Das habe ich ja gleich vermutet, als Neuer sich den Ball schanppte und selber einen schoß.
Das sagt eigentlich alles. Blanke Angst und Unsicherheit herrschte wahrscheinlich unter den Spielern. Ich hätte eigentlich eher Kroos und Tymoschtschuk als Elfmeterschützen erwartet als Olic. Keiner der beiden ging aber ran.
Nachdem man 2 Minuten vorm Ende den Ausgleich kriegte und in der Verlängerung den Elfmeter verschoß, waren die Bayern psychisch wohl down. Dann breitet sich in solchen Sitautionen schon eine Art Verzweiflung aus, weil man es dann nicht mehr glaubt. Man denkt, na ja, was wir auch immer machen, klappt's nicht, der Gegner hat einfach das Glück an seiner Seite.
Das Spiel erinnerte viellicht ein kleines wenig an das Viertelfinale bei der EM 2008, Türkei-Kroatien. Die Kroaten schiessen in der 119-ste Minute der Verlängerung das 1:0 und meinen das war's ja wohl. In der 120-ste Minute, im letzten Angriff der Türken, kriegen die dann das 1:1, mit diesem Sonntagsschuß des türkischen Stürmers, genauso die Bayern mit diesem Sonntagskopfschuß von Drogba. Solche Tore schiesst man, in so wichtigen Spielen, wohl nur einmal im Leben. Und das war sicherlich viel Glück dabei, für Chelsea (bzw. für den Türken) damals und viel Pech für die Bayern.
Und genauso damals dann im Elfmeterschiessen die Kroaten psychisch völlig am Ende waren und verschossen reihenweise, so waren dann die Bayern auch, obwohl Chelsea den ersten EM verschoß.
Bei dieser unglaüblicher Glückskette die Chelse seit dem Rückspiel gegen Neapel begleitet hat, glaube ich, selbst, wenn die Bayern im EM mit 3:0 geführt hätten und nur noch ein Tor gebraucht hätten, hätten sie auch dann nicht geschafft, dann hätten alle nachfolgende EMs verschossen und Chelse hätte weitere 4 EM alle reingemacht und wieder gewonnen.



