niemand. Aber dass er Typen wie Wolfram Wuttke in den A.... getreten hat, war vollkommen richtig.

    Übrigens:
    Auch ein Klopp fragt seine Spieler, ob sie zum Elfmeterschießen antreten wollen. Wer nicht will, wird von ihm auch nicht gezwungen. Dass ein Torwart einen Strafstoß schießt, ist so selten auch nicht. Butt z.B. war ein sicherer Schütze und Frank Rost hat den Bayern im Pokalfinale 99 auch einmal sehr schön einen eingeschenkt im Elfmeterschießen...
  7. #1066

    Zitat von dioco Beitrag anzeigen
    Weitgehend d´accord, bezüglich Heynckes bin ich diesmal aber anderer Meinung.
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass es von vornherein geplant war, bei einer Führung kurz vor Schluss einen Defensivspieler einzuwechseln - und das war m.E. der Knackpunkt, zumal es dabei ausgerechnet Müller "erwischt" hat: Der hat auch ziemlich konsterniert geguckt!!

    Ich hatte rd. 5 Minuten vor dem 1:0 vorausgesagt, dass Müller bald ein Tor machen würde... er kam nämlich immer besser in Fahrt und war vorne der Gefährlichste.
    Als Heynckes ihn ausgewechselt hat, habe ich gesagt, dass sie jetzt das Spiel verlieren werden... Und so kam es dann auch.
    ...
    Bzgl. der Auswechselung von Müller stimmen wir doch beide überein, da sehe ich keine Meinungsunterschiede. Müller wurde in der Tat immer stärker, weil er sich zum einen mehr nach rechts orientierte und auch mehr in die Spitze ging. Diese Auswechselung habe ich wie gesagt nicht verstanden. Beim zu erwartenden Drängen auf den Ausgleich hätte gerade er für die notwendige Entlastung sorgen können.

    Ich bleibe dabei, wenn jemand hätte ausgewechselt werden müssen, dann Schweinsteiger. Beim Eckball der Londoner konnte man nicht nur sein Fehlverhalten, sondern auch seine momentane Saft- und Kraftlosigkeit sehen. Timochuk ins DMF und van Buyten als IV war ja im Prinzip ok.

    Wobei Boateng (was bringt der eigentlich auf die Waage?) auch in keiner Weise Drogba in seinem Einlaufen zum Kopfball hindern konnte. Anstatt das Tackling mit der Schulter zu suchen nur ein wenig Armrudern, das war’s. Eine klar einstudierte Standardsituation, Drogba wird auch sehr gut freigeblockt. Eine insgesamt schlechte Defensivleistung der Bayern.

    Wenn es tatsächlich geplant war, bei Führung kurz vor Schluss einen Defensivmann für einen Offensiven zu bringen, hätten sich weit eher Robben, Gomez oder Ribéry (in der Reihenfolge) angeboten. Dass es dann ausgerechnet Müller getroffen hat, war aber sicher kein Zufall. Hier sind wir nämlich, wie bereits mehrfach diskutiert, bei einem der Knackpunkte bei Bayern. Heynckes hat denjenigen ausgewechselt, von dem der wenigste Ärger drohte. An eine Verletzung mag ich nicht glauben, dazu war Müller zu erstaunt über seine Auswechselung. Heynckes hat denjenigen ausgewechselt, von dem der wenigste Ärger drohte. Ärger vom Spieler selbst (nebst Berater) und von den Granden. Wer mehr als 20 Mio € gekostet hat, der muss auch spielen.

    Heynckes hat aber m.M.n. die ‚richtige’ Startformation gewählt. Wen hätte er sonst bringen sollen? Die Truppe hat es halt nur versäumt, aus den wenigen Chancen dann auch das Tor zu machen. Gegen solche Mauerkünstler musst man u.a. Geduld haben. Und nochmals: Wäre es beim 1:0 geblieben, würde alles ganz anders bewertet.

