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Wie schlägt sich Deutschland bei der EM?

Die Gruppen sind ausgelost, Deutschland bekommt es mit den hochkarätigen Gegnern Niederlande, Portugal und Dänemark zu tun. Was glauben Sie - wird sich die deutsche Elf für das Viertelfinale qualifizieren? Ist sogar der EM-Titel möglich?
  1. #810

    Zitat von doc 123 Beitrag anzeigen
    .

    PS: Ich verzichte hier an dieser Stelle, bereits zigfach geäußerten Beiträg zu den abstrusen Löw-Personalentscheidungen, zu wiederholen, da mittlerweile offensichtlich. Der Mann ist genauso unterirdisch mittelmäßig wie ich ihn seit Jahren bereits einstufe und in keinster Weise auch nur irgendwie LERNFÄHIG!
    wäre deutschland 2008/10 mit einem anderen trainer und personal auch an spanien gescheitert?
  2. #811

    Die Elf der Abgestoßenen und nicht Berücksichtigten, könnte man zur EM als Deutschland II schicken (so wie beim Bobsport)

    Weidenfeller
    Aogo
    Träsch
    Tasci
    Rolfes
    Großkreutz
    Frings (Draxler)
    Kießling
    Ballack
    Kuranyi
    Helmes
  3. #812

    Zitat von doc 123 Beitrag anzeigen
    Weidenfeller (ter Stegen)
    Lahm - Merthesacker (Badstuber) - Hummels - Schmelzer
    Khedira - Kehl (Gündogan)
    Reus - Özil - Götze (Schürrle)
    Helmes

    Die in Klammer befindlichen Spieler sind derzeitig noch in der Auswahl, da viele Spieler entweder von Löw gar nicht berücksichtigt oder derzeitig noch auf Grund längerer Verletzungspausen nicht in Form!
    Interessantes Team. Es könnte wirklich spannend sein zu sehen, wie es sich gegen hochkarätige Gegner schlägt. Sie werden mir freilich recht geben, dass diese Mannschaft bei EM-Beginn nicht eingespielt gewesen wäre - ganz egal, ob Löw vom ersten Tag der Vorbereitung an auf genau diese Startelf gesetzt wäre. Nicht zu vergessen, dass einige Ihrer Kandiaten wenig bis gar keine Erfahrung im Nationalteam haben und niemand vorhersagen kann, wie sie sich unter Turnierbedingungen bewähren. Insofern kann man dem BT nicht vorwerfen, dass er jetzt auf diese Konstellation lieber verzichtet - sondern nur, dass er sie nicht schon früher ausprobiert hat.

    Die Frage ist allerdings, wann das hätte geschehen sollen: 2011 war Gündogan nicht mal Stammspieler beim BVB und Helmes noch so außer Form, dass wirklich niemand die beiden in der N11 gesehen hat. Reus wiederum hat (wie hier öfter betont) fast jede N11-Berufung wegen Verletzungen sausen lassen müssen. Und 2012 waren Merte und Götze das komplette Frühjahr verletzt, also auch bei dem Frankreich-Spiel.

    Noch zwei Anmerkungen:
    Interessanterweise führen Sie mit Merte und Götze zwei Startelf-Spieler auf, für die Sie ein Recht in Anspruch nehmen, dass Sie z.B. einem Schweinsteiger verweigern - dass sie eben nicht nach dem aktuellen Leistungsstand, sondern nach ihren prägenden Auftritten in der N11 bewertet werden. Also stellen auch Sie das Leistungsprinzip nicht über alles.
    Zweitens stehen elf der 15 Spieler, die Sie hier aufführen, im aktuellen EM-Kader. So viel hat der von Ihnen gescholtene BT also doch nicht falsch gemacht. ;-)
  4. #813

    Zitat von Mitschka Beitrag anzeigen
    wäre deutschland 2008/10 mit einem anderen trainer und personal auch an spanien gescheitert?
    2008. wohl ja, mit jedem Trainer..
    2010..??? weiß ich nicht, ich hätte manch einem Trainer da schon zugetraut daß er vielleicht ein besseres Ergebnis im HF erzielt.
  5. #814

    .

    Zitat von Mitschka Beitrag anzeigen
    wäre deutschland 2008/10 mit einem anderen trainer und personal auch an spanien gescheitert?
    Macht Toni Kroos beim Stand von 0:0 die hundertprozentige Torchance - nach toller Vorarbeit von Lukas Podolski - ins Tor, hätte es ein Top-Ausgangslage gegeben, dass Spanien an dem Tag an Deutschland gescheitert wäre.

    Vertändelt Bastian Schweinsteiger nicht völlig unnötig den Ball am eigenen Strafraum und verursacht so die Ecke, die zum 0:1 durch Puyol führte, es wäre völlig offengewesen, wer da an wem gescheitert wäre an dem Tag.

