Forum: Sport
Wie schlägt sich Deutschland bei der EM?
Die Gruppen sind ausgelost, Deutschland bekommt es mit den hochkarätigen Gegnern Niederlande, Portugal und Dänemark zu tun. Was glauben Sie - wird sich die deutsche Elf für das Viertelfinale qualifizieren? Ist sogar der EM-Titel möglich?
- #1840 21.06.2012 13:35 von
Also doch nicht nur per Video-Beweis entscheiden, ob Tor oder nicht, sondern auch vermeintlich kritische Szenen? OK, wer zieht die Grenze und wo?
Abgesehen davon halte ich es für technisch durchaus möglich, exakt zu entscheiden, ob der Ball hinter der Torlinie war oder nicht, auch wenn das ganze etwas schwieriger ist als beim Tennis, denn hier muss ja ggf. auch über einen Ball entschieden werden, der den Boden nicht berührt. Aber machbar, denke ich.
Kritischer sehe ich das bei der Entscheidung, Abseits oder nicht, Foul (bzw. Schwalbe) oder nicht. Gerade bei den vermeintlich so eindeutigen Abseitsentscheidungen, wo Bela Rethy und Konsorten laut "kein Abseits!!!" in ihr Mikro brüllen (und man den Sabber ihre Mundwinkel förmlich runtertriefen sieht, weil sie den Schiri bei einer "Fehlentscheidung" ertappt haben), genügt es oft, das Bild den Bruchteil einer Sekunde später anzuhalten, und schwupps, der Ball klebt immer noch am Fuß des Passgebers (oder vielleicht doch nicht, wer will das entscheiden?) und der Stürmer steht plötzlich doch im Abseits.
Ähnlich bei der Frage Foul oder Schwalbe: Wie oft kann man das wirklich anhand von Fernsehbildern eindeutig entscheiden (und nur auf Verdacht entscheiden, weil's auf dem Bildschirm halt nach dem einen oder anderen aussieht, bringt uns ja auch nicht wirklich weiter).
Abschließend noch zum Foul von Ramos: Wenn ich dafür einen Videobeweis brauche, stimmt sowieso was nicht (aber klar, der Videobeweis wäre eindeutig ausgefallen). Und wenn sich ein Schieds-, Tor-, Linien- oder was weiß ich für ein -richter von Ramos einschüchtern lässt, sollte er sich vielleicht sowieso überlegen, ob er gerade den richtigen Job hat. - #1841 21.06.2012 13:49 von
quod erat demonstrandum
q.e.d. die Philosophien von fussball11 und Dir decken die Ränder ab, der Chaot und der Ordnungsfanatiker in Reinkultur.;-)
Ich habe da eine etwas "gemitteteren" Standort. Für mich ist geordnetes Chaos ein erstrebenswerter Zustand und das Problem fängt bei mir erst dann an, wenn die Fehlentscheidungen nach Parteilichkeit oder gar nach Betrug (die "Hongkong Wetten") zu riechen beginnen. Oder: solange die Schiedsrichter und auch die Juristen am grünen Tisch auf alle Seiten hin gleich blind sind, geht das für mich.
Allerdings stellt sich der Betrugsverdacht bei einigen Foristen und Fans rascher ein als bei andern und so erscheint eine genügende Reglementsdichte schon wieder geraten;-) Fazit: ich BIN für eine elektronische Überwachung des Geschehens rund um das Tor. - #1842 21.06.2012 13:56 von
Ich auch.
Die Fehlentscheidungen einfach abhacken unter der Abteilung Glück & Pech, bzw. ein nicht gegebens Tor, ein falsches Abseits usw... mit einem Pfosten- oder Lattentreffer, oder einem Bock des eigenes Spielers gleichzusetzten, das geht einfach nicht und es wird nie gehen. Die Leute werden es niemals so einfach akzeptieren.
Perfekt gibt es nicht, weder mit oder ohne Videobeweis.
Man muß abwiegen, was weniger schlecht ist, was weniger für Aufregung und Streit sorgt, bzw. sorgen würde.
Und wenn man es täte, ich glaube man käme zum Schluß, dass es mit Videobeweis einfach weniger Streß und Aufregung gäbe, als es ohne ihn schon gibt. Eindeutig.
Wie gesagt, ich würde es, neben den Situationen (Ball drin oder nicht), auch für die strittigen Abseitsituation verwenden. Man müsste nur davor sich auf welche Regeln einigen, zum Beispiel, die zulässige Fehleinschätzung des Schiedsrichter im Falle einer Abseitssituation wäre vielleicht, +- 4, oder 5 cm. Also, sozusagen, ungefähr die Länge des großen Zehs, oder eine Nasenlänge, mal bildlich auszudrücken..Ob einer so knapp im Abseits war, oder knapp nicht im Abseits war - das bliebe unantastbar. Alles was drüber wäre über die Paar zulässige cm, wäre anfechtbar gewesen. Die Mannschaft die sich benachteilgt fühlen würde, könnte eine sofortige kurze Unterbrechung verlangen und da wäre es sofort nachzuprüfen aufgrund der Fernsehbilder, bzw. der Computer-Graphik. - #1843 21.06.2012 13:58 von
Bei den heutigen technischen Möglichkeiten mit dem Digitalfernsehen, wo man jede Aufnahme, Bildchen für Bildchen vor- und zurückspülen kann und mit den ganzen Computer-Möglichkeiten wären auch die strittigen Abseitsssituationen problemlos im Griff zu kriegen.