    Dabei ist mir selbst in diesem Spiel, das ja wirklich von Chelsea defensiv betrieben wurde, die Schwäche der Bayern im Umschaltspiel aufgefallen. Auch in diesem Match gab es diverse Situationen, in denen Chelsea in der Vorwärtsbewegung in der gegnerischen Hälfte den Ball verloren hat. Und was passierte dann? Schnelle Bewegung nach vorn? Ausschwärmen? Direktspiel? Nein, man wartet, ob jemand mitläuft, schaut, hält den Ball. Solange bis Chelsea sich wieder hinten gestaffelt hat...
  8. #1067

    Zitat von Ihr5spieltjetzt4gegen2 Beitrag anzeigen
    Dabei ist mir selbst in diesem Spiel, das ja wirklich von Chelsea defensiv betrieben wurde, die Schwäche der Bayern im Umschaltspiel aufgefallen. Auch in diesem Match gab es diverse Situationen, in denen Chelsea in der Vorwärtsbewegung in der gegnerischen Hälfte den Ball verloren hat. Und was passierte dann? Schnelle Bewegung nach vorn? Ausschwärmen? Direktspiel? Nein, man wartet, ob jemand mitläuft, schaut, hält den Ball. Solange bis Chelsea sich wieder hinten gestaffelt hat...
    Deine Analysen sind bestimmt gut. Wenn sich der Nebel der Enttäuschung über die bittere Niederlage etwas gelegt hat, sehe ich bestimmt klarer, dass auch die Bayern gegen diese offensivschwache (abgesehen von Drogba) Mannschaft nicht ihre bestmöglichste Leistung geboten haben.
    Was auch eklatant war, dass man so wenig aus der Vielzahl der Ecken gemacht hat.

    Einen positiven Aspekt sehe ich auch darin, dass der letzte in der FCB-Führungsriege kapiert hat, dass Heynckes niemand ist, der das Team länger als 2 Jahre betreuen soll. Mangels Alternativen würde ich die nächste Saison mit ihm noch weitermachen, mich aber gleich schon nach einem Nachfolger umschauen.
  9. #1068

    Zitat von 1Piantao Beitrag anzeigen
    Absolut.
    Ich behaupte einfach mal das der FCB das Endspiel gegen Chelsea schon verloren hatte before es überhaupt angepfiffen wurde.
    Bestimmt hatten Heynckes und alle Spieler sich die zwei Chelsea Spiele gegen Barca genau angesehen.
    Aber leider nichts daraus gelernt.
    Jetzt will ich meinen Senf zum Bauern-Drama dazutun:

    Das Eckenverhaeltnis war 20 : 1 fuer den FCB !!!!!!!!!!!!!!!!!!!! : Chls !

    Die Torausbeute war 0 : 1 fuer Chelsea !

    Wer von den Bauern hat geschlafen und den Bueffel Drogby das Tor
    koepfen lassen??

    Haette Neuer den Ball abfangen koennen ??

    Wo war die Ballkontrolle der Bauern in den letzten 7 Minuten, als
    es darauf ankam das Spiel ueber die 90 Minuten zu bringen ??

    Das Spiel haetten die Bayern in der regulaeren Spielzeit entscheiden
    koennen/muessen !!
  10. #1069

    Zitat von krafts Beitrag anzeigen
    Der Gedanke kam mir gestern auch zwischendurch. Man sucht ja nach irgendeinem positiven Aspekt und für mich ist der FCB 2012 CL-Sieger der Herzen analog Schalke in der Bundesliga, auch wenn natürlich dieser Vergleich etwas hinkt.

    Dass sich der Ruf ändern kann, sieht man auch an den 3fachen Vizebayern. Das traute man bisher nur "Vizekusen" zu. Der FCB schien immer das Siegergen zu haben. Selbst ein Ballack holte da einen Titel.
    Hier ist die Antwort fuer den Metzgermeister UH, der verzweifelt nach
    den Ursachen des Bayern-Niedergangs sucht und jetzt immerhin das
    Triple der Verlierer holte !!!
    Das Sieger-GEN fehlt und muss gefunden und gekauft werden !!!








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