    Ganz zu schweigen davon wie der deutsche Offensiv-Fußball an dem Tag wohl hätte aussehen können, wenn Müller nicht (nach einer absolut zweifelhaften gelben Karte im VF) gegen die Spanier gesperrt gewesen wäre - und die deutsche Offensive komplett gewesen wäre, die in der Konstellation: "Müller, Özil, Podolski und Klose" gegen Australien, gegen England und gegen Argentinien jeweils Traumfußball geboten hatte.

    Es gibt eine Reihe von Punkten, die ich bei Löw kritisiert habe und ebenso eine Reihe von Dingen, die er klasse macht. Aber das Spiel gegen Spanien im letzten WM-Halbfinale war mMn ein Spiel auf Augenhöhe, was ebenso hätte für uns ausgehen können - im Gegensatz zum EM-Finale zwei Jahre zuvor, in dem Spanien mMn uns klar überlegen war ;-)
  6. #815

    Zitat von 1Piantao Beitrag anzeigen

    Dazu vielleicht noch: mit Mertesacker UND Boateng spielen gleich zwei langsame. Das ist definitiv einer zu viel. Obwohl Boateng versucht etwas für den Spielaufbau zu tun, allerdings mit gefühlten 80% Fehlpässen. :-)
    Hummels bleibt die richtige Alternative.
    Da ist das Gefühl aber ziemlich schlecht ;)
    In der Bundesliga:
    Hummels 77.6% erfolgreiche Pässe
    Boateng 87,3%
    und das bei ungefähr gleich vielen Pässen pro Spiel und nur etwas weniger genauer langer Bälle (6,8 pro Spiel für Hummels, 4,9 für Boateng), wobei ich nicht genau weiß was whoscored.com unter letzterem versteht.

    Und bei der Geschwindigkeit bin ich mir auch nicht so sicher. Hummels ist auch nicht besonders schnell und lebt von seiner guten Antizipation.
  7. #816

    Langsam reichts

    Ok, die Bayern werden also unsere N11 vertreten und haben ja auch bei dem Spiel gegen Israel gezeigt, wie sie das planen: Querpass, Rückpass, Querspass, Rückpass usw.
    Schon klar, die könnten auch anders, aber ein Jahr Jupp Heini hat denen das ausgetrieben. Und Bundesjogi läßt die Spieler, die den geilsten Fußball seit zwei Jahren spielen, auf der Bank. Ne, da müßte man sich ja in Bewegung setzen, die Jungs zu integrieren. Lieber einen abgestiegenen Poldi und einen fusslahmen Merte.
    Der hat sie doch nicht alle.
    Wird der von der Tomate geschmiert?
  8. #817

    Zitat von Ihr5spieltjetzt4gegen2 Beitrag anzeigen
    ...

    Ich halte den gänzlichen Verzicht auf diesen langen Pass in der Spieleröffnung für fahrlässig. Es gibt Spielsituationen, in denen dieser Pass genau das richtige Mittel ist. Die Mannschaft wäre mit einer variableren, nach Spielsituation ausgerichteten Spieleröffnung nicht so leicht ausrechenbar. Und Hummels wäre der einzige der IV, der genau diesen Pass schnell und präzise schlagen kann.

    Aber wenn der Jogi etwas nicht will, dann will er nicht...
    Gerade wenn es zu einem Spiel gegen Spanien kommen sollte, halte ich diese langen Pässe für ein probates Mittel, das ausgezeichnete spanische defensive Mittelfeld zu umgehen. Allerdings müssen vorne dann auch die richtigen Abnehmer auf dem.Platz stehen, z.B. Klose, özil, Reuß oder Götze, mit einem Gomez (den ich ansonsten sehr Schätze) würde das nicht funktionieren.
    Generell ist dies glaube ich eine Frage der grundsätzlichen taktischen Ausrichtung. Will Löw eher ein auf Ballbesitz und Dominanz ausgerichtetes System ähnlich dem Bayern oder das risikoreichere, Vertikale System des BVB? Ich glaube ersteres, damit war er im letzten Jahr erfolgreich und seine Stammformation ist eingespielt. Die taktische Variabilität, an der Löw immer wieder arbeitet und die in engen Spiel entscheidend sein wird, ist bislang über Ansätze nicht hinaus gekommen. Die Frage wird sein, kann er in der relativ kurzen Vorbereitung weitere Automatismen mit der Mannschaft erarbeiten, die voll die Stärken z. B. von Reuss oder Götze unterstützen und die bei der Qualität dieser Spieler eine echte Waffe darstellen würden?
  9. #818

    Zitat von stanford63 Beitrag anzeigen
    Da könnte was dran sein. Es gibt allerdings auch noch eine andere mögliche Erklärung: Hummels ist bei Dortmund LINKER IV, Merte spielt dagegen den RECHTEN Part. Streng genommen ist also nicht Merte der Hauptkonkurrent von Hummels, sondern Babstuber, der als Linksfuß natürlich auch in München die linke IV-Position übernimmt.