Jeder von uns kann doch am eigenem PC eine Aufnahme aus einem Fußballspiel, beim Abspielen des Videos, Bild für Bild wiedergeben. Selbst, bei meistens 25 oder 30 Bilder pro Seklunde kann man es deutlich erkennen wann der Ball von dem Fuß des paßgebenden Spielers losgeht. Und die da im Fernsehen, die haben doch noch viel bessere und präziseren Geräte und viel bessere Software, so dass sie es zu 99,9% der Genauigkeit eine Abseitssituation, ja oder nein, richtig erkennen könnten.
Also Abseits ja, auf jedem Fall, Elfmeter nein.
Die strittigen Elfmetersituationen würde ich dagegen nicht anfassen. Das wäre mit dem Videobewis schwer nachzuweisen, weil es immer viele unterschiedliche Meinungen gibt, bzw. mindestens zwei.
Wennm es eindeutig ist, wäre nicht schwer, zum Beispiel wie neulich beim Foul des Russen gegen den Griechen Karagounis. Wo man in der Zeitlupe sah, dass der Russe ihn auf die Wade eindeutig trifft. Aber es gibt viele andere EM-Situationen die nicht so eindeutig sind und wären schwer nachzuweisen. - #1844 21.06.2012 14:00 von
Probleme sind lösbar
Hi piantao, caro amico! Das ist die eine Variante (der Entscheid liegt bei den Spielparteien - oder eben die andere (nach gleicher Technik): der Referee entscheidet, ob oder nicht. Vorteil Deiner Variante: der Schiedsrichter muss nur urteilen (muss er in jedem Fall ganz allein!!). Deine Lösung obsiegt nach Punkten;-)
Was uns im Fussball dabei leider fehlt im Vergleich zm Hockey oder generell zum US- Sport in den Stadien:
Die Disziplin der Fans ist so oder so viel zu gering. Die Spieler und Offiziellen der Klubs kann man mit strengen Strafen schon disziplinieren. Jedenfalls sollte kein Videoentscheid auf und um den Platz zu mehr
Aufruhr als jetzt schon führen.
Stell Dir vor, die Fans würden gezielt Brandkörper auf die Installation abfeuern. Da müsste man ja veritable Video-Betonbunker bauen;-) - #1845 21.06.2012 14:14 von
- #1846 21.06.2012 14:24 von
Hoffnung nie aufgeben
ich wollte doch nur ein klein wenig übertreiben, Natürlich kann man die Anlagen sicher bauen. Der Rest der Sicherheit ist aber (leider) in überblickbaren Rahmen. In den USA war und ist sie jedenfalls in allen Stadien und in allen Sportarten höher. Versteh mich nicht falsch, das weltumspannende und immer etwas archaische Element in unserem geliebten Fussball ziehe ich der Sterilität der US-Sports vor, ebenso gefällt mir die Zero Toleranz der Polizei und der Richter dort nicht besonders. Etwas mehr Ordnung würde ich, jedenfalls in Deutschland, allerdings erhoffen.
- #1847 21.06.2012 14:25 von
Wettmafia
Von der Wettmafia, die ohne Fernsehbeweis sehr viel besser das Spiel beeinflussen kann. Ein Hoch auf die Tatsachenentscheidung!
Das Eishockey zeigt, das dieses System funktioniert. Tatsächlich könnte man auch im Fußball eine "Auszeit" einführen die 1-3 mal pro Halbzeit auf alle möglichen Situationen angewendet werden könnte.
Missbrauch/Irrtum wird immer mit einem Freistoß bestraft aus dem 16er Halbkreis bestraft.
Ein Tor wird aber immer überprüft.
Abseits abschaffen. Stammt aus einer Zeit als die Spieler noch Standfußball spielten. Nicht Zeitgemäß. - #1848 21.06.2012 14:25 von
Die Grenze bleibt weiter im Ermessen des Schiedsrichters. Es ist doch kein Unterschied zur jetztigen Situation wo der Hauptschiedsrichter von den Linien- und Torrichtern per Funk auch ihre Einschätzung hört. Blos hat man eben einen, der auch mal was sieht gegenüber den jetztigen Torrichtern.
Auf jeden Fall deutlich öfter als direkt aus dem Spiel bei möglicherweise schlechter Sicht. Ich verstehe dieses Argument, dass es ja immer noch strittige Entscheidungen bzw. Fehler gibt nicht. Wenn mir jemand eine minimal teurere Glühbirne gibt, die eine dreimal so lange Haltbarkeit hat, dann sag ich doch auch nicht: Na aber kaputt geht sie ja irgendwann trotzdem.
Mit diesem Argument kann man wirklich gegen jede Veränderung argumentieren und das ist selten ein gutes Zeichen. - #1849 21.06.2012 14:28 von
Bei der ganzen Video-Diskussion möchte ich noch folgendes zu bedenken geben. Wir hatten ja exakt die gleiche Diskussion nach dem England-Spiel 2010.
Und davor: ein Phantomtor von Helmer in den 90ern, und das berühmte Wembley-Tor. An andere diesbezügliche Fälle kann ich mich nicht erinnern. Betroffen waren also:
England (3x), Deutschland(2x), Ukraine, FC Bayern und Nürnberg(je 1x)
Also technische Aufrüstung für 4 Fälle in 45 Jahren? Es wurden ja hier schon oft die heutigen technischen Möglichkeiten erwähnt. Aber ist das eine Begründung, um nun aus dem Fußball ein Videospiel zu machen? Will ich nicht.
Natürlich ist der Beitrag der UEFA mit den sog. Torrichtern unglücklich. Und sorgt auch dafür, dass nun alle nach Video schreien.
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