    Ich komme nur deshalb darauf, weil ich erstens selber ein Kind habe, das Stammspieler auf der rechten IV-Verteidigerposition in einem Leistungsteam ist und nur ungern bzw. im Notfall auf links spielt, eben weil Verteidigung und Spieleröffnung "seitenverkehrt" sind. Zweitens hat sich nach dem WM-Spiel D-ENG in der BBC eine Runde aus Ex-Spielerin genau zu diesem Thema ausgelassen und betont, dass ein englischer IV (ich glaube, es war John Terry) auf der für ihn "falschen" IV-Seite gespielt hat und dass so ein Wechsel mit Umstellungsproblemen einhergeht, die in bestimmten Situationen spielentscheidend sein können.

    Die komplette Spielanalyse vor während und nach der Partie D-ENG kann man sich übrigens immer noch auf YouTube ansehen. Ein sehr interessantes Beispiel dafür, wie die Engländer damals das deutsche Team gesehen haben.
    Im Prinzip kann, muss man dem folgen. Van Gaal hat genau aus diesem Grund Badstuber in die IV befördert bzw. zeitweise als linken AV spielen lassen. Ihm ging es dabei allerdings vor allem um die Spieleröffnung, die umso schneller erfolgt, wenn man sich nicht drehen bzw, den Ball vom einen auf den anderen Fuß legen muss. Man konnte das bei der WM in SA gut sehen, als Boateng den niedergeschriebenen Badstuber als linken AV ablöste. Er musste sich immer etwas umständlich drehen, weil er auf der ‚falschen’ Seite spielte, was den Spielaufbau verzögerte.

    Jetzt gibt es allerdings kein Prinzip ohne Ausnahme. Ganz aktuell z.B. Lahm. Nach eigener Aussage sieht er sich sowohl rechts wie links top und der BT stellt ihn jetzt ja auch wieder auf links auf. Eigentlich unlogisch... Hier im Forum wurde / wird diese Frage immer wieder diskutiert, die Meinungen sind geteilt. Ich gehöre zu denjenigen, die Lahm auf rechts besser sehen. Auf links hat er in der abgelaufenen Saison schon einige Schwierigkeiten gezeigt beim Einrücken,Verschieben, aber auch beim Tackling. Die wirkungsvollste Maßnahme von Heynckes war es, Lahm wieder auf rechts zu stellen und Alaba auf links. Nur wenn man sagt, Lahm ist –obwohl ‚Rechtsfuß’- auf beiden Seiten gleich gut, dann kann man das ‚Seitenargument’ nicht zwangsläufig gegen Hummels anbringen (bei aller Unterschiedlichkeiten der Positionen). Sicher spielt er im Club links, dort wo auch Badstuber spielt. Nur von allen im Kader befindlichen Innenverteidigern ist er der handlungsschnellste und der ‚beidfüßigste’. Dieses Plus macht den möglichen oder tatsächlichen Nachteil, auf der ‚falschen’ Seite zu spielen wieder wett. Vor allem wenn man die Handlungsschnelligkeit von Merte dagegen setzt...
  10. #819

    Zitat von jensen12345 Beitrag anzeigen
    Macht Toni Kroos beim Stand von 0:0 die hundertprozentige Torchance - nach toller Vorarbeit von Lukas Podolski - ins Tor, hätte es ein Top-Ausgangslage gegeben, dass Spanien an dem Tag an Deutschland gescheitert wäre.

    Vertändelt Bastian Schweinsteiger nicht völlig unnötig den Ball am eigenen Strafraum und verursacht so die Ecke, die zum 0:1 durch Puyol führte, es wäre völlig offengewesen, wer da an wem gescheitert wäre an dem Tag.

    Ganz zu schweigen davon wie der deutsche Offensiv-Fußball an dem Tag wohl hätte aussehen können, wenn Müller nicht (nach einer absolut zweifelhaften gelben Karte im VF) gegen die Spanier gesperrt gewesen wäre - und die deutsche Offensive komplett gewesen wäre, die in der Konstellation: "Müller, Özil, Podolski und Klose" gegen Australien, gegen England und gegen Argentinien jeweils Traumfußball geboten hatte.

    Es gibt eine Reihe von Punkten, die ich bei Löw kritisiert habe und ebenso eine Reihe von Dingen, die er klasse macht. Aber das Spiel gegen Spanien im letzten WM-Halbfinale war mMn ein Spiel auf Augenhöhe, was ebenso hätte für uns ausgehen können - im Gegensatz zum EM-Finale zwei Jahre zuvor, in dem Spanien mMn uns klar überlegen war ;-)
    Ich finde, dass Löw in seiner Amtszeit das meiste richtig gemacht hat, aber in diesem Spiel gegen Spanien leider nicht. Die Spanier waren uns eindeutig überlegen, hatten mehr Chancen und haben verdient gewonnen. Löw hat versucht, den Spaniern spielerisch mit Kombinationen durchs Mittelfeld zu begegnen, aber dafür waren sie einfach zu stark. Das soll aber kein Vorwurf sein, er hat es so versucht und es hat nicht geklappt, so what? Er hat seine Lehren daraus gezogen, und ich bin gespannt wie er das nächste Mal gegen die Spanier spielen lässt (so es dazu kommt)...








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